Maximale Entfernung/Kabellänge TasterPotis zu µC

OP #3399424
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Hi,

ich hab unter Beitrag "Re: LED-Streifen dimmen, Verständnisfragen"

Schon beschrieben, dass ich das Bedienfeld meiner LED-Dimmers ein gutes 
stück von der Steuerplatine absetzen will.

Dabei geht es um Schalter und einen Poti.

Wie weit dürfen die von einem AVR entfernt sein bei 5V 
Spannungsversorgung. Sind 5-6m ein Problem?

Gruß
Tom
#3399499
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Das kommt sehr auf die Schaltung an und auch auf das Verbindungskabel. 
Der Eingangswiderstand am µC ist ziemlich entscheidend. In 
Industrieanlagen werden Analogsignale meist als Strom 4 -20 mA 
übertragen. Du könntest das Poti in eine Stromquelle einbauen und dann 
an den Eingang einen niedrigen Widerstand von ca 100 Ohm. Bei 20mA wären 
das dann 2 Volt maximal.

Die Schalter sind wahrscheinlich nicht so kritisch, aber auch dabei sind 
niedrige Eingangswiderstände angebracht.
Gast #3399521
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kopfkratz
CAT7 Kabel hat da sicherlich schon jemand vorgeschlagen ...
Wo verläuft denn die Leitung in einem Kabelbaum, unter Putz oder 
freihängend im Baum ?
Jeder Leiter fungiert automatisch als Antenne, d.h. im Fall der Fälle 
bekommst Du "komische" ADC Werte und die Taster gehen mal sporadisch an 
oder gehen gar nicht ...
Wenn Du sehr sicher sein willst das die Signale ankommen nimm einen 
extra µC am Bedienpanel, werte dort die Schlater/Potis aus und übertrage 
das dann via LWL mit einem passeden Protokoll.
Dann kann auch die Teslaspule daneben stehen, das macht der Übertragung 
nix (außer der LWL schmilzt) :-P
OP #3399554
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kopfkratzer schrieb:
> *kopfkratz*
> CAT7 Kabel hat da sicherlich schon jemand vorgeschlagen ...
> Wo verläuft denn die Leitung in einem Kabelbaum, unter Putz oder
> freihängend im Baum ?
Kabel wird unterputz liegen. In der Nähe liegen halt auch 220V 
Leitungen. In wie weit wir starke Störimpulse in der Wohnung haben kann 
ich nicht sagen.

> Jeder Leiter fungiert automatisch als Antenne, d.h. im Fall der Fälle
> bekommst Du "komische" ADC Werte und die Taster gehen mal sporadisch an
> oder gehen gar nicht ...
> Wenn Du sehr sicher sein willst das die Signale ankommen nimm einen
> extra µC am Bedienpanel, werte dort die Schlater/Potis aus und übertrage
> das dann via LWL mit einem passeden Protokoll.
> Dann kann auch die Teslaspule daneben stehen, das macht der Übertragung
> nix (außer der LWL schmilzt) :-P
An einen µC im Kontrollpanel hatte ich auch schon gedacht, wollte ich 
aber gern vermeiden. Schon LWL wäre wohl etwas übertrieben. eine RS485 
sollte auch reichen, oder?


Kann man dem ganzen nicht auch per Software lösen, indem man immer 
mehrere ADC-Messungen zur Abfrage macht um so eventuelle Störimpulse 
rausfiltern zu können.
Gast #3399645
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Wenn es "nur" 50Hz 230V Netzleitungen sind die direkt in der Nähe 
verlaufen würde wohl eine 50Hz Brummunterdrückung reichen.
Nimm halt CAT5 oder CAT7 Netzwerkkabel die sind gut geschirmt und bei 5m 
sollte es keine großen Einstreuungen vom Stromnetz geben.
Ob Dein Poti 10 Ohm, 100 Ohm oder 10 kOhm hat ist Deinem ADC egal der 
bildet alle Werte auf 256 oder 1024 Bits ab (10bit AVR).
Probiers halt mal AP direkt über einer Netzleitung aus, dann weißt Du 
es.
#3399659
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Du legst zwischen den Eingangs-Pin und GND einen Widerstand. Je 
niedriger der ist, um so mehr werden Störspannungen kurzgeschlossen. Bei 
offenem Eingang wären schon ein paar cm Draht genug, um empfindliche 
Störungen zu empfangen.

Vielleicht würde bei 100 Ohm ein 1K-Poti bei 5V sogar ohne aktive 
Elektronik reichen. Als Begrenzung ein Widerstand von 150 Ohm gäbe max. 
2 Volt am Eingang. In der anderen Stellung 5V / 1250 *100 = 0,4 V
OP #3399764
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Jobst Quis schrieb:
> Du legst zwischen den Eingangs-Pin und GND einen Widerstand. Je
> niedriger der ist, um so mehr werden Störspannungen kurzgeschlossen. Bei
> offenem Eingang wären schon ein paar cm Draht genug, um empfindliche
> Störungen zu empfangen.

Ah, Du meinst einen Pull-Down am Eingang. klar, dann muss das Signal 
gegen diesen Treiben, d.h. nur starke Impulse kommen überhaupt durch.

>
> Vielleicht würde bei 100 Ohm ein 1K-Poti bei 5V sogar ohne aktive
> Elektronik reichen. Als Begrenzung ein Widerstand von 150 Ohm gäbe max.
> 2 Volt am Eingang. In der anderen Stellung 5V / 1250 *100 = 0,4 V
OP #3400020
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Dietrich L. schrieb:
> Thomas Burkhart schrieb:
>> Könnte man hierzu nicht einfach den Widerstand R3 so verschieben, dass
>> er zwischen R2 und dem µC liegt?
>
> Nein, dann fließt ja kein Strom mehr über den Widerstand und Du hast
> immer +5V am Eingang.

Das kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen? Wieso soll dann kein Strom 
mehr fließen, bzw. wo sollen dann die 5V am ADC-Pin dann herkommen?

Wo würdest Du denn einen Widerstand und mit welchem Wert einbauen?
OP #3401691
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Zwei Dinge, die mir noch nicht ganz klar geworden sind:

Wozu soll C1 gut sein? Der betrifft ja global +5V und GND. Ich hab ja 
schon bei meiner Stromversorgung einen dicken Elko (470µF) am Ausgang.

Wieso sind beim Poti 1A und 1S Kurzgeschlossen? Ich hätte erwartet, dass 
in diesem Fall 1A unbelegt bleibt. So haben wie ja immer den Maximalwert 
des Potis parallelgeschaltet zum gerade eingestellten Widerstandswert.
Gast #3401735
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C2 dient nochmal als Filter um die Störungen zu glätten, die durch die 
lange Leitung eingekoppelt werden.

1A und 1S sind kurzgeschlossen weil: Wenn der Scleifkontakt des Potis 
mal kein Kontakt hat weil z.b. das Poti verdreckt oder verschlissen ist, 
dann hast du trotzdem noch einen "gültigen" Widerstand in größenordnung 
deines Potis und nicht einfach einen unendlichen Widerstand.
#3401786
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C1 kannst du natürlich weglassen, wenn direkt daneben ein größerer Elko 
ist. Es ging nur darum die Versorgungsspannung gut zu sieben, bei reiner 
Digitaltechnik wird das manchmal nicht so wichtig genommen und macht 
sich dann bei Analogwerten bemerkbar.

Am Poti ist keine Parallelschaltung, der Wert ist in beiden Fällen der 
Gleiche ,nämlich E->S. Mit dem "Kurzschluss" wird nur sichergestellt, 
dass der Widerstand nie größer als 1K werden kann, auch wenn der Kontakt 
zwischen Schleifer und Bahn mal nicht so gut ist. In deinem Fall ist das 
unwesentlich, ich habs nur "aus Prinzip" so gemacht.
#3401830
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Ein zusätzlicher Elko schadet nichts, bringt vor allem etwas, wenn du 
dazwischen noch einen kleinen Widerstand( ca 10 Ohm) oder noch besser 
eine Spule schaltest.

Es ist eine Parallelschaltung vom Draht zwischen S und A und der 
Widerstandsbahn zwischen S und A. Da der Widerstand des Drahtes aber bei 
Null liegt, ändert die Widerstandsbahn daran nichts.
#3401853
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Jobst Quis schrieb:
> Ein zusätzlicher Elko schadet nichts,

Das hängt vom Spannungsregler ab. Es gibt Regler, die können bei zu 
großem KOndensator schwingen.

> ... bringt vor allem etwas, wenn du
> dazwischen noch einen kleinen Widerstand( ca 10 Ohm) oder noch besser
> eine Spule schaltest.

Damit geht es in jedem Fall und ist sinnvoll für die Versorgung des 
Analogteils (->AVCC).

Gruß Dietrich
#3401937
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Thomas Burkhart schrieb:
> Auf welche Seite vom Elko kommt der Widerstand?

Noch verrate ich es nicht, denn Du solltest die Funktion verstehen:

Ein Tiefpassfilter soll hohe Frequenzen, die am Eingang ankommen (hier 
Störsignale auf der Versorgungsspannung) dämpfen, sodass am Ausgang 
weniger Störungen herauskommen.

Der Digitalteil (VCC) produziert hochfrequente Störungen, die vom 
Analogteil (AVCC) ferngehalten werden sollen, damit der ADC stabilere 
Ergebnisse liefert.

Gruß Dietrich
OP #3401946
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ok, Widerstand zwischen VCC & Elko.
Macht das auch an den anderen Versorgungspins einen Sinn? oder ist das 
etwas übertrieben. Normalerweise packe ich einfach einen 2µF Kerko neben 
die Versogungspins uns spare mir die Kombination aus Elko und 100nF 
Kerko.

Wie groß soll ich R für AVCC wählen?

Dank Dir!
Gast #3401974
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Warum ersetzt Du den Poti nicht durch zwei Taster?
Damit kannst Du auch alles einstellen.
Und zur Anbindung des abgesetzten Bedienteils kannst Du RS422 verwenden.
D.h., jeder verdrillte Adernpaar, bspw. eines CAT-5/7 Kabels, wird über 
einen Port des AM26C31 (Sender) /AM26C32 (Empfänger) am uC 
angeschlossen. Ist sehr störsicher, da RS422 eine LVD Schnittstelle ist.
Ein AM26C31/32 hat vier Sender bzw. Empfänger.

Damit habe ich schon Strecken bis 50m realisiert. Und die haben 
störungsfrei funktioniert, obgleich die Leitungen in einer 
Maschinenhalle auf den Starkstromtrassen verlegt waren. Einfach Klasse 
die Teile.

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