Hallo,
habe neulich diese Antennenkonstruction gesehen.
Zwei identische Antennen auf einem Mast, runter geht es mit 2 getrennten
Kabeln, leider nicht im Bild zu sehen.
Ich kann mir nicht recht denken was der Sinn davon sein soll.
Die Spinne ist eher zufällig im Bild, ich habe sie während der Aufnahme
überhaupt nicht wahrgenommen.
Normalerweise benutzt man solche Antennen, wenn man was senden oder
empfangen will :-)
Vielleicht hat jemand 2 DVB-T Fernseher oder benutzt sie für
Mobiles-Internet oder... oder....
Also ich hab mal in irgend so nem Grundlehrgang gelernt, das man so die
Richtwirkung verstärken kann. Genaueres hab ich dazu echt vergessen, ist
nicht ganz so mein Fav-Thema.
Dennis
Könnte eine Gruppe sein, damit schränkt man den Öffnungswinkel ein und
hat einen höheren Gewinn. Komisch ist allerdings, daß zwei Kabel nach
unten gehen. Normalerweise werden sie oben schon verschaltet. Aber so
gehts auch.
Eine weitere Möglichkeit ist es, daß hier ein Störsignal ausgeblendet
werden soll, wenn die Antennen etwas versetzt montiert sind (eine weiter
vorn als die andere). Da kann man ein Störsignal durch Phasenauslöschung
oder -dämpfung vermindern. Aber alles nur Vermutungen...
Dennis H. schrieb:> das man so die> Richtwirkung verstärken kann.ich schrieb:> damit schränkt man den Öffnungswinkel ein
Das meinte ich eigentlich, nichtmal die Begrifflichkeiten bekomme ich
richtig hin...
Dennis
Ist ja nicht so schlimm. Ich kenne auch die meisten Fachbegriffe aus dem
Baugewerbe nicht oder aus der Metallbearbeitung... :-)
Aber trotzdem ist das gesagte nur eine Vermmutung. Für genaue Aussagen
braucht man dann schon Angaben über die Maße, die Anordnung, Abstände,
Beschaltung und und und...
Peter Zz schrieb:> Die Spinne ist eher zufällig im Bild
Das ist die sogenannte Abstimmspinne. ;-)
Im Ernst: nur der Betreiber wird dir sagen können, warum er da zwei
Leitungen runtergezogen hat.
Die können horitzontal gestockt sein. Dabei wird der horizontale
Öffnungswinkel kleiner und das Gebilde bekommt auch mehr Antennengewinn.
Man könnte sie auch vertikal stocken um den Vertkalen Öffnungswinkel zu
verkleinern. Solche Maßnahme auf 2m, 70cm oder höher sind bei Dxern
durchaus üblich
Das sind zwei WiFi Antennen von der Fa. Abaks in Polen. Ich nehme an,
dass die an einen WLAN-Router gehen, der getrennte Sende- und
Empfangsantennenanschlüsse hat. Daher die zwei Koaxkabel. Die Antennen
haben ca. 10 dBi Gewinn, damit liegt der Anwender ein "bisschen" über
der zugelassen EIRP. ;-)
Chris schrieb:> Das ist eine LTE Antenne. (MIMO) => 2 Stück werden benötigt.>> Gruss Chris
Unsinn. Mimo ist eine LTE-Technologie mit zwei Antennen, die zwei
verschiedene Polarisationen haben (vertikal und horizontal) und die sind
beide gemeinsam in einem Kunststoffgehäuse.
Im Bild sehe ich weder ein Kunststoffgehäuse, noch sind die beiden
Antennen unterschiedlich polarisiert (sind beide vertikal). Das einzige,
was stimmt, daß zwei Kabel weggehen. Aber diese Tatsache macht noch
lange keine Mimo aus den beiden Yagis.
Kann auch eine 23cm-Gruppenantenne sein. Man kann ja auf dem Bild die
Maße nicht sehen. Da kann man lange rätseln. Am besten mal den
Eigentümer fragen, das geht am einfachsten...
Hi,
wie wäre es denn mit Diversity?
IIRC müssen dazu die Antennen eine halbe Wellenlänge auseinander sein.
Bei geschätztem Abstand von 50cm wäre es dann um die 300 MHz.
Just my 2 cents.
HTH
PS: Staub auf dem Bildsensor?
Jörg Wunsch schrieb:> Gemessen, oder vom chinesischen Hersteller behauptet? ;-)
Vom polnischen Vertreiber....der wahrscheinlich auch in China kauft.
Dazu mal eine kleine Anmerkung: Viele Antennen die WIMO verkauft, kommen
auch aus China. Werden bei WIMO allerdings mit x 100% Prozent Aufschlag
verkauft.
Habe persönlich schon etliche von Chinamann gekauft. Die waren alle
technisch und auch mechanisch sehr gut.
Gut, bei den dBi's schummeln sie alle ein wenig. Aber wer tut das nicht?
Nur daß kein Mißverständnis aufkommt: Vorhin ging es nicht um Wimo
(Hersteller und Händler), sondern um Mimo (Technologie von LTE).
Kann aber auch Zufall sein, daß du jetzt Wimo erwähnt hast. Dann nehme
ich natürlich alles zurück :-))
@ MAD (Gast)
>Empfangsantennenanschlüsse hat. Daher die zwei Koaxkabel. Die Antennen>haben ca. 10 dBi Gewinn, damit liegt der Anwender ein "bisschen" über>der zugelassen EIRP. ;-)
Wenn die Verstärkertechnik nicht gerade in den Anschußkästen der
Antennen drin sind, ist ohnehin nicht mehr viel von den 10dBi übrig.
MAD schrieb:> Habe persönlich schon etliche von Chinamann gekauft. Die waren alle> technisch und auch mechanisch sehr gut. Gut, bei den dBi's schummeln sie> alle ein wenig.
Sogar ziemlich kräftig. Ein Kollege hat so ein Ding mal vermessen,
besser als die selbstgebauten 08/15-Doppelquads sind die nicht, also
vielleicht 7 dBi (mit anderen Worten: die halbe Leistung der
behaupteten 10 dBi).
Jens G. schrieb:> Wenn die Verstärkertechnik nicht gerade in den Anschußkästen der> Antennen drin sind, ist ohnehin nicht mehr viel von den 10dBi übrig.
So schlecht sind diese Kabel nun auch nicht, je nachdem, was man
nimmt. Habe hier ein Kabel, das mal bei einer WiFi-Installation
übrig war, für meine 145-MHz-Antenne. Ist ein bisschen Perlen vor
die Säue, ich weiß :), aber eh's nur im Keller verdreckt … Das hat
2,2 dB/10 m als Dämpfung.
Jens G. schrieb:> Naja, das ist aber keine 145MHz-Antenne, sondern sicherlich was im> GHz-Bereich. Da sind die Dämpfungen dann doch schon paar dB höher.
Hatte ich vergessen dazu zu schreiben: die 2,2 dB/10 m bezogen sich
bei diesem Kabel auf 2,5 GHz. Bei 150 MHz habe ich auf den 15 m
Kabel weniger als 1 dB Dämpfung. Vermutlich werden die N-Stecker
und der Blitzschutz-Überspannungsableiter da schon mehr Dämpfung
einfahren.
Bei den Antennen im Bild handelt es sich um ein "gestocktes System".
Die Antennen werden in einem bestimmten Abstand zueinander montiert (
abhängig von der Wellenlänge ).
Dadurch wird der Öffnungswinkel ( Abstrahldiagramm ) kleiner.
In diesem Fall wird der horizontale Abstrahlwinkel schmaler.
Der vertikale Winkel bleibt gleich, so wie es bei einer einzigen Antenne
wäre.
den gleichen Effekt könnte man auch mit einer längeren Antenne erzielen.
Warum beide Kabel nach unten gehen bleibt sicher das Geheimnis des
Erbauers.
Normalerweise werden die Antennen - wie bereits hier erwähnt wurde- noch
oben am Mast miteinander verschaltet.
Da dabei eine Impedanztransformation nötig ist, kann man sie nicht
einfach parallel schalten, aber das ist ein anderes Thema...
P.S.: sieht ein bisschen nach 23cm Amateurfunk aus.
Ich habe Ähnlich Antenen auf dem Dach.
Benutze sie für mein LTE.
Für LTE sind solche Antenen echt super. Habe fast die Doppelte
geschwindigkeit wie mit der Vodafone Außenantene.
Bei mir gehen auch 2 Kabel runter weil an dem Empfänger teil 2 Anschlüße
sind. Warum genau weiß ich auch nicht. Aber ich würde jetzt drauf tippen
das eine zum Empfangen ist und eine zum Senden. Oder um den Empfang zu
verbessern.
Könnte auch Bündelfunk (Betriebsfunk) sein... wir haben mal Systeme für
TETRA entwickelt. Die Antennen sehen gleich aus (muss ja nichts heissen)
und auf zwei verschiedene Basisstationen ausgerichtet sein...