Ultraschall -> graue Lötstellen

Gast #3415627
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Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Habe mir zur Reinigung von Platinen das Ultraschallbad:

826621 - 62 EMMI 20HC von Conrad angeschafft (*1)


Verwendet wird der Reiniger EM-303 in 10%er Mischung bei ca. 50°C bei 
100% Leistung für 2 Minuten.

Nach dem Reinigen sind die Lötstellen nicht mehr silbrig glänzend 
sondern matt grau.

Was könnte die Uhrsache sein?


Anm: Habe folgenden Threat gefunden welcher jedoch ohne Ergebinsse 
verlaufen ist:
Beitrag "Platinenwäsche mit Tickopur TR14. Wie geht es richtig?"

1:
http://www.conrad.de/ce/de/product/826621/Ultraschall-Reiniger-20-l-230-x-115-x-75-mm-Emag-EMMI-20HC-Leistungsaufnahme-max-150-W-Gehaeuse-Material-Edelstahl-Re?ref=searchDetail
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Gast #3415664
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Ich weiß nicht, ob ich die klappe aufreisen soll, weil ich eigentlich 
davon keine ahnung habe...

ich finde aber das ganze siehr extrem korrodiert aus. Schau doch mal, ob 
das auch ohne Ultraschall so aussieht. Wenn ja, dann stimmt was mit der 
Lößung nicht.

Ich finde auch, dass es so aussieht, als ob du ein NoClean-Flussmittel 
verwendet hast, was eingetrocknet ist. Ich kenne das z.B. von AlphaFlux, 
was auf purem Kupfer einfach nur als grüne Kristalle zurückbleibt...
Gast #3415706
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Nachtrag:

Ein Test nur mit Wasser ohne Reinigungsmittel verlief wie gewohnt ohne 
Veränderung.

Warum verkauft man ein schweine teures Reinigungsmittel für Platinen das 
nicht für Lötstellen geeignet ist?...


Werde bei Gelegenheit einen Test mit einer unter 5% Lösung fahren.
Gast #3415730
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TSE schrieb:
> Warum verkauft man ein schweine teures Reinigungsmittel für Platinen das
> nicht für Lötstellen geeignet ist?...

Weil einige Deppen es kaufen -- und noch viel mehr anderes...

Ich hätte reines Isopropanol verwendet, Ultraschall nur sehr schwach 
wenn überhaupt.
 Isopropanol ist auch umweltfreundlicher -- na ja mit den 
Flussmittelresten dann nicht unbedingt mehr, je nach Flussmittel. 
Kolophonium ist ja ein natürlicher Harz.
Gast #3415742
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TSE schrieb:
> opzet schrieb:
>> "Anwendung: 1-5% für 2-15min. bei 60-70 °C.
>
> Komisch, auf der Verpackung steht 10%....
>
> Gelötet wurde bleifrei.

die geben den ph-wert in % an, auch interessant.
alleine schon deshalb ist es fraglich ob das zeug überhaupt für den 
vorgesehenen zweck geeignet ist.
#3416691
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TSE schrieb:
> welchen Reiniger könnt ihr dann empfehlen?

Isopropanol. Funktioniert prima mit Lötpaste.
Alternativ irgendein ein anderes Tensid, muss aber immer mit klarem 
Wasser abgespült werden. Bei deinem Bild von ganz oben sieht es eher so 
aus, als ob die Paste gar nicht in Lösung gegangen wäre.

Also entweder die Konzentration nicht hoch genug oder nicht lange genug 
gereinigt. Versuch auch mal höhere Temperaturen um die Lösungsreaktion 
zu beschleunigen.

Edit: sorry, hatte nicht gelesen, dass du 50 Grad nutzt... Und das Zeug 
enthält NaOH, das brauchst du zum Reinigen eigentlich auch nicht. 
Versuch's mit Isopropanol.

> Ich möchte damit auch (falls möglich) Stencils nach dem Pastendruck
> säubern....
Gast #3417567
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Ich benutze diese Lotpaste:
http://www.paggenshop.com/epages/61935700.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61935700/Products/3.588BLFFP

Reinige die Leiterplatten im Ultraschallbad mit diesem Reiniger in 5% 
Konzentration bei 60° und 10min.:
http://www.paggenshop.com/epages/61935700.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61935700/Products/3.588LP

Die Stencil reinige ich hiermit:
http://www.paggenshop.com/epages/61935700.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61935700/Products/3.588RT

Ich bekomme schöne, silbrig glänzende Lötstellen, die wie mit verbleiten 
Lötzinn gelötet aussehen.
#3417577
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Bisher hatte sich, wie schon erwähnt, Isopropanol bewährt.

1. Platine in Isopropanol werfen
2. Mit einem weichen Pinsel, Zahnbürste, etc. die Platine schrubben 
(vorsichtig!)
3. Umdrehen und nochmal wiederholen
4. Mit destilliertem Wasser kurz abspülen
5. Mit Luft oder Stickstoff trocken blasen (damit das wasser und 
isopropanol aus den ritzen herauskommt unter bauteilen) Trocknet auch 
gleichzeitig.
Gast #3419444
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Hängt ein bisschen vom Ort ab. In den meisten Fällen ist Stadtwasser 
völlig okay, aber bei Härtebereich 4 würde ich dann doch DI-Wasser 
vorziehen. Und wenn man eh eine Aufbereitungsanlage im Labor hat, kann 
man sie auch nutzen.
Gast #3420686
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... schrieb:
> Brater schrieb:
>> Car schrieb:
>>> Johannes O. schrieb:
>>>> 4. Mit destilliertem Wasser kurz abspülen
>>>
>>> Warum das?
>>
>> Weil normales Wasser Mineralien enthält?
>
> Und? Wo ist das Problem?

Mir geht es nicht um das VE-Wasser, sondern darum weshald die Platine 
nach dem Propanol-Bad nochmals mit Wasser gespült wird. Propanol 
trocknet rückstandsfrei ab, und das auch noch deutlich besser als 
Wasser. Selbst wenn mit Wasser gespült wird, würde ich vermuten dass ein 
Propanol Film auf allen Oberflächen bleibt.
Gast #3420705
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Car schrieb:
> Mir geht es nicht um das VE-Wasser, sondern darum weshald die Platine
> nach dem Propanol-Bad nochmals mit Wasser gespült wird.

Es geht wohl um die Kosten.
Ist das Isopropanol schon etwas mit Kollophonium verunreinigt, dann 
bleibt ein leicht klebriger Film zurück. Ich spüle dann noch etwas mit 
reinem Isopropanol, er nimmt halt Wasser -- sollte ja auch nicht 
schädlich sein. Na ja bei Potentiometern auf der Platine wohl schon.
Gast #3422604
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Salewski schrieb:

> (...) Na ja bei Potentiometern auf der Platine wohl schon.

Da gibt's auch waschfeste Typen.

Das gleiche gilt für Relais, Trafos und Sensoren -- die mögen auch nicht 
immer absaufen. Wenn der Hersteller es erlaubt, steht's im Datenblatt.

Und Quarze mögen kein Ultraschall.

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