Hallo
Ich suche für eine Anwendung im Labor einen
Hochfrequenz-Breitbandverstärker.
Die Ausgangsleistung sollte mindestens 2W besser 3W betragen. Die
Bandbreite sollte von 1 MHz bis mindestens 3 GHz (besser bis 10 GHz
falls möglich) gewährleistet sein. Derzeit besitze ich einen 1W
Verstärker mit den oben genannten Spezifikationen, der allerdings ein
wenig schwach auf der Brust ist.
Kennt jemand einen Lieferanten/Chips oder ähnliches mit den oben
genannten Spezifikationen?
Danke
Benjamin
Schaue mal bei der Fa. Amplifier Research, oder Fa. Frankonia.
Rohde&Schwarz hat glaube ich auch sowas. Aber nicht erschrecken, wenn du
die Preise siehst.
Allerdings 1MHz -10GHz in einen Bereich? erscheint mir ein wenig
sportlich.
Ralph Berres
Hi
Die Firma Amplifier Research kannste ich bisher nicht. Allerdings sind
die Verstärker dort leider nicht in meinem Frequenzbereich enthalten.
Ja, natürlich ist das Ganze ein akademischer Furz (Man sollte über den
Ausdruck wohl mal einen Wikipedia Artikel aufmachen):
Ich möchste mit dem Ganzen eine Laserdiode per Gain-Switching zum Pulsen
bringen. Dabei sollen nicht nur Singlemode Dioden getestet werden
(Klappt ganz gut bei 1W) sondern auch Multimode. Problem hierbei ist:
Ich wünsche mir kurze Pulse (<50ps) bei einer Reprate von 1 MHz. Ich
besitze derzeit sogar einen elektrischen Pulsgenerator der mir solche
Pulse liefert. Nur das Ganze bringt mir nichts wenn der Verstärker die
Bandbreite zerstört. Daher der Furz, ähh die Frage.
Gibt es noch weitere Vorschläge?
Hi
Worin unterscheidet sich eine Pulsendstufe von einem
"Standard"-Verstärker? (Hab den Ausdruck so noch nicht gehört). Ich habe
die Laserdioden derzeit nur bei einer Frequenz von ca. 3 GHz durchtesten
können. Dabei kam heraus das wohl der ideale Punkt bei 2 Watt liegen
könnte. Andere Laserdioden gönnen sich allerdings auch mehr als 30 W.
Bei einer Impedanz von ca. 3 Ohm wären das dann von 0,8 A bis zu 3,16 A.
Tocc schrieb:> Und ist DC-gekoppelt. Alo irgend ein hinreichend schneller Transistor> mit genuegend Dampf, Treiber, und hopp.
mit weniger als 50ps Anstiegszeit??
na dann mal viel Erfolg bei der Suche.
Übrigens spielt da der mechanische Aufbau der Schaltung schon eine
riesen große Rolle.
Ich wüsste jetzt nicht aus dem Stegreif, wie man sowas realisiert.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> Wobei 50ps aber 20GHz entsprechen.
Richtig!
Erst schreibt er im ersten Beitrag was von 3 GHz, dann
Benjamin schrieb:> Ich wünsche mir kurze Pulse (<50ps)
Kleiner(!) 50 ps. Ich glaube nicht, dass er so richtig weiss, was er
will.
Mal hier schauen: http://www.mwtinc.com
Hi
Also ein Transistor sollte möglich sein. Allerdings muss ich dazu noch
einiges an Schaltung Impedanzanpassung usw. erledigen. Dafür habe ich
allerdings zu wenig Erfahrung mit der Materie und würde mir das Ganze
daher nicht zutrauen.
Zum Thema: Ich weiß nicht was ich will: Vielleicht habe ich mich
schlecht ausgedrückt: Ich wünsche mir einen 50 ps elektrischen Impuls
mit einer Reprate von etwa 1 MHz auf bis zu 30 W zu verstärken.
Allerdings habe ich das Gefühl das das so nicht zu realisieren ist.
Alternativ kann ich mit breiteren Pulsen arbeiten (was ich am liebsten
verhindern würde). Dann würde mir eine Bandbreite von <1 MHz -3 GHz
genügen.
Die Verstärker von picosecond sind nett, allerdings auch auf 1W
begrenzt, leider.
Was soll so ein Puls von 50ps Breite und 3 oder 30W Leistung ? Bei
welcher Impedanz ? Bei einem Laser sollte man sich ueberlegen, ob der
auch so schnell anspricht. Sprich Ratengleichung.
Ein Highpower Transistor dieser Frequenz wird eine Ausgangs Impedanz von
einzelnen Ohm haben.
Wolfgang M. schrieb:> t es jetzt 3W oder 30W? Im ersten Post sagst Du 2-3W, aber jetzt 30.>> Der 5868 von Picosecond kann 3W bis 10 Gb/s (das ist dann wohl 5 GHz).
Also nur das ich das jetzt nicht falsch verstehe, aber der 5868 hat eine
Power Dissipation von 3W, das heißt doch nicht das er 3 W
Ausgangsleistung liefert. (Wäre doch 100% konversionseffizienz) Am
Ausgang liegen maximal wohl 30 dB an wenn ich das Datenblatt richtig
verstehe und das beträgt dann 1 W bei 50 Ohm.
Zu den 3W oder 30W. Ignoriert die 3W, wenn man die 30W generieren kann.
Sonst Alternativen nach unten.
>Was soll so ein Puls von 50ps Breite und 3 oder 30W Leistung ? Bei>welcher Impedanz ? Bei einem Laser sollte man sich ueberlegen, ob der>auch so schnell anspricht. Sprich Ratengleichung.>Ein Highpower Transistor dieser Frequenz wird eine Ausgangs Impedanz von>einzelnen Ohm haben.
Die Laserdiode ist an und für sich sehr breitbandig. Die Impedanz
beträgt um die 3 Ohm bei einer Sorte, bzw. um die 15 Ohm bei einer
anderen. Mir ist bewusst das ich Reflektion erleide, diese Diskussion
würde ich hier aber gerne außen vor lassen. Aufgrund der
Ratengleichungen spricht der Laser bei einem 300ps Puls mit 50ps an.
Wenn ich jetzt mit einem 50ps Puls elektrisch reingehe erhoffe ich mir
eine weitere Verkürzung.
Wie "einfach" ist es denn einen solchen Transistor auf eine Platine zu
bekommen, die Laserdiode mit einem BIAS zu versehen und gleichzeitig so
nah wie möglich an den Transistor mit der Laserdiode heranzukommen um
näherungsweise Impedanzangepasst zu sein? Ich stelle mir das nicht
gerade trivial vor? Bin allerdings auch kein Experte auf dem Gebiet und
suche daher nach fertigen Bauteilen.
Naja. Man kann auf einer Leiterplatte auch drei Ohm anpassen.
Leiterplatte keiss in dem Fall dann Keramik. Irgendwie muss die Leistung
ja weg. Allenfalls sind die Transistoren im Beryllium Gehaeuse, das
wuerd man dann grad auf den Kuehlkoerper schrauben. Man sollte den Laser
im standby im Knie arbeiten lassen. Also bei Gain knapp unter eins.
Ich find's abenteuerlich mit einem Halbleiterlaser solche Pulse erzeugen
zu wollen. Da kommt dann nichts mehr raus. Ueblicherweise macht man das
mit Festkoerperlasern. Die haben dann auch viel mehr Leistung.
Das Problem wird schon sein, das 1cm Draht schon soviel Induktivität
besitzt, das er einen 50ps Impuls schon bis zur Unkenntlichkeit
verschleifen wird.
Es bleibt also nichts anderes übrig, als das auch schon die Leitungen
zur Laserdiode impedanzrichtig angepasst werden, was die Sache nicht
leichter macht.
Zugegebenerweise habe ich mit solch schnellen Impulsen auch noch
keinerlei Erfahrungen. Deswegen kann ich dir auch keine Ratschläge
erteilen, wie es geht, lediglich Hinweise geben, was für Probleme
entstehen können.
Ralph Berres
Ich glaube ich habe da was das in den Bereich rein geht, ich habe aus
alten hpa's ausgeschlachtete verstärkerrören aus berylliumoxyd! Die
gehen bis weit in den GHz Bereich rein, Ausgang ist aber kein Stecker
sondern ein hohlleiter !
Motormartl11@gmail.com
Das Ganze war ein Furz, denn schnelle Laser haben keine Power und Power-
laserdioden haben keine Bandbreite. Deswegen gibt es ja
Laserverstaerker, optische Verstaerker, die bringen die Bandbreite dann
schon.
Hi,Martl,
Diese alte Anforderung erinnert mich an die uralte Lösung des
Pulsradars_
Benjamin schrieb:> Ich möchste mit dem Ganzen eine Laserdiode per Gain-Switching zum Pulsen> bringen. Dabei sollen nicht nur Singlemode Dioden getestet werden> (Klappt ganz gut bei 1W) sondern auch Multimode. Problem hierbei ist:> Ich wünsche mir kurze Pulse (<50ps) bei einer Reprate von 1 MHz.
Das klassische Pulsradar lädt in der Pausenzeit eine Laufzeitkette von
L- und C-Gliedern auf die Anodenspannung auf - und zur Sendung wird die
Spannung von der Laufzeitkette auf die Anode der Senderöhre gegeben.
Die Pulsdauer ist dann etwas das Doppelte der Laufzeit.
Benjamin bräuchte keine Kilovolt für die Anode, sondern nur Volt für die
Laserdiode . dafür aber Strom und dafür eine sehr niedrige Impedanz.
Die Entwicklung des Schalters dafür wäre ein Abenteuer geworden.
Das bewährte Konzept des Impulsradars halte ich für Benjamins Aufgabe
für billiger und besser geeignet als breitbandige Verstärker.
Ciao
Wolfgang Horn