Gast
#3373626
Hallo, ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass wenn man mit zwei verschiedenen Bandbreiten misst und das gemessene Signal breitbandiger als beide Bandbreiten ist, sich der Pegel um 10*log (B1/B2) dB ändert. Beispiel: Ich habe eine breitbandige Störung bei 50 MHz und einem Pegel von 50 dBµV/m bei einer Messbandbreite von 10 kHz. Wenn ich nun auf 1 kHz Messbandbreite umschalte, sinkt der Pegel um 10 dB auf 40 dBµV/m. Soweit korrekt? Bin zufällig über die alte Ausgabe der VG 95373 gestoßen, bei der noch zwischen Schmal- und Breitbandmessung unterschieden wird. Dort steht drin, dass die Umrechnung über die Formel 20*log(B1/B2) erfolgt. Es wird sogar ein Beispiel gegeben: Umrechnung eines Störstromes mit breitbandigem Spektrum von der Impulsbandbreite 500 kHz auf die Bandbreite 1 MHz. Messwert (mit 500 kHz): 100 dBµA. Umgerechnet auf 1 MHz Bandbreite: 106 dBµA. Ich verstehe es einfach nicht, wieso hier mit Faktor 20 gearbeitet wird, denn wenn ich die Bandbreite halbiere/verdoppele, kann sich der Pegel doch maximal um 3 dB ändern, oder nicht? Auch in einem Handbuch von Rohde & Schwarz (www.rohde-schwarz.be/file_9505/ESU_BHB_de.pdf auf Seite 46) wird 20*log... angegeben und nicht 10*log, wie ich es eigentlich erwartet hätte. Kann mir jemand weiterhelfen?