Leistung von Durchlauferhitzer mit Diode halbieren

#3269341
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Mal was aus dem echten Leben:

Habe beim Duschen immer wieder das Problem,
dass das Wasser zu heiss wird.
Der Durchlauferhitzer ist leider nicht einstellbar.

Kann man ohne Sicherheitsgefahr eine Diode in die Phase des 
Durchlauferhitzers einbauen um die Leistung zu halbieren?
#3269366
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@ Michael S1. (msb)

>Kann man ohne Sicherheitsgefahr eine Diode in die Phase des
>Durchlauferhitzers einbauen um die Leistung zu halbieren?

Theoretisch ja, praktisch heißt das aber eine stark asymetrische 
Belastung deines Netzanschlußes. Sprich, eine Halbwelle zieht VIEL Strom 
und verursacht Spannungsabfall auf der Netzleitung, die andere gar 
nicht. Damit ensteht eine kleine Gleichspannung in deinen Steckdosen, 
welche große Trafos von Verstärkern etc. brummen lässt.
Welche Effekte die Einweggleichrichtung auf den Durchlauferhitzer hat, 
weiß ich nicht (mehr Elektrolyse?).

Ein Dimmer wäre wohl besser.
#3269451
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♪Geist schrieb:
> Dein DLE scheint einfach defekt/unbrauchbar zu sein.

Sehe ich auch so.
In einer Mietwohnung hatte ich auch das gleiche Problem. Vor allem 
schalten die ja intern, den so ganz ohne Regelung sind die nicht.
Hatte versucht das Teil einzustellen, klappte aber nicht.
Vermieter angeschrieben, neuen elektronischen DH bekommen. :-) Ansonsten 
kleine Steuerung mit Relais und Temperatursensor bauen, dann brauchste 
nur noch wW und ein Poti zum einstellen (oder drei Taster; ohne 
Regelung, Duschtemperatur, ganz heiß).
#3269487
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Dex schrieb:
> Kauf dir einfach eine Duscharmatur mit Thermostat und gut ist.

Du hast aber nicht wirklich begriffen wie ein Durchlauferhitzer 
funktioniert, oder?
Die Thermostatarmatur regelt die Wassermenge. Da ein billiger 
Durchlauferhitzer konstante Leistung abgibt bedeutet das, das z.B. bei 
geringerer Wassermenge weil 'zu heiss' dieses weniger Wasser dann 
heisser wird, usw.
Also keine gute Idee.
Gast #3269570
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> Bevor ich Geld in eine neue Armatur stecke kann ich
> auch gleich einen vernünftigen DLE kaufen.

http://www.ebay.de/itm/Thermostat-Duscharmatur-Brause-Thermostat-Mischbatterie-Chrom-Art-Nr-H52435TM-/261076937223#vi-content

http://www.ebay.de/itm/respekta-thermoflow-Durchlauferhitzer-elektronisch-18-KW-ELEX-18-NEU-/221239485547?pt=Wasserinstallationen&hash=item3382e6a46b

> Eine Diode halbiert die Leistung nicht,
> sondern senkt sie um Faktor 0,707 ;-).

Da möchtest du noch mal drüber nachdenken.

> Ist doch Blödsinn.

Dein Geschreibsel. Stimmt.
#3269573
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MaWin schrieb:
> Und du hast noch nie von Thermostatarmaturen für (hydraulisch
> gesteuerte) Durchlauferhitzer gehört.

amateur schrieb:
> Gibt es hier wirklich Leute, die der Meinung sind, dass sich dies noch
> nicht bis zu den Armaturenherstellern durchgesprochen hat?

Es gibt sicherlich Armaturen, die das können, aber garantiert nicht 
alle.

Die die ich hier habe von Grohe und Hansa lassen die Wassermenge 
konstant und wenn ihr Grundrechnen gelernt habt :-P dann heisst das das 
sie auch die Warmwassermenge entsprechend regeln müssen.

Und die neuen mit Eco Tasten etc. dürften beim Anschluss an einen 
ungeregelten Durchlauferhitzer für tolle Überraschungen sorgen.

Insofern war der Tipp

Dex schrieb:
> Kauf dir einfach eine Duscharmatur mit Thermostat

ziemlich suboptimal.
#3269590
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Letzteres (Faktor 0,7) wäre ja nicht unerwünscht, ist aber aus erwähnten 
Gründen wahrscheinlich nicht zulässig. Ich hatte jahrelang dasselbe 
Problem: DL-Erhitzer mit 21kW zu heiss, mit 14 kW im Winter fast zu 
wenig, aber ging noch (wurde per Schalter eine von 3 Phasen 
weggeschaltet). Ich kann kaum glauben, dass ein 18 kW Gerät einphasig 
betrieben wird, das müsste ja monstermäßig mit 78A/3x32A abgesichert 
sein?
Hab jetzt einen elektronischen, der halbiert die Stromkosten (dusche im 
Moment mit 7,2 kW und 4,5 l Durchfluss). Kostete aber gut doppelt soviel 
wie der rein mechanische.
Schad ist halt, dass bei einem Thermostatmischer kaltes Wasser 
dazugemischt werden muss und somit nennenswert Energie verloren geht.
Die neuen nicht elektronischen Vailant DL-Erhitzer gibt es mit 18kW und 
rückschaltbar auf 12 kW (allerdings Drehstrom), die lassen den Durchfluß 
ganz guit regeln.
Gast #3269598
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Georg K. schrieb:
> Schad ist halt, dass bei einem Thermostatmischer kaltes Wasser
> dazugemischt werden muss und somit nennenswert Energie verloren geht.

wo geht denn da "nennenswert" Energie verloren? Ob man nun 10Liter was 
um 50Grad erhitzt und dann noch 10Liter kaltes dazumischt ist doch das 
gleiche wie wenn man 20Liter um 25Grad erhitzt (mir ist auch klar das 
die zahlen nicht wirklich stimmen!).

Ein verlust ensteht doch nur weil das 50Grad warme wasser mehr Energie 
an die umgebung abgibt, das sollte aber bei gedämmten Rohren minimal 
sein.
#3269610
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Route_66 schrieb:
> Martin Schwaikert schrieb:
>> Also irgendwie ist das wohl ein Scherz, oder? DLE einphasig? Da geht
>> nicht mehr als 3650W und damit kann man alles, aber nicht duschen.
>
> Ich verrate Dir ein kleines Geheimnis: Es werden auch Sicherungen und
> LS-Schalter mit mehr als 16 A hergestellt!

Ich verrate Dir auch ein Geheimnis: Egal wie lange ich jetzt gesucht 
habe, ich habe nicht einen einzigen einphasigen DLE oberhalb von 3650W 
gefunden ;-)
#3269629
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ArnoR schrieb:
> Clage M4 4,4kW, 1 Phase 230V
> Clage M5 5,7kW, 1 Phase 230V

:-)

Aber damit kannst du höchstens ein Rinnsal warm machen, keine Dusche 
oder gar eine Wanne in einer Zeit füllen bevor das schon ausgelassene 
Wasser wieder kalt ist.
18-22 kW sind da gängig und notwendig. Mit den modernen 
Wasserspararmaturen gehen vieleicht auch 9-15kW aber weniger reicht 
(zumindest im Winder) nicht.
Gast #3269653
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> Egal wie lange ich jetzt gesucht
> habe, ich habe nicht einen einzigen einphasigen DLE oberhalb von 3650W
> gefunden ;-)

Möglicherweise findest Du das Teil nur noch im Museum.
Früher gab es ganze Häuser, die nur einen Wechselstromanschluss hatten, 
und natürlich gab es auch dafür den passenden Durchlauferhitzer.
Wer erinnert sich nicht mehr an die Brücke, hinten in E-Herd, mit der 
man diesen mit Wechselspannung (meist noch 220V) betreiben konnte? 
Natürlich nur mit gebremstem Schaum und größerem Querschnitt.
Gast #3269672
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amateur schrieb:
> Möglicherweise findest Du das Teil nur noch im Museum.
> Früher gab es ganze Häuser, die nur einen Wechselstromanschluss hatten,

Ja, die hatten dann aber keinen Durchlauferhitzer sondern einen Boiler.

Kann man doch ganz leicht nachrechnen, um 10 l/min (ein normaler 
Durchflusswert) um 30K zu erhitzen braucht man knapp über 20kW Leistung. 
Das bei 220V (um mal bei damals zu bleiben) hätte 90A einphasig 
bedeutet. Das gab es nie.
#3269787
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Michael S1. schrieb:

> Habe beim Duschen immer wieder das Problem,
> dass das Wasser zu heiss wird.
> Der Durchlauferhitzer ist leider nicht einstellbar.
>
> Kann man ohne Sicherheitsgefahr eine Diode in die Phase des
> Durchlauferhitzers einbauen um die Leistung zu halbieren?

Wenn es sich um einen Drehstrom DLE handelt, kannst Du problemlos
die Leistung halbieren, indem Du eine Phase abschaltest. Normaler-
weise ist ein solcher Schalter in den DLEs bereits verbaut.
Vielleicht ist dieser Schalter bei Dir ja defekt und kann repariert
werden.
Gruss
Harald
#3270832
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Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare, wenn mir auch noch nicht 
klar ist was die Lösung ist.

Ich muss mich erst mal korrigieren: Es ist ein 12KW Gerät (SIEMENS 
Automatic).
Allerdings ist es einphasig angeschlossen und auf der Innenseite des 
Deckels steht 6KW bei dieser Anschlussart. Der DLE versorgt Waschbecken, 
Badewanne und die Dusche.

Mein Haus steht in Thailand und da ist Drehstrom in Häusern nicht 
üblich.

Thailand bedeutet auch, dass das Kaltwasser nicht wirklich kalt ist und 
weniger Unterschied für Sommer und Winter. Allerdings ist das Kaltwasser 
noch zu kalt um angenehm zu duschen.

Hier ist einiges anders: Elektrik, Leitungen, Wasserdruck durch eigene 
Pumpe und insbesondere die Handwerker sind weniger versiert. Vor der 
schwieringen Kommunikation ganz zu schweigen.

Ich habe den Verdacht dass es an den Leitungen und Druckverhältnissen 
liegt, weil die Termperatureinstellung ziemlich digital ist. So als ob 
das Warmwasser das Kaltwasser total verdrängt.
#3270849
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Michael S1. schrieb:
> Mein Haus steht in Thailand und da ist Drehstrom in Häusern nicht
> üblich.

Das hättest du ja gleich oben sagen können, statt uns herumrätseln zu 
lassen.

Michael S1. schrieb:
> So als ob das Warmwasser das Kaltwasser total verdrängt.

Dann liegt es vieleicht daran, daß der Gesamtwasserdurchfluss nicht groß 
genug ist. Drehst du das heisse Wasser auf, wird der Durchfluss am 
kalten weniger.
Hier wird es schwierig falls die Durchmesser der Leitungen zu gering 
sind, oder die Pumpe zu schwach.

Du musst ja gar nicht stufenlos regeln können. Schau mal nach 
Pulspaketsteuerung.
Persönliche Seite #3270870
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Der Vollständigkeit halber (auch wenn es im spezifischen Fall nicht 
hilft):
 Alte, hydrodynamisch "geregelte" Drehstromdurchlauferhitzer konnten 
ihre Heizwiderstände zwischen Stern- und Dreieckschaltung wechseln, und 
so mit immerhin zwei Leistungsstufen ihre Heizleistung anpassen.

Blöd ist nur, wenn die gewünschte Kombination aus Durchflussmenge und 
Temperatur in der Nähe des Umschaltpunktes liegt ... und der Wasserdruck 
im Haus nicht konstant ist. Ich hatte so ein Mistding mal (und damals 
natürlich kein Geld, das Teil durch einen elektronisch geregelten zu 
ersetzen). Da kam das Wasser dann auch gerne kochend aus der Leitung.
#3270936
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amateur schrieb:
> Möglicherweise haben die örtlichen Strippenklemptner auch alle drei
> Heizwiderstände parallel geschaltet. Dann musst Du nur einen rausnehmen.

Das ist soger wahrscheinlich, da der Durchlauferhitzer ja wohl auch für 
Drehstrom gemacht ist.
Also eine gute Idee

amateur schrieb:
> Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie ein TO stundenlange
> Diskussionen, ins leere Laufen lassen kann, ohne ein klärendes Wort zu
> sprechen.
> Vielen Dank dafür.

Na ja, wenn er in Thailand lebt, dann war er wohl schon im Bett als wir 
hier diskutierten.
Moderator Persönliche Seite #3270968
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Georg K. schrieb:
> ist aber aus erwähnten Gründen wahrscheinlich nicht zulässig

Nicht nur „wahrscheinlich“, sondern tatsächlich.  Gugele mal nach
„TAB2007“ (Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an das
Niederspannungsnetz).  Der „Dioden-Dimmer“ ist bis maximal 100 W
zulässig.

Ja, die gelten sicher nicht für Thailand, aber die technischen Gründe
für diese Limitierung sind in Thailand keine anderen als hier. Im
Gegenteil, sie werden dort vermutlich dank schlechterer (hochohmigerer)
Verkabelung wohl eher noch krasser sein. Trafo-Netzteile mögen nun
einmal keine überlagerte Gleichspannung, denn diese setzen sie 1:1
in Wärme um.
#3271430
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Harald Wilhelms schrieb:

> Zumindest mit allen, die einen Ringkerntrafo haben.
> Gruss
> Harald

Ich HAB einen Ringkerntrafo, der beim Betrieb eines an diesselbe Phase 
angeschlossenen Gerätes brummt.

Gerne würde ich das messtechnisch erfassen. Aber an der Netzspannung ist 
ja schlecht oszillografieren... Wäre da so ein kleines Handheld-Oszi das 
richtige (Batteriebetrieb)?
#3271765
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Sorry, neben der Zeitverschiebung muss ich auch ab und zu etwas 
arbeiten. Aber ich sage ja zumindest ein mal am Tag was :)

Die beste Idee ist wahrscheinlich eine der sicher vorhandenen Brücken zu 
den 3 Heizwicklungen raus zu nehmen. Danke für den Tipp.
Die Diode vergesse ich wohl besser.

Mit Armaturen kenne ich mich überhaupt nicht aus. Ist eine 
Einhebelarmatur von Häfele.
Die Hauspumpe ist eine Danfoss mit wenn ich mich recht erinnere ca. 500 
Watt.
Nachdem das Mischen am Wasserhahn funktioniert, könnten es auch die 
Wasserleitungen zur Dusche sein, aber da müsste man die Kacheln 
aufreissen.

Aber bevor ich den Presslufthammer bestelle lass mal einen Elektriker 
die Brücken rausnehmen oder ich mach das sogar selber.
#3272185
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Jörg Wunsch schrieb:
> J. Ad. schrieb:
>> Aber an der Netzspannung ist ja schlecht oszillografieren...
>
> Warum nicht?  Eine Seite liegt ja schon an Erde, man muss also nur
> auf die richtige Polung achten, und man benötigt natürlich einen
> Tastkopf passender Spannungsfestigkeit und Teilung (100:1).

Das würde ich ja gerade herausfinden wollen: Wo liegt die Erde? Welches 
Spannung herrscht zwischen Erd- und Nulleiter etc.

Dass ich mir den Nulleiter über das Oszi erde wollte ich mir eben 
ersparen.
Moderator Persönliche Seite #3272494
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J. Ad. schrieb:
> Welches Spannung herrscht zwischen Erd- und Nulleiter etc.

Miss sie doch einfach mit einem Multimeter.  Gut, wenn ein 12 kW
fetter Durchlauferhitzer in Betrieb ist, können das ein paar Volt
sein, aber normalerweise ist (in einer Neubau-Installation) zwischen
beiden kaum Spannung, da sie (spätestens) am Hausanschlusskasten am
Potenzialausgleich zusammengeführt werden.

Damit ist eine Seite bereits geerdet, den „kalten“ Anschluss des
Oszis klemmst du folglich einfach nicht an (oder an den Schutzleiter,
denn da liegt das Gehäuse sowieso schon), den „heißen“ Anschluss dann
an den Außenleiter.

Die 10 MΩ des Tastkopfes sollten den FI ja wohl noch nicht auslösen. ;-)

Habe ich schon so gemacht, als ich mal meine USV repariert habe. Ich
war erstaunt, welch schönen Sinus so eine SmartUPS produziert, ganz
im Gegensatz zur Netzwechselspannung aus dem EVU, die hoffnungslos
„versaut“ aussieht.
#3272540
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Jörg Wunsch schrieb:
e ich schon so gemacht, als ich mal meine USV repariert habe. Ich
> war erstaunt, welch schönen Sinus so eine SmartUPS produziert, ganz
> im Gegensatz zur Netzwechselspannung aus dem EVU, die hoffnungslos
> „versaut“ aussieht.

Ich gehe davon aus, dass die Eingangsbuchsen vom Oszi auf Erde liegen, 
nicht auf Nullleiter. Du hast dann also Phase gegen Erde gemessen, wobei 
eigentlich Phase gegen Nullleiter das ist, was ein Gerät dann "sieht".
Moderator Persönliche Seite #3272554
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J. Ad. schrieb:
> wobei eigentlich Phase gegen Nullleiter das ist, was ein Gerät dann
> "sieht".

Richtig, aber s. o., bei einer halbwegs modernen Installation geht
der Unterschied irgendwo im wahrsten Sinne des Wortes im Rauschen
unter.  Wenn ich 230 V messe, dann ist 1 V gerade mal 1 Pixel (bei
den üblichen 256 Pixeln Vertikalauflösung).

Wenn der Unterschied wirklich größer ist, könnte man immer noch mit
einem zweiten Kanal das Potenzial des Neutralleiters gegen Erde
messen und den Oszi dann die Differenz ausrechnen lassen.
#3272560
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Martin Schwaikert schrieb:
> Ich hab einmal versucht das ganze mit nehmen Oszi zu messen, 3 mal hast
> mir der Fi geknallt, ich möchte auch gerne wissen, wie das richtig geht.

Hast du dabei die Oszimasse auf den Nullleiter (N) gelegt?
Wenn ja ist es klar, da die Massebuchse des Oszis auf dem Schutzleiter 
liegt (geerdet ist).
Dadurch kann und wird Strom vom Nullleiter zum Schutzleiter fliessen und 
der FI wird diesen Differenzstrom merken und auslösen.

Du musst von Phase zu Schutzleiter messen. Also immer den Schutzleiter 
auf Oszi Masseeingang.
Oder einen (teuren) spannungsfesten Differntialtastkopf.
Persönliche Seite #3273098
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Jörg Wunsch schrieb:
> Harald Wilhelms schrieb:
>> Allzuviel neue Erkenntnnisse gegenüber einer normalen Multimeter-
>> messung wirst Du so aber nicht gewinnen.
>
> Du weißt danach nur, wie versaut der Sinus tatsächlich ist. ;-)

Du mißt aber dann den eigenen Widerstand der Leitung zu dir mit, also 
wegen deiner eigenen Last. Oder hast du am Hausanschluß gemessen?

Vermutlich sieht die Netzspannung am 10KV-Trafo Ausgang besser aus.
Moderator Persönliche Seite #3273111
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Abdul K. schrieb:
> Du mißt aber dann den eigenen Widerstand der Leitung zu dir mit, also
> wegen deiner eigenen Last.

Ja klar, natürlich misst du das, was bei dir auftritt, aber das ist
nicht nur das, was auf der eigenen Leitung entsteht, sondern auch
das, was deine Mitbewohner im Haus, im Häuserblock etc. verursachen,
mit geringer werdendem Einfluss, je weiter sie von dir weg sind.

Die konkrete Last in meinem Falle war eine 500-W-Fotolampe, die dürfte
ziemlich wenig zur Verformung des Sinus beigetragen haben. ;-)  (Richtig
klassisches Glühobst.)

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