Hallo
Ich möchte mir eine Art Wärmebildkamera bauen welche aber kein Bild
anzeigen soll, sondern wenn ein gewisser Temperaturunterschied entsteht
in sekundenbruchteilen eine LED zum leuchten bringt. Der
Höhenunterschied wird ca 1 - 1,3m sein vom Sensor bis zum Boden sein.
Ist so etwas mit PIR-Sensoren möglich? Wenn ja wie funktionierts?
Das Endergebnis soll eine ca. 9m lange Teleskopstange sein wo (je nach
Reichweite der Sensoren) alle halben Meter oder Meter so ein Sensor
montiert ist.
Da das ganze nur ein Versuch ist soll das ganze natürlich so billig wie
möglich sein... Materialkosten unter 200€ wären ideal.
Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe
Stefan schrieb:> Genau das ist ja die Funktion von PIR Sensoren.
...wobei solche Sensoren nur Tmperaturunterschiede, und keine
absoluten Temperaturen anzeigen.
Gruss
Harald
Wie schnell? ---> Sollte sofort erkannt werden
Wie lang? ---> je nach anwendung
Wofür? ---> Der Balken dient zur Tiersuche im hohen Gras. (darum auch
eine ca. 9m lange Teleskopstangemit mehreren Sensoren). Entweder gehe
ich damit zu Fuß durch die Wiesen oder ich werde die Stange am Quad
montieren und mit ca. 10km/h durch die Wiese düsen
Dominik schrieb:> Entweder gehe> ich damit zu Fuß durch die Wiesen oder ich werde die Stange am Quad> montieren und mit ca. 10km/h durch die Wiese düsen
Dann hast Du eine Daueranzeige.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Dann hast Du eine Daueranzeige
Warum Daueraanzeige?
Wenn ich z.B. heute zur Wiese gehe welche ich durchsuchen will möchte
ich die Sensoren an die Aussentemperatur anpassen (+/- 5°). Wenn ich nun
etwas finde was 38-39° hat wird mir das ja wohl kurz angezeigt werden.
Also wegen Daueranzeige weiß ich nicht was du meinst.
Gesteuert soll das ganze mit nem PI werden.
Wenn Du auf dem Feld stehst, musst Du quasi den Istwert als "0"
hernehmen und die Temperaturdifferenz (entweder als + und -) oder beide
als positiven Wert ausgeben.
Wenn Du nen Pipser drann machst, kannst die Tonhöhe mit dem Wert der
Differenz hörbar machen.
Dominik schrieb:> Der Balken dient zur Tiersuche im hohen Gras. (darum auch> eine ca. 9m lange Teleskopstangemit mehreren Sensoren). Entweder gehe> ich damit zu Fuß durch die Wiesen oder ich werde die Stange am Quad> montieren und mit ca. 10km/h durch die Wiese düsen
Ich glaube, das ginge nur mit einem Pyrometer (berührungsloses
Thermometer). Wobei die Standardmodelle für ca. 25€ wohl für
diesen Zweck einen zu grossen Erfassungswinkel haben.
Gruss
Harald
Die untere Grenze bei der Temperatur liegt bei -40°C, nicht +40 C - das
paßt also schon.
Ein Problem ist aber die kleine Bauform und die Fehlende Linse.
Also wenn er (warmblütige) Tiere in der Wiese finden will, sind doch ein
oder mehrere ganz gewöhnliche PIR-Sensoren genau das Richtige ... ich
verstehe das wilde Brainstorming zu dem Thema nicht ...
So einen kompletten Sensor mit Linse und fertiger Auswertung drum herum
gibts bei Pollin für ca. 5 Euro. Die nackten pyroelektrischen Sensoren
kosten um die 1,50 pro Stück.
Hi
>was meinst mit modifizieren?
Die Teile sind auf maximale Reichweite ausgelegt. Bei kurzer Entfernung
müsste m.M. die Emfindlichkeit heruntergesetzt werden.
MfG Spess
Low-Cost Sensoren haben irgendeine Kennlinie. Für eine sinnvolle
Auswertung sollten auch halbwegs vergleichbare Werte zur Verfügung
stehen.
Jeder Sensor hat einen "Öffnungswinkel" mit einer dazugehörigen
relativen Empfindlichkeit. Also die Montage al gusto fällt wohl flach.
Zu dicht bekommst Du ein unnötig großes Datenvolumen mit
Doppeldeutigkeiten, zu weit auseinander gibt's Löcherkäse bzw.
gestreiftes. Also der Abstand (horizontal) muss genau an die Sensoren
angepasst werden. Gleiches gilt auch für den Messabstand (vertikal).
Bedenke bitte auch, dass die meisten Tierarten besseres zu tun haben als
ihre Umwelt aufzuheizen. Einige Millionen Jahre Entwicklung haben
diejenigen, die zu viel Wärme abstrahlen, aussterben lassen.
Das Motto: "Von nix kommt nix" gilt auch im Tierreich. Also: Viel Wärme
abgeben; viel Fressen; schnell aussterben und das auch ohne
landwirtschaftliche Gerätschaften.
Amateur schrieb:> Bedenke bitte auch, dass die meisten Tierarten besseres zu tun haben als> ihre Umwelt aufzuheizen. Einige Millionen Jahre Entwicklung haben> diejenigen, die zu viel Wärme abstrahlen, aussterben lassen.
Dann frage ich mich, wieso bei einem abendlichen Spaziergang in der
Wohnsiedlung rundum die PIR-Sensoren ansprechen und selbst die Katze des
Nachbarn für taghelle Beleuchtung sorgt.
Wolfgang schrieb:> Dann frage ich mich, wieso bei einem abendlichen Spaziergang in der> Wohnsiedlung rundum die PIR-Sensoren ansprechen und selbst die Katze des> Nachbarn für taghelle Beleuchtung sorgt.
Weil das so gewollt ist. Das hat was mit Prophylaxe zu tun.
Hallo
der Ansatz ist falsch. PIR sind so aufgebaut das bei fester Montage und
statischer Wärmeverteilung kein elektrisches Signal erzeugt wird. Ändert
sich die Abbildung der Wärmequellen auf dem Sensor, ob durch Bewegung
oder lokale Temperaturänderung wird ein Signal erzeugt. Bewegt man den
Sensor wird permanent ein Signal erzeugt.
karadur schrieb:> der Ansatz ist falsch. PIR sind so aufgebaut das bei fester Montage und> statischer Wärmeverteilung kein elektrisches Signal erzeugt wird. Ändert> sich die Abbildung der Wärmequellen auf dem Sensor, ob durch Bewegung> oder lokale Temperaturänderung wird ein Signal erzeugt. Bewegt man den> Sensor wird permanent ein Signal erzeugt.
Glaube ich nicht - bzw. erst nach Test. Ein PIR-Sensor besteht meist aus
zwei Sensorzellen und die dahinter befindliche Schaltung wertet die
Unterschiede zwischen den Signalen aus. Geht also z.B. ein Mensch durch
das Sichtfeld eines solchen Sensors, erzeugen die zahlreichen Linsen
kleine Abbilder, die über den Sensor streichen. Mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es dabei Zeitpunkte, wo dei eine
Sensorzelle das Wärmeabbild empfängt und die andere nicht - das ist der
Zeitpunkt der Auslösung.
"Gotzt" nun ein solches Sensor-Pärchen senkrecht auf eine Wiese ohne
warme Objekte/Tiere oder Feuerstellen, ändert sich daran auch Nichts,
wenn der Sensor bewegt wird - beide Zellen sehen immer (annähernd) das
gleiche Strahlunsniveau. Erst wenn eine Wärmequele ins Bild kommt, die
sich deutlich von der Umgebung unterscheidet, ändert sich das. Assserdem
kann man die Empfindlichekeit einstellen.
Die Bezeichnung "Bewegungsmelder" ist für PIR-Sensoren eigentlich
Quatsch, Marketinggeblubber. Korrekt müsste es heissen
"Wärme-Differenz-Sensor", aber das wäre wohl zu sperrig ...
Hallo
Experiment: Warmer Fleck auf dem Boden. Der PIR ist fest montiert. =>
statische Wärmeverteilung und kein Signal.
Dann bewegen wir den Sensor. Wärmeverteilung auf dem Sensor ändert sich
=> Signal.
Weiteres Problem: jeder Sensor ist unabhängig. Es gibt keine
Kompensation zwischen den Sensoren.
Ich glaub das ganze wird mir zu kompliziert und ich lass es wohl
bleiben..... möchte nicht unnötig zeit und geld in ein projekt stecken
bei dem es nicht sicher ist das es funktioniert
Und nun zur master frage.... gibts ne möglichkeit die pir sensoren
digital (zb raspberry) einzustellen? Oder bleibt mir nix anderes übrig
als jeden einzelnen mitn Schraubendreher zu justieren?
Die PIR Sensoren in Bewegungsmeldern basieren auf dem pyroelektrischen
Effekt (eine TemperaturÄNDERUNG wird in eine Ladungstrennung umgesetzt
-> messbare Spannung). Dazu gibts auch einen Wikipedia Artikel. Das ist
schon genau das, was du für dein Vorhaben brauchst.
Du fährst mit dem Teil übers Feld, der Boden hat überall die gleiche
Temperatur -> keine Temperaturänderung -> Spannung = 0
Du fährst mit dem Teil übers Feld, ein Tier sitzt da, du fährst mit dem
Sensor über das Tier hinweg. -> Das Tier ist wärmer als der Boden, also
positive Temperaturänderung -> positiver Spannungsausschlag. Du fährst
weiter (über das Tier hinaus) -> negativer Temperaturunterschied
(Tier->Boden) -> negativer Spannungsausschlag.
Wenn du über dem Tier mit dem Sensor stehen bleibst, wird die Spannung
auch wieder auf Null absinken, da der vom Sensor erzeugte
Ladungsunterschied wieder abfließt!
Kombination mit dem Mikrocontroller: Werte die Spannung an den
pyroelektrischen Sensoren mit dem Raspberry aus und bau eine Erkennung
der beschriebenen entstehenden Spannungsflanken ein.
Für die maximal mögliche Fahr/Laufgeschwindigkeit wirst du um einen Test
(z.B. mit einem einzelnen Sensor) schwer herumkommen.