M8 Gewinde nachschneiden

Gast #3247507
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Hallo

Ich habe mir einige Edelstahlschrauben(A2) mit Schaft gekauft. Nun sind 
die Gewinde 3mm zu kurz. Mein Versuch das Gewinde nachzuschneiden sind 
kläglich gescheitert.
Das Schneideisen(e**y billigware) ging schon strafff drauf und je weiter 
ich drehte immer straffer. Ab Gang 10 Schälte es das Gewinde runter, 
also Schrott.

Die Schraube hat M8-1,25 und das selbe steht auch auf dem Schneideisen. 
Leider habe ich keine Messmittel für Gewinde.

Meine Frage gibt es bei Schneideisen Unterschiede in der Steigung bei 
billigen vs. teuren?

MfG Horsti
#3247514
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Nein, aber Edelstahl läßt sich generell schlecht schneiden.

Viel Öl und scharfes Schneideisen sind da Pflicht. Und WIRKLICH jede 
halbe Umdrehung den Span brechen. Nicht nur so tun als ob.

P.S.: Und nach dem Schneiden schön warten und nicht sofort eine 
Edelstahlmutter draufknallen. Die bekommt man sonst nie wieder 
zerstörungsfrei runter.
Gast #3247641
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wendelsberg schrieb:
> Dann leg ne Scheibe drunter, mein Gott!

Ich bin nicht Dein Gott :-)

Es passt keine U-Scheibe drunter. Es laufen zwei Polyamidlager auf dem 
Schaft, deswegen möchte ich das kein Gewinde im PA mitläuft, wegen dem 
Verschleiß. Und das ganze hängt in einer Gabel, deswegen keine 
U-Scheibe.

Horsti
Gast #3247681
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@Horsti

>Meine Frage gibt es bei Schneideisen Unterschiede in der Steigung bei
>billigen vs. teuren?

Sollte eigentlich nicht der Fall sein. Wenn der Hersteller aber der 
Meinung ist, die Standzeit der Werkzeuge sei noch nicht erreicht...
Das ist dann bares Geld.

Aber es kann Unterschiede bei der Steigung von M8-er Gewinden geben. 
Meist aus der Abteilung: Feingewinde. Die heißen dann aber auch M8.
Gast #3247728
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Ja das mit der Silberstahlwelle wäre die optimale Lösung.
ABER, dann fehlt mir der Innensechskantkopf auf einer Seite.

Mir wären am liebsten "Schraubenrohlinge", also noch ohne Gewinde. 
Vieleicht sogar mit etwas Übermaß. Leider scheint es soetwas nicht zu 
geben...

Habe beim örtlichen Feinmechanibetrieb angefragt, so wie ich die 10 
Schrauben benötige, knapp 300€


Horsti
Gast #3247781
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Ich nehme mal an, es sind Passschrauben(Passchrauben?). Da ist der 
Schaft für das Gewinde zu dick.
Da hat man schon bei normalen Schrauben Probleme.
Und wenn es gewalzte sind, dann ist durch das Walzen eine Art 
Oberflächenhärtung eingetreten.
Lass dir etwas einfallen* und schiebe es nicht einfach auf die 
Schneideisen.
Müssen es denn unbedingt Edelstahlschrauben sein?

*Das hat mein Meister mir gesagt, wenn er auch nicht weiter wußte.
#3248482
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Hallo Horsti,

dein Problem ist nicht neu.

Edelstahlschrauben mit glattem Schaft, dann das Gewinde weiterschneiden?

Klappt meistens nicht, da der Schaftdurchmesser zu dick für den
Gewindeschneider ist.

Abhilfe: Schaft vorher ein Zehntel abdrehen.
Alternative : Schrauben ohne Schaft ( durchgehendes Gewinde )
verwenden.

Die Sache mit der Kaltverschweißung bei Edelstahl :
Ich hatte da mal Schrauben M30 X 100. Nur zum Spaß eine Mutter
mit den Fingern draufgedreht.

Auf einmal ging nichts mehr.

Totalschaden, selbst mit Brachialgewalt war das nicht mehr zu lösen.

( Tropfen Öl hat halt gefehlt )

Grüße Bernd ( Metallbaumeister )
#3248575
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Horsti schrieb:
> Habe beim örtlichen Feinmechanibetrieb angefragt, so wie ich die 10
> Schrauben benötige, knapp 300€
Für auf Maß gefertigte Schrauben, womöglich noch mit Innensechskant 
(dessen Fertigung eine Taumelstoßvorrichtung und den passenden Stößel 
benötigt)  halte ich das nicht unbedingt für übertrieben. Womöglich muss 
der Sechskant sogar außer Haus gestoßen werden.
Dazu noch ein biestiges Material (V2A ist nicht so toll zu bearbeiten, 
schon gar nicht bei einem relativ langen und schlanken Werkstück).

Vielleicht bist du auch zu sehr auf eine Schraube fixiert?
Gast #3249086
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Georg W. schrieb:
> Für auf Maß gefertigte Schrauben, womöglich noch mit Innensechskant
> (dessen Fertigung eine Taumelstoßvorrichtung und den passenden Stößel
> benötigt)  halte ich das nicht unbedingt für übertrieben. Womöglich muss
> der Sechskant sogar außer Haus gestoßen werden.
> Dazu noch ein biestiges Material (V2A ist nicht so toll zu bearbeiten,
> schon gar nicht bei einem relativ langen und schlanken Werkstück).
>
> Vielleicht bist du auch zu sehr auf eine Schraube fixiert?

Ja, das mit der fixiertheit auf die DIN 912 Schrauben ist wohl möglich. 
Das Problem ist das ich die Konstruktion aus dem Bauch gemacht habe. Mit 
ein bisschen mehr "Ruhe" wären solche Fehler sicher nicht passiert. Es 
ist der Prototyp, da darf noch "gebastelt" werden.
Im CAD habe ich jetz alle Gelenke auf Silberstahlwellen mit Seegering 
geändert.
Manchmal denkt man zu kompliziert.

Vielen Dank für die vielen Antworten
Horsti
Gast #3249275
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Komme gerade aus der Werkstatt und was soll ich sagen, es schaut gut 
aus.

Alle 1/2 Drehung Span gebrochen und in Schneidöl ersäuft. Es ist noch 
eine kleine Rauigkeit auf dem Gewinde fühlbar, aber damit kann ich 
leben.

Habe Schaft und Gewinde gemessen, der Durchmesser ist identisch.

Horsti
Gast #3249972
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Und wie immer, stochern wir im Dunkeln, wie die Konstruktion aussieht.
- Warum Edelstahl, das wird nur im Lebensmittel oder Chemie benutzt.
- Polyamidlager, da ist die Belastung und die Temperatur nicht gerade 
hoch.
- Messing wäre auch ein wunderbarer Werkstoff.
- Auch Silberstahl ist im Rohzustand nicht das ideale Lagermaterial.
- Warum Imbus? Ist die Schraube versenkt?
- Einen Schraubenschaft als Lager zu verwenden ist grenzwertig.
- Der Hinweis mit der Scheibe bezog sich sicher nicht nur auf die 
Gewindeseite. Ist kein Platz auf der Kopfseite?
- Der Maschinenbau verwendet Normschrauben wie sie sind und passt den 
Rest an.
Nur so ein paar Gedanken.
Gast #3250925
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Das glatte Stück zwischen Gewinde und Schraubenkopf abfeilen! ;-)

Es erinnert mich gerade an ein so genanntes "Zapfenstück", was ich in 
der Ausbildung anfertigte. Wir bekamen nur ein Stück Flacheisen mit 
rechteckigem Profil 10x20mm, ca. 6cm lang aus einem Flacheisen abgesägt. 
Für den Rest gab es nur grobe und feine Feilen, und am Schluß den 
Gewindeschneider.

Das Zapfenstück war eine spezielle Schraube für einen bestimmten 
Verwendungszweck, mit rechteckigem Kopf. Die sollten wir selbst her 
stellen. Als Kopf blieb die Hälfte der Länge des Flacheisens stehen, aus 
der anderen Hälfte wurde das Gewinde erarbeitet. Nix mit Drehbank. Den 
Gewindezapfen nur mit der Feile aus dem Rohmaterial raus arbeiten, bei 
Wetter und Klima wie aktuell jetzt. In der Not frißt der Teufel Fliegen!

Und zur Richtung von vermurksten Gewinden solcher Schrauben gab es als 
weitere Aufgabe, eine "Schraubenklemme" anzufertigen. Die war schon 
etwas aufwändiger. Das war ein Werkzeug, aus mehreren Teilen zu einem 
festen Stück zusammen gesetzt, von Hand vernietet, in das man eine 
Schraube mit defektem Gewinde eindreht, um es wieder einigermaßen hin zu 
bekommen. Die Niete wurden auch von Hand aus einem Stück Eisen gefeilt. 
Die Bohrungen mit Gewinde waren leicht elliptisch. Auch wieder alles nur 
mit Feilen. Diesmal war aber die Bohrmaschine erlaubt, sonst bekommt man 
keine Schraubenlöcher ins Eisen.

Murks von unserer Seite gab es nicht: Die Stücke wurden nach einer Liste 
mit Kriterien und Punktesystem ordentlich bewertet, und benotet. Eine 5 
wollte niemand, aber eine 1 oder 2 war auch schon sehr schwer. Ich 
pendelte irgendwo in der Mitte herum, bei 2-3. 1975 wurden noch keine 
Einsen in der breiten Masse verschenkt. Da war mal in einer Gruppe ein 
einzelner dabei, mit so sehr gutem Talent.

Ursprünglich wollte ich ja was elektronisches lernen. Leider war aber in 
der Ausbildung viel Schlosserei u.ä. mit drin. Leider. Heute sage ich, 
es war gut, das kann man im Alltag immer mal gebrauchen, eher als 
Elektronik.

Na ja, ich bin wohl aus einem anderen Zeitalter, und mein Arbeitgeber 
wollte Leute, mit denen man den Telefonbetrieb in einem Ernstfall echt 
mit einfachsten Mitteln notbetreiben kann. ;-)
#3250971
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Ach du meine Güte, was für ein Wirbel um so ein paar Schrauben.

Erstens: Schaftschrauben kannst du nicht einfach nachschneiden, weil der 
Schaft zu dick ist.

Zweitens: Rufe mal da an!

Wilhelm Schrauben GmbH&Co.KG
Graf-Beust-Allee 25
45141 Essen
 Tel: 0201-830 [anzeigen]
Schreiben Sie uns
Hierher mit Bus und Bahn
www.wilhelmi-schrauben.de

Die helfen dir und du kriegst das was du brauchst, wenn du denen dein 
Problem richtig schildern kannst.
#3250985
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Du solltest ein Schneideisen mit Schneidwerkstoff HSS-Co für VA 
verwenden.

Diese sind für schwer zerspanbare Werkstoffe z.B. rost- und 
säurebeständige Stähle, hitzebeständige Stähle, Sonderlegierungen und 
Stahl bis 1200 N/mm² Festigkeit

Den Durchmesser auf den du das Gewinde verlängern möchtest etwas 
abnuckeln so das du auch auf den Durchmesser des vorhanden Gewindes 
kommst.

Schneidöl benutzen und wie oben schon beschrieben den Span oft brechen. 
Alle 1/4 Umdrehungen.

Viel Spaß
Gast #3251049
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> Und wie immer, stochern wir im Dunkeln, wie die Konstruktion
> aussieht.
> - Warum Edelstahl, das wird nur im Lebensmittel oder Chemie benutzt.
"Edelstahl" wird im Maschinenbau für tausende von Anwendungen verwendet. 
Oder ist Salzsprühnebel für dich Chemie?
> - Polyamidlager, da ist die Belastung und die Temperatur nicht gerade
> hoch.
PA Lager sind hervorragend geeignet für etwas höhere Temperaturen, wenn 
POM versagt.
> - Messing wäre auch ein wunderbarer Werkstoff.
> - Auch Silberstahl ist im Rohzustand nicht das ideale Lagermaterial.
"Silberstahl" ist ja mal auch eine echt professionelle Bezeichnung
> - Warum Imbus? Ist die Schraube versenkt?
Imbus... gibt es nicht. Die Dinger heissen INbus. INnenechskantschraube 
Bauer Und Schaurte
> - Einen Schraubenschaft als Lager zu verwenden ist grenzwertig.
Na, da geb ich Dir mal total recht. Aber als Welle oder Achse kann man 
das schon mal machen....
> - Der Maschinenbau verwendet Normschrauben wie sie sind und passt den
> Rest an.
Und spätestens hier will ich hoffen, dass Du nicht im als Konstrukteur 
arbeitest. Das ist ja mal eine echt blödsinnige Verallgemeinerung. Der 
Maschinenbau verwendet einfach eine der Millionen Speziallösungen, die 
nicht von der Norm abgedeckt sind, wenn es gebraucht wird. Und er ist 
kein Maschinenbauer, er kann erst recht mal eine Bastellösung wählen.
Gast #3251181
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Maschinenbauer schrieb:
> Imbus... gibt es nicht. Die Dinger heissen INbus. INnenechskantschraube
> Bauer Und Schaurte

Aber ja doch, Herr Maschinenbau-Oberlehrausbilder mit Nebenprüfung in 
der Neuen Deutschen Rechtschreibung.
Damals(TM), >40J. hat jeder Imbus, Schraubenzieher, Lehrling usw. 
gesagt. Und ich bin da nicht allein.
http://www.mtb-news.de/forum/archive/index.php?t-130678.html
Und der Unterschied zwischen einer Welle und einer Achse ist dir 
bekannt?
Eine Schraube als Achse geht, als Welle nie!
Und ein Polyamidlager in einem Verbrennungsmotor, ich weiß ja nicht?
Natürlich ist er kein Maschinenbauer. Interessant wäre schon der 
Anwendungszweck. Mit 8mm, ne halbe Tonne kann man da schon damit 
anheben.
Wenn ein Feinmechaniker 8mm hört, da hat mich sein Preisangebot nicht 
gewundert.
Beim Dorfschmied, neuerdings Metallbau genannt, wäre es sicher günstiger 
gewesen.

Maschinenbauer schrieb:
> "Silberstahl" ist ja mal auch eine echt professionelle Bezeichnung

Er beschreibt aber eine Gruppe von Stahl, die man noch einigermaßen 
spanend bearbeiten und in der Folge härten kann.
#3251192
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Mann seit Ihr kleinlich.

Die Frage war doch wie man als Hobbyist ein 8mm Gewinde bischen länger 
machen kann.

Man kann das auch per Laser und 3D Steuerung hin bekommen doch es geht 
nur um 3mm Gewindeverlängerung und das nicht im Vakuum oder unter 
maximalen Drehzahlbedingungen.

Das ist mir in diesem Forum schon öfters aufgestoßen das jede Frage die 
aufkommt Tot diskutiert wird mit so einem sinnlosen Geschreibe.

mfg Ralf
Gast #3251292
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> Damals(TM), >40J. hat jeder Imbus, Schraubenzieher, Lehrling usw.
> gesagt. Und ich bin da nicht allein.
Früher (TM) dachte man auch, dass eine Federscheibe ein 
Schraubensicherungselement sei. War trotzdem falsch.
> Eine Schraube als Achse geht, als Welle nie!
Eine Schraube kann man als Achse und als Welle verwenden.
> Und ein Polyamidlager in einem Verbrennungsmotor, ich weiß ja nicht?
Er baut keinen Verbrennungsmotor.
> Natürlich ist er kein Maschinenbauer. Interessant wäre schon der
> Anwendungszweck. Mit 8mm, ne halbe Tonne kann man da schon damit
> anheben.
Er hat die 8mm Schraube wohl eher nicht wegen der Zugfestigkeit gewählt

> Er beschreibt aber eine Gruppe von Stahl, die man noch einigermaßen
> spanend bearbeiten und in der Folge härten kann.

Silberstahl ist eine heute nicht mehr geläufige Bezeichnung für Stähle 
mit der Werkstoffnummer 1.2210
Gast #3251677
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Mal eine schnelle Skizze.
Es ist nur ein Gelenk. Kraft in Zugrichtung 300N. Auslenkung 20°.
Eine V2A Schraube(violett) würde genommen um Korrosion und dadurch 
Lagerverschleiß vorzubeugen. Das Lager(rot) ist ein IGUS iglidur J.
Das Gelenkmaterial(hellblau) ist Aluminium, der Bügel(blau) ebenfalls.

Ebenfalls sieht man gut das die Innensechskantschraube gerade so passt, 
kein Platz für eine "normale" Sechskanschraube.

Ja, im normalen Leben habe ich nichts mit Maschinenbau am Hut, ich 
arbeite im Bereich Kunststoffverarbeitung.

Gruß Horsti
Angehängte Dateien:
Gast #3252050
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Timm Thaler schrieb:
> herbert schrieb:
>> Das extremste Teil war bei mir ein Würfel
>
> Irgendwo muss es ein riesiges Lager geben, wo die Millionen Würfel, die
> von Millionen Lehrlingen über Jahrzehnte gefeilt wurden, liegen.

Ich glaube heute werden die nicht mehr gefeilt. Zu meiner Zeit hat man 
halt auf händische Fertigkeiten übertrieben großen Wert gelegt. Wo ich 
meinen hingebracht habe ...weiß ich nicht. Der bekam noch große Radien 
,schwarze Punkte und einen gedrehten Ständer.
Gast #3252164
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Udo Schmitt schrieb:

> Im Nachhinein wäre ne Werkzeugmacherlehre bestimmt nix verkehrtes
> gewesen,

Mit so exotischen Dingen wie der Schraubenklemme, sowas sah ich ja im 
normalen Leben nie, wurde ich aber auch ein wenig infiziert.

Ich wäre da auch nicht so traurig gewesen, nichts in Elektrotechnik zu 
lernen. Das meiste, ich würde mal sagen über 90%, brachte ich mir 
hinterher sowieso ganz alleine bei. Das Studium bezeichne ich auch nur 
als alles alleine beigebracht, es gab ja da Null Tutorien. Die hatte man 
mal abgeschafft, nach dem Motto, wir sparen, und die müssen das auch 
alleine können. Absolut notwendige Grundlagen gab es aber schon in der 
Ausbildung. Wenn man diese gar nicht hat, ist es bestimmt schon 
schwieriger.

Was wir im Handwerk machten, war aber auch wirklich viel mehr 
Handwerkerei als Elektronik. Kabel legen, Verteiler und Anlagenkästen 
setzen. Elektronisch war das gar nicht mal so überaus topinteressant. 
Auch wenn Maler und Putzer auf einem Bau immer Ehrfurcht vor vielen 
Drähten bekamen.

Wenn ich auf dem Bau in einer Verteilerdose ein 20x2 auseinander 
klamüserte, da kam schon mal ein Maurer vorbei: Mann, wie kompliziert, 
was Sie alles können müssen! ;-)
#3252314
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herbert schrieb:
> Ich glaube heute werden die nicht mehr gefeilt.
Oh ja! Letzte Woche waren die Lehrlinge bei meinem Zulieferer dabei: 
Würfel mit Haarwinkel- und -Lineal sauber feilen und schlichten, Kanten 
fasen, Augen bohren und zum Schluss noch glänzen, jedoch ohne dabei die 
Kanten abzurunden, und mattieren (danach sieht man jeden Kratzer). Dazu 
noch eine achteckige Grundplatte anreißen, aussägen und wie oben fertig 
stellen. Bei einigen waren die Würfel größer, bei anderen kleiner...
Lediglich der U-Stahl ist aus der Mode gekommen.

Das wäre auch eine nette Übung: Den Schraubenschaft auf den richtigen 
Durchmesser feilen und das Gewinde länger schneiden.

Ich hatte mal bei einem Kunden DMS installiert und mit einem STC-36T-12 
(12 Adern, geschirmt, Durchmesser1,8mm) verkabelt. Als ich die Maschine 
fertig hatte kam einer vorbei und wollte wissen weshalb ich nur eine 
Ader gelegt hätte. Ich musste dann vor seinen Augen das Kabel absetzen, 
das war die Sensation des Tages.
Gast #3252699
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Maschinenbauer schrieb:
> Früher (TM) dachte man auch, dass eine Federscheibe ein
> Schraubensicherungselement sei. War trotzdem falsch.

Quatsch, das ist nur eine Erfindung der Chemie-Lobby.
>100 Jahre hat die Technik gut mit leben können.
Rennautos, Panzer, Mondraketen sind deshalb nicht auseinandergefallen.

Maschinenbauer schrieb:
> Eine Schraube kann man als Achse und als Welle verwenden.
????. Als Welle höchstens am Handwagen.

Maschinenbauer schrieb:
> Er baut keinen Verbrennungsmotor.
Hohe Temperaturen hast du ins Spiel gebracht.

Maschinenbauer schrieb:
> Silberstahl ist eine heute nicht mehr geläufige Bezeichnung für Stähle
> mit der Werkstoffnummer 1.2210
Du mußt dafür im Internet ins Datenblatt schauen. Jeder "alte" 
praktische Werkzeugmacher wußte die universellen Eigenschaften von 
Silberstahl zu schätzen.

Horsti schrieb:
> Ebenfalls sieht man gut das die Innensechskantschraube gerade so passt,
> kein Platz für eine "normale" Sechskanschraube.
Eine normale Zylinderkopfschraube geht auch. Imbus-Schrauben sind in der 
Regel hart. Zum montieren werden ja keine starken Kräfte gebraucht.
Ich hätte hier eine Lösung ohne nachschneiden des Gewindes gefunden.
Eine Scraubensicherung brauchst du aber trotzdem noch.
Gast #3252756
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> Quatsch, das ist nur eine Erfindung der Chemie-Lobby.
Genau. Und deshalb wurde die Norm zurückgezogen. Wegen der grossen 
Chemielobbyverschwörung. Ach ja, ich verwende einfach funktionierende 
MECHANISCHE Schraubensicherungen. Ganz ohne Chemie...

>>100 Jahre hat die Technik gut mit leben können.
> Rennautos, Panzer, Mondraketen sind deshalb nicht auseinandergefallen.
Na, dann zeig mir mal einen Panzer oder eine Rakete, bei der tragende 
Teile mit Schrauben verbaut sind, die eine Federscheibe als Sicherung 
haben, du Schwätzer.

> Maschinenbauer schrieb:
>> Eine Schraube kann man als Achse und als Welle verwenden.
> ????. Als Welle höchstens am Handwagen.
Ne, verbaut MAN Serienmässig als Hauptwelle für Schiffsdiesel. Ja, 
natürlich, wir reden hier auch von Handwagen!!!!

> Maschinenbauer schrieb:
>> Er baut keinen Verbrennungsmotor.
> Hohe Temperaturen hast du ins Spiel gebracht.
Nein, ich habe nur Temperaturen ins spiel gebracht, die POM 
ausschliessen. Sonst würde ich nämlich vornehmlich diese Einsetzen.

> Maschinenbauer schrieb:
>> Silberstahl ist eine heute nicht mehr geläufige Bezeichnung für Stähle
>> mit der Werkstoffnummer 1.2210
> Du mußt dafür im Internet ins Datenblatt schauen. Jeder "alte"
> praktische Werkzeugmacher wußte die universellen Eigenschaften von
> Silberstahl zu schätzen.
Du hast kluggeschissen, was "der Maschninebau" macht. Dann halt dich 
auch an die Regeln von "dem Maschinenbau" und zwar an die, des 21. 
Jahrhunderts. Wenn Der TO Silberstahl sagt, juckt mich das nicht.
>
> Eine normale Zylinderkopfschraube geht auch. Imbus-Schrauben sind in der
> Regel hart.

Ohne hier eine Ahnung zu haben... Du willst tatsächlich behaupten, dass 
die mechanischen Eigenschaften einer Schraube vom Kopf abhängen?!?
Gast #3253643
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Udo Schmitt schrieb:
> und wenn du statt Gewinde in den rechten Schenkel zu schneiden einfach
> eine selbstsichernde Mutter nimmst?
> Weniger Aufwand gleicher Effekt.

Ja, die Idee ist gut, ABER ich möchte nicht das sich die Schraube 
mitdreht. Die Gefahr sehe ich wenn "nur" eine selbstsichernde Mutter 
benutzt wird, deshalb das Gewinde plus die Mutter, die hier nicht 
eingezeichnet ist.

Gruß Horsti

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