Nennmoment eines el. Generators

Gast #3246192
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>@ Jeeehoo Juppieyeei
Was berechnest du bitte mit dem Term "Wirkleistung * Wirkungsgrad"?

Blindleistung und Wirkleistung ergeben die Scheinleistung. Die 
Scheinleistung fliesst durch die Leitung, die Wirkleistung bleibt am 
Zaehler haengen. Das ist die am Eingang zur Verfuegung stehende 
Leistung. Multipliziert mit dem Wirkungsgrad erhalten wir die Leistung, 
die am Ausgang, dh mechanisch zur Verfuegung steht.
Gast #3246640
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Moment! Ich spreche von einem Generator, also von einer el. Maschine, 
die als Generator betrieben wird. Von dem her ist es falsch, die 
elektirsche Leistung mit dem Wirkungsgrad zu multiplizieren, um die 
mech. Leistung zu bekommen. Am Eingang kommt mech. Leistung hinein, am 
Ausgang kommt el. Leistung heraus.

Die Formeln sind mir auch klar. Übrigens die Formel

            P = 2*Pi*n*M

ist hier falsch (unter Beachtung meiner Angaben am Anfang), denn n ist 
die Drehzahl in U/min  und ω ist in 1/s.


Worauf es mir hier ankommt ist, welche Leistung soll ich zur Berechnung 
des Nennmoments nehmen. Ich habe nähmlich ein Generatordatenblatt, wo 
das Nennmoment mit der Scheinleistung berechnet wird, was ich eben nicht 
verstehe. Denn tatsächlich umgesetzt wird ja die Wirkleistung. Darum 
wollte ich hier fragen, ob jemand weis wie das Nennmoment berechnet 
wird. Gibt es unaterschiedliche Rechnungen, mit Schein- und mit 
Wirkleistung. Wann wird welche genommen? Oder ist das erwähnte 
Datenblatt fehlerhaft, wenn dort mit Scheinleistung berechnet wird?
Gast #3248795
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Die Praxis verlangt beim Generator die Berechnung mit der 
Scheinleistung, da diese maximal aufgebracht werden muss bei 
schlechtester Netzankopplung.
Um das Nennmoment der mechanischen Antriebsmaschine zu bestimmen, muss 
also die elektrische Scheinleistung zugrunde gelegt werden, sonst 
erreicht der Generator bei ungünstigen Bedingungen die geforderte 
Wirkleistung nicht. DIE BLINDLEISTUNG MUSS JA MIT ERZEUGT WERDEN auch 
wenn sie nachher verloren geht.
Sonst ist an Euren Überlegungen alles korrekt.
Evt  : Omega =2 pi f
Gast #3249146
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Für das Drehmoment ist NUR die Wirkleistung relevant.

Ist 'Blind'leistung (richtig: Pendelleistung) vorhanden, pendelt diese 
zwischen Generator und Verbraucher hin und her.

Die insgesamt abgegebene Leistung bei symmetrischer Belastung des 
3~Generators ist sogar in jedem Zeitpumkt konstant, nicht nur im Mittel, 
damit auch das Drehmoment.

Der Energieerhaltungssatz gilt eben auch hier;
Blindleistung geht nicht 'verloren', sonst wäre es Wirkleistung ...
Gast #3250667
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> Für das Drehmoment ist NUR die Wirkleistung relevant.

Genau so verstehe ich es auch. Ich frage mich nur, warum in dem oben von 
mir erwähnten Datenblatt das Nennmoment mit der Scheinleistung berechnet 
wird.

>Die Praxis verlangt beim Generator die Berechnung mit der
>Scheinleistung, da diese maximal aufgebracht werden muss bei
>schlechtester Netzankopplung.

Was ist hier mit schlechtester Netzankopplung gemeint?
Gast #3250727
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Hm, das ist möglicherweise die Erklärung dafür. Wenn ich daran denke, 
dass Verbraucher mit Blindanteil beliebig oft zu- und abgeschaltet 
werden können, so sind die höheren Momente (als nur bei Wirkleistung) 
zwar kurzzeitig aber nicht selten, tretten also immer wieder auf.

Danke für den Beitrag, allen anderen auch. Gibt es sonst Gedanken?
Gast #3250790
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@noips (Gast) um 16:15 Uhr:

Von nix kommt nix - und verloren geht auch nix ...      ;-)

Dem Generator muss natürlich etwas mehr mechanische Leistung zugeführt 
werden, als elektrisch herauskommt =>
Wirkungsgrad η UND Leistungsfaktor cos(φ) müssen beachtet werden. Also:

P(mech)   = P(el)/η
2 Pi n Tn = √3 Un In cos(φ)

Wenn ich richtig gerechnet habe, würde die Datenblattangabe passen, wenn 
der Wirkungsgrad genauso gross wäre, wie der Leistungsfaktor.
( Solch grosse Maschinen müssten jedoch etwas besser sein ? )
Gast #3251378
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>Wenn ich richtig gerechnet habe, würde die Datenblattangabe passen, wenn
>der Wirkungsgrad genauso gross wäre, wie der Leistungsfaktor.
>( Solch grosse Maschinen müssten jedoch etwas besser sein ? )

Das ist es eben, der Wirkungsgrad ist mit 96 % angegeben.

Übrigens steht auch folgendes drin:

Appr. mec. power: 1105 KW

Ich finde, die Vermutung von Udo Schmitt (16:20) kann man sich als 
Antwort auf meine Frage gut vorstellen.
Gast #3253720
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Leider kann ich Dir kein Forum nennen. Aber Du hast schon recht, dass es 
bei Basis Elementen der Energietechnik fehlt. Du beschreibst einen 
Spezialbereich, bei dem klar sein muss, dass ein Motor elektromechanisch 
betrachtet als Teil eines 3 Phasen Netzes nicht dasselbe ist, wie ein 
Generator! Du musst Begriffe wie Sternpunktkompensation und 
asymmetrische Netzlastankopplung klar haben und dir eine Vorstellung von 
den dabei auftretenden elektrischen Verlustleistungen machen können und 
dann, wenn Du wirklich damit erwas anfangen willst, Dir auch noch einen 
Einblick in die Kurzschluss-strom Berechnung von Generatoren 
verschaffen.  Du baust kein Spielzeug, sondern gefährdest Menschen mit 
falsch ausgelegten Anlagen. Deshalb denke ich, dass Du Dir selbst ein 
Bild verschaffen musst .
LG si dice no

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