Liebe Mikrocontroller-Community,
kennt jemand von euch eine Website bzw. ein Buch, dass mir zeigen kann
wie die verschiedenen Defekte von Bauteilen im Schaltkreis im
Oszilloskop aussehen? Gleichermaßen wäre auch eine Website sinnvoll die
zeigt wie es ausschaut, wenn die Bauteile ganz sind.
Vielen Dank!
Okay liebe Verfasser von Kommentar 2 und 3, wie repariert Ihr denn ein
Subwoofer bei dem die Signale ganz gestört rauskommen aber laut
Komponententester alle Teile in einem guten 80% Bereich liegen? Alle 80%
Teile tauschen, dass sind 20 Stück, und nur teure?!
Leonard schrieb:> Okay liebe Verfasser von Kommentar 2 und 3, wie repariert Ihr denn> ein> Subwoofer bei dem die Signale ganz gestört rauskommen aber laut> Komponententester alle Teile in einem guten 80% Bereich liegen? Alle 80%> Teile tauschen, dass sind 20 Stück, und nur teure?!
Lautsprecherchassis einzeln testen und natürlich Betriebsspannung.
Da brauch man keine Website über Teildefekte in Bauteilen sondern
besorgt sich vom Hersteller oder Schaltplanlieferanten die
entsprechenden Unterlagen. Aus denen wird ersichtlich an welchen
Testpunkten welches Signal erscheinen muss mitm Oszi, das ganze Signal
dann rückverfolgen und entsprechende Teile tauschen.
Und die Verfasser von Kommentar 1 und 2 wollten darauf hinaus, das deine
Frage "wie die verschiedenen Defekte im Schaltkreis aussehen"
unverständlich bzw. aus dem zusammenhang gerissen ist.
Konkretes Beispiel: Oszi an den Brückengleichrichter (Probe an +, Erde
ans Gehäuse), das Bild schaut nicht aus wie
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/diagramm/02010713.gif
aber es schaut in einem intakten Gerät auch nicht so aus wie auf diesen
Bild, warum? Bzw. wie müssen denn die 4 Bilder von einem
Brückengleichrichter ausschauen und wo kann ich das nachlesen?
Vielen Dank!
Leonard schrieb:> Konkretes Beispiel: Oszi an den Brückengleichrichter (Probe an +, Erde> ans Gehäuse), das Bild schaut nicht aus wie> http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/diagramm/02010713.gif
Du misst also in der Schaltung? - Hier lautet die Lösung
höchstwahrscheinlich: Ein dem Gleichrichter nachgeschalteter
Lade-Kondensator erzeugt Dir sowas:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210251.htm> aber es schaut in einem intakten Gerät auch nicht so aus wie auf diesen> Bild, warum?
S. o.
Merke: In einer Schaltung zu messen erfordert grundsätzlich den
notwendigen Sachverstand, zu verstehen, was man denn da gerade misst.
> Bzw. wie müssen denn die 4 Bilder von einem> Brückengleichrichter ausschauen und wo kann ich das nachlesen?
Hä? Welche "4 Bilder"?
Im Zweifelsfall gilt das bereits Gesagte: Der Gerätehersteller liefert
ein Service Manual, in dem die Messpunkte mit den anliegenden
Spannungsverläufen angegeben sind.
Leonard schrieb:> (Probe an +, Erde ans Gehäuse)
Sorry, hatte ich im Eifer des Gefechts überlesen: Wieso "Erde" (Masse)
ans Gehäuse? Woran oszilloskopierst Du jetzt eigentlich?
moin
du solltest mal das Gehirn einschaltem und vielleich da ja I_net
vorhanden bei google das suchwort “Komponententester“ eingeben.
da findet sich dann soetwas zum bsp.
http://saba.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=635&pagenum=2
und noch einiges mehr...
Wer nicht denken will sondern nur "Bilder vergleichen", wer keine Ahnung
hat, sollte auch keine Reparaturversuche unternehmen.
Wieso denkt jeder der + und - auseinander halten kann, den Rest schaffe
ich auch?
Es gab früher Fernseher-Bildfehlerfibeln. Allerdings war die Fehlersuche
auch mit solch einem Buch nicht trivial.
Ein Oszilloskop ist im Vergleich zu einem Farbfernseher ungleich
komplizierter, nicht zuletzt, da es dort weniger Standardschaltungen
gibt.
Die Generation I-Phone hätte zwar gerne für jeden Fehler nur ein
einfaches Bild, mit dem sich alles lösen läßt, aber im wirklichen Leben
ist die Generation I-Phone nicht zu gebrauchen!
Jochen Fe. schrieb:> Die Generation I-Phone
Lol, das ist gut, das muss in die Kontemporaries aufgenommen werden.
Jochen Fe. schrieb:> aber im wirklichen Leben> ist die Generation I-Phone nicht zu gebrauchen!
Wie war.
Leonard schrieb:> Okay liebe Verfasser von Kommentar 2 und 3, wie repariert Ihr denn ein> Subwoofer bei dem die Signale ganz gestört rauskommen aber laut> Komponententester alle Teile in einem guten 80% Bereich liegen? Alle 80%> Teile tauschen, dass sind 20 Stück, und nur teure?!
Ich repariere keinen "Subwoofer" sondern entweder den Verstärker, die
Frequenzweiche (wenn separat) oder eben das Lautsprecherchassis.
Dazu nutze ich auch gerne einen Osillographen, die Vergleichsbilder dazu
habe ich im Kopf!
Warum? Nun, nach einigen Jahren mehr oder weniger erfolgreicher Bastelei
bekommt man schon mit, was wo wie aussehen sollte.
Wenn ein Signal "gestört" rauskommt, schau ich zunächst mal, ob es nicht
sogar "gestört" reingeht. Dann häkel ich die OsziProbe Stufe für Stufe
Richtung Lautsprecher und vergleiche mit dem gerade im Kleinhirn
abgespeicherten "Bild". Spätestens wenn das Signal irgendwo vollkommen
anders aussieht als das Kleinhirn sich erinnert, spätestens da muss man
dann suchen. Bei soeiner Aktion hilft natürlich ein Schaltplan (besser
Serviceplan) ungemein, aber auch ohne geht es bei Standardschaltungen
ganz gut. Ein Subwoofer ist ja nun wirklich ein
Null-Acht-Fuffzehn-Gerät, da geht es meist auch ohne.
Übrigens: Defekte Bauteille alleine erzeugen noch keine typischen
Fehlerbilder! Erst wenn man diese BE im Schaltzusammenhang betrachtet,
wird das was. Und genau hier ist es dann mit einfachem
"Bildervergleichen" absolut Essig. Da muss man schon verstehen, was sich
die Damen(?) und Herren Inschenjöre beim Zusammenhäkeln der Schaltung
gedacht haben.
Also lieber Leonard,
steck den Kopf in gute Bücher (meinetwegen auch ins Netz) und lerne
Schaltzusammenhänge verstehen. Danach greif zu einem def. Subwoofer und
repariere ihn ;-)
Old-Papa
Jochen Fe. schrieb:> Es gab früher Fernseher-Bildfehlerfibeln. Allerdings war die Fehlersuche
ja
> auch mit solch einem Buch nicht trivial.
und ja
> Ein Oszilloskop ist im Vergleich zu einem Farbfernseher ungleich
...
> ist die Generation I-Phone nicht zu gebrauchen!
und heute gibt es etwas nicht mehr. Mir ist es jedenfalls nicht bekannt.
Der Grund könnte sein, das es;
1. nicht unbedingt sooo hilfreich ist
2. die Entwicklungszyklen und Verkaufspreise es einfach nicht mehr zu
lassen sich mit solchen Anleitungen zu befassen.
Und darum gibt es auch keine WEB-Seiten mit solchen Inhalten. Wer soll
das, für wen, und mit welchem Erfolg verfassen?
Freiwillige, mit viel Zeit, vortreten ...
Es gibt von Tektronix ein PDF zur Reparatur von Scopes, das ist aber
wohl an die 40 Jahre alt, mal auf www.ko4bb.com unter Tektronix schauen,
dann ganz unten gucken unter "Servicing Scopes". Ist natürlich auf
Englisch (oder dem, was ein Amerikaner dafür hält).
Jochen Fe. schrieb:> Es gibt von Tektronix ein PDF zur Reparatur von Scopes, das ist aber> wohl an die 40 Jahre alt, mal auf www.ko4bb.com unter Tektronix schauen,> dann ganz unten gucken unter "Servicing Scopes". Ist natürlich auf> Englisch (oder dem, was ein Amerikaner dafür hält).
Er sucht eher Oszischirmbilder zu typischen Bauteildefekten....
Zumindest habe ich seinen Text so verstanden. Mit einem defekten Oszi
wäre er vermutlich eh überfordert ;-) (nicht böse gemeint....)
Old-Papa
Leonard schrieb:> das Bild schaut nicht aus wie> http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/diagramm/02010713.gif> aber es schaut in einem intakten Gerät auch nicht so aus wie auf diesen> Bild, warum?
Weil ein Sinus nach Passieren des Gleichrichters nie so aussieht. Das
ist einfach mit viel künstlerischer Freiheit gezeichnet, hat aber nichts
mit der Realität zu tun.
Leonard schrieb:> Konkretes Beispiel: Oszi an den Brückengleichrichter (Probe an +, Erde> ans Gehäuse), das Bild schaut nicht aus wie
Einen Brückengleichrichter überprüfe ich in 10sec mit dem Multimeter.
Für jedes Problem das richtige Werkzeug.
Einen Oszi braucht man höchstens am Ende einer Reperatur bis garnicht.
Oha!
Gerade ein Brückengleichrichter samt Elko dahinter ist in 2 Sekunden mit
dem Scope geprüft. 10 msec oder 20 msec Sägezahn am Elko, und welche
Amplitude, und schon weiß man, was Sache ist. Das Multimeter ist bei mir
bei der Fehlersuche eher etwas zum Prüfen von exakt eingestellten
Spannungen, alles andere mache ich mit dem Oszilloskop!
Ach, du hast aber nur Recht, wenn die Schaltung prinzipiell in Ordnung
ist.
Also Spannungen und Ströme stimmen.
Hat ein Elyt oder ein Ausgangstransistor Kurzschluß, dann kommt die
Sicherung und dein Oszi ist nutzlos.
Old Papa schrieb:> Also lieber Leonard,>> steck den Kopf in gute Bücher (meinetwegen auch ins Netz) und lerne> Schaltzusammenhänge verstehen. Danach greif zu einem def. Subwoofer und> repariere ihn ;-)>> Old-Papa
Vielen Dank für Deine Beiträge, kannst Du mir bitte auch ein paar gute
Bücher empfehlen?
Leonard schrieb:>> Vielen Dank für Deine Beiträge, kannst Du mir bitte auch ein paar gute> Bücher empfehlen?
Bitte sehr ;-)
Empfehlen kann ich derzeit eigentlich nichts. Meine Bücher sind mind.
25-50 Jahre alt, die Verlage existieren schon längst nicht mehr. Daneben
habe/hatte ich auch einige Zeitschriften im Abo, derzeit nur noch den
"Funkamateur". Dieser war früher deutlich mehr auch auf Anfänger
ausgerichtet, heute fehlt da dann doch schon einiges.
Es kommt auch darauf an, wieweit Deine derzeitigen Vorkenntnisse
reichen.
Sicher haben hier noch andere User einige Tipps.
Im Netz gibt es auch viele Informationen, leider nicht immer sehr
fundiert und manchmal auch komplett falsch! Sowas kann Dir aber auch mit
Büchern passieren ;-)
Ich habe eigentlich immer dann "ins Buch geschaut", wenn mal wieder was
nicht so wollte wie ich. Dann die vorliegende Schaltung verhirnt und
manchmal (bei Weitem nicht immer) dann auch eine Lösung gefunden. Das
ist eigentlich ein immerwährender Prozess, die Technik entwickelt sich
ja auch weiter.
Old-Papa