Hallo zusammen, ich bin neu hier und bräuchte eure Hilfe. Ich bin mir nicht sicher auf welches System ich gehen soll und wie ich das Thema in Detail lösen soll. Zur Situation: Ich habe ein Satteldach mit ca. 35° Neigung das auffahrbar ist. Jeder Dachhälfte wiegt ca. 60kg und läuft auf Rollen in einer U-Schiene. Jede Hälfte ist jetzt über je eine Umlenkrolle mit je einem Seilhebezug Einhell BT-EH 500 realisiert (ca. 1000W. 230V Einphasenmotor mit Kondensatorschaltung). (Habe etwas überdimensioniert, da das Dach von der Bremse des Seilzuges gehalten werden muss und ich den Verschleiß gering halten wollte) Per manueller Bedienung läuft das ganze schon wunderbar. Die Seilhebezüge haben elektrische Endschalter, die ich nach Außen legen werde und als Notschalter fungieren sollen. Ich möchte aber einen Schritt weiter gehen, weg von der Manuellen Bedienung. Zur Aufgabenstellung: Das ganze soll Automatisiert bei drücken eines Tasters auf und zu fahren. Konkret zunächst fängt Häflte 1 das Fahren an, dann zeitverzögert (oder mit Sensor gesteuert) Hälfte 2. Beim zufahren umgekehrt. Endpositionen sollen mit Endschalter realisiert werden. Optional soll man das ganze Per Funkschalter und/oder PC betätigen können. Realisierungsideen: 1. Steuerung über ne Siemens Logo 12/24V mit 2 Logo Kontakt. D.h. insg. 8 Relais für die 2 Motoren mit Kondensatorschaltung für Links- Rechtslauf. Die Bedienung über nen PC läuft dann über ein Arduino Board. oder so... Vorteile: Einfach (nach bisherigem Kenntnisstand), relativ sicher,... Nachteile: Teuer (Software USB Kabel...), neues System zu erlernen. 2. Realisierung über ein Arduino board,+ Sold State Relais das ich eh schon Zuhause habe. Mit Arduino habe ich Grundkenntnisse, mehr aber leider nicht. Vorteile: Billig, deutlich Flexibler, mehr Möglichkeiten. Nachteile: Viel Aufwand (Hardware + Software), Zuverlässigkeitsrisiko, Fehleranfällig. 3...?? Nachdem ich in die Microcontrollerwelt noch nicht tief eingestiegen bin, und am genannten Aufbau etliches Schief gehen kann, (wenn der Motor zu stark zieht) bevorzuge ich Möglichkeit 1. Oder sie seht ihr das? Habt ihr ne günstige, zuverlässige und einfache Alternative um das Problem zu lösen? Viele Grüße Michael
Gast
#3426857
Um zwei Dachflächen zwischen ihren Endschaltern hin- und her zu fahren, sind m.E. SPS oder MC völlig überdimensioniert. Sowas schafft man bequem mit 2 oder 3 kunstvoll gekoppelten Relais oder notfalls auf dem Level von TTL-Logichips ... (plus Leistungsschalter).
Gast
#3426927
Moin, ich würde das offen gesagt einen Elektriker machen und dokumentieren lassen. Der wird da nach allem was ich bisher sehe wahrscheinlich eine Logo einbauen, aber das kann dir ja egal sein - Hauptsache, du weißt, was verbaut ist und hast Dokumentation, damit auch dein Nachfolger weiß, was verbaut ist. Wenn du da jetzt mit Arduino-Basteleien irgendwas anfängst, weißt du in einem oder zwei Jahren nicht mehr genau, wie du das gemacht hast, der Quellcode ist auf irgendeiner Festplatte, von der keiner weiß, wo sie liegt, und falls du mal krank bist oder einen Unfall hast, kann niemand irgendwas mit der Anlage anfangen. MfG, Arno
Hallo zusammen, erst mal Danke für die Antworten. Bei den kunstvoll gestalteten Relais sehe ich das Problem, dass sich die beiden Seiten nicht Zeitlich versetzt schalten kann, oder nur einigermaßen Unkontrolliert. Dass ne Logo für die Anwendung überdimensioniert ist, ist mir auch klar. Ich sehe es halt aktuell als die Einfachste Lösung an. Oder gibts ne Alternative zur Logo, die weniger kann und damit auch weniger kostet? Bzgl Doku, ich denke das wird relativ teuer, wenn ich das machen lasse. Die Sternwarte ist nur für meine privaten Zwecke, deshalb sehe ich mich nur selbst dafür verantwortlich, wie gut ich dokumentiere. Ja, mit Arduino sehe ich das ähnlich. Nachdem man von der Basis alles programmieren muss, wirds später komplex dies nachzuvollziehen. Außerdem sehe ich das Risiko der Zuverlässigkeit. Im engeren Sinne ist ja doch nur ne "Bastelei". Viele Grüße Michael
Gast
#3427005
Gast
#3427575
Hi, das hier: http://www.1-wire.de/oxid/1-Wire-Rolladen-Steuerung/ und hinten dran ein Raspi mit der 1-wire steuerung. Easy, sparsam, handbedien- und ausbaubar. HTH
Gast
#3427865
Hallo Michael. Michael Trend schrieb: > erst mal Danke für die Antworten. > Bei den kunstvoll gestalteten Relais sehe ich das Problem, dass sich die > beiden Seiten nicht Zeitlich versetzt schalten kann, oder nur > einigermaßen Unkontrolliert. Was hast Du denn konkret vor? Mit ein paar zusätzlichen Sensoren und Relais sollte das auch zu machen sein. So eine Aufgabe ist für einen intelligenten Menschen ohne Mikrocontrollervorkenntnisse tatsächlich einfacher mit Relais oder Logiggattern zu lösen. Mit Mikrocontrollervorkenntnissen kippt die Sache schnell in die Richtung, das es mit Mikrocontrollern einfacher ist. Nur ganz einfache Auf und Zu Lösungen sind mit Relais einfacher. Die Hauptarbeit ist das Einarbeiten in die Mikrocontroller. Darum würde ich Dir die Klapperrelais ans Herz legen, wenn Du eine schnelle, einfache Lösung suchst, und den Mikrocontroller, wenn Du gleichzeit Spass daran hast und Deine gewonnenen Kenntnisse anschliessend für das nächste Projekt verwenden kannst....wo aufgrund der dann vorhandenen der Mikrocontrollervorkenntnisse die Welt eh anders aussieht. ;O) Logo bzw. allgemein eine SPS sehe ich auch als überkandidelt an. Aber es kann eine schnelle Lösung sein, wenn Geld nicht so wichtig ist. > > Dass ne Logo für die Anwendung überdimensioniert ist, ist mir auch klar. > Ich sehe es halt aktuell als die Einfachste Lösung an. Oder gibts ne > Alternative zur Logo, die weniger kann und damit auch weniger kostet? Früher gab es auch Alternativprodukte z.B. von Mitsubishi oder Telemechanique. Ob es die als Kleinsteuerung noch gibt, und ob die preisliche Vorteile haben, das müsstest Du selber recherchieren. > Bzgl Doku, ich denke das wird relativ teuer, wenn ich das machen lasse. > Die Sternwarte ist nur für meine privaten Zwecke, deshalb sehe ich mich > nur selbst dafür verantwortlich, wie gut ich dokumentiere. Gute Doku kann jeder machen, wenn er alles notiert, was er macht, und dabei berücksichtigt, das es nichts wirklich allgemeingültiges gibt, ( Schwarz ist IMMER Masse.....oder war es hier nicht doch mal blau aus dem oder dem Grund? Bedeutet Vcc hier jetzt 5V oder 12V?) so das besser alles explizit angegeben werden sollte, auch wenn es redundant erscheint oder ist. Wenn Dir beim Kontrolllesen wegen der Redundanz Verwirrung entsteht, hast Du vermutlich einen Fehler gefunden. Redundanz führt eben bei Inkonsitenz zu logischen Stolperern. Dazu hat man sie, so quasie wie bei einer Prüfsumme. ;O) Ein guter Fachmann, der eine gute Steuerung liefert, muss nicht zwangsleufig auch gute Doku liefern. Selbst dann nicht, wenn er formal alle Normen erfüllt. Wenn ein guter Fachmann auch noch gute Doku liefert, heist das noch lange nicht, das man nicht diese Doku trozdem verlegen könnte, oder im entscheidenden Moment in einem feuersicheren Tresor parat hat, der leider 500km entfernt steht. Heisst: Leg Dir eine KOPIE(!!!!) der Doku in den Schaltkasten! Die Originale stellst Du gut weg. Scannst sie ein (wenn sie nicht eh im Original in digitaler Form vorliegen) und speicherst sie an mehreren verschiedenen Stellen (physikalisch andere Festplatten, am besten in anderen Städten in anderen Ländern) weg. > Ja, mit Arduino sehe ich das ähnlich. Nachdem man von der Basis alles > programmieren muss, wirds später komplex dies nachzuvollziehen. Außerdem > sehe ich das Risiko der Zuverlässigkeit. Im engeren Sinne ist ja doch > nur ne "Bastelei". Professionell heisst, dass man es für Geld macht. Das bedeutet nicht zwangsläufig, das man es auch gut macht. "Basteleien" müssen nicht zwangsläufig schlecht und unzuverlässig sein. Geld ist, zugegeben, eine mächtige Motivation. Aber es ist bei weitem nicht die einzigste...... Bastler haben oft die Möglichkeit, wesentlich mehr Zeit in ein Projekt zu investieren, als sich Profis erlauben können. Das kann, jetzt mal ohne Berücksichtigung des Materialeinsatzes, wesentlich intelligentere Lösungen hervorbringen und zu sorgfältigerer Arbeit führen. Profis erfüllen meistens Normen gerade so eben das sie nicht auffallen. Das ist, leider nicht zu selten, ihre einzige echte Profession. ;O) Ok. Der Arduino ist an sich schon kritikwürdig, weil er eben für andere Aufgaben (Kunstobjekte und Spielzeug) konzipiert wurde. Das sollte man dabei im Hinterkopf haben. Gegenseitige Hardware Veriegelungen über Hilfskontakte sind z.B. bei Schützsteuerungen per SPS immer noch üblich und sinnvoll. So schnell kommst Du auch per Mikrocontroller nicht von der Hardware weg. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de
Antwort schreiben
Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.