Ich möchte mit dem Raspberry und einem AD Wandler eine Spannung messen
2,5V jedoch kann es vorkommen das an dem Eingang vom AD Wandler statt
2,5V mal 56V anliegen, wie kann ich den Wandler und den Raspberry von
einer Zerstörung schützen ?
Wenn der Eingang des AD-Wandlers hochohmig genug ist, sollte ein
Serienwiderstand und eine Zenerdiode reichen. Auch üblich (hinter dem
Serienwiderstand) sind Dioden gegen die Betriebsspannung und gegen GND,
damit höhere Spannungen als die Betriebsspannung und negative Spannung
abgeleitet werden.
RS schrieb:> Wenn der Eingang des AD-Wandlers hochohmig genug ist, sollte ein> Serienwiderstand und eine Zenerdiode reichen. Auch üblich (hinter dem> Serienwiderstand) sind Dioden gegen die Betriebsspannung und gegen GND,> damit höhere Spannungen als die Betriebsspannung und negative Spannung> abgeleitet werden.
Hier als Schaltbild:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ovprot.htm
Richtig es geht um die Analoge Seite des AD Wandlers
Habe ich es richtig verstanden die Z-Dioden muss zwichen + und - wie im
Bild Und was für eine Z-Diode und was für ein Widerstand benötige ich?
wie gesagt normalerweise liegen 2,5V an es könnte aber auch vorkommen
das aus versehen 56V anliegen.
Wenn Du 2,5V messen willst, und der Raspberry Pi maximal 3,3V verträgt,
sollte die Z-Dioden eine Durchbruchs-Spannung in genau diesem Bereich
haben.
Eine 2,6V Diode wird warscheinlich nicht geeignet sein, da sie schon bei
deutlich weniger als 2,6V leitend wird, also deine Messung zu sehr
beeinflussen kann.
Also: Datenblätter von Z-Dioden im Bereich 2,5-3,3V besorgen, Diagramme
anschauen. Notfalls ausprobieren.
Wie hoch der Widerstand sein darf, sollte aus dem Datenblatt des ADC
hervor gehen. Wenn da z.B. steht, dass er maximal 100k Ohm haben sollte,
dann nimm 50k Ohm.
Du wirst keine 2,7Volt Z-Dioden mit scharfen Knick finden. Bleibt nur
die von RS empfohlene Schutzschaltung mit 2 Dioden (oder 2
Transistoren).
Einerseits sollte der Widerstand recht klein sein. Zusammen mit dem
Kondensator des AD-Wandlers bildet er einen Tiefpass. Die Hersteller
empfehlen meist 1kOhm. Genaueres im Datenblatt des AD-Wandlers.
Andererseits fließen bei 1kOhm und 56Volt schon 56 Milliampere. Die
muss nun dein Netzteil oder der Raspberry verbrauchen - sonst steigt die
Versorgungsspannung des Raspberry über 3,3Volt an.
Besser in 2 Schritten. Zunächst Widerstand und z.B. 8Volt Z-Diode.
Danach Widerstand und die beiden Dioden nach Masse und 3,3Volt.
Wenn wollte eigentlich die BZX79C3V0 Diode benutzen. Laut Datenblatt
benötigt die min. 2,8V und max.3,2V und das müsste doch hinhauen.
Und der AD Wandler ist der MCP3208 aber in Datenblatt wird nix. von
einem Widerstand erwähnt.
Bei der BZX79C3V0 sagt das Datenblatt: Die hat zum einen bei 5mA
Exemplarstreungen zwischen 2.8 und 3.2 Volt. Zusätzlich hat die Zener
einen Innenwiderstand von 95 Ohm.
Tun wir einmal so, als währe der Innenwiderstand konstant.
Bei 0mA bekommst du 2.3 bis 3,2 Volt.
Bei 100mA bekommst du 12,3 bis 12,7 Volt. (Ist in Wirklichkeit nicht
ganz so schlimm).
Im Datenblatt des MCP3208 findet sich: "FIGURE 4-2"
Dort siehst du den maximalen Widerstand für deine Frequenz.
Kein Name schrieb:> Bei der BZX79C3V0 sagt das Datenblatt: Die hat zum einen bei 5mA> Exemplarstreungen zwischen 2.8 und 3.2 Volt. Zusätzlich hat die Zener> einen Innenwiderstand von 95 Ohm.>> Tun wir einmal so, als währe der Innenwiderstand konstant.> Bei 0mA bekommst du 2.3 bis 3,2 Volt.> Bei 100mA bekommst du 12,3 bis 12,7 Volt. (Ist in Wirklichkeit nicht> ganz so schlimm).>> Im Datenblatt des MCP3208 findet sich: "FIGURE 4-2"> Dort siehst du den maximalen Widerstand für deine Frequenz.
Ich lese daraus, das es wohl nicht geht.
Könnte man wie im Bild machen.
Rv und die 6 Volt Z-Diode verheizen so etwa 49 von den 56 Volt. Mit den
übrig gebliebenen 7 Volt kommt dann die andere Schutzschaltung zurecht.
Über D1 fliessen maximal 4mA. Auch im ungünstigsten Fall werden die vom
Raspberry verbraucht.
Und bei 2,5 Volt kann man den Strom durch Z und D1 noch ignorieren.
Vielen Dank für den Stromlaufplan.
Ich habe da jedoch noch eine Verständnisfrage,wenn hinter der ersten
Schutzschaltung immer noch 7 Volt anliegen, dann leitet die Diode D1
die (7V -0,7) an die 3,3 Volt und für mich wäre das ein Kurzschluss.
genau so wenn ich jetzt an Ue 2,5 V anlege die ich messen möchte, dann
schaltet die Diode D1 durch und dann liegen die 2,5V (-0,7) an 3,3V
und es gibt ein Kurzschluss
Und am Eingang des AD Wandlers kommt nichts an.
Bitte um Aufklärung.
Bei Dioden ist es genau umgekehrt wie bei Z-Dioden (Diode leitet, wenn
die Spannung am Strich kleiner ist. Bzw. wenn die Spannung am Pfeil
größer ist.)
D1 leitet, wenn am AD-Wandler 3,3+0,7 Volt anliegen. R1 begrenzt den
Strom auf ein paar Milliampere. Und der AD-Wandler kann 0,7 Volt über
Versorgungsspannung ab.
D2 leitet, wenn die Eingangsspannung kleiner -0,7 Volt ist. Hier
eigentlich überflüssig. In dieser Richtung leitet auch die Z-Diode bei
-0,7 Volt.
Goldrausch schrieb:> wenn hinter der ersten> Schutzschaltung immer noch 7 Volt anliegen, dann leitet die Diode D1> die (7V -0,7) an die 3,3 Volt und für mich wäre das ein Kurzschluss.
Du hast den Widerstand R1, der noch dazwischen liegt, nicht bedacht. Die
Differenz zwischen der Spannung über der Zenerdiode und Vcc+Vf(D1) liegt
über dem Widerstand, der dann den Strom begrenzt.
Peinlich. Habe den 100 Ohm Widerstand zwischen der Schutzschaltung und
dem Eingang vergessen.
Intern hat der AD-Wandler noch einmal die beiden Schutzdioden. Nun kann
es sein, dass die interne Diode etwas früher leitet, als D1. Mit R2
fliesst dann trotzdem der größte Teil des Stromes über D1.
Müssen Rv und R1 eine bestimmte Leistungsaufnahme haben ? oder kann man
hier jeden beliebigen 1k Widerstand nehmen ?
Bei der Z- Diode gehe ich mal davon aus, dass man jede beliebige 6V
Z-Diode nehmen kann.
@ Kein Name
sag mir bitte noch, ob die Widerstände RV und R1 eine bestimmte
Leistungsaufnahme haben mussen oder kann ich hier jeden 1K Ohm
Widerstand nehmen.
Nimm 2 einzelne 560 Ohm Widerstände und einen TL431. Den TL431 nach
Datenblatt auf 2,5V einstellen. Einen R setzt du zwischen Signalquelle
und TL431 in Reihe. Den letzten R in Reihe zwischen TL431 und
ADC-Eingang.
Damit das funzt, muß die Quelle niederohmig sein, sonst kommt es zu
einem proportionalen Fehler im ADC-Wert. Den kannst du aber auch
rausrechnen.
Goldrausch schrieb:> Warum hilft mir zum Schluss keiner mehr weiter?
Mit dem Ohmschen Gesetz (U = R * I) und und der Formel für Leistung (P =
U * I) solltest Du das selber abschätzen können.
Gruß Dietrich
Goldrausch schrieb:> ob die Widerstände RV und R1 eine bestimmte> Leistungsaufnahme haben mussenGoldrausch schrieb:> Dafür muss ich erstmal wisseen welcher Strom fließt.
Du hast nach der Leistung von RV gefragt, daher nahm ich an, Du hast den
Wert von RV schon.
Dann ist nach der Schaltung von "Kein Name"
1
Ie = (Ue - 6V) / RV
Wie groß RV jetzt sein soll:
- das Maximum ergibt sich in erster Linie daraus, was der AD-Wandler
bei genügend kleinem Fehler "sehen" will (ich kenne den Raspberry
nicht); außerdem wird der Eingang bei zu großem RV empfindlicher gegen
Störeinstrahlung in den Eingang.
- das Minimum ergibt sich daraus, wieviel die Quelle selber liefern
kann ohne Schaden zu leiden; und dann natürlich auch, was man in RV und
der Z-Diode "verheizen" will.
Gruß Dietrich
Laut meiner Berechnung muss Rv mindesten 2,5 W verheizen.
Geht das ganze den nicht einfacher ? z.B. mit einem Elektronischen
Schalter, der bei über 2,5V öffnet und so den AD-Wandler schützt ?
wie z.B. in meiner Skizze.
Goldrausch schrieb:> Was soll ich mit einer Leuchtdiode ?>
Den TL431 ersetzen können.
> Dafür muss ich erstmal wisseen welcher Strom fließt.
Ja, das sollte man ZUALLERERST abklären. Was kann die Quelle liefern und
wie lange/oft?