Hab hier einen Akkuschrauber mit Akku-Pack, NiCd 12V, 1500mA. Der
Transformator für das Ladeteil hat den Geist aufgegeben. Irgendwann
hatte ich das Ladeteil (also wo man den Akku reinsteckt) auch mal auf.
Grausig primitive Schaltung, Brückengleichrichter und wenn ich recht
erinnere, Widerstand, das wars. Das war aber ein Riesenaufwand, da
geklippst und nicht leicht zu öffnen. Nix mit Ladesteuerung.
Jetzt möchte ich den nach Monaten halbwegs sicher am Labornetzteil laden
(der Akku hat noch 10.9V) und mir da mal einen Rat holen:
Wenn ich das Netzteil auf 150mA Konstantstrom einstelle und damit einmal
4-6 Stunden lade, kommt das einigermassen hin? Viel schlimmer als das
Originalteil kanns kaum kommen.
Oder andere Einstellung, die mir das halbwegs schonend macht? Zeit hab
ich.
Grüsse
> Wenn ich das Netzteil auf 150mA Konstantstrom einstelle und damit> einmal 4-6 Stunden lade, kommt das einigermassen hin?
Nö, 14 Stunden kommt bei C/10 hin.
Dein Steckerladenetzteil wir allerdings kaputt gegangen sein, weil der
Akku nicht mehr ganz heile ist und einzelne Zellen bereits
kurzgeschlossen sind. Also kein 12V mehr, sondern 10.8V oder weniger.
Also erst mal den Akku tauschen, dann macht auch das Aufladen wieder
Freude. Schnelladefähige Akkus gehen gar in 4 Stunden mit 500mA.
Nur du musst aufpassend und rechtzeitig abklemmen.
akkupac schrieb:> Wenn ich das Netzteil auf 150mA Konstantstrom einstelle und damit einmal> 4-6 Stunden lade, kommt das einigermassen hin? Viel schlimmer als das> Originalteil kanns kaum kommen.>> Oder andere Einstellung, die mir das halbwegs schonend macht? Zeit hab> ich.
um neue akkus wirst wohl nicht rum kommen und dann kannst auch gleich
nen neuen schrauber ordern.
der akku wird mit c/10*lf geladen.
lf ist der ladefaktor von 1,4.
auch ein akku hat verluste.
ist der akku schnelladefähig kann man den strom hoch drehen das verkürzt
die ladezeit u.u. beträchtlich.
dann ist aber n ladecontroller fällig.
ich nutz den tea1101.
darisus.de
TEA1101 - Batterie Monitor für NiCd und NiMH DIP16
Ab 8,330 EUR
schaltung berechnungshinweise u.s.w. hab ich da.
es gab mal einen bausatz von elv und dazu ne genaue beschreibung.
akkupac schrieb:> Wenn ich das Netzteil auf 150mA Konstantstrom einstelle und damit einmal> 4-6 Stunden lade, kommt das einigermassen hin?
Das klappt schon per Dreisatz nicht. Ansonsten: Siehe MaWin.
> Viel schlimmer als das Originalteil kanns kaum kommen.
Viele Akkuschrauber haben eine Ladeendabschaltung per im Akku
eingebautem Temperaturschalter; das reicht m.E für die recht
robusten NC-Akkus aus.
Gruss
Harald
Danke für die Tipps. Der Akku ist (relativ) neu, denn hab ich damals
bestellt, da ich dachte, der (alte) Akku wäre defekt, war aber wohl dann
doch der Transformator.
Dann stell ich jetzt mal auf 1500/10*1.4 mA =210mA Ladestrom und kuck
mal später.
Grüsse
akkupac schrieb:> Dann stell ich jetzt mal auf 1500/10*1.4 mA =210mA Ladestrom und kuck> mal später.
Nein, du stellt maximal auf C/10 und prüfst jede Stunde.
Denn du weisst nichts über die Verfassung und den derzeitigen
Ladezustand des Akkus.
akkupac schrieb:> Dann stell ich jetzt mal auf 1500/10*1.4 mA =210mA Ladestrom und kuck> mal später.
wenn der akku leer ist brauchst bei 210ma ladestrom 7,142h.
1500mah akku/210ma=7,142h
vor dem laden also den akku bis zur entladeschlußspannung entladen.
ist bei nicd akkus auch ratsam-->memoryeffekt.
So, ist jetzt offensichtlich erstmal geladen mit den 0.1C und was auch
immer noch als Restladung drauf war. Hat auf jeden Fall wieder
ordentlich Drehmoment, der Schrauber.
Da das aber so wie's jetzt ist, alles Murks ist, dachte ich mir, das ist
eine gute Bastelidee, hier mal eine vernünftige Ladeelektronik
einzubauen.
Kann mir da vielleicht jemand einen Tipp geben, welches IC zur Steuerung
geeignet wäre? Lieber einfach und gut beschaffbar und langsam, als
komplex und ansprungsvoll. Da hier 12V Nennspannung und 1500mA angegeben
sind, wird es sich wohl um 8 (?) Einzelzellen handeln, die ich nicht
alle einzeln mit vertretbarem Aufwand 'balancen' kann.
Dankbar für Tipps. Die App notes zum IC finde ich dann hoffentlich
selbst.
Grüsse
Selbst ist der Mann:
2 gefunden:
LT 1510 (bei C 8EUR in DIP, bei R leider nur SO8 für 6 EUR)
oder
LT 4111 (TSOP, 7 EUR)
Hmm, nicht gerade Schnäppchen, diese Käfer,insbesondere bei der hohen
Wahrscheinlichkeit, dass ich das nicht zum Laufen bekomme.
Noch weitere Tips?
Ich such mal noch nach China Ladern, die man dafür ausschlachten
könnte...
Grüsse
Kauf dir von ELV einen universalen Akkulader.
Hat sich seit vielen Jahren bewährt.
Nimm aber einen, wo du auch ganz kleine Akkus laden und überprüfen
kannst.
Die Obergrenze reicht aber für Schrauber-Akkus.
> hier mal eine vernünftige Ladeelektronik einzubauen.
Hier die verschiedenen Verfahren (Zeitsteuerung, vortheriges Entladen,
Abschaltung nach Wärme, -DeltaU, Fuel Gauge)
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.21
und einige Schaltungen dazu. Da der ICS1702 nicht mehr verfügbar ist,
bleibt nur der MAX713, falls du dich für -DeltaU entscheidest, aber auch
das Verfahren ist nicht perfekt, z.B. bei lange gelagerten Akkus.
Danke, MaWin, der Max713 wird's wohl werden, einfache Schaltung, bei R.
erhältlich, DIL-16, passt. Wundert mich nur, wie teuer diese Teile sind
(7.7 Eur)- so komplex sind die doch gar nicht intern.
Angeregt von der ganzen Diskussion werde ich mir wohl zusätzlich auch
ein Ladegerät kaufen, ich trau den Billigheimern für meine anderen
Akku's auch nicht mehr so recht. Da hab ich das Turnigy Accucel 6 im
Auge.
Danke für allen Input!