PLCC Chip zerstörungsfrei aus Fassung holen - wie?

Gast #3388860
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Hab das Problem, einen PLCC68 Chip zerstörungsfrei aus der Fassung zu 
ziehen.
Ergoogelt hab ich schon, dass vom Hebeln, z.B. mit Schraubenziehern, an 
den Ecken abgeraten wird, hab auch so ein Bild von einem speziell dafür 
vorgesehenen Werkzeug gefunden.
Allerdings konnte ich bei Reichelt & Co. sowas nicht finden, mir fehlt 
vermutlich der richtige Suchbegriff. Mit Versuchen wie PLCC Abzieher, 
PLCC Auszieher, PLCC Remover hab ich nichts gefunden.

Weiss jemand hier das Zauberwort mit dem man so ein Ding findet? Bzw. 
wie man das sonst hinbekommt?
#3389093
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Mit den dünnen Uhrmacherschraubenziehern gehts auch. Wichtig ist das 
"Stück für Stück" von beiden Seiten, wo man reinkommt. PLCC und Sockel 
sind schon relativ robust, aber etwas Feingefühl ist nicht verkehrt. Mit 
den PLCC-Zangen ist der Wechsel auch oft ein ziemliches Gewürge...
Gast #3389393
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Ich habe die Gehäuseform als Bios-EEproms meist vor Ort auf ein zweites 
baugleiches Board wechseln und flashen müssen. Da man selten in so einem 
Moment eine PLCC-Zange hat, bin ich auf folgende praktikable Lösung 
gestoßen:gestoßen:
Zwei Büroklammern (am besten die Lackierten) gerade gebogen und dann am 
Ende ein Haken von 1-2mm Länge. Beide nacheinander einhaken und 
gleichzeitig senkrecht nach oben ziehen - fertig.
Gast #3389610
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Haben die Herren des Layouts, keine Löcher auf der Rückseite vorgesehen?

Viele Fassungen haben deshalb Bohrungen im Boden.

Zugegeben, unsere Chips ließen sich meist nur sehr schwer ausdrücken, 
aber es klappte immer.
Gast #3389647
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Micha schrieb:
> Die Crux bei Reichelt besteht immer darin, den passenden Suchbegriff für
> etwas zu finden...

Wieso? Eigentlich hatteste schon mit dem ersten Begriff fündig
werden können. Man muss eben nur halt clever suchen.
Bei Eingabe von "PLCC" hat Reichelt bei 134 Hits an achter Stelle
die Zange angezeigt. Also gar nicht so schwer.

Auch kann man Tante Google bemühen:
https://www.google.com/search?hl=de&site=imghp&tbm=isch&source=hp&biw=1024&bih=585&q=PLCC+Abzieher&oq=PLCC+Abzieher&gs_l=img.12...2614.2614.0.4110.1.1.0.0.0.0.434.434.4-1.1.0....0...1ac.2.31.img..1.0.0.rt-Bn-WUHVg
Gast #3389692
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Michael_ schrieb:
> Erkläre mal, warum die lackierten?
> Kann man da auch Haarnadeln nehmen (lackierte) :-) .

Weil die lackierten Klammern durch die fette Plastikschicht etwas dicker 
sind. Probiers halt aus. Meiner Erfahrung nach klappte das mit diesen 
bunt lackierten besser.

Amateur schrieb:
Haben die Herren des Layouts, keine Löcher auf der Rückseite vorgesehen?

Da musst du die Leute fragen, die die Platinen machten. Das sind selten 
diejenigen, die die Chips rausnehmen müssen :P

Axel schweiß schrieb im Beitrag #3389509
Ich nehme dafür immer den guten alten Stechbeitel. Klappt wunderbar!

Ich weiß ja nicht, was du da für chirurgische Knochenschaber 
"Stechbeitel" nennst, aber der schmalste in meiner Werkzeugkiste ist 
20mm breit und damit breiter als die Diagonale eines PLCC20 (Bios-Chip). 
Ich glaube schon, daß es kleinere Stechbeitel gibt, aber das klingt eher 
nach Chip+Fassung+Ein_Stück_Platine vom Rest der Elektronik trennen. :)
Gast #3389852
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Rufus schrob:
>Scheint also eine Außenseiterlösung zu sein.

Nein, eher eine INNEN- Seiterlösung.
;-)
Es wird wohl daran liegen, daß Löcher noch einmal Platz für Leiterzüge
"stehlen" würden.
MfG Paul
#3401731
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Man sollte jedenfalls nicht mit Schraubenzieher oder Pinzette 
herumhebeln, damit geht die Fassung kaputt und das IC hat Kratzer. Ich 
hab auch diese PLCC-Zange, aber auch schon Büroklammern benutzt. Unter 
dem Tisch sollte aufgeräumt sein, wenn man dort anschließend nach dem 
herausgeflutschten PLCC sucht. Die Anschlüsse direkt neben dem 
Hebelansatz muss man meistens wieder richten.

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