LED-Leiste "vibriert" beim anfassen

Gast #3448796
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Hallo Leute,

ich benötige eure Hilfe, denn ich habe ein komisches Problem 
festgestellt.

Ich habe gerade eben 2m LED Leiste in ein Aluminium Profil geklebt.
Diese LED Leiste wird mit 24Vdc versorgt. Diese 24vdc kommen von einem 
Meanwell Schaltnetzteil RS-15-24 (15W 24V).

Wenn ich jetzt aber die Profile anfasse, bzw mit den fingern leicht 
darüber wische, dann merke ich ein vibrieren - wenn alles ausgeschaltet 
ist jedoch nicht mehr.

Die Leisten sind nicht leitend mit den Profilen verbunden. Die Leisten 
haben zu den 24V nirgends Durchgang (weder + nach minus, + nach Alu, - 
nach Alu), was ich mit dem Multimeter überprüft habe.

Das ganze sollte meine Küchenzeile beleuchten, aber jetzt hab ich 
irgendwie schiss bekommen, ob das so gesund wäre, weil das auch im 
"anfassbaren Bereich" liegt.

Nach Datenblatt zu dem Meanwell Netzteil ist das komplett isoliert und 
ich weiß nicht, wo das her kommt

Ist das so Okay?
Ist das irgendwie gefährlich?
Muss man das Abschalten?
Und wenn ja, wie?

Vielen Dank
#3448820
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Vermutung:

Da dürfte durch die Entstörkondensatoren im Netzteil eine schwache 50-Hz 
Spannung auf die LED-Leiste kommen.

Einen Strom von etwa 1mA spürt man dann beim Drüberstreichen, besonders 
bei eloxiertem Aluminum als Vibrieren.

Probeweise:
Messen, ob gegen Erde/Schutzkontakt der Steckdose Spannung messbar ist.
Oder Alu-Leiste probeweise erden. Ist das Vibrieren dann weg?

Gefährlich ist es nicht, da sehr kleiner Strom.

Lässt sich durch Erden des Alu-Streifen beheben.
#3448971
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Ist kein Problem und normal, leider.

Du kannst die Leiste erden, dann wäre das 'Vibrieren' weg.

Dieser Effekt taucht übrigens bei allen nicht-geerdeten Geräten auf, die 
ans Netz angeschlossen sind und ein leitendes Gehäuse haben (bspw. 
USB-Festplatte in einem Alu-Gehäuse, das weder durch das Netzteil, noch 
durch den PC geerdet wird)
Gast #3448993
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Stecker in der Steckdose rumdrehen, dann ist es oft weg bzw kleiner.

Eine mögliche Ursache ist eine kapazitive Kopplung von der Phase auf die 
Masse (der ansonsten erdfreien) des Gerätes. Je nach Aufbau des 
Netzteils kann es sein, dass diese Kopplung unterschiedlich stark ist 
für die beiden Leitungen des Netzkabels.
Gast #3448994
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Der neue Samsung-Fernseher meines Vaters: Dort steckte ich an der 
schwarz lackierten bzw. eloxierten Alublech-Rückseite mal eine 
Kabelverbindung zur Digitalkamera, und zufällig vibrierte meine 
Handrückseite da auch mit Netzfrequenz am Rückwandblech. Mein Vater mit 
robusteren Fingern bemerkte wiederum gar nichts. Aber da ist was, 
Spannung, wenn auch irgend wie schwach kapazitiv gekoppelt. Mich hätten 
die Finger eines Kleinkindes daran mal interessiert. Bei Abschaltung 
richtig über Netzschalter ist da nichts mehr, im Standby aber sehr wohl.

Mein nicht geerdetes Notebook brachte ich mal zum Absturz, als ich über 
USB und ein Board da das geerdete Oszi anklemmte. Für solche Zwecke 
überlege ich, für das Notebook mir mal ein herkömmliches Trafonetzteil 
zu bauen, bzw. das schutzisolierte Labornetzgerät zu verwenden.

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