Gegen korrekt ausgeführte Lötverbindungen ist nichts einzuwenden, wie
auch schon von MaWin erwähnt. Ich bezweifele jedoch, dass heutzutage
jeder Elektriker einen Lötkolben dabei hat, insbesondere um solche
Arbeiten auszuführen.
Nicht nur deswegen werden solche Verbindungen meist gecrimpt. Besonders
interessant finde ich Stoßverbinder, wie ich sie neulich bei einem
Kunden gesehen habe: die Leiter werden beidseitig hineingesteckt und
anschließend der Stoßverbinder mit Heißluft erwärmt. Innen befindet sich
eine Hülse aus niedrigschmelzendem Lot, welches dann schmilzt und die
Leiter verbindet. Gleichzeitig schrumpft die ganze Konstruktion
zusammen.
Dadurch entsteht eine Stoßverbindung, die wesentlich schlanker ist als
bei Quetschverbindern. Zudem besteht auch nicht die Gefahr, dass die
Kunststoffhülle bei unsachgemäßer Verwendung der Quetschzange beschädigt
wird.
Leider wusste auch der Kunde nicht mehr, von welchem Hersteller der o.a.
Verbinder stammt oder wie die Produktbezeichnung lautet.
Quetsch- oder Lötverbindungen mehradriger Leitungen sollten möglichst
auch in Längsrichtung versetzt sein. Dadurch wird das ganze wesentlich
schlanker, was insbesondere in Kabelkanälen von großer Wichtigkeit ist.
Und der miteinander verbundene Schutzleiter sollte auch etwas länger
sein, d.h. mit einer Schlaufe ausgestattet sein, so dass er im Falle zu
hoher Zugbelastung als letztes reißt.
Gerade wenn man recht dünne Leiter verbunden hat, bietet es sich sehr
an, mit Heißkleber beschichteten Schrumpfschlauch zu verwenden. Normaler
Schrumpfschlauch bietet zwar einen gewissen Knickschutz, aber keine
Zugentlastung oder Schutz vor eindringender Feuchtigkeit.