Uranglas: Entsorgung?

Gast #3418613
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Deine Gemeinde/Stadt sollte eine zuständige Institution für die 
Entsorgung von Sondermüll haben, rufe da mal an oder schaue auf deren 
Webseite..
I.A. werden Privatpersonen da kleine Mengen Sondermüll kostenfrei los.

Eine 2. Entsorgungsmöglichkeit ist ebay, da nehmen Dir die 
Geigerzählerfans sicher gerne was davon ab :-)

Gruß,

Holm
#3418639
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Na super, geht die Panikmache schon wieder los.

Also: Uranglas ist nciht verboten, Uranglas wird auch heute noch 
hergestellt, Uranglas wird auch heute noch verarbeitet, auch in 
Deutschland.
Die Strahlung ist so gering, dass sie absolut unbedenklich ist.

@Felix: wenn du die Perlen loswerden willst, ich nehme sie. Da ich schon 
etliche andere Uranglas-Stücke habe, bin ich ja schon verstrahlt, mir 
können sie also nichts anhaben.
Hast ne PN
Gruss Micha
#3419861
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Michael Bertrandt schrieb:
> Verkaufen übe eBay: Es gibt nämlich Leute, die so was gerne haben
> möchten.

Ebay würde ich nicht empfehlen.
Wenn die was von Strahlung lesen, dann wir der örtliche Polizeiposten 
mitsamt dem nächsten Bereitschaftshabenden 
Strahlenschutzverantwortlichen informiert.
Die stehen dann mitten in der Nacht in voller Montur vor der Tür.

Habe ich über Arbeitskollegen selbst mitbekommen. ;-)
Gast #3419934
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Hallo Gott,

ich habe bei mir auf der Erde noch einige Radonquellen, Uran auch und 
nebenbei bei einem Nachbarn eine Uhr mit Leuchtziffern gesehen.

Was also machen Kollege Gott? So einfach wegschmeißen kann ich die Erde 
ja nicht, gibt es im Universum eine Stelle zur Entsorgung? Und klein ist 
ja unsere Erde nun auch nicht.
Ich hoffe Du kannst mir helfen!

Gruß
Ein verunsicherter Mensch (aus Deiner Schaffensperiode)
Gast #3419937
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Felix L. schrieb:

> Hallo,
>
> ich habe zu Hause noch ein paar Uranglasperlen, die ich gerne entsorgen
> möchte. Einfach so in den Müll schmeißen geht ja nicht, aber wohin damit
> sonst? Ich hoffe Ihr könnt mir da helfen.
>
> Gruß
> Felix

Geh mal zum nächsten Physiklabor einer FH oder Uni. Da kann man bestimmt 
mal jemanden ansprechen, und eine Messung durch führen. Nicht immer ist 
da Hochbetrieb, und die Herrschaften langweilen sich auch schon mal.

Mein ehemaliger Physik-Prof. freute sich stets über Fundstücke, und 
hatte da auch noch einiges herum liegen, wie z.B. Zifferblätter alter 
Uhren, Thorium-Glühstrumpf einer Gaslampe, einen alten uranhaltigen 
Kristall, Erz, wo er sagte, daß er das mal irgendwo fand, schön aus sah, 
und er es eine Weile in der Hosentasche mit herum trug, und einiges 
andere.

Diese Stücke verwendeten wir auch immer für Messungen und Ausarbeitungen 
im Bereich Kerntechnik.

Aber per Post versenden? Willst du die ahnungslosen Postboten 
verstrahlen? :-)
Persönliche Seite #3420162
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Wilhelm F. schrieb:
> Geh mal zum nächsten Physiklabor einer FH oder Uni. Da kann man bestimmt
> mal jemanden ansprechen, und eine Messung durch führen. Nicht immer ist
> da Hochbetrieb, und die Herrschaften langweilen sich auch schon mal.
Wilhelm, nichts für ungut. Ich habe jetzt schon verschiedene HiWi Jobs 
an verschiedenen Unis in den letzten Jahren hinter mir und nirgendwo hat 
sich jemand gelangweilt.

Heutzutage langweilen die Unis sich so wenig, dass teilweise die Lehre 
darunter leidet und die Zeit eher für gutbezahlte Projekte aus der 
Industrie draufgeht, als für studentische Projekte.

> Mein ehemaliger Physik-Prof. freute sich stets über Fundstücke, und
> hatte da auch noch einiges herum liegen, wie z.B. Zifferblätter alter
> Uhren, Thorium-Glühstrumpf einer Gaslampe, einen alten uranhaltigen
> Kristall, Erz, wo er sagte, daß er das mal irgendwo fand, schön aus sah,
> und er es eine Weile in der Hosentasche mit herum trug, und einiges
> andere.
So wie du das erzählst, scheint der genau so drauf (gewesen) zu sein wie 
du ;-)
Persönliche Seite #3420318
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B. Obachter schrieb:
> Ebay würde ich nicht empfehlen.
> Wenn die was von Strahlung lesen, dann wir der örtliche Polizeiposten
> mitsamt dem nächsten Bereitschaftshabenden

http://www.ebay.de/itm/Drei-Murmeln-aus-Uranglas-/141124689188?pt=Glas_Kristall&hash=item20dbafdd24

http://www.ebay.de/itm/Briefbeschwerer-als-Pferd-aus-Uranglas-/141124722786?pt=Glas_Kristall&hash=item20dbb06062
#3420322
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B. Obachter schrieb:
> Ebay würde ich nicht empfehlen.
> Wenn die was von Strahlung lesen, dann wir der örtliche Polizeiposten
> mitsamt dem nächsten Bereitschaftshabenden
> Strahlenschutzverantwortlichen informiert.
> Die stehen dann mitten in der Nacht in voller Montur vor der Tür.

Ok, nach dem muss ich mich korrigieren: Offenbar hatte Sinus Tangentus 
einfach nur eine Vorhersehung:

vn nn schrieb:
> Sinus Tangentus schrieb:
>> Na super, geht die Panikmache schon wieder los.
>>
>> Also: Uranglas ist nciht verboten, Uranglas wird auch heute noch
>> hergestellt, Uranglas wird auch heute noch verarbeitet, auch in
>> Deutschland.
>> Die Strahlung ist so gering, dass sie absolut unbedenklich ist.
>
> Hat hier irgendwer was dementso´prechendes geschrieben?
#3420464
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> Geh mal zum nächsten Physiklabor einer FH oder Uni. Da kann man
> bestimmt mal jemanden ansprechen, und eine Messung durch führen.

Bloss nicht.

Sollte das normalerweise vollkommen unbedenkliche Uranglas
dort zufälligerweise einen höheren Messwert ergeben,
hast du plötzlich kein schönes grünes Glas mehr, sondern
eine radioaktive Probe die unter die Strahlenschutzverordnung
fällt

http://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2001/index.html

und dann HAST du ein Problem mit der Entsorgung,
du darfst sie nicht mal besitzen.

Messen könnte ich auch, aber ich werde mich hüten.
#3420860
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> Willst du die ahnungslosen Postboten verstrahlen? :-)
Will der die 20cm Bleiabschirmung bis in den 5. Stock schleppen?

> gibt es im Universum eine Stelle zur Entsorgung?
Man könnte es in eine massereiche Sonne schießen. Erstens nähert sich 
bereits im "Normalbetrieb" kein bekanntes Lebewesen so dicht, daß davon 
eine Gefahr ausginge und zweitens entsteht bei der Supernova soviel 
neues davon, daß unser gesamtes Erd-Inventar an radioaktivem Material 
überhaupt nicht auffallen wird.
#3420884
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magic smoke schrieb:
> ... und zweitens entsteht bei der Supernova soviel
> neues davon, daß unser gesamtes Erd-Inventar an radioaktivem Material
> überhaupt nicht auffallen wird.

Da gibt es nur ein Problem: Die Sonne, (sofern unser Stern gemeint ist) 
ist zu klein für eine Supernova. Die wird erst zum Roten Riesen (und 
spätestens in dem Stadium wird sie die Erde eh assimilieren) und dann 
zum weißen Zwerg. Aber auch das spielt keine Rolle, da wir, die Spezies 
Homo sapiens, bis dahin sowieso ausgestorben sein werden.
#3421120
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Und ihr habt Angst, ein paar billige Uranglasperlen in der Bucht zu 
verchecken...
http://www.ebay.com/itm/Uranyl-nitrate-hexahydrate-99-9-ACS-Reagent-500g-TL-/271294804918?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item3f2a6e33b6

http://www.ebay.com/sch/i.html?_sacat=0&_from=R40&_nkw=uranyl+nitrate&LH_Complete=1&rt=nc

Ist eh nur abgereichertes Uran, wenn man was richtig heisses will, sucht 
man sich im Erzgebirge Pechblende. Da sind dann wenigstens auch die 0.7% 
235U drin, sowie ein Haufen heisser Zerfallsprodukte
#3421754
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Michael Bertrandt schrieb:
> Bloss nicht.
>
> Sollte das normalerweise vollkommen unbedenkliche Uranglas
> dort zufälligerweise einen höheren Messwert ergeben,
> hast du plötzlich kein schönes grünes Glas mehr, sondern
> eine radioaktive Probe die unter die Strahlenschutzverordnung
> fällt
>
> http://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2001/index.html
>
> und dann HAST du ein Problem mit der Entsorgung,
> du darfst sie nicht mal besitzen.
>
> Messen könnte ich auch, aber ich werde mich hüten.

Der Mist wird nicht besser, wenn man ihn Wiederholt. Einfach mal 
pauschal auf die StrlSchV verweisen macht es auch nicht gerade besser. 
Laberkopp.
Gast #3421884
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Also ich schrieb ja oben, daß das Physik-Labor der FH sich jederzeit 
über Mitbringsel und Fundstücke als Testobjekte freute.

Die Fundstücke wurden tatsächlich auch eingesetzt, sind natürlich mehr 
oder weniger radioaktiv, und waren für uns Studenten auf jeden Fall eine 
Bereicherung des Unterrichts, und für Messungen und Ausarbeitungen.

Ein Uhrenzifferblatt trug mal eine Weile Jahrzehnte jeder Mensch am 
Handgelenk, da gab es auch keinen Aufschrei, Hilfe, Handgelenkkrebs.

Selbstverständlich werden die Teile nach einem Versuch nicht offen herum 
liegen lassen, und liegen im selben Schutzgefäß im Schrank eingesperrt, 
wie die regulären Strahlungsquellen für die Laborversuche.

Der Laborleiter war der Strahlenschutzbeauftragte. Es hatte schon alles 
seine Ordnung.



Was machten wir da noch für andere Versuche? Eine Viertelstunde den 
Staubsauger einfach laufen lassen. Mann, was strahlte der Filter! Der 
müßte auch in den Giftschrank.

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