Filterung gegen Störungen. Ein Standard-8051 z.B. tastet intern per
Hardware jedes bit drei oder vier mal ab, soweit ich weiß. Deswegen ist
die Grundfrequenz für die Baudrate meistens auch ein Vielfaches von 2,
eben weil da noch was für die Zusatzlogik benötigt wird.
So ein Filter erinnert mich ein wenig an Tastenentprellung per Software.
Ich nenne das jetzt mal nur beispielhaft. Eine Taste wird auch erst nach
mehrmaligem gleichen Pegel in zeitlicher Folge für gültig erklärt, und
für den Entprellzähler könnte man durchaus auch die Zahl 4 wählen. Wird
sie bspw. gedrückt erkannt, wird sie nach 5, 10, und 15ms aus dem
Timerinterrupt noch mal auf diesen Pegel überprüft, sonst verworfen.
Eine getaktete Simplex-UART-Verbindung braucht eine Zusatzkontrolle
natürlich nicht, und sie ist auch nicht baudratenabhängig. Dort hat man
ja ein Clock-Signal, das funktioniert dann einfach nur wie ein
Schieberegister. Man stellt zwar am Sender eine Übertragungsrate ein,
aber die ist dem Empfänger dann völlig Wumpe. Der arbeitet per externem
Clocksignal, nicht mit dem internen Takt. Bei Simplex-Mode braucht
nichts synchronisiert zu sein, wie im Duplex-Mode.
Ein einfacher Soft-UART tastet schon mal nur einmal mitten im bit ab, je
nach Anforderungen, die man hat. Bspw. 8048, die hatten noch keinen
integrierten UART. Die Software mußte aber hinterher kommen, da konnte
man nicht sehr viel an Kontrolle mit rein packen.