Der Schwingkreis wird auch von den Kapazitäten des Transistors bestimmt.
Und die ändern sich je nach Basisstrom. Aber wie schon häufiger hier im
Forum erwähnt, produziert diese simple Konzept eine üble Mischung aus AM
und FM, frequenzstabil ist es hinten und vorne nicht, weil die Antenne
direkt am Schingkreis hängt. Und meine ganz persönliche Erfahrung mit
den Dingern ist, dass sie manchmal auch noch "niederfrequent" mit ein
paar MHz schwingen und damit eine ganze Menge Frequenzen zukleistern.
Georg A. schrieb:> Der Schwingkreis wird auch von den Kapazitäten des Transistors bestimmt.> Und die ändern sich je nach Basisstrom. Aber wie schon häufiger hier im> Forum erwähnt, produziert diese simple Konzept eine üble Mischung aus AM> und FM, frequenzstabil ist es hinten und vorne nicht, weil die Antenne> direkt am Schingkreis hängt. Und meine ganz persönliche Erfahrung mit> den Dingern ist, dass sie manchmal auch noch "niederfrequent" mit ein> paar MHz schwingen und damit eine ganze Menge Frequenzen zukleistern.
wie steckt die kapazität im transistor Erstzschaltbild??
Jan R. schrieb:> Ok das ist ja aber Alles andere als professionell.
Professionell ist (per definitionem), womit sich jemand seine Brötchen
verdient. Einen Zusammenhang zu einem Mindestmaß an Qualität gibt's
dabei (leider) nicht.
Dass eine derartige Schaltung gequirlte braune Masse ist, predigen
wir allerdings den Leuten hier seit Jahr und Tag. Glauben wollen's
manche trotzdem nicht, denn es ist ja im Wehwehweh veröffentlicht und
es funktioniert ja, dann muss es doch gut sein, und wir gönnen den
anderen bloß den Erfolg nicht …
> Mit einer> kapazitätsdiode wäre es doch besser oder?
Ja, aber nur ein wenig. Zusätzlich dazu bräuchte es noch mindestens
eine Pufferstufe, damit der frequenzbestimmende Schwingkreis nicht
direkt an der Antenne hängt. Außerdem sollte man zumindest noch
einen Tiefpass zu Oberwellendämpfung am Ausgang nach der Pufferstufe
haben. So, wie die Schaltung da ist, schmeißt sie nennenswert
Oberwellen bis weit in den Gigahertzbereich (Messungen von mir kannst
du hier im Forum finden, wenn du willst).
Einfacher und sinnvoller wäre es heutzutage, einen der zugelassenen
kleinen 50-nW-Senderchen zu benutzen. Wenn die Reichweite nicht ganz
optimal ist, kann man den ein wenig … naja, ist dann zwar auch nicht
mehr im gesetzlichen Rahmen, aber trotzdem viel besser:
. vergleichsweise sauberes, oberwellenarmes Signal
. saubere, definierte Modulation
. quarzstabile Frequenz dank PLL
. auch noch Stereo, wenn man möchte
Jörg Wunsch schrieb:> . quarzstabile Frequenz dank PLL
Frage ich mich auch schon ewig, PLL ist laut Wikipedia ein Gerät, dass
eine Frequenz vervielfacht.
Die dinger haben nen Phasenkomparator am eingang, der geht auf nen
Regler, der gibt dann die seinen Spannungspegel auf nen VCO (Voltage
controlled oszilator(falls die abkürzung jemanden verwirrt.) der VCO
ausgang wird über einen Frequenzteiler zurück auf den Phasenkomparator
gefürt bei einen 1/2 Frequenzteiler iegt am Ausgang dann 2*F0 an.
Wie schaffe ich es damit FM zu machen...??
Jan R. schrieb:> Wie schaffe ich es damit FM zu machen.
Die PLL macht nur die Trägerfrequenz. Man kann entweder danach die
Phase modulieren, oder man moduliert den VCO, und das Schleifenfilter
der PLL ist langsam genug, die Modulation nicht auszuregeln.
Jan R. schrieb:> Heißt das nicht der Schleifenfilter??
In der Elektronik verwendet man üblicherweise die maskuline Form, im
Gegensatz zum Alltagsgebrauch:
- der Kaffeefilter
- das Oberwellenfilter
Jan R. schrieb:> Ok das ist ja aber Alles andere als professionell.
"Professionell" ist es, eine Schaltung genau so zu entwickeln, dass sie
die Anforderungen erfüllt. Wenn das primäre Entwicklungsziel minimale
Herstellungskosten ohne Berücksichtigung der HF-Eigenschaften ist, kann
die beschriebene Schaltung ggf. dieses Ziel erfüllen.
Wenn jedoch auch ein bestimmtes Qualitätsziel vorgegeben ist, dann wird
man eine geringfügig andere Schaltung als professionell bezeichnen.
Andreas Schweigstill schrieb:> In der Elektronik verwendet man üblicherweise die maskuline Form, im> Gegensatz zum Alltagsgebrauch:
müsste wohl heißen: ... verwendet man üblicherweise das neutrale
Geschlecht( Neutrum) ...
Dem Beispiel würde ich aber zustimmen.
Sorry aber jetzt sind wir etwas offtopic.
Jan R. schrieb:> Heißt das nicht der Schleifenfilter??
Bei Steckverbindern kann man "der Stecker" und "die Buchse" noch
nachvollziehen. Beim Filter gibt es keine Paarung, die eine Trennung in
male und female gerechtfertigen würde, egal was Duden und Germanisten
dazu sagen. Das "das" paßt da schon.
Andreas Schweigstill schrieb:> "Professionell" ist es, eine Schaltung genau so zu entwickeln, dass sie> die Anforderungen erfüllt. Wenn das primäre Entwicklungsziel minimale> Herstellungskosten ohne Berücksichtigung der HF-Eigenschaften ist, kann> die beschriebene Schaltung ggf. dieses Ziel erfüllen.>> Wenn jedoch auch ein bestimmtes Qualitätsziel vorgegeben ist, dann wird> man eine geringfügig andere Schaltung als professionell bezeichnen.
mein ausbilder sagte immer ...
so gut wie nötig und nicht so gut wie möglich.....
wer mehr will -->kohle her.
rogger schrieb:> Andreas Schweigstill schrieb:>> In der Elektronik verwendet man üblicherweise die maskuline Form, im>> Gegensatz zum Alltagsgebrauch:>> müsste wohl heißen: ... verwendet man üblicherweise das neutrale> Geschlecht( Neutrum) ...
Argh, mein Fehler...
Gideon schrieb:> würde sich vermutlich die Sendeleistung drastisch steigern.
Ohne, dass sich an den restlichen Kritikpunkten derartig schrottiger
Schaltungen auch nur ansatzweise etwas ändern würde. Außerdem hatte
danach hier überhaupt niemand gefragt.
Die Sendeleistung dieser Teile ist allemal ausreichend, die
Funkaufsichtsbehörde heranzuholen, wenn dadurch jemand Wichtiges
gestört wird, und letzteres ist aufgrund des sehr großzügigen
Oberwellenspektrums gar nicht mal so unwahrscheinlich.