Einfachen Prototyp in Asien herstellen lassen

Gast #3422890
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Hallo,

ich möchte ein Prototyp herstellen lassen, das im Wesentlichen aus einem 
Plastikteil mit einer mechanischen Komponente und einer elektronischen 
Komponente besteht. Prototyp heißt, dass ich davon 1-10 Teile brauche.
Ich möchte das gerne in Asien, d.h. am besten China oder Indien, 
herstellen lassen.

Was kostet sowas? Wer kennt Firmen, die sowas entwickeln können?
Gast #3422895
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Erfahrungsgemäß wirst Du später in der Serie draufzahlen! Und zwar dann 
wenn Dein Prototyp plötzlich von nem Asiaten angeboten wird. Wir hatten 
früher diese Scherereien und lassen nur noch in DE oder Europa fertigen. 
Uns nützt es nichts das Produkt für 5 Euro zu bekommen, wenn der Kunde 
unsere Duplik zu unserem Einkaufspreis bei eBay bekommt...

Aber das muss jeder selber wissen...
Gast #3422904
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> ich möchte ein Prototyp herstellen lassen, das im Wesentlichen aus einem
> Plastikteil mit einer mechanischen Komponente und einer elektronischen
> Komponente besteht. Prototyp heißt, dass ich davon 1-10 Teile brauche.
> Ich möchte das gerne in Asien, d.h. am besten China oder Indien,
> herstellen lassen.

> Was kostet sowas?

Ein Plastikteil im Spritzguss ?

Oder lässt sich das aus dem Vollen fräsen, kleben, aus Epoxy giessen ?

Denn eine Spritzgussform bloss für ein Teil ist etwas teuer.

Und warum gerade Asien ?

Bist du da gerade vor Ort ? Dann hättest du die Stadt schon nennen 
sollen.

Ein Flug nach Asien, und bei einem wird es nicht bleiben, ist nicht 
gerade billig.

Bei einem Millionenprojekt kann es sich lohnen, auch den Prototypen in 
Asien herstellen zu lassen, vor allem wenn zur produktion Erfahrungen 
nötig sind, die man im deindustrialisierten Deutschland nicht hat, dann 
geht man nach Korea oder Japan oder wo auch immer die Spezialisten mit 
dem nötigen Know How sitzen.

Denn in Deutschland kann man nicht mal mehr 1 elektronisches Teil und 1 
mechanisches Teil in 1 Gehäuse schrauben, offenbar sind alle schon zu 
verblödet das hinzubekommen.

Ja ja, Bildung wäre gut, selbst anpacken noch besser.
Gast #3423000
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Chinesen haben selten ein dauerhaftes Interesse an weniger als 
fünfstelligen ($) Auftragsvolumina. Wenn Spritzguss dort, bist Du 
schnell mit MOQs von ein paar tausend Stück konfrontiert.

Stell das Teil bei mfg.com ein, dort kannst Du China/Indien als 
Zielländer auswählen.

Aber so wie Du Dein Projekt beschreibst, bist Du in China völlig falsch.
#3423205
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Ich kenne einige Leute, die extrem auf den 1/1000 Cent schauen. Manche 
davon haben deinen Weg ausprobiert. Keiner ist dabei geblieben. Sie 
haben den Unterschied zwischen preiswert und billig lernen müssen.

Lass deine Werkzeuge in Deutschland bauen, selbst Italien hat schon 
deutlich abweichende Vorstellungen von Termintreue oder Qualität.

Fahr die Nullserie und die erste Serie in Deutschland.

Dann kannst du mit Chinesen über Massenfertigung verhandeln. Und sei 
gewiss: Du darfst zum Anlauf eine Mannschaft rüber schicken, die alles 
hochtaktet.

Und wie schon geschrieben wurde: Wenn dein Produkt gut ist, ich die 
chinese copy vor dir auf dem Markt, zu Dumpingpreisen.

Zum Schluss: Es gibt auch in Deutschland Bestücker, die mit China 
Preisen mithalten können, wenn es Qualität sein soll. Schrott bekommst 
du allerdings in Fernost deutlich billiger.
#3423217
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Schwätzer schrieb:
> Georg G. schrieb:
>
>> Zum Schluss: Es gibt auch in Deutschland Bestücker, die mit China
>> Preisen mithalten können, wenn es Qualität sein soll.
>
> Deshalb lässt Apple also iPhone & Co. in Deutschland und nicht in China
> herstellen.

Wenn du es dir leisten kannst, Aufseher mitzuschicken, die den Chinesen 
(auf deutsch gesagt) regelmässig in den Hintern treten, dann kannst du 
auch in China produzieren lassen. Alles eine Frage der produzierten 
Stückzahlen und was diese Überwachungsmannschaft im Vergleich zum 
erwarteten Gewinn kostet.
#3423267
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Niemand bezweifelt, dass die Chinesen auch Qualität produzieren können. 
Aber das ist dann kein Billigheimer im Hinterhof. Und, wie Martin 
schreibt, man braucht eine heftige QS und eine lange Lernkurve.

Und bei 1 bis 10 Prototypen dürften allein die Kosten für Kommunikation 
und Iterationen bei weitem höher sein, als bei einem guter Entwickler in 
Deutschland (am besten eine kleinere Firma, die den Kunden etwas an die 
Hand nimmt. Wenn ich an meine ersten Schaltungen und Layouts denke...).
#3431693
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DokArkan schrieb:
> Erfahrungsgemäß wirst Du später in der Serie draufzahlen! Und zwar dann
> wenn Dein Prototyp plötzlich von nem Asiaten angeboten wird.

Das war auch mein erster Gedanke. Wenn das Produkt so interessant ist 
wie z.B. der Transistortester reicht es ja auch aus, hier die 
Dokumentation hereinzustellen. Prototypen in unterschiedlichen 
Ausführungen und Stückzahlen kann man dann ganz bequem bei Ebay ordern 
>;-)

In einem anderen Fachforum (nicht E-Tech) beobachte ich regelmässig eher 
sehr merkwürdige Fragen von (bestenfalls) Berufsanfängern aus der 
Zielregion, die bei der Qualitätskontrolle/Produktionssteuerung sind. 
Ich begreife es ehrlich gesagt nicht, sorry für das OT - Aber das musste 
wirklich mal raus.

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