Woher kommen die Fliegen?

OP #3403423
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Hallo,

Normalerweise habe ich keine einzige Fliege in der Wohnung.
Momentan ist jedoch das nicht mehr so, vor 2 Wochen tauchten die ersten 
auf.
Ich dachte dass ist normal, weil es draußen kalt wird.
Problem ist nun dass die menge der Fiegen immer größer wird, stündlich 
kommt etwa eine dazu.

Ich habe keine Lust nach dem Aufstehen, nach dem Heimkommen und 
spätabends jeweils etliche fliegen zu jagen.

Es sind ausschließlich Fleischfliegen, sie sind relativ träge, gut 
ernährt, und in allen räumen gleichmässig verteilt.


Wie kann ich herausfinden wie sie in die Wohnung kommen?
#3403575
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Wohnst Du im Altbau?
Dort kommt es öfter vor, dass sich Ratten und Mäuse in den 
Zwischendecken einnisten.
Wenn eine das Zeitliche segnet kommt es eben zu vermehrter 
Fliegenpopulation.

War bei mir auch der Fall, bis ich die Spreu (das Dämmmaterial) aus den 
Zwischendecken entfernt habe und dabei einige Rattenskelette fand.
#3403593
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> Dort kommt es öfter vor, dass sich Ratten und Mäuse in den
> Zwischendecken einnisten.
> Wenn eine das Zeitliche segnet kommt es eben zu vermehrter
> Fliegenpopulation.

Aber dann hast Du auch den extrem penetranten Verwesungsgeruch für ein 
paar Wochen im Haus. Daher denke ich, dass das Problem anderer Natur 
ist.
#3404071
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Toff Mann schrieb:
> hm, das Material musst Du mir empfehlen. Bei mir drang der Geruch sogar
> durch verfugte Fliesen.

Bei mir war das die oberste Geschossdecke (Dachboden), unten konnte man 
nichts riechen, oben auch nur den üblichen "Dachbodengeruch".
Das "Material" bestand aus allem, was nach der Ernte übrig bleibt: 
Spreu, Nussschalen, abgeerntete Maiskolben, Zwiebelschalen usw.
Wurde wegen Brandgefahr entfernt.
OP #3406483
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Rick McGlenn schrieb:
> Wenn Du deinen Müll entsorgt hast, die Küche geputzt ist, du sicher
> bist, das keine Abfälle, Essensreste in irgendwelche Ritzen gefalle
> sind, frage mal bei deinen Nachbarn, ob die auch Probleme haben und ob
> sie einen Nachbarn vermissen.

Normalerweise hab ich nicht viel Müll in der Wohnung, dass es daran 
liegen könnte dachte ich schon vor über einer Woche.
Habe alles weg und auch schon alles nach Nistmöglichkeiten abgesucht 
aber nichts gefunden.

B. Obachter schrieb:
> ohnst Du im Altbau?
> Dort kommt es öfter vor, dass sich Ratten und Mäuse in den
> Zwischendecken einnisten.
> Wenn eine das Zeitliche segnet kommt es eben zu vermehrter
> Fliegenpopulation.

Das Haus ist über 200 Jahre alt, und wurde 1990 komplett erneuert.
Das einzige was wir mal hatten waren ein paar Mäuse im Keller, ist aber 
schon Jahre her. Ich wohne im 2. Stock, hab hier (oder auf dem 
Dachboden) nochnie eine Ratte, Maus oder etwas ähnliches gehabt oder 
spuren davon gesehen.

Die Fliegen kommen wahrscheinlich von den benachbarten Kuh-ställen.
Ungewöhnlich ist dabei, dass es dieses Jahr (speziell in meiner 
Wonhnung) so viele sind.

Willi Wacker schrieb:
> ann es auch interessant sein, die natürlichen Feinde der Fliegen
> zu kennen: der Staubsuger! Auf "volle Pulle" einstellen und aufsaugen.
> Alle erwischt man damit natürlich nicht, aber man kann schnell für eine
> Dezimierung sorgen.

In den letzten jahren war es auch so, dass die Fliegen direkt an den 
Fenstern auf öffnung gewartet haben.
Letztes Jahr im Februar war der ganze Rand des Dachbodenfensters schwarz 
vor Fliegen, die dort überwintert haben.
Die Zimmerfenster sind zum glück so passgenau gebaut dass das nicht 
geht.

Ich fang die fliegen mit einem Feinmaschigen Käscher funktioniert 
ziemlich gut, auch im flug.

Ich fermute dass neuerdings es irgendwo einen spalt gibt durch den sie 
rein kommen.
Wo ist er?


Inzwischen geht die Fliegenzahl bereits zurück, gestern waren es 'nur' 
11, heute erst 3.
#3406652
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Michael B. schrieb:
> In den letzten jahren war es auch so, dass die Fliegen direkt an den
> Fenstern auf öffnung gewartet haben.

Das dürfte der Rätsels Lösung sein: die Viecher suchen warme Verstecke 
zum Überwintern. Daß eine Wohnung zu warm dafür ist, haben sie nicht im 
Programm.

> Wo ist er?

Wenn du die Fliegen fragst, wirst du eher eine brauchbare Antwort 
finden, als wenn du hier fragst...
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3406690
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Michael B. schrieb:
> Die Fliegen kommen wahrscheinlich von den benachbarten Kuh-ställen.
> Ungewöhnlich ist dabei, dass es dieses Jahr (speziell in meiner
> Wonhnung) so viele sind.
Es ist dieses Jahr bisher noch ziemlich warm und es gab noch keinen 
richtigen Frost. Und dann reicht ein wenig Sonne, um die Viecher wieder 
hervorzulocken. Die nächsten paar Tage werden die Sache klären...

Ich muss da nochmal nachhaken, zu dem was
Ossi Losskopp schrieb:
> Bei uns gabs neulich eine Fliegenplage (ganz zu schweigen vom Gestank)
> nachdem der Drecksbauer mal wieder seine Gülle verspritzt hat.
Hast du dir das Stadtleben nicht leisten können oder mögen und bist 
romantischer- oder geldsparenderweise ins nahegelegene Dorf gezogen?

Dieser "Drecksbauer" hat vermutlich nichts anderes getan, als einige 
Generationen "Drecksbauern" vor ihm.

Ein Tipp: stell einfach dein Auto so auf die Straße, dass der 
"Drecksbauer" seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann, weil er mit 
seinem Arbeitsgerät nicht mehr durchkommt. So finden auch Andere den Weg 
zu ihrem kleinen persönlichen Glück...

Das musste ich jetzt einfach loswerden, auch Moderatoren sind Menschen.
Gast #3406744
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Lothar Miller schrieb:
> Dieser "Drecksbauer" hat vermutlich nichts anderes getan, als einige
> Generationen "Drecksbauern" vor ihm.

Nee, die haben die überflüssige Gülle einfach in den Bach laufen lassen. 
Dürfen sie halt nicht mehr.

Die haben auch Auflagen*, wann sie ihre Gülle verteilen dürfen. 
Interessiert sie nur oft nicht.

*) Und das ist gut so. Schließlich kann ich meine Kacke auch nicht 
einfach in der Gegend verteilen, sondern muss dafür eine vollbiologische 
Kleinkläranlage für mehrere Tausend Eur errichten. Und die Bauern, die 
bisher ihre persönliche Kacke über Sickergruben entsorgt haben, müssen 
auch umstellen.

Nur die Kacke ihrer Schweine kippen sie weiter auf die Felder, 
einschließlich aller enthaltenen Antibiotika. Nun ist biologischer 
Dünger sicher dem chemischen Dünger vorzuziehen, aber die Mengen sind 
einfach zu groß.
Gast #3406901
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Timm Thaler schrieb:

> Nee, die haben die überflüssige Gülle einfach in den Bach laufen lassen.
> Dürfen sie halt nicht mehr.

Das Problem mit dem Gülleüberschuß ist doch aber von Menschen selbst 
gemacht: Es wird heute mehr Fleisch verzehrt, als jemals in einer Zeit 
zuvor. Und das muß eben durch Massentierhaltung erzeugt werden. Da 
entstehen zwangsläufig auch die in zu großen Mengen anfallenden 
Nebenprodukte. Dafür dann jemand verantwortlich zu machen, ist aber sehr 
vermessen, wie reden mit gespaltener Zunge. Wer täglich sein fettes 
Steak auf dem Teller haben muß, sollte mal gelegentlich daran denken.

Es gab hier in meiner Gegend auch Überdüngung. Das war teilweise so 
extrem, daß Kleinkinder mal zwei Wochen im Jahr kein Trinkwasser aus der 
Wasserversorgung mehr aufnehmen durften, da sind zu viele Stoffe drin, 
die man auf einfache Weise nicht raus bekommt, z.B. Nitrate, wenn auch 
keine Bakterien. Die paar Großbauern im Dorf reagierten aber immerhin 
darauf, weil sie noch bemerkten, daß alles von ihnen stammt, und man 
beginnt, mit dem Finger auf sie zu zeigen. Die gesunde Dorfgemeinschaft 
regelt sowas dann anderweitig. Ein Großbauer möchte sich ja auch noch 
mal öffentlich sehen lassen, ohne bespuckt zu werden, und wenn nur in 
der Kirche oder Dorfkneipe. Schlimmer waren Fremdbesitzer, Spekulanten, 
die einen Viehzuchtbetrieb aufkauften, sich einen Dreck um Land und 
Leute scheren.

Heute hat man mit der Gülle mehr Biogasanlagen. Da kommt dann auch noch 
Bioabfall wie Holzschnitzel, Sägemehl oder Rasenschnitt mit hinein. 
Keine Ahnung, ob die Restsubstanz daraus weniger umweltschädlich ist 
oder nicht.

Die Rindviecher in Nachbars Stall taten mir früher schon etwas leid. 
Jedes Tier war bestimmt ständig von 200 Fliegen befallen, und der Stall 
mit 10 Tieren auf jeden Fall von mehreren Tausend Fliegen. Oft erzeugten 
die Fliegen schwere eitrige Geschwüre an den Tieren. Heute in modernen 
Ställen werden die Viecher schon mal durch die Waschanlage geschickt, 
und geduscht, auch der Stall tiefengereinigt und desinfiziert. Die 
Viecher sind da wenigstens bis zum Schlachttermin einigermaßen gesund.

Was ich an Fliegen dieses Jahr beobachtete: Die gewöhnliche Stubenfliege 
kommt durch das offene Küchenfenster hinein, und fliegt freiwillig nie 
mehr raus. Dafür gab es einen Klebefliegenfänger. Fleischfliegen und 
andere wie die metallisch glänzende Schmeißfliege waren meistens schnell 
wieder weg, hielten sich nur eine Minute drinnen auf. Die Stechfliegen 
waren dieses Jahr erfreulich minimal. Essig- und Trauerfliegen, die ich 
an einem Fenster immer hatte, sind ganz verschwunden. Eine kleine 
Honigtaupflanze auf dem Fensterbrett schafft das. Fliegen ab ca. 3mm 
Länge kommen davon wieder los, die kleineren nicht.
#3407434
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@Michael: Schau Dir mal Deine Rolladenkästen genauer an.
Wir haben ein Haus gekauft und waren recht überrascht als eines Morgens 
die komplette Küchendecke schwarz war.
Die Nisten in den Kästen und ab und an finden Sie durch die Helligkeit 
des angrenzenden Raumes den Weg in diesen, und zwar durch den Gurtzug...

Viel Glück!
Björn
#3410276
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Michael B. schrieb:
> Wie kann ich herausfinden wie sie in die Wohnung kommen?

Gaze an alle Fenster, die geöffent werden können,
ich tippe  an eine Quelle in der Wohnung: alle gelagerten Lebensmittel 
aufbrauchen, entsorgen und alles im Kühlschrank lagern. Unter den 
Schränken, Sofa saubermachen, in Blumentöpfen nachsehen. Von irdendetwas 
müssen die Maden leben.
#3413626
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Willi Wacker schrieb:
> Hier kann es auch interessant sein, die natürlichen Feinde der Fliegen
> zu kennen: der Staubsuger! Auf "volle Pulle" einstellen und aufsaugen.
> Alle erwischt man damit natürlich nicht, aber man kann schnell für eine
> Dezimierung sorgen.

Das funktionert auch bei Ameisen, Spinnen etc., aber man sollte direkt 
nach dem Saugen kurz Insektenspray in den Beutel geben, damit nichts 
rauskriechen kann.
#3413639
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Ossi Losskopp schrieb:
> Bei uns gabs neulich eine Fliegenplage (ganz zu schweigen vom Gestank)
> nachdem der Drecksbauer mal wieder seine Gülle verspritzt hat. Fenster
> auf -> 10 Mücken in der Wohnung.
>
> Zum Glück hatte ich noch einen
> http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegenf%C3%A4nger
>
> 24 Stunden später sind sie alle auf den Leim gegangen.

Fliegenfänger setze ich auch ein, auch um Wespennester zu beseitigen, 
aber bei den kleinen Fruchtfliegen wirken die kaum, es setzen sich nur 
wenige darauf.
Besser sind da elektrische Insektenkiller, also mit Blaulicht und 
elektrisch geladenen Gittern.
Beispiel:

http://www.ebay.de/itm/UV-Insektenvernichter-Insektenfalle-Insektenkiller-12W-/180683051207?pt=Insektenschutz&hash=item2a118c90c7
#3413731
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Meine Badezimmer-Spinne ist hoch erfreut über die ständig nachwachsende 
Fliegerei.

Die Viecher werden groß im Wasserabfluß im Boden, der Geruchsverschluß 
wird ja mit Wasser in dem Rohrbogen bewerkstelligt. Selbst intensive 
Reinigung hilft nur einen oder zwei Tage. Beim ersten Krümel oder 
Staubkörnchen geht's wieder los. Und ich mag sehr ungern permanent 
irgendwelche Chemie da reinkippen.

Immerhin, der Spinne geht's gut.. ;)

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