Loch in Kaffetasse bohren

Gast #3422531
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Hallo,
ich möchte meinen Kollegen ein bisschen ärgern und unten in seine 
Kaffetasse ein dünnes Loch bohren so dass erüberall wo er seine Tasse 
abstellt einen Kaffeerand hinterlässt. Es soll aber nicht sichtbar 
laufen!

Was nehme ich da am besten für einen Bohrer?

HSS 0,8mm?

Vielen Dank für euere Tipps
Gast #3422559
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fröhlicher_teetrinker schrieb im Beitrag #3422551:
> ein Bohrer eignet sich nicht dsfür, weil die Tasse dabei vielleicht
> zerspringen kann.

Fließen werden auch mit HSS Borer gebohrt, so viel anders ist doch eine 
Tasse auch nicht. Ich würde es zumindest auch damit versuchen. Man hat 
doch bestimmt die eine oder andere Tasse zu testen zu hause.
Gast #3422574
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Fließen tun Flüsse, Fliesen sind wie Kaffeepötte aus Steingut, 
Kaffeetassen sind üblicherweise aus Porzellan. Durch 0.8mm fliesst 
schnell die ganze Tasse ab, man müsste so ein grosses Loch verstopfen, 
z.B. mit Pappe. Porzellan zu bohren ist schwierig wie Glas, man schleift 
mit Diamant unter Wasser als Kühlung, Schwingungsverhinderung und 
Staubverhinderung. Steingut kann manmkt Hartmetall bohren, 
Platinenbohrer, aber die Glasur muss erst durchbrochen werden, das geht 
mit dem Diamantschleifer, aber auch der VHM Bohrer hat es irgendwann 
gebrochen, er rutscht dabei nur leicht ab.
Gast #3422808
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Dummschwaetzer schrieb:
> mach einfach nur die innere Glasur kaputt, nicht durchb

Das wird nix. Meine Kaffeetasse ist seit jahren eine "Spider App" 
zusammengehalten nur durch Liebe. Es gibt sehr viele "Microrisse" in der 
Glasur und einen richtigen vom boden bis nach oben. Dennoch ist die noch 
dicht.

Übrings würde ich meinem Kolegen mit den resten der Tasse erschlagen 
wenn mir da wer ein Loch reinbohren würde. Für manche ist es nur Kaffee 
für andere der grund zur Arbeit zu gehen.
Gast #3422811
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Sven schrieb:
> Übrings würde ich meinem Kolegen mit den resten der Tasse erschlagen
> wenn mir da wer ein Loch reinbohren würde.

Quatsch, erst die Tasse auf seinen wichtigsten Unterlagen abstellen und 
anschließend - als du es bemerkst und sie schnell wegnehmen willst- sie 
-leider leider- mit dem heißen Kaffe über seinen Schoß kippen.

Wetten der lernt daraus.
Gast #3423112
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Keramik und Porzellan sind bohrbar. Da diese Werkstoffe Wärme nur 
langsam weitergeben, kann es zu Spannungsrissen kommen. Deshalb musst du 
nachhelfen:
 Kaufe etwas Petroleum. Tasse von beiden Seiten benetzen. Danach erst 
bohren. Ggf. Pause machen und wieder mit Petroleum benetzen 
(Großflächig)

By the way: Es gibt Spezialbohrer, zum Beispiel "Heller 5tlg. QuickBit® 
CeramicMaster"
Aber die haben größeren Durchmesser.

Eventuell machst Du vorher Testbohrungen an den Tassen Deiner 
Schwiegermutter.
Gast #3424876
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Mal ernsthaft, ich habe Fliesen immer (erfolgreich) so gebohrt, wenn 
nötig:

- Steinbohrer nehmen (die mit der eingestzten Hartmetall-Platte)
- Bohrer zunächst mit der Hand aufsetzen und ganz leichte Hammerschläge 
auf den Bohrer ausführen
- Bohrer immer wieder an gleicher Stelle zwischen den Fingern drehen, 
weiter klöpfeln
- wenn so erstmal die Glasur weg ist, dann Bohrer in Bohrmaschine oder 
Akkuschrauber spannen und ohne (!) Schlagwirkung langsam (!) durchbohren 
...
#3429244
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Jörg Wunsch schrieb:
> ich schrieb:
>> Tassen mit einem Loch sind echt teuer.
>
> Meine haben alle eins.

Für die Nicht-Topologen hier: das meint das Loch im Henkel. Topologisch 
ist die Tasse übrigens ein Torus :)

> Nur die mit zwei Löchern sind teuer. :-)

Alter Topologenwitz: "Plopp" sagte der Präser, als er sein topologisches 
Geschlecht änderte.


XL
(Firma: http://www.gyurma.de) #3429410
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Axel Schwenke schrieb:
>>
>> Meine haben alle eins.
>
> Für die Nicht-Topologen hier: das meint das Loch im Henkel. Topologisch
> ist die Tasse übrigens ein Torus :)
>

Nur nachdem das Loch reingebohrt wurde.

Wie bohrt man eigentlich 0,3mm Löcher in Glas ohne das es zerspringt? 
Mit Wasser? Laser? Diamant unter Wasser?
#3429893
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Bohren ist glaub der falsche Ansatz...

Die meisten Tassen sind auf der Unterseite, auf der sie stehen, nicht 
glassiert, vermutlich weil sie im Ofen ja auch auf dieser Fläche stehen.

Versuch mal an einer "Probetasse" die innere Glasur so weit weg zu 
bekommen, dass sich das Gips, der Ton, mit Kaffee tränkt. die Tasse 
saugt sich voll und an der unglasierten Stelle auf der Unterseite tritt 
der kaffee wieder aus.

bei einem 0,3-er Loch wird die Oberflächenspannung des Kaffees dafür 
sorgen, dass das Loch "trocken" bleibt, oder nicht?
#3430022
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Martin G. schrieb:
> Axel Schwenke schrieb:

>> Für die Nicht-Topologen hier: das meint das Loch im Henkel. Topologisch
>> ist die Tasse übrigens ein Torus :)
>
> Nur nachdem das Loch reingebohrt wurde.

Nope. Das wäre dann das zweite Loch. Das erste ist wie gesagt im Henkel.

Harald Wilhelms schrieb:
> Hmm, meine Tasse hat noch zusätzlich oben ein Loch, durch das ich
> sowohl Getränke eingiessen kann, als auch mit dem Mund wieder
> entnehmen kann (Dual use).

Das ist kein Loch. Zumindest nicht aus topologischer Sicht. Ein Loch 
qualifiziert sich dadurch, daß man etwas hindurchstecken kann. Nur 
reinstecken (oder reingießen) reicht nicht.

PS: und jetzt stelle ich mir vor, wie du mit deiner Frau/Freundin 
darüber diskutierst, wieviele Löcher sie hat :D


XL
#3430254
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Marcus W. schrieb:
> Axel Schwenke schrieb:
>> Das ist kein Loch. Zumindest nicht aus topologischer Sicht. Ein Loch
>> qualifiziert sich dadurch, daß man etwas hindurchstecken kann. Nur
>> reinstecken (oder reingießen) reicht nicht.
>
> Aha. Und ein Loch im (Erd-)Boden ist dann topologisch betrachtet was?
> Kein Loch?

Einen Locher, der in ein Papier kein Loch, sondern nur eine Delle 
einprägen würde, würde man auch nicht als Locher bezeichnen bzw. beim 
Händler reklamieren.
#3433332
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Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:
> Wenn man die Bürohengste und Stuten ärgern will muss man nur den
> Stecker
> der Kaffeemaschine ziehen. Da suchen die Pfeifen 2 Tage den Fehler und
> rufen dann den Störungsdienst des Maschinenherstellers.

Effektiv ist auch, den Stecker herauszuziehen und ein passendes Stück 
Tesafilm um einen der Kontakte zu kleben. Wenn man das Stück mit der 
Schere zurechtschneidet und die Welligkeit von der Abrisskante 
abschneidet ist der Tesafilm kaum zu erkennen.
#3433430
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ich schrieb:
> Da würde ich auch lieber selber
> bohren.

Das wird aber eher nix. Wenn das Leck echt nur so groß sein soll, daß 
sich nur alle paar Minuten ein Rand unter der Tasse bildet, bräuchte man 
z.B. einen Bohrer irgendwo kleinergleich 0,1mm. Dürfte es als 
Steinbohrer ziemlich sicher nicht geben. Vielleicht als VHM erhältlich, 
aber das Bohren ist ggf. die reinste Kunst.
Solch einen dünnen Bohrer bräuchte man aber schon allein deshalb, damit 
der Kollege den Schmu nicht gleich erkennt, sondern es absolut nicht 
verstehen kann und nach einigen Tagen einfach nur seine Tasse 
verflucht...

Vielleicht als groben Anhaltswert: hatte mal ein Loch mit 0,138mm 
gebohrt, in 1mm Wandstärke. Bei 5 Bar gingen da ca. 20ml/Minute durch 
(Wasser). Kann man aber sicherlich auch nicht einfach über den 
Querschnitt/Druck hoch- oder runterrechnen, weil bei solchen 
Durchmessern schon ganz deutlich Grenzschicht- bzw. Kohäsionskräfte 
zunehmen.
So ein Kaffeerand besteht normalerweise aus einem einzigen Tropfen, und 
hat damit vielleicht 0,05ml...

Und dann bliebe noch das Problem, daß sich dieses winzige Loch nach 
spätestens der dritten Tasse von selbst schließt.

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