Hallo,
ich möchte gerne das OSCCAL Byte eines ATmega32M1 nutzen um die
Störausstahlung zu verwischen.
Gibt es Gründe warum die nicht funktionieren wird?
Im Datenblatt in "Figure 29-20. Calibrated 8MHz oscillator frequency
versus osccal value" lese ich bei 8MHz einen ASCCAL Wert von 96 ist das
immer so solange ich den nicht selbst kalibriere?
Ich dachte der Takt wird wärend der Fabrikation kalibiriert, wird das
anders gemacht?
Vielen Dank Simon
Simon schrieb:> Im Datenblatt in "Figure 29-20. Calibrated 8MHz oscillator frequency> versus osccal value" lese ich bei 8MHz einen ASCCAL Wert von 96 ist das> immer so solange ich den nicht selbst kalibriere?
Ja
Simon schrieb:> Ich dachte der Takt wird wärend der Fabrikation kalibiriert, wird das> anders gemacht?
Hier wurde er auf 96 kalibriert
Simon schrieb:> ich möchte gerne das OSCCAL Byte eines ATmega32M1 nutzen um die> Störausstahlung zu verwischen.
Häää?
Ingo schrieb:> Simon schrieb:>> ich möchte gerne das OSCCAL Byte eines ATmega32M1 nutzen um die>> Störausstahlung zu verwischen.> Häää?
Bei der EMV Messung haben wir bei der Störaustrahlung ein Maximum bei
32MHz (gemessen wird ab 30Mhz). Die Vermutung liegt nahe, dass dies eine
Harmonische des CPU-Takts ist.
Die Hoffnung ist, dass durch Änderung des Taktes diese Störaustrahlung
verteilt und damit unter den zulässigen Bereich sinkt.
@Simon (Gast)
>Bei der EMV Messung haben wir bei der Störaustrahlung ein Maximum bei>32MHz (gemessen wird ab 30Mhz). Die Vermutung liegt nahe, dass dies eine>Harmonische des CPU-Takts ist.
Könnte sein.
>Die Hoffnung ist, dass durch Änderung des Taktes diese Störaustrahlung>verteilt und damit unter den zulässigen Bereich sinkt.
Spread Spektrum arbeitet aber mit deutlich höheren Modulationsferquenzen
als man sie mittels softwaremässiger Umschaltung des Kalibrierbytes
hinbekommt. Aber einen Versuch ist es wert.
Simon schrieb:> Die Hoffnung ist, dass durch Änderung des Taktes diese Störaustrahlung> verteilt und damit unter den zulässigen Bereich sinkt.
... was zwar nichts an der abgestrahlten Störleistung verbessert, aber
auf dem Papier sieht es halt besser aus. :/
Simon schrieb:> ich möchte gerne das OSCCAL Byte eines ATmega32M1 nutzen um die> Störausstahlung zu verwischen.
Ich würde mir da nicht zuviel Hoffnung machen. Wie sollen denn die
internen RC-Takte den MC verlassen?
Detlef Kunz schrieb:> Man kann den RC-Oszilator nicht über OSCCAL modulieren, da der Wert nur> bei einem Reset vom Oszilator übernommen wird.
Doch, das geht schon.
Auszug aus dem Datenblatt, Abschnitt 8.5 "Calibrated internal RC
oscillator":
"By changing the OSCCAL register from SW, see "OSCCAL Oscillator
Calibration Register" on page 33, it is possible to get a higher
calibration accuracy than by using the factory calibration."
Du meinst das "Calibration byte", von dem mit Abschnitt 27.5 gesagt
wird:
"The ATmega16M1/32M1/64M1 has a byte calibration value for the internal
RC Oscillator. This byte resides in the high byte of address 0x000 in
the signature address space. During reset, this byte is automatically
written into the OSCCAL Register to ensure correct frequency of the
calibrated RC Oscillator."
Simon schrieb:> Die Hoffnung ist, dass durch Änderung des Taktes diese Störaustrahlung> verteilt und damit unter den zulässigen Bereich sinkt.
Bei jeder Änderung des Wertes im OSCCAL Register hüpft dann dein
Oszillator auf eine andere Frequenz. Je nach Scangeschwindigkeit und
Mittelung des Speki wird einem dann ein Mischspektrum vorgegaukelt, das
nur vom Messgerät abhängt - was wird bei den einzuhaltenden Grenzwerten
über das Zeitverhalten gesagt? Wenn du deinen µC nicht Vollzeit, d.h. im
1/10-µs-Takt mit OSCCAL-Schreiberei beschäftigen willst, ist die
Umschalterei nur Augenwischerei, weil du - wenn auch nur jeweils kurz -
einen umherhüpfenden Peak erzeugst, der den Grenzwert überschreitet.
Der TO möge bitte posten, wenn er damit Erfolg hatte und seine EMV dann
besser ist.
Nehme mal an, dass es sich bei der Messung um das fertige Gerät handelt.
Ist ja ein bisschen 'von hinten rum'.
Wolfgang schrieb:> über das Zeitverhalten gesagt? Wenn du deinen µC nicht Vollzeit, d.h. im> 1/10-µs-Takt mit OSCCAL-Schreiberei beschäftigen willst, ist die> Umschalterei nur Augenwischerei, weil du - wenn auch nur jeweils kurz -> einen umherhüpfenden Peak erzeugst, der den Grenzwert überschreitet.
Das ist aber ein gängiges Verfahren, welches auch in dem PC eingesetzt
wird, an dem Du gerade sitzt. Google mal nach "Spread Spectrum
Clocking".
Tim schrieb:> Das ist aber ein gängiges Verfahren, welches auch in dem PC eingesetzt> wird, an dem Du gerade sitzt.
Klar, und je nach dem, in welchem Verhältnis die Bandbreite eines
Empfänger zur Spreizbreite steht, wird das (Stör-)Signal abgeschwächt.
Ein Speki, der meint, besonders gut zu sein, weil er schmalbandig
arbeitet, kriegt dann davon entsprechend weniger mit.
Wolfgang schrieb:> Tim schrieb:>> Das ist aber ein gängiges Verfahren, welches auch in dem PC eingesetzt>> wird, an dem Du gerade sitzt.>> Klar, und je nach dem, in welchem Verhältnis die Bandbreite eines> Empfänger zur Spreizbreite steht, wird das (Stör-)Signal abgeschwächt.> Ein Speki, der meint, besonders gut zu sein, weil er schmalbandig> arbeitet, kriegt dann davon entsprechend weniger mit.
Ja, genau das ist die Idee. Und es wird sogar behördlich anerkannt.
Tim schrieb:> Und es wird sogar behördlich anerkannt.
... und gipfelt dann in so Dingen wie PLC, wo das ganze
Kurzwellenspektrum bis auf kleine Bereiche versaut wird, weil die
Grenzwerte "eingehalten" werden.