Brückengleichrichter eine Diode kurzgeschlossen

Gast #3439616
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Hi, ich habe hier eine Schaltung mit Gleichrichter, bei der eine Diode 
überbrückt wird. Der Entwickler hat einen 0 Ohm Widerstand vorgesehen, 
um die Diode überbrücken zu können.

Ich habe mal eine kleine Zeichnung gemacht, damit man sich das 
vorstellen kann, was ich meine.

Jetzt die Frage:

Warum sollte jemand das tun? Gibt es irgendeinen Vorteil dadurch?
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Gast #3439793
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Eingangspannung ist 230V Netzspannung.

Der 100 Ohm Widerstand sollte bloß die Last darstellen. Dahinter kommt 
noch eine Schaltung, die ich leider nicht veröffentlichen kann, wobei 
mir deren Funktion auch Kopfschmerzen bereitet...

Das mit dem Einspeisen einer Gleichspannung finde ich bisher am 
logischsten^^
Allerdings ist merkwürdig, dass der Widerstand bestückt ist.

D4 ist noch nicht abgeraucht.

So long... Danke!
#3439817
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Steff schrieb:
> Achso, da sind noch zwei 150nF parallel vorgeschaltet. Also in Serie zum
> Brückengleichrichter. Diese beiden dienen wahrscheinlich zur
> Strombegrenzung und dadurch ist die Diode nicht abgeraucht.

Hmmm...ich fasse zusammen (bisheriger Stand):
 1. Du zeichnest einen Schaltplan
 2. Du läßt funktionsrelevante Bauteile weg.
 3. Du stellst Fragen, wie die Schaltung im Schaltplan funktionieren 
mag.

To Do:
 4. Shitstorm abwarten
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3439950
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Steff schrieb:
> Der Entwickler hat einen 0 Ohm Widerstand vorgesehen, um die Diode
> überbrücken zu können.
Er hat ihn aber nicht bestückt?
Kann sein, dass er statt einem Brückengleichrichter einen 0 Ohm 
Widerstand und die D1 bestücken könnte, falls ihm eine 
Einweggleichrichtung reichen würde. Oder eben keinen 0 Ohm Widerstand 
und eine Brücke vür eine Vollwellengleichrichtung...
#3439967
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Steff schrieb:

> Ich mache eventuell eine neue Skizze. Hatte dummerweise die Kapazitäten
> am Eingang übersehen...

Es gibt eine Trickschaltung, die einmal als Brückengleichrichter
und nach Einbau einer Drahtbrücke als Spannungsverdoppler arbeitet.
Man nimmt die gern, z.B. in ESLs, um wahlweise mit 230V und 115V
arbeiten zu können.
Gruss
Harald
#3439972
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Steff schrieb:
> Warum sollte jemand das tun? Gibt es irgendeinen Vorteil dadurch?

Ich finde das eher unsinnig (abgesehen von der Variante mit der 
optionalen Einweg-Gelichrichtung).

Vielleicht ist Deine Interpretation des optionalen 0-Ohm-Widerstandes 
aber auch falsch. Kannst Du mal die Quelle der Schaltung zeigen?

(Ich kann mich an einen Thread hier im Forum erinnern, wo der unkundige 
TE aus unsagbaren Gründen so eine Verbindung eingezeichnet hat; das 
sollte man nicht nachmachen)

Vielleicht soll hier auch ein kleiner Kondensator seinen Platz finden 
können, das wiederum hat einen Sinn.
#3440016
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Harald Wilhelms schrieb:
>
> Es gibt eine Trickschaltung, die einmal als Brückengleichrichter
> und nach Einbau einer Drahtbrücke als Spannungsverdoppler arbeitet.
> Man nimmt die gern, z.B. in ESLs, um wahlweise mit 230V und 115V
> arbeiten zu können.
> Gruss
> Harald

Mag sein.

In unserem Fall liegt aber D4 direkt an der Wicklung des Trafos.
Da hört es mit 'Trick' auf und mutiert zum Kurzschluss.
Gast #3440025
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Leider kann ich den Schaltplan nicht rausgeben.
Der 0 Ohm ist tatsächlich bestückt und bei dem Gleichrichter handelt es 
sich um einen Bruckengleichrichter im SMD Gehäuse.
Auch messtechnisch hat sich gezeigt, dass die Diode tatsächlich 
überbrückt ist.

Ich denke, dass so nur die positive halbwelle genutzt wird und die 
negative über die Diode kurzgeschlossen wird. Aber warum ist echt 
fraglich.

Morgen mache ich nochmal eine Zeichnung mit allen Bauteilen, die den 
Eingang betreffen.

Die Firma ist ne französische. Damit hat das aber sicher nichts zu tun 
^^

Achso, die Schaltung funktioniert auch, ich versuche sie nur zu 
verstehen.
(Firma: matzetronics) #3440088
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Wenn D4 doch eine Zenerdiode sein sollte, ähnelt das recht gut der 
Eingangsschaltung für ein transformatorloses Netzteil a là Microchip 
Application Note AN954. Gut, es ist noch eine Diode mehr als bei 
Microchip, die schadet aber nicht.
Zeichne mal die C im Eingang und den Widerstand, der da vermutlich auch 
noch im Eingang liegt.
Gast #3440550
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So, Freunde des Rätselratens!

Sorry nochmal, zunächst wollte ich ja blos wissen, ob es iwie Sinn macht 
die Diode in einem Brückengleichrichter zu überbrücken, desewegen auch 
nur die Skizze (kein Schaltplan).

Jetzt nochmal etwas ausführlicher im Anhang. Die Idee mit der 
Stromquelle leuchtet mir nun ein, da am Ausgang des Gleichrichters auch 
noch zwei Zenerdioden hängen.

Danke für die Gedult!
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#3440650
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Steff schrieb:
> Jetzt nochmal etwas ausführlicher im Anhang. Die Idee mit der
> Stromquelle leuchtet mir nun ein, da am Ausgang des Gleichrichters auch
> noch zwei Zenerdioden hängen.

So, und jetzt lass mal D2 u. D4 weg. Das was du dann siehst ist eine 
Greinacher Schaltung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsverdoppler

Da ist nix merkwuerdiges dran. Die haben nur den Brueckengleichrichter 
genommen weil da die beiden Dioden schon passend verschaltet sind und 
diese Teile preiswert zu haben sind.
#3440697
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Michael_ schrieb:
> Aber bei Netzbetrieb macht eine Spannungsverdopplung gar keinen Sinn.
> Wozu sollte da etwas verdoppelt werden?

Die beiden Z-Dioden begrenzen die Ausgangsspannung. Die 
Greinacherschaltung ist bei passend gewaehlten Eingangskondensator ja am 
Ausgang hochohmig.
Die meisten Kondensatornetzteile sind so aufgebaut. Diode D3 sorgt 
dafuer das sich der Eingangskondensator auch umladen kann. Ohne ihn 
wuerde das nach einer Halbwelle Schluss sein mit Gleichrichten. Der 
Verdopplungseffekt kommt hier allerdings nicht zum tragen.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3440741
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Helmut Lenzen schrieb:
> Die meisten Kondensatornetzteile sind so aufgebaut. Diode D3 sorgt
> dafuer das sich der Eingangskondensator auch umladen kann.
Allerdings könnte auch ein Brückengleichrichter diesen bidirektionalen 
Stromfluss herstellen...

Effektiv ist es so, dass diese Schaltung mit der Brücke dank des 
Kondensators C1 ohne Strafe zwischen Voll- und Einweggleichrichtung 
umgeschaltet werden kann. Mehr nicht.

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