Schlag für Tischuhr entwickeln

#3436641
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Hallo,
als erstes möchte ich euch mein Problem schildern und dann meine 
angedachten Lösungsvorschläge.

Das Problem ist folgendes: Wir haben eine alte Tischuhr die seit 
Ewigkeiten in Familienbesitz ist, jetzt ist aber die komplette Mechanik 
kaputt. Lösung meinerseits ist ein Quart-Uhrwerk einzubauen. Jetzt hatte 
die Uhr aber einen sehr schönen Schlag, der durch das anschlagen von 3 
Klangstäben realisiert wurde. Jetzt würde ich das ganze gern per µC 
steuern.

Meine erste Idee war es den Schlag wie bei einer elektrischen Türklingel 
zu realisieren. Also einen Federstahl an dem der Hammer befestigt ist 
und dieser wird von einem Elektromagneten angezogen. Leider konnte ich 
keine Elektromagnete finden die noch zwischen den Federstahl und den 
Klangstäben gepasst hätten.

Meine zweite Idee ist es den Arm des Hammers als Winkelhebel zu 
realisieren, damit der Elektromagnet oberhalb der Klangstäbe bleiben 
kann.

Skizzen und Entwürfe folgen gleich, hoffentlich könnt ihr mir schnell 
mir Rat zur Seite stehen.

Frohen 2. Advent, Daniel
#3436658
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Hier kommen Bilder damit man sich vorstellen kann um was es geht. Die 
Zeichnung ist nicht normgerecht und auch nicht vollständig bemasst. Es 
geht in erster Linie nur darum damit ihr eine Vorstellung von dem 
Problem bekommt. Alle wichtigen Maße sind natürlich vorhanden.
Persönliche Seite #3436664
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Daniel S. schrieb:
> Jetzt ist aber die komplette Mechanik kaputt.

So etwas lässt sich reparieren, bei alten Schätzchen ist das gegenüber

> Quart-Uhrwerk einzubauen

zu bevorzugen, denn das ist ein ... Sakrileg.

Das ist wie eine Reparatur eines Biedermeier-Schrankes mit einer 
Presspan-Platte. Oder in einen Flügeltüren-Benz Sitze aus einem Trabant 
einbauen.

(Gut, wenn die Uhr dann doch nicht so ganz alt ist, also sagen wir nach 
1930 hergestellt wurde, dann kann man darüber natürlich anders denken)
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #3436686
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Oder in einen Flügeltüren-Benz Sitze aus einem Trabant einbauen.

Das geht natürlich gar nicht. Deswegen verwendet man für diesen Zweck 
nämlich Campingstühle, die man ganz einfach mit Schellen am Bodenblech 
befestigen kann. Besonders geeignet sind Campingstühle mit 
Bierdosenhalter, weil man so den Komfort noch steigern kann.
Gast #3436731
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Daniel S. schrieb:
> Es ist als Geschenk für meine Eltern gedacht. Es muss genau der Schlag
> sein. Es muss doch eine Möglichkeit geben sowas zu realisieren?!

Sampeln (Aufzeichnen). Bei einem elektronischen Uhrwerk hast die nicht 
die Kraft für einen mechanischen Schlag. Motore oder Magnete machen 
zudem eigene (befremdliche) Geräusche und brauchen zuviel Energie für 
typische Uhrenbatterien. Es sei denn, die Uhr darf ein Steckernetzteil 
haben ...
#3436875
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Du könntest "Hubmagnete" ausprobieren. Die gibts in der Ausführung, dass 
sie entweder ZIEHEN oder auch SCHIEBEN können. Damit kannst du dann 
gegen die Stäbe schlagen. Ggf. brauchst du noch eine Feder, welche den 
Magnet zurückstellt oder die Feder ist schon dabei.

Kannst mal bei Pollin oder so schauen, ob die noch so etwas haben. Kann 
aber sein, dass du hier auch was kleineres brauchst.
Gast #3436885
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Daniel S. schrieb:
> 2. Mir ist egal was die Uhr für einen Sammler Wert ist, für meine Eltern
> geht es nur um den Schlag und das Gehäuse.

Das muss man dann wohl so hinnehmen. Keiner kann Dich davon abhalten 
euer Eigentum zu verschandeln. Aber einer Sache bin ich mir ganz sicher, 
wer  die Eingangsfrage dieses Threads überhaupt stellen muss, der wird 
ohnehin nicht weit kommen. Viel Spaß bei der Technik-Schändung.
#3436909
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@Johannes O.
Die Idee mit den Hubmagneten hatte ich auch schon. In alten Türklingeln 
von Siedle wurde das auch mit Hubmagneten gelöst. Leider weiß ich keinen 
Anbieter der ein großes Sortiment an Hubmagneten hat. Bisher habe ich 
nur welche mit einer Nennspannung von >12V oder welche die nicht 
bezahlbar sind gefunden.

@Guido C.
Leider nicht. Die Uhr hatte 2 Federn, eine für das Uhrwerk und die 
andere für den Schlag. Beide sind kaputt und schwierig zu ersetzen. Im 
Prinzip ist die Uhr eine Pendeluhr gewesen, im inneren (von außen nicht 
sichtbar) schwang ein Bleipendel.
#3436926
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Hallo,

Daniel S. schrieb:
> Die Uhr hatte 2 Federn, eine für das Uhrwerk und die
> andere für den Schlag. Beide sind kaputt und schwierig zu ersetzen.

mein Gedanke ging auch eher in die Richtung die Mechanik „hinter der 
Feder“ weiter zu verwenden. Du müsstest sogar hinter den Mechanismus, 
der das ursprüngliche Schlagwerk gesteuert hat.

Mit freundlichen Grüßen
Guido
Gast #3436942
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kopfkratz
Also wenn Du die Spannkraft der gebrochenen Feder nicht herausbekommst 
wirst Du nie den alten "Schlag" wieder hinbekommen.
Du könntest Modellbauservos nehmen die die Klöppel direkt anschlagen 
lassen aber wie gesagt ohne die genaue Kraft wird das nichts.
Außer natürlich die gebrochene Feder hat die Klöppel nur in eine 
bestimmte Fallhöhe gebracht, das läßt sich aus Deinen Agaben aber nicht 
ersehen ?
Meistens läuft ja eine Nockenwelle dir die Klöppel nacheinander anhebt 
und fallen läßt, ist das bei dem Werk auch so ?
Dann einen Schrittmotor der entsprechenden der Zeit einmal oder zwölfmal 
eine volle Umdrehung macht.
Gast #3436982
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Guido C. schrieb:
> mein Gedanke ging auch eher in die Richtung die Mechanik „hinter der
> Feder“ weiter zu verwenden. Du müsstest sogar hinter den Mechanismus,
> der das ursprüngliche Schlagwerk gesteuert hat.

Das wäre auch mein Vorschlag.
Wenn es wirklich eine Nockenwelle ist, dann könnte man sie mit einem 
kleinen Getriebemotor antreiben.

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