Embedded Linux: Anschluß beim Herunterfahren ansteuern

Gast #3295459
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Es gibt Scripte, die beim Start und beim Herunterfahren abgearbeitet 
werden.

Aber spätestens, wenn Dir jemand die Luft abdreht, ist Schluss mit 
Pfeifen.
Will sagen: Im Abgeschalteten Zustand gibt's keine definierten Zustände.

Wie auch Windows, versendet Linux ein besonderes Signal, wenn es sich 
auf den Heimweg begibt. Viele der Treiber benötigen dies.
Gast #3295484
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Ich vergaß:

Wenn Du ein Programm oder einen Treiber startest, welches Deinen Pin 
überwacht, ist es nur eine Frage der Rechte ob es einen shutdown 
einleiten darf oder nicht.
Deine Anwendung oder Konsole, kannst Du natürlich jederzeit beenden
Gast #3295508
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Dann könntest Du mit diesem "letzten Pin", einen Timer auf einem ext. 
Bauteil starten, der nach vorgegebener Zeit (1min oder so) die Spannung 
abschaltet. Oder das sich ein Kondensator entlädt und nach erfolgter 
Entladung abgeschaltet wird, könnte sogar billiger sein ;-)
Gast #3295519
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Spendier doch dem Schalter eine kleine Verzögerung indem Du einen 
bestimmten Pin auf Low setzt und durch eine Art aktiver Selbsthaltung 
ein Relais oder Schütz, nach einer ausreichenden Zeit, abfallen lässt.
Ist ein kleines Relais ausreichend, so kann es sogar über einen 
ausreichend großen Kondensator, hinter einer Diode, gestützt werden. Es 
geht ja oft nur um Millisekunden.
Gast #3295573
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Noch was:

>Es bleibt natürlich ein Vabanquespiel - die Dateisysteme sollten da
>schon ausgehängt sein.

Dies sollte kein Problem sein. Wenn Du das, mit einem shutdown 
einhergehende Signal abfängst, so bedeutet dies ja nicht: "Es ist 
Schluss".
Es bedeutet: "Sichere Deinen Kram ich mache gleich Schluss". Wenn mich 
nicht alles täuscht mit der Möglichkeit zu sagen: "Warte mal".
Festplatten- oder USB-Sticktreiber müssen ja auf dieses Signal hin auch 
noch so einiges erledigen. Übrigens deine Textverarbeitung meldet sich, 
in diesem Falle ja auch, mit einem finalen: "Merken oder ja", wenn sie 
gesagt bekommt: "Es ist Feierabend".
Gast #3295679
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Ohaua, hier gibts wieder geballtes Halbwissen ...

Google mal nach "pm_power_off". Das ist eine Variable im Linux Kernel in 
die die Adresse einer Callback-Funktion (also Function Pointer) 
geschrieben werden kann. Diese Funktion dient dann dazu beim 
herunterfahren z.B. einen entsprechenden GPIO Pin zu toggeln. 
Überlicherweise wird diese Variable in der Initialisierungsroutine des 
Boards gesetzt.
Gast #3295693
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Das ist doch eine furchtbare Schlamperei auf diese Weise. Benutze doch 
den Standardweg über das Powermanagement. Die Desktop-Linux benutzen 
schließlich auch nicht für jedes Mainboard einen eigenen Treiber.
Gast #3295703
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Genau dafür ist diese Funktion da!

Als Beispiel mal wie es bei Atmel (SAM9) in der Initialisierung gemacht 
wird:

static void at91sam9x5_poweroff(void)
{
    at91_sys_write(AT91_SHDW_CR, AT91_SHDW_KEY | AT91_SHDW_SHDW);
}

Der Shutdowncontroller bekommt hier Anweisung den entsprechenden 
Powerpin zu toggeln.

In der Initroutine des Boards wir dem Kernel dann die Adresse der 
Funktion bekannt gegeben:

void __init at91sam9x5_initialize(unsigned long main_clock)
{
    // ...
    pm_power_off = at91sam9x5_poweroff;
    // ...
}

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