Der abhörskandal der nsa ist ja bekannt.
Aber wie und vor allen dingen wo hören "Die" die handies ab? Ich kann
mor irgendwie nicht vorstellen, dass die ganze Zeit jemand hinter Angela
mit nem Empfänger hergefahren ist.
Wie sieht so eine GSM/UMTS infrastruktur aus? Wird evtl. heutzutage
übers Internet geroutet?
Oder wurde bei den Netzbetreibern direkt abgehört?
Dazu wird nirgendwo etwas erzählt bei den ganzen Nachrichten...
Die Verwendung eines IMSI-Catchers stellt sozusagen die Standardmethode
dar, um GSM-Telefone abzuhören, ohne dass der Netzbetreiber hierbei
mitwirkt. Dabei muss nicht einmal die Verschlüsselung der Funkstrecke
zwischen Handy und Basisstation geknackt werden. Also das Mittel der
Wahl für illegales Abhören etwa durch Nachrichtendienste:
http://de.wikipedia.org/wiki/IMSI-Catcher
Ich fürchte es ist unnötig ihr nachzulaufen. Leicher dürfte esbsein die
Raumwellen via Satellit mitzuschneiden (alle) und dann die Datenpakete
zu sammeln, zu sortieren und auszuwerten.
Sollte man eine Richtfunkstrecke tatsächlich so aufgebaut haben das
Haupt- oder Nebenkeule in das Botschaftsgelände treffen oder gar ein
naheliegender Repeater diese hinlänglich mit mit seinem QRM versorgt.
Dann allerdings....
Außerdem war schon zu DDRzeiten bekannt, dass Vertrauliches und Geheimes
nicht auf den Äther gehört und wenn dann nur "sichere" Methoden zur
Anwendung kommen sollten.
Technik aus dem Ausland muss deshalb grundsätzlich als komprommitiert
gelten.
Aber darum geht es gar nicht im Wesentlichen, sondern um das
missbrauchte und damit öffentlich zersörte Vertrauen.
.... welches im Interessenkonflikt zwischen Staaten seid jeher
Augenwischerei und Sand in Augen streuen war.
"Neu" ist lediglich das Ausmaß und die Unverfrohrenheit mit der der
"Vertrauensbildung" dienende Entitäten wie Botschaften und denen
gleichgestellte Objekte und Personen (Botschaftspersonal) das Vertrauen
der Gastländer missbrauchen. Eine "Persona non Grata wird" des Landes
verwiesen, was schon ein politischer Affront ist. Aber eine "Technik non
Grata" aus einer Botschaft zu entfernen erfordert den Abbruch der
Diplomatischen Beziehungen und die Besetzung der Botschaft wie dazumal
im Iran. "Viel Spass dabei Herr Friedrich". Die zu erwartende
Amerikanische Antwort darauf setzte ich bei der geneigten Leserschaft
als ohne allzuviel Phantasie vorstellbar vorraus.
Namaste
Oha... Das mit den Aufbauten ist ja der Hammer!
Das gsm passiv abgehört werden kann ist ja bekannt und geht mittlerweile
ja mit nem billigen sdr stick, allerdings auf dem niveau noch nicht in
Echtzeit.
Das das mit umts geht, wenn man ein paar schlaue Leute Vollzeit
dransetzt glaub ich gerne auch.
Aber das duerfte doch auch unserer Regierung nicht fremd sein!?
Die Sicherheitstechnik beim telefonieren sollte sich doch auch
optimieren lassen, wenn man mit unverschlüsselten gegenstellen
telefoniert, insofern, dass man erst eine zwischenstelle antelefoniert
bis zu der versvhlüsselt wird. Das kann jedes mal eine andere sein nach
dem zufallsprinzip. Nicht perfekt, aber immerhin ist der erste weg
verschlüsselt.
Hat niemand mal mit fmcw/sar radar in die Kuppel reingeschaut?
Die sprüche über die dreistigkeit lass ich absichtlich weg.
Drei Ansätze:
1) Wenn ich mir vorstelle, das man so eine Implementierung auf einer
kleinen Embedded-Platform macht oder sogar ein ASIC, dann könnte man
eins im Auto, eins daheim, eins auf arbeit. Kein Akt für so eine
finanzkräftige US Behörde
2) Am Netz selber abhören. Für Festnetz hat die TCOM ein system von den
Amis gekauft "SEPT" - Das kann einfach leitungskapazitäten messen, sich
auf die Leitung klemmen und Klingeln lassen. Allerlei Spielerei. Was das
noch kann bleibt deiner Fantasie überlassen.. -> Wenn das Bei Festnetz
geht, gibt es ein equivalentes System sicher auch im GSM
3) Am Netzknoten - Ich denke sehr viele GSM Knoten kommunizieren
warscheinlich über IP. Wenn man an der entsprechenden Stelle Zurgriff
hat, ist das sicher kein Problem...
Wie auch immer... Mir stellt sich persönlich die Frage, was die
Kanzlerin so wichtiges zu besprechen hat. Denk mal nach. Welche
wichtigen Entscheidungen hat unsere Regierung getroffen.... Das kann man
sich an zwei Fingern abzählen und auch dann sind die Entscheidungen
vorraussehbar. Dazu kommt, wie oft Angie die Meinung ändert. Je nach
aussentemperatur. Also Politisches abhören zwecklos. da kannst du auch
zur nächsten Voodoohexe gehen, die hat ne bessere Trefferquote.
Die ist doch nur so angeschissen weil sie immer privat telefoniert hat
und nun fühlt sie wie es sich anfühlt keine Provatsphäre zu haben.
Winfried J. schrieb:> Außerdem war schon zu DDRzeiten bekannt, dass Vertrauliches und Geheimes> nicht auf den Äther gehört und wenn dann nur "sichere" Methoden zur> Anwendung kommen sollten.
Interessante und hochinformative Website u.a. über
Schnüffelpraktiken von Stasi & Friends zu DDR-Zeiten:
http://scz.bplaced.net/
Wolfgang schrieb:> Aber wie und vor allen dingen wo hören "Die" die handies ab? Ich kann> mor irgendwie nicht vorstellen, dass die ganze Zeit jemand hinter Angela> mit nem Empfänger hergefahren ist.
1) ein lustiges App für's Smartphone verschenken, mit dem man kleine
bunte Tierchen abschiessen oder seinen Kumpels kostenlos Nachrichten
schicken kann. In den Standby-Phasen hört das Programm dann auf
Kommandos von der Zentrale und funkt den Standort, das Adressbuch, oder
macht das Microphon an.
Ist halblegal zum Beobachten der eigenen Kinder und illegal zum
Bespitzeln der Exfrau, wird aber regelmässig praktiziert.
2) Die offiziellen Datenschnittstellen der Ermittlungsbehörden benutzen.
Egal ob Festnetz oder Mobil, nach Vorlage eines richterlichen
Beschlusses kann der Staatsanwalt jedes Gespräch mithören und jede SMS
mitlesen. Verbindungsdaten werden ohnehin 30-360 Tage aufbewahrt, vor
allem zum Rechnung schreiben (und für den EVN).
Wenn Du einen Kumpel bei E-Plus hast, der sich mit der IT auskennt,
kannst Du das vielleicht auch.
(Eine Verbindung kommt zustande, sobald es einmal klingelt oder einmal
der Besetztton kam. "Den Arufer 5 Minuten in der Leitung halten", wie
früher bei Derrick, war schon zu Zeiten der Hubdrehwähler ein Märchen.)
3) So tun als ob man die Basisstation wäre (IMSI-Catcher). Dann
verbindet sich das Handy mit Deinem Laptop und Du kannst mithören. Du
musst das Gespräch dann allerdings irgendwie weiterleiten, weil der
Anrufer ja schliesslich telefonieren will.
Ist machbar für den Hardcore-Nerd und war bereits zu bewundern auf
diversen Kongressen des Chaos Computer Clubs.
4) Mit einer großen Antenne den Funkverkehr mitschneiden und die Signale
decodieren.
Mit Sicherheit am aufwendigsten, aber für große Behörden mit
Technik-Affinität und Budget wahrscheinlich am coolsten. Vor allem, wenn
man eine günstig gelegene Dachterasse hat.
Gegenmassnahmen sind in so einem Fall zum Glueck sowas von trivial.
Einfach 10..15 Mobilantennen um die Botschaft aufstellen. So ausrichten,
dass sie sicher voll im Strahl steht, und mit Siff zumuellen. Also nicht
einfach Rauschen auf den decodierten Audiokanaelen, sondern zufaellige
Gespraechsfezten. Das doofe daran ist : die Telekom Firmen sind private
Firmen. Und hin und wieder mit einer (Puls-) TWT an einer Parabol eine
Breitseite ueber das ganze Band / Baender. Als Botschaft kann man nicht
auf eine elektronisch ruhige Lage pochen. So ein Pech aber auch.
Das waer dann eben so ein Funkloch, wie es in den Alpen doch auch hin
und wieder gibt ... Fuer die Botschaft gibt's dann ja Festnetz und ihr
eigener Funk mit zuhause.
Winfried J. schrieb:> Ich fürchte es ist unnötig ihr nachzulaufen. Leicher dürfte> esbsein die> Raumwellen via Satellit mitzuschneiden (alle) und dann die Datenpakete> zu sammeln, zu sortieren und auszuwerten.
YMMD. Eine aufwändigere und schwierigere Methode kann ich mir kaum
vorstellen.
nicht "Gast" schrieb:> Winfried J. schrieb:>> Ich fürchte es ist unnötig ihr nachzulaufen. Leicher dürfte>> esbsein die>> Raumwellen via Satellit mitzuschneiden (alle) und dann die Datenpakete>> zu sammeln, zu sortieren und auszuwerten.>> YMMD. Eine aufwändigere und schwierigere Methode kann ich mir kaum> vorstellen.
Und wie glaubst du schneidet der NSA die Inet kommunikation mit ?
Gglaub mir die machen sich die Mühe alles zu sortieren dessen sie
habhaft werden.
"Radiowellen" sind nun mal genau aus diesem Grund interresant
und deshalb für Geheimnisse ungeeignet, weil man sie vor abhören nicht
schützen kann.
Ds war ind ist das Erste was im Nachrichtentechnik Grundkurs an der
Offiziershochschule vermittelt wurde und wird und was sich biss heute
bestätigt.
Es gibt nur unsichere, verschleierte und zeitlich begrenzt sichere
Verbindungen. Wer Anderes verbreitet, weiß es nicht besser oder will
jemanden in Sicherheit wiegen um leichteres Spiel bei ihm zu haben.
Namaste
Das Internet mitschneiden? Nichts einfacher als das. Ein Hauptkabel
kommt von Europa in New York rein. Die andere Seite ist mit den Vasallen
in England versehen. Dann genuegen noch zwei drei "Verbuendete", die das
speilchen mitmachen. Im Prinzip muss jeweils zwischen dem Ueberseekabel
und dem Stecker nur eine kleine Box hin, die die Bandbreite bringt.
Alternativ kann man das Kabel auch in der Tiefsee anzapfen.
Wolfgang schrieb:> Aber wie und vor allen dingen wo hören "Die" die handies ab? Ich kann> mor irgendwie nicht vorstellen, dass die ganze Zeit jemand hinter Angela> mit nem Empfänger hergefahren ist.
HF ist alles ziemlich aufwendig, UMTS ist auch nicht gerade trivial.
Mit hoher Warscheinlichkeit werden sie wohl Zugriffe auf das Backbone
der Netzbetreiber haben.
Winfried J. schrieb:> nicht "Gast" schrieb:>> Winfried J. schrieb:>>> Ich fürchte es ist unnötig ihr nachzulaufen. Leicher dürfte>>> esbsein die>>> Raumwellen via Satellit mitzuschneiden (alle) und dann die Datenpakete>>> zu sammeln, zu sortieren und auszuwerten.>>>> YMMD. Eine aufwändigere und schwierigere Methode kann ich mir kaum>> vorstellen.>> "Radiowellen" sind nun mal genau aus diesem Grund interresant> und deshalb für Geheimnisse ungeeignet, weil man sie vor abhören nicht> schützen kann.
LOL. Die Daten und Gespräche werden einfach an den diversen
Netzwerk-Konten (mit Zustimmung der Betreiber!) abgeleitet. Parallel
aufgebaute HF-Infrastruktur ist - dafür - nicht notwendig. Etwas anderes
ist natürlich Kommunikation in nicht (oder schwer) zugänglichen Ländern.
> Ds war ind ist das Erste was im Nachrichtentechnik Grundkurs an der> Offiziershochschule vermittelt wurde und wird und was sich biss heute> bestätigt.
OK, das erklärt einiges. Ich kenne (österr.) Offiziere.
Die zusätzlich HF Infrastruktur besitzen sie, in Form von Satelliten,
über welchem land die das gerät benutzen ist unerheblich.
das funktioniert besser als in einer Grosstadt den QRm auszufiltern
und das Packchensortiern ist immer notwendig egal wie abgegriffen und
was ......
österr.Offiziere kenne ich nicht
ich war von 1982-1986 Offiziersschüler in Stralsund und habe dann das
Studium abgebrochen um wieder ehrlich zu arbeiten.
übriegens ich hatte nen guten 2er Schnitt und hab gut aufgepasst. Das
hat mir später nicht geschadet ;)
mal eine Kleine Leseprobe es geht um Spionage durch abhöhren
verschlüsselter Kommunikation in und zwischen Botschaften Ende der 80er
Von der Abteilung 8 wurden 1987 insgesamt 15.246 Original-
materialien aus gegnerischen diplomatischen Kommunikations-
beziehungen gewonnen. Das entspricht einem Anteil von 75,5 %.
Damit erarbeitet die Abteilung 8 immer noch den größten
Teil der durch die Abteilung XI benötigten Originalmaterialien.
Durch die Abteilung XI konnten 5.195 Originalmaterialien
dekryptiert werden (= 36.5 %).
Das war 8 bit Technik die damals zur dekyptierung eingesetzt wurde
Namaste
Winfried J. schrieb:> Von der Abteilung 8 wurden 1987 insgesamt 15.246 Original-> materialien aus gegnerischen diplomatischen Kommunikations-> beziehungen gewonnen.
(Hervorhebung von mir) Danke, dass du meine Aussage bestätigst.
Zum Abhören von Mobiltelefonen mittels Satelliten sage ich lieber
nichts...
Auf was für Ideen die kommen...
Mein erster Gedanke dazu war: Cool, eine billige Quelle un ne hardware
zum hacken inkl. Wlan on board zu bekommen...
Ich glaub ich muss mal nen palette wasserkocher in China kaufen :-)
Würd so nen Teil echt mal liebend gerne in die Hände bekommen und
analysieren...
Angie beim Bügeln...
*Satire an
> ..und dann kam Berlusconi und erzählte mir -SHHHHHhhhh h h- das ist doch> einfach Unglaublich. Als dann noch Holande den -SHHHHHHhhhh h h- einen> Dummkopf nannte. (Huch) Ich muss das Wasser zum Dämpfen deiner Hemdsärmel> Nachfüllen.
*Satire aus
Ja was man da so Erfährt...
PP
Winfried J. schrieb:> ich war von 1982-1986 Offiziersschüler in Stralsund und habe dann das> Studium abgebrochen
Ja klar. Ein Offiziersstudium kurz vorm Abschluss abbrechen... Das haben
sich NVA und Stasi so ohne weiteres gefallen lassen? Wenn du sowas
erzählst, dann bitte die ganze Geschichte.
> um wieder ehrlich zu arbeiten.
Naja, ich denke mal als Heizer, Müllfahrer, Straßenkehrer, Pförtner oder
in ähnlichen Berufen. Das war im allgemeinen der "Dank" der Obrigkeit
für den massiven Vertrauensbruch. Für normale Berufe haben die dich für
nicht mehr würdig gehalten. Oftmals gab es für solche "Verräter" auch
eine Reise in die Lausitz bei freier Kost und Loggie. Ein Grund fand
sich immer.
Jens PICler schrieb:> Winfried J. schrieb:>> ich war von 1982-1986 Offiziersschüler in Stralsund und habe dann das>> Studium abgebrochen>> Ja klar. Ein Offiziersstudium kurz vorm Abschluss abbrechen... Das haben> sich NVA und Stasi so ohne weiteres gefallen lassen? Wenn du sowas> erzählst, dann bitte die ganze Geschichte.>>> um wieder ehrlich zu arbeiten.>> Naja, ich denke mal als Heizer, Müllfahrer, Straßenkehrer, Pförtner oder> in ähnlichen Berufen. Das war im allgemeinen der "Dank" der Obrigkeit> für den massiven Vertrauensbruch. Für normale Berufe haben die dich für> nicht mehr würdig gehalten. Oftmals gab es für solche "Verräter" auch> eine Reise in die Lausitz bei freier Kost und Loggie. Ein Grund fand> sich immer.
Ich weiss, dass das merkwürdig klingt.
Unseren Jahrgang haben von 112 Anwärtern bis zu meiner Entlassung 37
Leute verlassen. Ich hatte da ein Jahr PressluftABI und 5 1/2 Semster
hinter mir und habe nach 2 Monaten meine Kanditatenkarte abgegeben. Ich
musste dann noch eine Monat auf die Degraderung zum Obermatrosen warten
weil sie meinen 5 Jahresdurchhalteorden nicht nach Berlin zurück
schicken wollten den habe ich dann auch noch entgegengenommen. Ich bin
dann an meinen alten Arbeitsplatz bei der Berliner Wasserwirtschaft
zurück und habe später ganz normale Jobwechsel mit regelmäßig mehr Lohn
aushandeln können. 2 Jahre später hatte ich LG 7 und 1200,-M auf die
Hand (rollende Schicht) alles im grünen Buch nachlesbar dokumentiert.
Achja meinen nicht vollendeten GWD(2 Mon) habe ich in Penemünde in der
Kleiderkammer abgedient. Der Stabsfeldwebel und ich durften am gleichen
Tag unsere Uniform abgeben. Der hat mir keinen Stress mehr gemacht und
mich mit 5 Resis zu Wäschetransporten nach Torgelow geschickt + Sackgeld
für Essen und Bier für 6 Mann
so what
Winfried J. schrieb:> Ich weiss, dass das merkwürdig klingt.
ja, aber dein Beitrag und die PN bringen mehr Licht ins Dunkel. Da würde
ich mal sagen: Glück gehabt. Ich kenne ähnliche Fälle, da haben die
Betroffenen die in meinem Beitrag erwähnten Konsequenzen zu spüren
bekommen.