nuA. K. schrieb:
> Sind das 8-polige Cat-X Kabel? 10/100Mb braucht davon nur 4, was du mit
> dem Rest machst bleibt dir überlassen.
Da es um Sensoren geht, die nur ab und an mal senden sollen, ist
folgendes schon Gesagte mit hoher wahrscheinlichkeit die einfachste
Lösung. Erst ab Gigabit-Ethernet werden alle 8 Adern benötigt. Solange
die 4 freien Leitungen nicht anderwertig in Gebrauch sind wäre dies das
Einfachste.
Wenn man nicht an den Kabeln rumschnippeln will, so gibt es simple
Split-Adapter, wie man sie beispielsweise verwendet (hat) um ISDN über
die freien Leitungen im selben Kabel mitzuführen.
Im Zielgerät wäre es natürlich möglich auf den Spli-Adapter zu
verzichten, weil man das dann auf der Platine entsprechend anschließen
kann. Das wäre dann aber kein Normkonformes Gerät mehr, sondern eine
Bastlerlösung!
Entweder muß man dann ausdrücklich den Kunden darauf hinweisen oder man
orientiert sich dann doch an POE!
Bei kleinen Stückzahlen ist der Aufpreis einer zugekauften echten POE
Lösung wahrscheinlich billiger als eine Eigenentwicklung. Bei großen
Stückzahlen muß man sich bewußt sein, daß man mit seinen nicht-konformen
Geräten den Markt kontaminiert.
Eine Energierückgewinnung aus dem Übertrager wäre zwar theoretisch
möglich, aber es muß daraus nicht nur der Sensor versorgt werden,
sondern auch der Netzwerkteil. Nach dem Energieerhaltungssatz kann nicht
mehr herauskommen als hineingeht. Dazu kommen noch Verluste.
Ferner ist es ein Übertrager. Er speichert den Impuls nicht, soll er ja
auch nicht. Daher wären Sperrwandlerähnliche Konzepte zur
Energierückgewinnung ungeeignet. Baut man allerdings eine (AB)Art
Flußwandler auf, so sollte an sich bewußt sein, daß je mehr Energie man
auf der Zielseite abzieht, umso ähnlicher sieht die Verbindung für den
Sender wie ein Kurzschluß aus. Da muß man also sehr vorsichtig sein und
darf nur sehr wenig, nur einen Bruchteil, aus dem Signal abziehen, um
nicht die Spezifikationen für Ethernet über TP-Kupferkabel zu verletzen.
Folglich müßte man sehr viel mehr Dummy-Daten zur Stromversorgung an den
Sensor schicken als dieser dann nach dem Laden zurückschicken soll. Das
erfordert ein entsprechendes Softwareprotokoll, welches zumindest beim
Aufladen keine Antwort erwarten darf, da der Sender vor dem Erreichen
einer Mindestaufladung weder senden noch Daten empfangen kann.