Drehwinkelgeber gesucht

Gast #3357379
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Hallo!

Ich bin auf der suche nach günstigen Drehwinkelgebern für meine CNC 
Fräse.
Sie sollten >200 Schritte/Umdrehung unterstützen.
Ein relatives Messverfahren reicht aus, es darf aber auch ein absoluter 
Winkelwert rausfallen.

Ich hätte auch keine Angst vor analogen Messwerten, die ich evtl. selbst 
noch "kalibrieren" muss.

Kann mir jemand was empfehlen?

Bitte nicht sagen, dass man sowas bei Schrittmotoren braucht. Ich will 
mal etwas experimentieren mit "automatischen" Rampen :-)

VG,

Kai
Gast #3357391
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Suche auf dem Schrott einen Canon Farbdrucker, da sind 2 hochauflösende 
Taktscheiben drin, inkl. der IR-Lichtschranken. Die Scheiben sind nur 
aufgeklebt und lassen sich wunderbar abziehen und weiter verwenden.
Die Taktscheiben sitzen auf der rechten Seite und überwachen den 
Walzenantrieb.

Zum Spielen/Testen gibt es nix billigeres und genaueres.

Ach ja, die äußeren Gehäuseteile der Drucker sind nur zusammen 
geklippst.
Für den Rest tut es ein Kreuzschlitz Größe 2.

Viel Spaß!
Gast #3357410
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Cool, hab letztens einen vorm verschrotten gerettet. Mit etwas Glück 
ists der richtige :-)
2 würden ja gerade für X- und Y- Achse ausreichen, die Z-Achse ist da 
eher unkritisch...

Schau ich mir morgen mal an!

Ansonsten... gibt es kommerziell etwas im <= 20 EURO Bereich pro Sensor?


Das mit dem Rampen abfahren ist ja nicht gerade trivial. Stupide bei 
jeder bahn langsam anfahren und am ende abbremsen sorgt zwar für sichere 
Schritte, aber ist nicht echt praktikabel wie ich finde. Oft bestehen 
gerade bahnen aus <10 Schritten, oft hat man unregelmässige bogenförmige 
Strukturen, die aus zig punkten zusammengesetzt werden...

Wollte mal ausprobieren eine Regelschleife aufzubauen die automatisch 
soll und istposition versucht gleich zu halten (wie beim servomotor) und 
damit automatisch die Geschwindigkeit zu regulieren.

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit elektrisch zu erkennen, ob Schritte 
bei einem Bipolaren Schrittmotor verloren gehen?
Könnte man z.B. auch die Stromaufnahme als Regelgrösse benutzen und dann 
aber auch noch sicher erkennen ob man einen Schritt verloren hat?
Gast #3357428
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Schrittverluste erkennt man real nur mit Messsystemen:
Glasmaßstab oder Taktscheibe abfragen.
D.h. man kann Schrittfehler nur sehr schwer anhand des Stromes erkennen,
ob ein Motor Schritte verloren, d.h. nicht korrekt durchführen konnte.
Geht mit einer 08/15 Schrittmotorsteuerung definitiv nicht.

KPL schrieb:
> gibt es kommerziell etwas im <= 20 EURO Bereich pro Sensor?
In dem Preisbereich ist mir noch nix unter gekommen.
Was Du statt dessen machen könntest, wäre einen digitalen Meßschieber
umzubauen. Die haben (fast) alle eine digitale Schnittstelle.
Einfach mal danach gurgeln, es gibt einige gute Seiten, wo dies 
beschrieben ist. Inkl. der Protokolle der Schnittstellen.

KPL schrieb:
> Wollte mal ausprobieren eine Regelschleife aufzubauen die automatisch
> soll und istposition versucht gleich zu halten (wie beim servomotor) und
> damit automatisch die Geschwindigkeit zu regulieren.

Damit liegst Du auf der sicheren Seite. Aber einfach wird das nicht!

Viel Erfolg!
Gast #3357490
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KPL schrieb:
> Wollte mal ausprobieren eine Regelschleife aufzubauen die automatisch
> soll und istposition versucht gleich zu halten (wie beim servomotor) und
> damit automatisch die Geschwindigkeit zu regulieren.

Das nützt dir überhaupt nichts. Wenn du z.B. auf eine Kante zufährst, 
merkst du das am Wert für die Sollposition erstmal gar nicht, obwohl du 
schon längst in der Bremsrampe sein mußt.
Du mußt also in die Zukunft gucken (bzw. den Antrieb zeitverzögert 
steuern), damit du aus der Folge der Sollpositionen ein an den Antrieb 
angepaßtes Soll-Geschwindigkeitsprofil für die Motorsteuerung generieren 
kannst.
Gast #3362807
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Ich keine keine Lösung, die einen Schrittverlust zuverlässig erkennt. Es 
gibt diesbezüglich zwar einige patentierte Lösungen und publizierte 
Ansätze im Netz, aber keine Beispiel-Applikation. Auch die Chips, die 
das angeblich leisten können sollen, halten nicht das, was sie 
versprechen. Eine einfache Codierscheibe ist da immer noch das Beste.
Gast #3364116
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Thorsten Ostermann schrieb:
> Der D-Anteil eines Reglers kann aber auch nicht in die Zukunft schauen

Wenn der Weg nahe ans Ziel führt, wird der Abstand zum Ziel schnell 
kleiner, was auf den D-Anteil einwirkt - der sieht also wohl das Ziel, 
obwohl es noch nicht erreicht ist. Wenn du recht hättest, würde jeder 
PID-Lageregler erst mal übers Ziel hinausschiessen, tun aber die meisten 
nicht, nicht wenn sie richtig eingestellt sind.

Gruss Reinhard
(Firma: mechapro GmbH) Persönliche Seite #3364132
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Der D-Anteil sieht aber erst etwas, wenn es eine Abweichung zwischen 
Soll und Ist-Wert gibt, also nach dem sich der Sollwert geändert hat. 
Bei einer Vorsteuerung [1] wird sofort ein entsprechender, 
zusätzlicher Anteil direkt auf den Reglerausgang geschaltet. Mit einem 
PID-Regler wirst du es nie hinbekommen, den Schleppfehler wärend der 
Bewegung wegzubekommen. Damit kann man höchstens ein Überschwingen in 
der Zielpositon vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Vorsteuerung
Gast #3364159
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Reinhard Kern schrieb:
> Wenn der Weg nahe ans Ziel führt, wird der Abstand zum Ziel schnell
> kleiner

Der Regler kennt als Ziel aber immer nur den Sollwert. Wenn er mit 
voller Geschwindigkeit eine lineare Bewegung durchführt und dann 
plötzlich der Sollwert bei einem festen Wert stehen bleibt, fährt der 
Motor unweigerlich übers diesen Wert hinaus, bekommt einen negativen 
Fehler und fängt dann erst an zu Bremsen. Ohne unendlich hohe 
Beschleunigung oder Blick in die Zukunft (Vorsteuerung) läßt sich das 
nicht vermeiden.

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