Induktive Blindleistung an OPV.

Gast #3429056
Lesenswert?

Hi,

Habe mal ein Modell eines OPV hier aufgebaut, wenn ich einen Kondensator 
anschließe, geht das wunderbar. Strom und Spannung sind um 90° 
verschoben, und der Negative Spitzenstrom, hat den Gleichen Betrag wie 
der Positive. Ganz anders, wenn der Verstärker induktiv belastet wird 
(Lautsprecher) wechselt der Strom am Anfang das Vorzeichen, haut dann 
aber immer mehr in die positive Richtung ab. Wo liegt das problem? Man 
kann doch in Realität einen Lautsprecher anschließen. Und der Strom haut 
auch nicht ab. Was fehlt dem OPV Modell mit MOSFETS klappte es auch 
nicht wo ist der Fehler danke!.
Angehängte Dateien:
Gast #3429176
Lesenswert?

Jan R. schrieb:

>> Oder Spule mit Widerstand, wie bei Lautsprechern üblich. ;)
> Reicht dieser kleine Widerstand?

Kommt auf die Offsetspannung an. 40 mV / 4 Ohm sind etwa 10 mA. Wenn die 
Offsetspannung viel größer ist und/oder deren Auswirkungen dich stören, 
mußt Du was dagegen tun.

Jedenfalls kommt Dein überraschendes Simulationsergebnis wohl daher, 
dass Du ein für den Hausgebrauch unrealistisches Bauelement simuliert 
hast, also von Supraleitung mal abgesehen.

Gruß
#3429200
Lesenswert?

Jan R. schrieb:
> Helmut S. schrieb:
>> Hier mal ein Beispiel mit einem Power-Amp.
>>
>> Wie üblich alles in ein beliebiges Verzeichnis kopieren. .asc-Datei mit
>> LTspice öffnen. RUN und fertig.
>
> Ist halt unsymmetrisch, aber ob man das hört?

Bei mir ist nichts unsymmetrisch. In meiner Simulation sieht man das 
Einschwingverhalten auf einen Burst. Ein Lautsprecher ist ein gedämpfter 
Schwingkreis. Da gibt es immer einen Einschwingvorgang.
Gast #3429886
Lesenswert?

Helmut S. schrieb:
> Jan R. schrieb:
>> Helmut S. schrieb:
>>> Hier mal ein Beispiel mit einem Power-Amp.
>>>
>>> Wie üblich alles in ein beliebiges Verzeichnis kopieren. .asc-Datei mit
>>> LTspice öffnen. RUN und fertig.
>>
>> Ist halt unsymmetrisch, aber ob man das hört?
>
> Bei mir ist nichts unsymmetrisch. In meiner Simulation sieht man das
> Einschwingverhalten auf einen Burst. Ein Lautsprecher ist ein gedämpfter
> Schwingkreis. Da gibt es immer einen Einschwingvorgang.

Natürlich! Aber nach dem Einschwingen, bleibt der Strom unsymmetrisch 
zur X-Achse. Das Meine ich.
Persönliche Seite #3430664
Lesenswert?

Bei dem Beispiel von Helmut kann es kein symmetrisches Einschwingen 
geben. Das liegt einfach daran, daß man mit der Nulllinie anfängt und 
dann in EINE Richtung aussteuert. Damit ist automatisch keine niedrigste 
Frequenz mehr gegeben, wenn man es in der frequency domain darstellen 
würde.

Prinzipiell kann man das nicht umgehen! Man behilft sich in der Praxis 
mit Filtern: Bandpaß um die Trägerfrequenz herum. Und dem Fahren von 
Amplitudenrampen.
Und vergißt dann einfach den kleinen Rest von Seitenlinien. Sobald der 
Störabstand einen bestimmten Schwellwert überschreitet, bringen wenige 
dB keinen Nährwert mehr.

Schau dir einfach mal den Unterschied zwischen RZ und NRZ-Übertragung 
über einen Trafo an.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren