Funken an Oszilloskop-Masse

Gast #3346443
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Guten Abend,

Ich habe vorher die Entdeckung gemacht, dass bei Messung and 230V 
komischerweise Funken an der Oszilloskop Masse zu sehen waren.

Nun zur Messaufbaut:

L1--------|    |-----Probe1------
 N--------|Oszi|
PE--    --|    |-----GND-----Klemme----Litze---->

Oszilloskop: 200Vp
Probe: 400Vp


Wie zu sehen ist, habe ich die Erdung des Oszilloskops nicht 
angeschlossen (-> Messung 230V Netz, & ja ich kenne die damit 
verbundenen Gefahren)

Nun passiert folgendes:
Das eine Ende der Litze ist mit der Masse-Klemme von Probe1 verbunden.

Wenn ich nun das andere Ende der Litze nehme und dann langsam die Phase 
berührer kommen kleine Funken (Blitze..).

Kopplung: DC

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand erklären könnte warum dies so 
ist.


Mit freundlichen Grüßen,
michael
Gast #3346457
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Guten Abend,

1) Was ist an der Skizze falsch?
   -> man sieht links wie das oszilloskop ans netz angeschlossen ist
   -> man sieht rechts wie es zum messen verbunden ist

2) Was bringt dich zu deinem Schluss?

lg
michael
Gast #3346458
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Auch wenn Du gehauen gehörst Phase aufs Gehäuse zu legen:

Was Du siehst ist der Strom durch die Y-Kondensatoren.

Evtl. wird es ja doch langsam Zeit "the poor mans Diffprobe" einmal in 
Angriff zu nehmen.

Gute Nacht
Hauspapa
Gast #3346462
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Guten Abend,

Danke für die schnelle Antwort.

Die Y-Kondensatoren sind die Einganskondensatoren oder verstehe ich das 
falsch?
Ich dachte es kann damit nichts zu tun haben, da ja Kopplungsart DC?

lg
michael
Gast #3346475
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Guten Abend,

Woher willst du wissen, dass ich nicht mit den Gefahren vertraut sein 
würde?

Wenn ich mit GND auf Phase Messe liegt 230Veff~ an Oszi Masse. 
Dummerweise ist es ein DSP und hat ein Plastikgehäuse. Um in Gefahr zu 
kommen muss ich nun entweder die BNC-Buchse anfassen, oder die 
Masse-Klemme selbst.
Mache ich das nicht passiert mir auch nichts.

Ich hoffe das ist Erklärung genug & ich hoffe dass etwaige Hinweise & 
sonstige Zweifel aus dem Weg geräumt sind.

lg
michael
Gast #3346482
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Guten Abend,

@Banane(Gast)
ich glaube kaum dass du meine Frage gelesen/verstanden hast
meine Frage war NICHT, welche gefahren bestehen SONDERN:

nochmal meine Frage:
Warum entstehen diese Funken

lg
Michael
Gast #3346490
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Ein typisches Netzfilter in Elektronikgeräten sieht etwa so aus:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/bilder/netzfilt.gif

Wenn Du jetzt zwischen Erde und L1 eine Brücke machst, werden die Y 
Kondensatoren schlagartig umgeladen.

Nebenbei funktioniert dein Murks nur wenn das Oszi nicht per Netzwerk- 
oder USB-Kabel über einem PC doch geerdet ist. Das trifft aber wohl nur 
für die Anwesenden zu welche Ihre Messungen regelmässig protokollieren 
müssen.

gute Nacht
Hauspapa
Gast #3346497
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Guten Abend,

Ich seh schon, dass die meisten nicht helfen wollen.

@Hauspapa
 Ist dieses Filterglied vor dem SNT des DSP?
 Und warum betrifft mich dieses Problem, wenn ich garnicht mit Erde 
verbunden bin?

lg
michael
Persönliche Seite #3346505
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michi099 schrieb:
> Ich seh schon, dass die meisten nicht helfen wollen.

Es fällt uns einfach schwer, deine Frage ernst zu nehmen.



michi099 schrieb:
>  Ist dieses Filterglied vor dem SNT des DSP?

Hast du dir den Link von Hauspapa überhaupt mal angesehen?

Hauspapa schrieb:
> Ein typisches Netzfilter in Elektronikgeräten sieht etwa so aus:
> http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...



michi099 schrieb:
>  Und warum betrifft mich dieses Problem, wenn ich garnicht mit Erde
> verbunden bin?

Hauspapa schrieb:
> Wenn Du jetzt zwischen Erde und L1 eine Brücke machst, werden die Y
> Kondensatoren schlagartig umgeladen.
Gast #3346526
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Guten Abend,

Ich möchte mich herzlich für die ernsten Antworten bedanken!

Ja ich habe mir das Bild angesehen, hab es aber nicht einordnen können.

Am Bild steht Netzfilter, auf der einen Seite 230V~ Eingang auf der 
anderen 230V~ Ausgang also habe ich darauf geschlossen, dass so ein Teil 
vor dem Schaltnetzteil des Oszilloskopes sein kan/ sein wird.

Nun ist es so, dass ich mit GND zwischen den beiden Y-Kondensatoren 
liege. Richtig?
Wenn ich nun mit der Masse-Klemme den Kontakt mit der Phase aufnehme, 
müsste es dann ein Y-Kondensator kurzgeschlossen sein (wie im 
hochgeladenen Bild)

Das heißt, es würde der Gesamte Widerstand Xc nur mehr aus 1x 
Y-Kondensator bestehen.

Stimmt das noch soweit?

Magnus M. schrieb:
> Es fällt uns einfach schwer, deine Frage ernst zu nehmen.
Aus welchem Grund fällt dies schwer?

DSP = Digitales Speicher Oszilloskop
SNT = Schaltnetzeil

lg
michael
Angehängte Dateien:
Gast #3346536
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Magnus M. schrieb:
> Wenn er den lethalen Zustand gleich beim ersten Versuch erreicht, fällt
> er wenigstens der Krankenkasse nicht zur Last.

Das ist sehr kurzsinning gedacht, auch ein im Rollstuhl sitzender 
Jugendlicher, welcher sich aus Geltungssucht mit seinem getunten 
Elephantenturnschuh um einen Baum gewickelt hat, kann durchaus noch dem 
Allgemeinwohl dienen, indem er kluge Sprüche abgibt.
Persönliche Seite #3346540
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michi099 schrieb:
> Guten Abend,

michi099 schrieb:
> Guten Abend,

michi099 schrieb:
> Guten Abend,

michi099 schrieb:
> Guten Abend,

michi099 schrieb:
> Guten Abend,

michi099 schrieb:
> Guten Abend,

michi099 schrieb:
> Guten Abend,

"Und täglich grüßt das Murmeltier"



> Ja ich habe mir das Bild angesehen,

Gut.

> hab es aber nicht einordnen können.

Weniger gut.

> Am Bild steht Netzfilter, auf der einen Seite 230V~ Eingang auf der
> anderen 230V~ Ausgang also habe ich darauf geschlossen, dass so ein Teil
> vor dem Schaltnetzteil des Oszilloskopes sein kan/ sein wird.

Richtig.

> Nun ist es so, dass ich mit GND zwischen den beiden Y-Kondensatoren
> liege. Richtig?

Auch richtig.

> Wenn ich nun mit der Masse-Klemme den Kontakt mit der Phase aufnehme,
> müsste es dann ein Y-Kondensator kurzgeschlossen sein (wie im
> hochgeladenen Bild)

Wieder richtig.

> Das heißt, es würde der Gesamte Widerstand Xc nur mehr aus 1x
> Y-Kondensator bestehen.
>
> Stimmt das noch soweit?

Ja.


> DSP = Digitales Speicher Oszilloskop

Falsch.

   DSP = Digitaler Signal Prozessor


> SNT = Schaltnetzeil

Richtig.
Gast #3346545
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Guten Abend (das sollte der letzte Tag sein ;),

Gut, denn durch das Kurzschließen wird 1 Y-Kondensator sprungartig 
entladen --> Funke

Vielen Dank für die Hilfe!
Ich war eben von den Funken verunsichert & wollte wissen woher diese 
kamen. Leider haben wir in der Schule (bis jetzt) nicht so genau den 
inneren Aufbau des Oszilloskopes besprochen (eher Blockschaltbild..).


@Herr Schmidt(Gast)
 anstatt dieser vollkommen sinnlosen Antwort hättest du genausogut 
helfen können
 ich habe auch vorher genau beschrieben, unter welchen Umständen die 
unterbrochene Erdung gefährlich wird.
 Schade, dass nicht auch vernünftige Dinge wie z.B.: ein Denkanstoß oder 
ein Lösungshinweis von dir gekommen sind.

Dafür möchte ich mich nochmal recht herzlich bei Hauspapa & Magnus M. 
bedanken.

lg & gute Nacht
michael
Gast #3346547
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>dass so ein Teil vor dem Schaltnetzteil des Oszilloskopes...

Richtig, es ist mit Sicherheit da, sonst schafft das Ding keine EMV 
Prüfung.

>Nun ist es so, dass ich mit GND zwischen den beiden Y-Kondensatoren
>liege. Richtig?

Ja.
Die Brücke hast Du auch am richtigen Ort eingezeichnet, nur ist die 
nicht ganz fest angeschlossen, Du siehst ja den Funken. Vorher sind die 
Kondensatoren irgendwie geladen. Aus Symmetriegründen von mir aus jeder 
mit halber Netzspannung. In dem Moment wo Du die Verbindung machst wird 
der obere schlagartig entladen und der untere auf Netzspannung 
aufgeladen. Beide Ströme fliessen in derselben Richtung durchs 
Massekabel deiner Sonde und machen an der Kontaktstelle die sichtbare 
Entladung.

Selbstverständlich ist die gezeichnete Erde nicht unsere Mutter Erde 
sondern das Gehäuse deines Oszis aber das ist Dir sicher bereits klar 
geworden.

Auch nach dem Ausgleich fliesst durch den unteren Kondensator ein 50Hz 
Wechselstrom. Dieser ist aber sehr klein <<1mA

ich geht jetzt schalfen.
Hauspapa

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