Robert schrieb:
> Der FFT Algorithmus teilt nach der Transformation das
> "Signal-Dichte-Spektrum" durch die Anzahl der Stützpunkte des
> Zeitsignals. Es passiert also eine Art Mittelung.
Ja genau, die Auflösung kann man (theoretisch) beliebig hoch machen,
wenn man über eine entsprechend lange Zeit integriert. Das geht aber
nur, wenn die Fehler sich im zeitlichen Mittel auslöschen.
Robert schrieb:
> Mir ist jedoch nicht klar, inwiefern ich hierbei eine qualitative
> Aussage treffen kann, ob die Frequenzanteile auf dem Signal wirklich
> real sind.
Das hängt stark vom A/D-Wandler bzw. dessen Rauschverhalten ab. Der
Quantisierungs-Fehler, der oft auch als Quantisierungsrauschen
bezeichnet wird, ist kein statistisches Rauschsignal, sondern abhängig
vom Eingangssignal selber.
Deswegen kann es durchaus passieren, dass dieses Rauschen bei einer
bestimmten Frequenz eine relativ hohe Amplitude hat und dadurch im
Spektrum Fehler entstehen, die durch Mittelung über eine längere
Zeitperiode nicht kleiner werden.
Es gibt aber schon Möglichkeiten, wie man das Quantisierungsrauschen so
optimiert, dass es sich im interessanten Frequenzbereich nicht stören
auswirkt (sog. Noise-Shaping), das wird z.B. bei Delta-Sigma-Wandlern
gemacht. Damit ist es dann schon möglich, dass man durch Mittelung sehr
genaue Messwerte bekommt, die deutlich genauer als 1 LSB sind.