Ich habe ein Büro im 6.OG eines Hochhauses. Das Haus hat 7 Etagen, ist
ca 30m hoch, 70m lang und 15m breit. Große Teile des Hauses stehen leer.
Praktisch am anderen Ende des Hauses befindet sich die Fernwärme-
Heizzentrale - ca 120m Leitungslänge bis zu meinem Büro.
Ich möchte eine Kommunikation per Datenbus mit der Heizstation aufbauen.
Z. B. sollen Anwesenheit und aktuelle Raumtemperatur mitgeteilt werden.
Denkbar wären direkte Datenleitung, WLAN oder Powerline Communication
PLC.
Hat jemand Erfahrung mit PLC in Mehrfamilienhäusern bzw über weite
Entfernungen?
Die Fotos zeigen die Heizungssteuerung.
Aufgabenstellung ist, dass die Slave-Station im Nutzerbereich die
aktuelle Temperatur und die Anwesenheit der Master-Station zur
Auswertung übermitteln soll. Die Masterstation soll dann entsprechende
Anforderungen an die Heizungssteuerung -Samson Trovis 5476- senden. Zu
sendende Mindestinformationen: aktuelle Temperatur
/Raum/Vorlauf/Rücklauf + Bedarsanforderung.
Wenn es funktioniert, käme in jede Nutzungseinheit eine Slave-Station.
Bei Arbeitsbeginn drückt der Nutzer einen Taster und signalisiert damit
Wärmebedarf für die nächsten 5 Stunden. Die Heizung reduziert ihren
Betrieb entsprechend der konkreten Nutzeranforderung.
Gibt es sowas schon fertig?
Ich habe zum Ausprobieren 4 Stück
Belkin Powerline Adapter 200Mbps Netzwerk LAN gekauft.
leluno schrieb:>Powerline Adapter
1.Du hast ein "prima Antenne" ca. 30m hoch, die ich lieber vermeiden
würde.
http://elektronikbasteln.pl7.de/powerlan-stoerungen.html
2.Sobald weitere Leute mit solchen Adaptern an Dein Netz gehen,
verschlechtert sich die Zuverlässigkeit und Bandbreite.
Besser und dauerhafter wäre bei 120m ein LAN-Kabel mit Switch dazwischen
(wegen der Segmentlänge).
oszi40 schrieb:> Besser und dauerhafter wäre bei 120m ein LAN-Kabel mit Switch dazwischen> (wegen der Segmentlänge).
Gutes Kabel und ordentlich verlegt kann das Segment auch mal 130m lang
werden (aber nur mit Messprotokoll).
oszi40 schrieb:> 1.Du hast ein "prima Antenne"
Hast du praktische Erfahrung mit PLC?
Ich habe die Dinger bestellt und werde es jedenfalls mal ausprobieren.
Im Haus befinden sich noch reichlich Telefon- und EDV-Installationen.
Alles Zwanzig Jahre alt. Keine Schaltpläne, verlauf völlig offen.
Könnte aber vielleicht auch für einen Hausbus gehen.
Ich hätte trotzdem gerne eine Einschätzung vonn PLC von jemandem, der es
schon einmal angewendet hat. Die Idee des Systems ist aufgrund der
einfachheit bestechend.
Ws hälst du von wlan als hausbus?
das ganze klingt ja nach einem alten, also schlecht isolierten, Haus
>Bei Arbeitsbeginn drückt der Nutzer einen Taster und signalisiert damit>Wärmebedarf für die nächsten 5 Stunden.
(abgesehen davon, dass ein "taster" etwas Old-school ist, und man wohl
einen Bewegundsmelder für 5€ nehmen könnte..)
heiß das ja auf deutsch: dass das Haus nacht stark auskühlt, man in der
früh ins kalte Büro kommt??
dann 1 stunde warten bis es warm wird?
ist das Büro zu so extrem unterschiedlichen Zeiten besetzt, dass man
nicht einfach ein Zeitschaltuhr nehmen kann z.b. (6:00 bis 17:00 wird
geheizt..)
weißt du überhaupt schon, wie du die Heizung dann steuern kannst??
Robert L. schrieb:> heiß das ja auf deutsch: dass das Haus nacht stark auskühlt,
So ist es. Es müßte ab 6:00 eine Grundtemperatur von 17° bis 18°
erreicht sein, dann kann man in einer halben Stunde auf Zimmertemperatur
aufheizen.
Besser wäre es vlt. wenn für jede Nutzungseinheit ein Zeitprofil
festgelegt wird. Stellmotore an die Heizungsventile. Die Steuerung in
der Nutzungseinheit regelt dann morgens die Heizung hoch. Die
Heizzentrale muss dann die notwendige Wärmemenge zur Verfügung stellen.
Auf diese Weise könnten nachts die Heizventile automatisch geschlossen
werden.
Die Steuerung der Heizung ist recht einfach. Es gibt eine große
Umwälzpumpe. Nur wenn sie läuft, wird Fernwärme verbraucht.
Jedenfalls muss die Bedieneinheit für die Büros so einfach sein, dass
sie intuitiv ohne Bedienungsanleitung bedient werden kann:
-Taste für Bedarfanforderung
-Taste für Abschalten
-Poti für Raumtemperatur
-Poti für Heizbeginn
-Poti für Heizende
Ich glaube es gibt viele gute Heizungsregelungen die von den jeweiligen
Nutzern einfach nicht bedient werden können, weil die Einstellung zu
kompliziert ist.
>Zeitschaltuhr nehmen kann z.b. (6:00 bis 17:00)
Setzt auch eine Regelung voraus, da die Heizzentrale sonst nicht weiß,
wie hoch die Raumtemperatur in den einzelnen Räumen sein soll. Was ist
wenn jemand bis 19:00 aqrbeiten will und die Heizung ist ab17:00 UHr
aus?
Generell bis 19:00 durchheizen ist echt teuer. Um17:00 abstellen geht
nicht, da vlt. jemand länger arbeiten möchte. also Regelung über
Einzelanforderung.
also ICH würde erstmal mit jemanden vom Fach (heizungs-installateur)
darüber reden..
vielleicht ist ja eine kommunikation mit den Räumen überhaupt nicht
notwendig (weil man VL über Ausentemp. und RL und uhrzeit regelt, und
die Räume mit Einzelraumregelungen)
erst wenn man weiß, dass die kommunikation wirklich notwendig ist,
und welche Geräte man eisetzen will.
würde ich mir über das WIE gedanken machen
(wobei PLC wohl sicher die ungünstigste Lösung ist..)
Robert L. schrieb:> also ICH würde erstmal mit jemanden vom Fach> darüber reden
Natürlich läuft die Heizung jetzt über Außentemperatur und Uhrzeit und
ist von einem Fachmann geplant und gebaut worden. Das ist mir aber zu
schlecht weil zu teuer. Es muss deutlich besser gehen, als mit einer
solchen konventionellen Heizungssteuerung über Uhrzeit und
Außentemperatur. Mit der Aufgabenstellung ist ein normaler
Heizungsinstallateur völlig überfordert, sofern er nicht auch Fachmann
für Meß-und REgeltechnik ist. Das ist eine Aufgabe für einen INgenieur
und nicht für einen Installateur.
Wenn es irgendwo eine brauchbare fertige Lösung gäbe, würde ich sie
nehmen. Ansonsten muss ich es selbst probieren.
Hallo,
wir hatten mal Feldversuche mit PLC gemacht.
Teilweise über 500m innen und auch auserhalb von Häusern, und alle
Ergebnisse waren einach nur besch......
Teilweise funktionierten sie in der Nacht aber am Tag wenn alle PC's
angingen brach die Verbindung ab.
Ach die verlegung der Leitungen spielt eine große Rolle, teilweise
hatten wir bei zwei Räumen die unmittelbar aneinander waren keine
Verbindung.
Hier wirst du probieren müssen!
Aber auch bei PLC gibt es unterschiedliche Ausprägungen. Mit "normalen"
150Mbit oder noch mehr wirst du da nicht weiit kommen.
Gruß
Stumpf
Hallo,
anstelle des ganz großen Wurfes, versuche es doch einfach mit einem
elektronisch gesteuertem Heizkörperventil. Erfüllt alle Deine
Forderungen, es sei denn Du bist der einzige Mieter. Dann solltest Du
Dir schnellstens eine andere Bleibe suchen.
Gruß
Roman
>Natürlich läuft die Heizung jetzt über Außentemperatur und Uhrzeit und>ist von einem Fachmann geplant und gebaut worden. Das ist mir aber zu>schlecht weil zu teuer
du hast diesen teil jetzt einfach ignoriert:
> und die Räume mit Einzelraumregelungen)
Hallo Robert,
ich vermute mal Du meinst mich. Wenn ich als Mieter in einem derart
großem Gebäude der Meinung bin das ich das Recht habe die zentrale
Heizungsanlage zu manipulieren um Kosten zu sparen, sollte ich schon der
Besitzer sein.
Selbst dann erweist sich wahrscheinlich eine Zusatzheizung die in
Abhängigkeit der Anwesenheit gesteuert werden kann als komfortabler.
Hier die armen Installateure als überfordert zu bezeichnen und nach dem
Ingeneur zu rufen ist Unfug oder ein Ausdruck von Borniertheit.
Roman
Roman schrieb:>...Heizkörperventil Erfüllt alle Deine Forderungen
Die Aufgabenstellung ist Reduzierung des Wärmeverbrauchs des gesamten
Gebäudes, nicht Reduzierung des Wärmeverbrauchs einer einzelnen
Nutzungseinheit.
Die zentrale Umwälzpumpe kann zum Beispiel nur dann um 19:00 Uhr
abgestellt werden, wenn von den einzelnen Nutzungseinheit nicht die
Anforderung kommt, dass ein einzelner Nutzer auch noch nach 19:00 Uhr
arbeiten will oder dass eine Einzelraumüberwachung zuvor nicht
mitgeteilt hat, dass wegen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt
Frostgefahr besteht.
Ich ich bin mir sicher, dass ich ein elektronisches Heizkörperventile
nach Lesen der Betriebsanleitung sinnvoll bedienen könnte.
Ich bin mir genauso sicher, dass meine Ehefrau oder meine Söhne gar
nicht erst bereit wären, eine Bedienungsanleitung zu lesen, um sich mit
der Einstellung eines elektronischen Heizkörperventils
auseinanderzusetzen.
Eine Einzelraumregelung muss mietersicher sein. Man kann nicht erwarten,
dass ein Mieter von sich aus Aufgaben wie Batteriewechsel oder
Programmierung eines elektronischen Heizkörperventils übernimmt. Es muss
also eine einzelne Einzelraumregelung geben, an der der Mieter ohne
lesen einer Bedienungsanleitung Einstellungen vornehmen kann, die sich
auf alle 3 Heizkörper in der Nutzungseinheit auswirken und die das
Ergebnis der Heizungsregelung an die Heizzentrale weiterleitet.
Eine Einzelraumregelung für alle Räume ist für mich selbstverständlich.
Summasumarum wenn das Haus keine Mieter hat, sollte man rechtzeitig
ausziehen oder gleich alles Wasser ablassen bevor im Winter durch
ungenügende Heizung irgendwo das Rohr platzt.
Über eine unzuverlässige Powerlan-Verbindung eine Heizung "zuverlässig"
ohne Frostschäden zu steuern halte ich für leichtsinnig.
oszi40 schrieb:> rechtzeitig ausziehen
Das ist keine sinnvolle Handlungsalternative. Die Aufgabenstellung ist
Optimierung der Regelung der Heizung in einem Bürogebäude. Ich gehe mal
davon aus, dass es kein Einzelfall ist, dass Heizenergie in einem
Bürogebäude sinnlos verschwendet wird.
oszi40 schrieb:> unzuverlässige Powerlan-Verbindung
das ist nur eine von mehreren Möglichkeiten zur Kommunikation zwischen
Einzelraumregelung und Heizungszentrale. Wenn sie nichts taugt, muss
eben etwas anderes genommen werden. Bislang waren alle (2) Beiträge dazu
negativ. Beiträge von zufriedenen PLC- Nutzern gibt es bislang nicht.
Ich werde selbstverständlich für ein 6000 m² Bürogebäude kein
Übertragungssystem einsetzen, das nicht zuverlässig ist.
Roman schrieb:> Hier die armen Installateure als überfordert zu bezeichnen und nach dem> Ingeneur zu rufen ist Unfug oder ein Ausdruck von Borniertheit.
Ich wollte niemandem auf den Schlipps treten. Die Aufgabenstellung ist
>Konstruktion einer umfassenden Heizunssteuerung für ein Hochhaus - nicht
Installation einer üblichen Heizungssteuerung. Weil es um Datenaustausch per Bus
geht, passt es hier ins forum.
Hinweise wie Zentralheizung abstellen und per Radiator heizen nützen in
Bezug auf die Aufgabenstellung gar nichts da die Beheizung von 6000m²
mittels Radiatoren nicht einmal ansatzweise vertretbar ist und wegen ABZ
auch nicht zulässig ist.
Die weitere Aufgabenstellung - die nicht unbedingt mit Mikrocontrollern
zu tun hat- ist die Senkung der Energiekosten. Zielvorgabe ist
Reduzierung auf 50%. Da Geld knapp ist, muss man sich auf die
kosteneffektivsten Möglichkeiten beschränken:
-Innendämmung der fensterlosen Giebelfassaden und Inennendämmung der
obersten Geschossdecke. Zusammen mit der neuen Steuerung müsste dies
schon einiges bringen.
Die Energiekosten setzen sich derzeit wie folgt zusammen:
Zählermiete 300 € p.a.
Wärmebezug 7cent je kwh
Bereitstellungsgebühr 26.500 € p.a.
Die Zählermiete ist völlig in Ordnung. Auch der Bezugspreis für die kwh
ist günstig und angemessen. Fernwärme ist eben eine tolle Sache.
Die Bereitstellungsgebühr richtet sich nach dem Anschlusswert nach der
Wärmeberechnung zum Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes -1990 +
Vollvermietung. Die stadtwerke werden diese reduzieren, wenn ein
entsprechendes Konzepz zur energetischen Erneuerung vorgelegt wird, aus
dem sich die Reduzierung des Wärmebedarfs ergibt.
Ich verstehe das Konzept nicht ganz. Gab es drei Powerline Modems im
Sonderangebot und deshalb soll damit eine Heizungsanlage gesteuert
werden?
Die Heizungssteuerung merkt den Bedarf an Heizenergie durch den
Unterschied an Vorlauf- Rücklauftemperatur. Der Bedarf wird am
Heizkörper eingestellt.
Wozu der Aufwand mit Powerline? (Ist für mich eine Lösung, wenn nichts
anderes möglich ist. )
Technisch besteht wahrscheinlich kein Nachrüstbedarf, einfach mal
nachschauen welche Konzepte als "energetische Erneuerung" anerkannt
werden, und das dann machen.
lutz h. schrieb:> Die Heizungssteuerung merkt den Bedarf an Heizenergie durch den> Unterschied an Vorlauf- Rücklauftemperatur.
Das stimmt. Um anhand der Differenz Vorlauf/Rücklauf den Bedarf an
Heizenergie festzustellen, muss die Heizungsanlage ständig zirkulieren.
Die Mitteilung der Nutzungseinheit an die Heizzentrale, Heizkörper
offen, stelle mehr Heizenergie bereit, erfolgt mittels eines Datenbusses
betrieben mit 80° warmen Wassers im Vorlauf über 2x120m. Mein kann die
Zirkulation schon deswegen nicht abstellen, weil sie für den Austausch
von Informationen zwischen Nutzungseinheit und zentrale gebraucht wird.
Kann man sicher machen, geht aber möglicherweise durch einen nicht mit
heißem Wasser betriebenen Datenbus billiger und besser. Das ist das
Grundkonzept einer Einzelraumregelung, die die Bedarfsanforderung per
elektrischem Datensignal und nicht mittels der Zirkulation von heißem
Wasser an die Heizanlage liefert.
Oliver Stellebaum schrieb:> Wenn das Gebäude so groß ist gibt es sicher auch eine Menge> Kabelschächte in die man zusätzliche Steuerleitungen einziehen kann.Oliver Stellebaum schrieb:> gibt es sicher auch eine Menge> Kabelschächte
Klar gibt es die. Es gibt sogar zahlreiche alte Daten- und
Telefonleitungen, die man möglicherweise zur Kommunikation zwischen den
Nutzungseinheiten und der Heizzentrale nutzen kann.
Soweit bin ich aber noch nicht. Ob das Datensignal von der
Nutzungseinheit zur Heizzentrale mittels Kabel, Funk oder PLC
übertragen wird, ist letztendlich egal. Wenn PLC funktionieren sollte,
wäre es die einfachste und billigste Lösung. Es kann aber durchaus sein,
dass PLC völlig unbrauchbar ist. Da ich 3 Module im Sonderangebot
bestellt habe, werde ich es sicher selbst ausprobieren sobald die Module
da sind.
Vorrangig ist aber ein Prototyp für eine Regelstation die die
Anforderungen erfüllt und die über eine entsprechende Schnittstelle für
einen Datenbus verfügt.
Sobald dieser Prototyp vorliegt, stellt sich als nächstes die Frage nach
dem Datenbus. Ich habe davon im Prinzip bislang allenfalls eine Ahnung
aber keine Kenntnis oder praktischer Erfahrung. Ich habe etwas von
modbus gehört. Wie man damit Daten ins Kabel und aus dem Kabel wieder
heraus bekommt, weiß ich nicht. Für Hinweise hierzu wäre ich dankbar.
Bei dem Datenbus ist für mich wichtig, dass er mit einer Datenleitung
funktioniert, damit die Option der alternativen Funkübertragung möglich
ist.
Notfalls würde ich den Datenbus aber auch per owx betreiben.
Die teilweise schlechte Rechtschreibung bitte ich zu entschuldigen. Die
Eingabe erfolgt über Dragon-Dictate. Das führt dazu, dass manchmal
übersehen wird, dass das Programm Worte verwechselt hat.
leluno schrieb:> Einzelraumregelung
Wieso dass, es existiert nur ein Gebäudeheizungsanlage .
Heizung innen Wärme geht von einem Raum zum anderen, da wenig
Wärmeisolation, dann Wärmeisolation der Wand, dann Außenluft.
Welche Schnittstelle hat den die Heizungsanlage?
Wenn die nur eine serielle 9600 Schnittstelle hat,
sollten 2 Standleitungsmodems und eine einfache Zweidrahtleitung
genügen. (DAG 9600)
Fred schrieb:> welche Schnittstelle hat den die Heizungsanlage?
Danke für diese Frage. Die Samson 7476 verfügt über RS485 u. Rs232. Da
die Steuerung aber vermutlich ca. 25 Jahre alt ist und in der
Heizzentrale ohnehin nur die Umwälzpumpe geregelt werden kann, ist ein
Ersatz der Steuerung in der Heizzentrale wohl ohne weiteres möglich.
Ich habe Zweifel, dass man eine Heizungsregelung, die meinen
Anforderungen entspricht, von der Stange kaufen kann. Die Steuerung in
der Heizzentrale sollte die Informationen aus den Einzelregelungen der
Nutzungseinheiten zusammenführen und danach den Betrieb der Umwälzpumpe
regeln. Um die Leitungsverluste zu reduzieren, vermutlich getaktet immer
mit höchst möglichem Durchsatz. Das weiß ich aber noch nicht. Jedenfalls
soll die Steuerung in der Heizungszentrale jederzeit die tatsächliche
Nutzung und den tatsächlichen aktuellen Wärmebedarf aller
Nutzungseinheiten erfassen.
UVR1611 schon mal angeschaut?
die könnte das (kommunikation über 2 draht(stern) oder 4 draht
(can-bus), jenachdem....)
es gibt auch heizungsbauer, die dir die Programmieren..
NUR: mit PLC würdest du da nicht weit kommen, deshalb bin ich immern
noch der Meinung dass es sinnlos ist PLC zu kaufen/testen wenn man nicht
mal weiß ob man es überhaupt brauchen kann..
Ich kenne Powerline nur vom KNX und kann dazu nur eines sagen: "Finger
weg von dem Scheiß!"
Funktioniert nicht einmal in Wohnhäusern innerhalb eines Raumes
zuverlässig, wenn man ein Gerät hat, welches Störungen auf der
Netzleitung erzeugt. Bei meinem Kunden hat ein DVD-Player gereicht um
die Kommunikation innerhalb des Wohnbereiches unmöglich zu machen.
Christian_RX7
Oliver Stellebaum schrieb:> Das hört sich auch an als ob auf einem Schiff ein einzelner Passagier> die Motoren anwerfen kann nur um mehr Fahrtwind zu spüren.
Ich sehe mich hier mehr als Lotse auf einem Schiff, das seit Jahren ohne
Kapitän mit voller Kraft läuft und bei dem sich bisher niemand getraut
hat, die Maschine anzuhalten.
Inzwischen sind die PLC- Adapter angekommen. Da im Gebäude ausreichende
Mengen von 8adrigen Kabeln verlegt sind, wird PLC nur eine
vorübergehende Lösung für eine einzelne Nutzerstation sein. Wenn das
ordentlich funktioniert, muss der Verlauf der bestehenden Netzwerk-
Installation geprüft werden, um das Gesamtsystem drahtgebunden zu
betreiben.
Ich denke zurzeit an ein normales Ethernet- Netzwerk, weil der Anschluss
der Steuerungseinheit bei Verwendung dieses Standards am einfachsten
sein dürfte. Wenn ein Ethernet-Frame auf der einen Seite rein geht und
auf der anderen Seite wieder rauskommt, brauche ich mir über
Netzwerkprotokolle weiter keine Gedanken zu machen. Ich muss nur die
erforderlichen Daten im Frame unterbringen. Ich bin insoweit aber für
Anregungen offen.
Hinsichtlich des Aufbaus der Regelungstation habe ich mich für ein
LPC1768-board mit RJ45-Buchse entschieden. Damit dürfte der Anschluss an
das Netzwerk am billigsten und am einfachsten gehen. Sobald das board
aus China da ist, geht es weiter.
Danke der Nachfrage. Das Board ist da. Leider ist es mir bislang nicht
gelungen, den Webserver des LPC-Boards zu aktivieren. Mit einem
Atmega1284-Board /enc28j60 ist mir der Datenaustausch per UDP gelungen.
Vielleicht nehm ich mir über Weihnachten das LPC-Board noch mal vor.
Sobald der Bus wirklich einsatfähig ist, werde ich das hier berichten.
Der Ethernet-Anschluss funktioniert jetzt. Das Beispielprogramm
uIP/codeRed läuft auf dem LPC1768-board auf Anhieb. Damit steht der Weg
zu UDP/TCP offen. Der (Um-)Weg über AVR war schwierig und eigentlich
unnötig, aber sicher lehrreich. Programmtechnisch folgt jetzt die
Einbindung diverser libs in das uIP Programm, danach die Datenerfassung
auf sd-Karte mit Anbindung ans Internet.
Der Datenaustausch zwischen Netzwerkknoten ist im Prinzip nicht
schwierig. Der Datenbus muss enthalten: Sendeadresse, Empfangsadresse,
Prüfzahl und Nutzlast. Gibt es in der Haustechnik dafür so eine Art
Standard-Bus, dessen Verwendung empfehlenswert ist?
Bei den Heizkosten ist eine erhebliche Reduzierung durch eine
Heizlastberechnung/Reduzierung des Hausanschlusses und durch
Einschalten(!) der Steuerung/Nachtabsenkung gelungen. Es gibt aber
weiteres Potential nach unten.
@leluno,
bei Fernwärme (Siehe dein Tarif) ist nicht der eigentliche Verbrauch das
Problem sondern die Spitzenlast muss teuer bezahlt werden. Mit einer
Raumregelung die beliebig nach Uhrzeit eingeschaltet wird steigt die
Spitzenlast und damit deine Kosten. Gasgeben kostet eben Sprit !
Es gibt bessere Konzepte vom Fachmann !
Mit freundlichen Grüßen
Belablock schrieb:> @leluno,
Mit einer
> Raumregelung die beliebig nach Uhrzeit eingeschaltet wird steigt die> Spitzenlast und damit deine Kosten. Gasgeben kostet eben Sprit !
die Meinung von Fachmännern zur Einzelraumregelung gehen da etwas
auseinander:
http://www.kompetenzzentrum-contracting.de/gute-beispiele/praxisdatenbank/details/?pdb%5Brecord%5D=23
Im Stau den Motor ausschalten spart Sprit. In der konkreten Situation
spart jede nicht vom Versorger abgenommene kwh bares Geld. Die
Spitzenlast wird mit dem Versorger einmal fest vereinbart und ändert
dann an den Kosten nichts mehr. Wenn sie zu niedrig angesetzt ist, wird
es bei -10° nicht mehr richtig warm. Sie muss also im Idealfall so
eingestellt sein, dass die Nutzer ab -11° anfangen zu meckern.
karl k. schrieb:> In der konkreten Situation> spart jede nicht vom Versorger abgenommene kwh bares Geld.
So die Theorie. Wenn jedoch ALLE zur gleichen Zeit aufdrehen, sollte die
Leistung dafür auch VERFÜGBAR sein. An einen Hydranten z.B., der nur von
einem dünnen 1/2" Gartenschlauch gespeist wird, kann die Feuerwehr zwar
viele C-Schläuche anschließen, es wird aber nie mehr rauskommen als
geliefert wird. Wärme kann man auch nur verteilen WENN sie zu dieser
Zeit ausreichend verfügbar ist. Genau deshalb sollte man Lastspitzen
vermeiden.