Gast
#3375037
Hi, ein Kollege aus der Uni hat mich heute gefragt, ob ich denn einen Lötkolben hätte und ob ich ihm etwas an einer Schaltung umlöten könnte. Ich habe ihm gesagt, dass ich die ERSA RDS 80 Lötstation habe. Er hat die gegoogelt. Als er gesehen hat, dass die 80W hat, meinte er, dass es nicht das richtige Werkzeug für diese Aufgabe sei. Die 80W wären ja viel zu viel. Ich löte noch nicht all zu lange, aber wenn ich es richtig verstanden habe, dann funktioniert das Löten so: Damit das Lötzinn flüssig wird, muss ich es auf rund 190°C (mit Blei) bzw. so 220°C (Bleifrei) erhitzen. Und da die Platine und auch das Bauteil selbst eine Wärmekapazität haben, somit selbst Wärme aufnehmen können und ich nicht warten will, bis alles 190°C hat, stelle ich eine höhere Temperatur des Lötkolbens ein. So habe ich auch auf dem Lötkolben eine Wärmereserve. Deshalb habe ich meine Station auf 300°C eingestellt, bei denen ich löte. Und damit hatte ich bisher nie Probleme. Deshalb verstehe ich die Aussage des Kollegen nicht. Aber mal anders gefragt, es gibt ja tatsächlich Lötkolben mit 15W Leistung oder auch Stationen mit 150W. Ist die 150W Station etwa nicht geeignet zum Löten von Feinelektronik?