Hallo,
ich messe die Spannung über eine LED mit 2,58 V.
Mit dem Oszilloskop Hameg HM 408 messe ich jedoch nur 2 bis 6 mV (also
ca. ein Fünfhundertstel). Dieser Wert schwankt langsam über die Zeit.
Was mache ich falsch?
Gruß Steffen
>Was mache ich falsch?
Woher sollen wir das wissen? Dazu müsstest Du erstmal schreiben wie Du
mißt. Welchen Tastkopf, wo angeschlossen, welche Einstellungen am
Oszilloskop du machst. Dann können wir auch sagen was daran falsch ist.
Mein Tip: Stell das Oszilloskop auf DC-Kopplung.
Meine Güte.
>Jetzt zeigt er 0mV an. :/
Wer? Der Oszilloskop? :-)
Was ist damit:
>Dazu müsstest Du erstmal schreiben wie Du>mißt. Welchen Tastkopf, wo angeschlossen, welche Einstellungen am>Oszilloskop du machst. Dann können wir auch sagen was daran falsch ist.
Weisst Du was? Mache ein Foto von dem Oszilliskop und von dem Aufbau.
>Hast du den "GND" Knopf am Oszi gedrückt? Drücke den mal!
Hat er doch schon gesagt:
>Sonst sind alle knöpfe "draußen", außer DC und GD auf CH1 nicht.
"GD" ist nicht draussen!
"Steffen" sollte lernen, eine verständliche Frage zu stellen. Dazu
gehört ein Bild seines Aufbaus, die Angabe der verwendeten Messgeräte
mitsamt deren Einstellungen. Das Posten eines Schaltplanes ist zudem
obligatorisch.
Nicht auszudenken, würden heutige Studenten so einen mangelhaften
Laborbericht abliefern.
Mein olles Hameg 205-3 hat zwei Prüfklemmen, die ein Rechteck-Signal von
2V mit 1kHz und 1MHz aus geben. Damit kann man wenigstens das Oszi und
den Tastkopf alleine überprüfen, ob das halbwegs in Ordnung ist.
Hat ein HM408 nichts in der Art?
Bei einem neueren Oszi Hameg in einer Firma hatte ich schon mal arge
Probleme mit der Masseklemme am mit gelieferten Tastkopf. Die
Materialien schienen mir nicht so edel, und zu oxidieren, und hochohmig
zu werden. Das ist ärgerlich. Sieht aus, wie eine Stahlfeder auf den
Messingring des Tastkopfes geklemmt. Wenn ich daran drehte und wackelte,
denn ich ahnte sowas in der Art, wurde ein Signal dann mal manierlich.
>Mein olles Hameg 205-3 ...
Das kann ja alles sein. Aber im Moment soll er nur mal auf "GD" drücken,
damit der Schalter herauskommt.
Bis jetzt haben wir nur ein Foto auf dem man nichts erkennen kann und
das darüber auf einem externen Server gespeichert ist.
Mache zwei Fotos! EINES mit dem Oszilloskop und EINES von dem Aufbau.
Herr, das ist zuviel Geld,
da geh' ich morgen Fischertechnik kaufen.
Ätsch!
Steffen schrieb:> Wenn ich jetzt den Prüfkopf in das Kalibrierloch 2Vpp stecke, zeigt er> mir eine Spannung von 12 mVpp an.
Na, dann steckt dein Problem wohl alleine in der Oszi-Geschichte, also
Gerät und Tastkopf. Was steht denn so in der Bedienungsanleitung zum
korrekten Betrieb?
Steffen schrieb:> http://www.pic-upload.de/view-21477727/00002689.jpg.html
Anscheinend traust du dich nicht, das Photo hier hochzuladen?
Kann ich verstehen. Wie soll man bei der Auflösung irgendetwas von den
Oszi-Einstellungen ohne Lupe und Rätselraten nachvollziehen können.
... und ob dein Arbeitsplatz aufgeräumt ist und welche Maserung der
Tisch hat, interessiert in diesem Zusammenhang nicht. Also konzentriere
dich mit dem Photo auf das wesentliche und beachte die Hinweise zu den
Bildformaten.
Hi,
Steffen schrieb:> Der Prüfkopf ist ein Hameg HZ37 der auf x1 steht.>> Sonst sind alle knöpfe "draußen", außer DC und GD auf CH1 nicht.
Falls mich das schlechte Foto nicht täuscht steht dein
Eingangsverstärker für den ersten Kanal auf 50V/Div! Könnte es sein das
dies für eine erwartete Spannung von ca. 5V ETWAS ungünstig ist...
Versuche es mal mit etwas in Richtung 1V Div...
Mannomann...
Gruß
Carsten
OK, jetzt ist ja das Bild besser, hatte nur das Schwammige gesehen...
Vergesse das oben geschriebene, das sind ja 50mv/Div und nicht
50V/div...
Gruß
Carsten
Steffen schrieb:> Wo stehen den hier Hinweise. In der Hilfe jedenfalls nicht.
Direkt unter dem Bilderupload. Das Blaue sind Links, die kann man
anklicken. Herr, wirf Hirn.
Ansonsten:
g457 schrieb:> so, jetzt drück endlich mal auf GD um das Signal durchzulassen.
Steffen schrieb:> Ich verstehe dich nicht. Meinst du den Y-Pos. I-Regler?
Such mal sämtliche kleinen Kreise mit Dreieck drin und Beschriftung
"CAL". Und dreh die roten(?) Dinger mit Dreieck drauf in ebendiese
Position.
Steffen schrieb:> @Marek> Ich verstehe dich nicht. Meinst du den Y-Pos. I-Regler?
Hi,
ne, in den Drehknöpfen "Volts/Div" gibt es noch innen drin den kleinen
roten Drehknopf, den solltest du im Uhrzeigersinn drehen, bis er
einrastet. Damit kann die Y-Skalierung um Faktor 2,5 verkleinert werden.
Wird aber nicht die Ursache für dein Problem sein, es sei denn, das Poti
hat nen Wackler.
Die Zeitbasis hat ebenfalls so einen Skalierungs-Steller, dieser ist bei
dir ebenfalls verdreht, darum steht da auch "TB>0,2ms" auf dem Schirm.
Den musst du ebenfalls im Uhrzeigersinn drehen, bis der Pfeil rechts
einrastet, sonst stimmen die Zeiten nicht.
Beste Grüße, Marek
A. K. schrieb:> Steffen schrieb:>> Ich verstehe dich nicht. Meinst du den Y-Pos. I-Regler?>> Such mal sämtliche kleinen Kreise mit Dreieck drin und Beschriftung> "CAL". Und dreh die roten(?) Dinger mit Dreieck drauf in ebendiese> Position.
Gemacht!
g457 schrieb:>> @vn nn @g457>> GD ist drin, ändert aber nichts.>> DRAUFDRÜCKEN DAMIT ER RAUS KOMMT.
Er war zwischendrin auch mal draußen.
Trotzdem kann ich noch nichts korrektes messen.
Steffen schrieb:> Gemacht!
Gut!
Was passiert, wenn du den GND-Schalter reindrückst und wieder
rausdrückst? Springt die Linie?
Anderen Tastkopf versucht?
Mal das Signal vom internen Rechteck-Oszillator direkt der BNC-Buchse
zugeführt mit nem Stück draht?
Steffen schrieb:> Wenn ich jetzt den Prüfkopf in das Kalibrierloch 2Vpp stecke, zeigt er> mir eine Spannung von 12 mVpp an.
Solange dabei nicht 2Vpp angezeigt werden, ist eine Messung an der
Schaltung unnötig. Erst einmal Tastkopf tauschen. Wenn sonst keiner
greifbar, dann notfalls den Kern vom BNC-Eingang mit einem Stück Draht
mit dem 2Vpp-Ausgang verbinden. Wenn dann immer noch nichts kommt, ist
der Oszi entweder falsch eingestellt oder im A.....
Marek N. schrieb:> Was passiert, wenn du den GND-Schalter reindrückst und wieder> rausdrückst? Springt die Linie?
Nein
> Anderen Tastkopf versucht?
Hab ich leider nicht.
> Mal das Signal vom internen Rechteck-Oszillator direkt der BNC-Buchse> zugeführt mit nem Stück draht?
Reicht nur die Plus-Leitung?
Danke!
A. K. schrieb:> Steffen schrieb:>> Wenn ich jetzt den Prüfkopf in das Kalibrierloch 2Vpp stecke, zeigt er>> mir eine Spannung von 12 mVpp an.>> Solange dabei nicht 2Vpp angezeigt werden, ist eine Messung an der> Schaltung unnötig. Erst einmal Tastkopf tauschen. Wenn sonst keiner> greifbar, dann notfalls den Kern vom BNC-Eingang mit einem Stück Draht> mit dem 2Vpp-Ausgang verbinden. Wenn dann immer noch nichts kommt, ist> der Oszi entweder falsch eingestellt oder im A.....
Cool, er zeigt die 2 Vpp an! :)
A. K. schrieb:> Steffen schrieb:>> Cool, er zeigt die 2 Vpp an! :)>> Tastkopf-Problem. Spiel mal an dem Schalter x1/ref/x10 rum.
Bringt auch nichts.
Hab gerade den Tastkopfwiderstand des Kabels gemessen. Der geht gegen
unendlich :(
Also ist er kaputt.
Aber warum geht der kaputt?
Vielen Dank für die GROßE HILFE!!!!
Steffen schrieb:> Cool, er zeigt die 2 Vpp an! :)
Wie schon gesagt: Wenn das Kabel mit dem Tastkopf nicht total im Eimer
ist, mal an dem Kabel Massestückchen vorne am Tastkopf wackeln, die
Aufsteckklemme etwas bewegen und drehen, kann korrodiert sein.
Steffen schrieb:> Aber warum geht der kaputt?
Weil der Innenleider des Koaxkabels extrems dünn ist, und mit dem bloßen
Auge kaum sichtbar. Mechanische Belastung, insb. Zug oder scharfes
Knicken am Tastkopf oder der BNC-Buchse oder auch verdrehen dieser lässt
dieses Kabel abreissen.
Reparatur praktisch ausgeschlossen.
Steffen schrieb:> Trotzdem kann ich noch nichts korrektes messen.
Danke Steffen für die Unterhaltung vieler deutscher Fachkräfte, die sich
eigentlich am WE erholen sollten.
Nebukat Netzar schrieb:> Steffen schrieb:>> Trotzdem kann ich noch nichts korrektes messen.>> Danke Steffen für die Unterhaltung vieler deutscher Fachkräfte, die sich> eigentlich am WE erholen sollten.
Unterhaltung ist doch Erholung :)
@ Steffen
Naja. Aber jetzt mal ganz offen: Als frischgebackener
Oszilloskopbesitzer liest man erstmal die Bedienungsanleitung und
versucht die beschriebenen Dinge selbst. Unter anderem auch die Prüfung
des Tastkopfes. Sowas ist für einen Oszilloskopbesitzer schon fast
habituell, weil es jederzeit auftreten kann und oft (oder jedenfalls der
Zweifel ob der Tastkopf noch geht) auch auftritt.
Da hättest Du Dir das ganze Hin- und Her ersparen können.
Steffen schrieb:> Wo stehen den hier Hinweise. In der Hilfe jedenfalls nicht.
Sorry, da war ein Buchstabe zu viel in die Klammer gerutscht.
Unter Bildformaten steht einiges.
Als ich HZ37 las, habe ich danach gegoogelt und fand einen Vorverstärker
Tastkopf mit 9V (Batterie), ist evtl. die Batterie leer?
Ich habe keine Hamegs im Zugriff (mehr), kann sein, dass der google
Treffer auch blödsinn ist.
Bernd D. schrieb:> Als ich HZ37 las, habe ich danach gegoogelt und fand einen Vorverstärker> Tastkopf mit 9V (Batterie), ist evtl. die Batterie leer?
Es gibt auch einen Tastkopf mit dieser Bezeichnung. Und der sieht so aus
wie auf dem Bild.
Es gab unter der Bezeichnung HZ37 einen Tastkopf mit einem fest
vorgegebenen Teilungsverhältnis von 100:1, nur passt das ja nicht so
recht zur Aussage von Steffen, wonach er das Teilungsverhältnis auf 1:1
eingestellt haben will. Außerdem passt dazu auch nicht der Messaufbau
mit der separaten Masseleitung, denn dieser HZ37, welcher unter anderem
im Handbuch zum Hameg HM312-8 abgebildet ist, war ganz konventionell mit
fest verbundenem Masseclip aufgebaut.
@Steffen
Ohne belehrend wirken zu wollen, vielleicht helfen Dir ja die folgenden
Anmerkungen zum besseren Verständnis:
Die gedrückte Taste GD trennt das Eingangssignal vom Eingang. Damit
entspricht dann die vertikale Position des Strahls dem Massepotential.
Mit Hilfe des Positionsreglers lässt sich der Strahl dann auf eine
bestimmte Bezugslinie legen, z. Bsp. bei Wechselspannung auf die
Mittellinie.
Die Taste AC DC schaltet in der nicht gedrückten Form einen Kondensator
in den Signalweg. Damit wird dann nur noch der reine
Wechselspannungsanteil des Signals ohne einen eventuell vorhandenen
Gleichspannungsanteil auf dem Schirm angezeigt. Das ist z. Bsp.
sinnvoll, wenn man sehen möchte, ob z. Bsp. einer Gleichspannung noch
ein kleiner Wechselspannungsanteil überlagert ist. Für die Messung einer
Gleichspannung muss die Taste bei deinem Oszilloskop gedrückt sein.
Zum Thema Tastkopf: Sollte es sich bei deinem Tastkopf wirklich um den
weiter oben von mir schon erwähnten Teilertastkopf mit einem festen
Teilungsverhältnis von 100:1 handeln, dann ist der wahrscheinlich gar
nicht defekt, er lässt halt nur den hundertsten Teil der zwischen der
Tastspitze und Masse anliegenden Spannung zum Messeingang durch. Solche
Tastköpfe sind nötig, wenn man höhere Spannungen messen möchte als der
Eingang des Oszilloskops verkraften kann. Außerdem wird dadurch das zu
messende Signal auch entsprechend weniger belastet, man misst also
hochohmiger. Das heißt aber auch, damit bei der Verwendung so eines
Tastkopfes eine Spannung von 1 Volt einen Ausschlag von einem Kästchen
auf dem Bildschirm verursacht, darf der Eingangsteilerschalter nicht
mehr auf 1V pro Kästchen bzw. cm stehen, sondern muss auf 10mV pro cm
umgeschaltet werden. Die Sache mit der kalibrierten Stellung wurde hier
ja auch schon angesprochen. Wird der kleine rote Drehschalter aus dieser
Stellung gedreht, dann wird das Signal noch weiter abgeschwächt, das
heißt, der Ausschlag des Strahls auf dem Bildschirm wird noch kleiner
und damit kommen wir den von Dir vermeintlich gemessenen Werten schon
recht deutlich nah.
Auch ich würde Dir zusätzlich empfehlen, Dir mal in aller Ruhe das doch
recht ausführliche und auch verständlich geschriebene Handbuch zu deinem
Oszilloskop durchzulesen. Falls nicht vorhanden, kannst Du dieses von
der Internetseite der Firma Hameg runter laden. Diese älteren Handbücher
erhalten sogar auch noch die kompletten Schaltpläne, welche natürlich im
Falle eines Defektes eine große Hilfe sein können, zumindest bei
rudimentärem Elektronikverständnis. Aber Vorsicht, in so einem
Oszilloskop werkeln auch an einigen Stellen absolut tödliche Spannungen.
Mit besten Grüßen
Murmelchen
Murmelchen schrieb:> Es gab unter der Bezeichnung HZ37 einen Tastkopf mit einem fest> vorgegebenen Teilungsverhältnis von 100:1,
Das auch noch? Mit der Bezeichnung findet sich normalerweise ein
Vorverstärker und ein 1:1/10:1 Tastkopf. Da hatte Hameg wohl bös die
Übersicht über die eigenen Produkte verloren.
http://www.akh.se/hameg/hmzub/hz37.htm
Digitalzwerg schrieb:> @ Steffen>> Naja. Aber jetzt mal ganz offen: Als frischgebackener> Oszilloskopbesitzer liest man erstmal die Bedienungsanleitung und> versucht die beschriebenen Dinge selbst. Unter anderem auch die Prüfung> des Tastkopfes. Sowas ist für einen Oszilloskopbesitzer schon fast> habituell, weil es jederzeit auftreten kann und oft (oder jedenfalls der> Zweifel ob der Tastkopf noch geht) auch auftritt.> Da hättest Du Dir das ganze Hin- und Her ersparen können.
Der hat ja ne Zeit lang funktioniert. Eventuell war mein zweijähriger
Sohn am Gerät. :(
Ich werde nächstes Mal systematischer vorgehen, dazu braucht es aber
auch Erfahrung.