Hallo,
gibt es ein Tool mit dem man aus einem .subckt einen Schaltplan
generieren kann? Oder geht das irgendwie mit PSpice?
Ich habe immer Probleme mir das vorzustellen.
Vllt kann mir hier auch Jemand weiterhelfen: Ich habe mir mal das
Modelfile von einem Infineon MOSFET angeschaut und würde gern verstehen
wie das "Ersatzschaltbild" funktioniert/aussieht.
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.SUBCKT IPB011N04L_L1 drain gate source PARAMS: dVth=0 dRdson=0 dgfs=0
dC=0 Ls=1.8n Ld=1n Lg=4n
.PARAM Rs=327u Rg=1.5 Rd=20u Rm=60u
.PARAM Inn=100 Unn=10 Rmax=1.1m gmin=184
.PARAM act=19.79
X1 d1 g s Tj S4_40_h_var1 PARAMS: a={act} dVth={dVth} dR={dRdson}
dgfs={dgfs} Inn={Inn} Unn={Unn}
+Rmax={Rmax} gmin={gmin} Rs={Rs} Rp={Rd} dC={dC} Rm={Rm}
Rg g1 g {Rg}
Lg gate g1 {Lg*if(dgfs==99,0,1)}
Gs s1 s
VALUE={V(s1,s)/(Rs*(1+(limit(V(Tj),-200,999)-25)*4m)-Rm)}
Rsa s1 s 1Meg
Ls source s1 {Ls*if(dgfs==99,0,1)}
Rda d1 d2 {Rd}
Ld drain d2 {Ld*if(dgfs==99,0,1)}
E1 Tj w VALUE={TEMP}
R1 w 0 1u
.ENDS
Nein, gibt es nicht (zumindest sinnvoll). Ich kenne nur ein
kommerzielles Tool für sowas.
Die gleiche Aufgabenstellung übertragen wäre: Gibt es ein Tool, um die
20 Geldscheine in deiner Geldbörse wieder den diversen Quellen
zuzuordnen?
Also male dir einen Netzplan und den sortierst du solange um, bis er dir
grafisch gefällt.
Erfahrene SPICEr schreiben alles in Netzlisten - habe ich öfters gehört.
Ich kann dir leider auch nicht so tief helfen, habe das nur einmal
gemacht. Das teure Tool habe ich vergessen. Bestimmt weiß Helmut den
Namen.
Andererseits sind die Infineon-Modelle eh ungeeignet, zumindest für
LTspice.
Für dein Beispiel würde ICH durchaus 2-3h ansetzen. Also SPICE-Doku
lesen und dann verknüpfen.
Welche Erkenntnis ist gewünscht? Nachbauen kannst du ihn eh nicht.
Konvergenzprobleme lösen?
Ich sehe da ne Menge Variablenumkopiererei und erheblichen Aufwand, ein
Temperaturmodell zu implementieren. Ganz oben scheinen auch die
Gehäuseparasitäten zu sein. Wo ist der eigentliche MOSFET? Als Gleichung
definiert??
Infineon macht immer so komischen Scheiß. Weiß nicht, was das bringen
soll gegenüber einem Standard-DMOS-Modell.
Das bisschen Subcircuit ist doch nur zum Aufwärmen. Ein paar R, L und C
an den Pins des Mosfet. Dafür brauchst du gar kein Programm. Das kannst
du direkt um den X1 herum zeichnen.
Zeig lieber mal das Subcircuit S4_40_h_var1. Wenn das wieder eines mit
den hundert Funktionen ist, dann kann man sich die Mühe gleich sparen.
.subckt S4_40_h_var1 ...
....
X1 d1 g s Tj S4_40_h_var1 PARAMS: a={act} dVth={dVth} dR={dRdson}
Alle Bauteile mit Xn sind Subcircuits. Hier wird das subcircuit
S4_40_h_var1 verwendet. Suche nach diesem Subcircuit in deinem
Modell-File.
.SUBCKT S4_40_h_var1 ....
Das ist einfach. Jede Zeile ist 1 Bauteil.
Ld drain d2 {Ld*if(dgfs==99,0,1)}
E1 Tj w VALUE={TEMP}
R1 w 0 1u
Lx Spule
Ex Spannungsgesteuerte Spannungsquelle
Rx Widerstand
Cx Kondensator
...
Lx node1 node2 Wert
Einfach eine Kurzeinweisung über SPICE lesen. Da sind alle Bauteile
definiert. Es sind weniger verschiedene Bauteile als das Alphabet
Buchstaben hat.
Du wirst schon mal die Doku lesen müssen. Was verstehst du denn genau
nicht?
Beispielsweise die Zeilen:
Rg g1 g2 1.5
Hier wird ein Widerstand definiert zwischen Netznamen g1 und g2 von
1,5ohm.
M1 d2 g2 s2 s2 DMOS L=1u W=1u
.MODEL DMOS NMOS ( KP= 1781.1 VTO=2.74 THETA=0 VMAX=1.5e5 ETA=0.015
LEVEL=3)
Hier wird ein MOSFET definiert, erkennbar an M und dann ein Index, also
M1. Das Modell heißt "DMOS" (Das wäre der Part Schaltplan)
Eine Zeile drunter wird DMOS dann definiert. KP usw. sind
MOSFET-Parameter. (Das ist der Part Eigenschaften des Bauelements)
usw.
Problem kann dann sein, daß ein Code für PSPICE dann Parameter enthält,
die es z.B. bei LTspice nicht gibt. Mir fallen da DW und DL ein!
Helmut, weißt du was DW und DL machen bzw. wie man die in LTspice
nachmodellieren kann? Brauch man z.B. für die 74HC-Lib von NXP!
Nun konvergiert das Modell mit vorhandenem DW und DL aber nicht in einer
TRAN-Analyse. Also entferne ich durch probieren DW und DL, dann gehts.
Damit ist Lspice aber seine gerühmte Kompatibilität zu PSPICE-Modellen
los.
Also einfach in das Modell deine beiden Formeln reinschreiben, weil
LTspice dafür zu dumm ist und dann gehts?
Ich verstehe vor allem nicht warum zusätzlich zwei weitere Transistoren
definiert werden...
Maux g2 c a a sw
Maux2 b d g2 g2 sw
... und wofür die Spannungsquellen benötigt werden.
Eaux c a d2 g2 1
Eaux2 d g2 d2 g2 -1
Danke.
Sorry, NXP ist die Geschichte mit ETA und KAPPA. Wenn ich mich recht
erinnere, muß man die auch deaktivieren für Konvergenz.
DW und DL tauchen in einem File von Jim Thompson für Motorola 74HCU04
auf. Er benutzt PSPICE. Habs angehangen.
Joe123 schrieb:> Ich verstehe vor allem nicht warum zusätzlich zwei weitere Transistoren> definiert werden...>> Maux g2 c a a sw> Maux2 b d g2 g2 sw>> ... und wofür die Spannungsquellen benötigt werden.>> Eaux c a d2 g2 1> Eaux2 d g2 d2 g2 -1>> Danke.
Die Namen deuten schon an, daß damit irgendwas hingebogen werden soll.
Vielleicht ist der Chip so niederohmig, daß das normale DMOS-Modell
nicht mehr paßt. Weiß ich nicht. Kann dir nur der Hersteller
beantworten...
Manchmal sind es auch generische Files, die eine ganze Familie abdecken
sollen.
Im Verhältnis zu den Kapazitäten des MOSFET kannst du die im Gehäuse und
den Bonddrähten vorkommenden schlicht vergessen! Das ist auch kein
HF-Modell, wo die Verteilung eine Rolle spielen würde. Die Anwendung und
Ziel ist SMPS.
Die effektiven Kapazitäten des internen MOSFET-Die werden durch das
DMOS-Modell automatisch berechnet.
Joe123 schrieb:> Ich verstehe vor allem nicht warum zusätzlich zwei weitere Transistoren> definiert werden...>> Maux g2 c a a sw> Maux2 b d g2 g2 sw>> ... und wofür die Spannungsquellen benötigt werden.>> Eaux c a d2 g2 1> Eaux2 d g2 d2 g2 -1>> Danke.
Mit den zusätzlichen Mosfets werden vermutlich Schalter beschrieben um
die stark ansteigende Gate-Kapazitäz für Ugd>0 zu modellieren.
Lies mal das aus der Help von LTspice:
In a VDMOS transistor, Cgd abruptly changes about zero gate-drain
voltage(Vgd). When Vgd is negative, Cgd is physically based a capacitor
with the gate as one electrode and the drain on the back of the die as
the other electrode. This capacitance is fairly low due to the thickness
of the non-conducting die. But when Vgd is positive, the die is
conducting and Cgd is physically based on a capacitor with the thickness
of the gate oxide.
Na dann schau dir doch einfach einen LDMOS an. Sorry, aber ich habe
nicht Lust meine Zeit zu vergeuden.
HF beginnt hier bei 1MHz. Es gibt natürlich auch Wandler oberhalb dieser
Frequenz. Das ist dann aber nicht Standardzeug. Class-E, resonant usw.
Mach eine Simulation mit so einem Monster und schaue dir die Gate-Ströme
mal an bei solchen Frequenzen. Die sind einfach irre hoch.
HF brauch ich denke ich nicht weiter zu beachten. Ich würde
perspektivisch gerne einen Wechselrichter betrachten aus 6 MOSFETS und
dabei alle "Effekte" untersuchen die auch in der Anwendung auftreten /
auftreten können. Deswegen würde es doch Sinn machen den MOSFET so genau
wie möglich zu modellieren, oder? Vllt kann man daraus eine Diplomarbeit
oder später eine Masterarbeit machen.
Kannst du ja, obwohl das sinnleer ist, denn das taten schon tausende vor
dir. Nimm doch ein Thema wo noch was drin ist! Als Vorschlag unten auf
meiner Benutzerseite eine Liste:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Benutzer:ehydra
Genauer als die normalen Toleranzen der Chips zu modellieren, ist auch
sinnfrei. Die Infineon-Modelle sind ja berühmt für Probleme. Es gibt
aber auch andere Hersteller, wo das nicht so ist. Nochdazu gibts das
VDMOS-Tool für LTspice.
Ich habe keine DA oder MA zu dem Thema finden können, wo kann man sich
sowas mal durchlesen, das würde mich sehr interessieren.
Auf deine Themenvorschläge komme ich ggf. zurück.
Dann suchst du falsch. Ich interessiere mich für dieses spezielle Thema
eigentlich wenig (Ist wenig zukunftsträchtig für Leute in DE, denn sowas
wird bald nur noch aus China resp. später Indien kommen), stolpere aber
ständig über solche Papers wenn ich zu ähnlichen Problemkreisen suche.
Mach es so:
site:ieee.org oder Hersteller von Chips wie linear.com oder große
Energiefirmen wie ABB
Schwerpunkt: "MOSFET" "inverter"
und dann passende Begriffe dazu: efficiency, solar, multi-phase, new
topology, usw.
Du willst simulieren!!, also SPICE, Simulink, Matlab und deren Varianten
wie LTspice, PSPICE, notfalls HSPICE
Eigentlich nix besonderes.