Hallo Zusammen,
ich verzweifle noch, ich mach jetzt schon seit längerer Zeit mit Eagle
Platinen, die auch immer komplizierter werden..
Langsam stoße ich mit dem Autorouter an eine Grenz, wo es kein Spass
mehr macht, ich bin nur noch am hin und her plazieren der Bauteile
bekomme aber immer nur massige Ergebnisse, 70%-97%
Mit Viel Geduld funktioniert es dann meist doch, nachmal aber auch nur
mit händisch nachrouten.
Dann bin ich auf das ArduinoBoard gestoßen, das es auch als Eagle Datei
gibt, hierbei haben sie es geschafft das Massepolygon mit als Laiterbahn
zu nutzen:
siehe Anhang, TOP, BOTTOM sowie UNROUTED Layer sind angeschaltet
Das hab ich bisher noch nie geschafft!!
Wie machen die das, hat jemand eine Idee?
Ferner ist mir aufgefallen, wenn ich Ripup mache, werden die einzelnen
Airwire sichtbar und bekomme ich selbst unter den kleinsten Routinggrid
und Wiresize die Platine nicht mehr fertig geroutet, hallo???
Was mache ich nur falsch?
Könnte ich dieses Rätzel lösen, würden sich komplett neue Möglichkeiten
eröffnen...
Georg
Ein guter Titel "Das Rätsel der Leiterbahn".
Ansonsten glaube ich nicht, dass du etwas falsch machst. Autorouter
haben ihre Grenzen. Bin allerdings Tango-Anwender und kein "Eagle".
Georg schrieb:> hierbei haben sie es geschafft das Massepolygon mit als Laiterbahn> zu nutzen:>> siehe Anhang, TOP, BOTTOM sowie UNROUTED Layer sind angeschaltet>> Das hab ich bisher noch nie geschafft!!> Wie machen die das, hat jemand eine Idee?
Frai nach der Eagle Anlaitung - Kupferflächen definieren mit POLYGON:
"Mit NAME und Klick auf die Polygonumrandung geben Sie dem Polygon
einen Signalnamen. So werden alle Objekte, die dieses Signal führen, an
das
Polygon angeschlossen."
was erwartest du von dem Autoruter von Eagle? Wunder? vor allem bei dem
preis.
dad ding nent sich Poligon. mit rip up kann mans wieder zu den
gepunkteten linen umwandeln, und mit rast net wirds wieder sichtbar
(oder erzähl ich grade dumfug?)
gruss
ps. RTFM
Wolfgang schrieb:> So werden alle Objekte, die dieses Signal führen, an> das> Polygon angeschlossen."
Ja schon, aber bei dem original Arduino geroutetem sind keine
Masseairwire sichtbar, wenn das polygon nicht mit retsnest auf das
gesamte Board "übertragen" wurde, bei meinen layouts schon.
Erst wenn ich das polygon bei dem arduino file lösche, werden mit
retsnest die airwire sichtbar.
Es sieht so aus, als ob die Masse nicht mit routen, weil die hinterher
eh mit dem polygon an Masse angeschlossen wird!?
Das würde natürlich dem Autorouter viel Arbeit ersparen und so
vielleicht 100% routen..
Komisch ist, dass wenn ich ein offensichtlich mit Eagle erstelltem Board
komplett ripupe und route, nicht das gleiche Ergebnis erziele, dann
stimmt doch was nicht?
(Es ist egal, ob ich mit Polygon oder ohne zuerst route, beides erzielt
keine 100%)
Georg
Ob die Platine mit deinem Autorouter aussieht, wie die von wem anders
(ggf. händisch) geroutete Platine hängt von den ganzen Einstellungen ab.
Alleine schon ein kleines Verändern der Kosten auf einem Layer erzeugt
ggf. ganz andere Layouts. Und mal ehrlich: da sind 15 Komponenten auf
der Platine. Route die von Hand, das Ergebnis wird mit Sicherheit besser
sein, als das des Autorouters. Wie lange hast du jetzt Bauteile
verschoben, Netzte aufgerissen, Paramter vom Autorouter verändert usw.
usf.? In der Zeit hättest du die Platine bestimmt von Hand hinbekommen.
Dein Design ist ja noch luftig, bei engeren Layouts wird (nicht nur) der
Eagle-AR immer mehr abkacken und du mehr Zeit für die Nacharbeit
aufbringen müssen. Außerdem verringerst du die Optimierung durch
iteative Bauteilplatzierung, weil du siehst, dass wenn du Kondensator
563 um 90° drehst, ganz toll eine ander Leiterbahn zwischen durch
bekommst. Das kann der AR nicht.
Das ist ja schrecklich dieses Layout ... und vor allem wer verwendet
einen Autorouter. Für BGA-Escape-Routing ok aber ansonsten NoGo. Wer mal
mit Mentor PADs (10-20k€), Zuken CADSTAR / CR-8000 (40-80k€) oder Altium
(3-5k€) gearbeitet hat der weiß, dass Autorouter zwar 100 mal besser
sind als der von Eage (0,5k€) aber nie alles erledigen können. Zumindest
nicht annehmbar.
Georg M. schrieb:> Komisch ist, dass wenn ich ein offensichtlich mit Eagle erstelltem Board> komplett ripupe und route, nicht das gleiche Ergebnis erziele, dann> stimmt doch was nicht?
Auch und gerade ein Autorouter kann aus einem Datensatz hunderte
Millionen verschiedener Boards erzeugen, da genügen kleinste
Veränderungen an den Parametern oder auch an der Software (Version). Es
ist allerdings gut möglich, dass kein einziges davon brauchbar ist.
Wenn ich die ganzen überflüssigen Vias in der Mitte der Platine sehe,
würde ich normalerweise fragen, wer das verbrochen hat, aber ein
Autorouter darf das natürlich.
Und wo soll da eigentlich noch eine brauchbare GND-Plane hin? Die
besteht doch bloss noch aus kleinen Fetzen.
GND-Planes kontaktiert man mit Stubs, also ein kurzes Stück Leiterbahn
und ein Via, wenn die GND-Fläche auf der anderen Seite liegt (bei THT
muss man garnichts routen). Den Rest macht dann der Polygon Renderer -
oder auch nicht, dann muss man das Routing solange ändern bis das
Polygon alle GND-Anschlüsse erreicht.
Gruss Reinhard
Georg M. schrieb:> Schön, also meint ihr das geht einfach nicht besser, oder Arduino> haben> einfach mit etwas anderem geroutet?>
Ja, vermutlich von Hand. Ein Autorouter ist maximal dafür da, dir
vielleicht etwas Routine-Arbeit abzunehman, aber mehr nicht. Keiner kann
von einem Autorouter verlangen, daß er eine perfekte Platine abliefert.
Das kann selbst der teuerste nicht. Woher soll er wissen, ob eine
Platine für Leistungsanwendung benötigt wird, für hohe Frequenzen bis
hin zur Mikrowellentechnik, oder für Audio-Anwendungen, für
Digitaltechnik oder was weiß ich. Für jede dieser Anwendungen wird die
Platine völlig anders aussehen.
Also kommst du wirklich am besten, du routest von Hand. So wie fast alle
Platinenentwickler. Du wirst jetzt enttäuscht sein, aber so ist die
Wirklichkeit...
ich schrieb:> Du wirst jetzt enttäuscht sein, aber so ist die> Wirklichkeit...
Vor allem ist es ein Irrtum, der Autorouter wird es schon richten, wenn
man selbst keine Ahnung hat - das funktioniert nie. Um einen Autorouter
sinnvoll einzusetzen muss man erst mal selbst Erfahrung im Routen haben,
sonst versteht man nicht einmal, was man alles einstellen muss oder
kann.
Gruss Reinhard
PS es gibt auch viele Chefs, die diesem Irrtum unterliegen - wozu einen
Layouter einstellen, wir kaufen einen Autorouter. Die Werbung der
Softwarehersteller unterstützt das ja auch.
Ich dachte immer dass Firmen nicht so viel zeit hätten...
Was schätzt ihr, wie lange man ín einer Fa. für ein Europlatte mit
Mega32 und ca. 13 CMos IC´s Zeit für Entwicklung und Routing hat?
Ganz grob geschätzt.
Georg M. schrieb:> wie lange man ín einer Fa. für ein Europlatte mit> Mega32 und ca. 13 CMos IC´s Zeit für Entwicklung und Routing hat?
Keine Ahnung, was du unter Entwicklung verstehst, das hat aber auch mit
dem Thema nichts zu tun. Die Leiterplatte macht ein erfahrener Layouter
in einem Arbeitstag. Dass es mit Autorouter in Nullzeit geht ist sowieso
ein Irrtum, bei so einer einfachen Platine braucht man auch mal länger,
wenn man mehrere Versuche machen muss.
Einem Auftraggeber ist es i.A. völlig wurst, ob das Layout von Hand oder
mit Auto erstellt wird, es geht ihn eigentlich auch nichts an. Nur das
Ergebnis zählt. Daher ist es gut möglich, dass man nach einer
autogerouteten Platine keinen weiteren Auftrag mehr bekommt. Auch eine
100% geroutete Platine enthält noch viele offensichtlich schlechte
Lösungen, die auch ein Laie erkennt.
Gruss Reinhard