"Foto-positive Platine" - Kann man diese auch fräsen?

Gast #3452846
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Hallo,

mir ist ein wohl Anfängerfehler unterlaufen:
wollte an unserer Schule eine Prototyp-Platine fräsen und habe 
dummerweise eine "Foto-Positive" Platine gekauft, die nun irgendwie 
beschichtet ist, die Oberfläche ist ja auch nicht leitfähig.

Bekommt man diese Schicht irgendwie runter damit nur das blanke Kupfer 
übrig bleibt um dann die Platine fräsen zu können?

Oder bleibt mir nix anderes übrig eine unbeschichtete zu kaufen?

Wer hat eine Idee?

Danke!
Gast #3452856
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Anfänger schrieb:
> und habe
> dummerweise eine "Foto-Positive" Platine gekauft

Was eine Verschwendung. Ist da keine Anleitung dabei oder verfügbar? Da 
müsste auch drinstehen, womit man die Beschichtung entfernt (womöglich 
ist eine Schutzfolie drauf, die man vorher abziehen muss). Üblich ist 
Natronlauge von wenigen %. Am besten vorsichtig steigern oder eben nach 
Anleitung.

Gruss Reinhard
#3452860
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Du kannst die auch fräsen wenn der lack drauf ist. Nach dem Fräsen würde 
ich die Platine ohnehin mit feinem Schleifpapier entgraten dabei geht eh 
schon ein großteil vom Lack weg. Danach noch mit Aceton drüberwischen 
und gut is. (alternativ sollte auch Nagellackentferner Funktionieren).

mfg
Gast #3452874
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Ok danke das hört sich gut an, Aceton kann ich leicht auftreiben, das 
werd ich versuchen!!

Daniel Münzi schrieb:
> Nach dem Fräsen würde
> ich die Platine ohnehin mit feinem Schleifpapier entgraten

Nimmst Du einfach ein feines Schleifpapier (220ger??) und fährst drüber, 
wird da nicht die Kupferschicht zu stark geschädigt (Sind ja nur 35 um 
Material...)
Gast #3452930
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Wenn Du Aceton zur Verfügung hast, kannst Du die Lackschicht damit sehr 
schnell entfernen. Aber bitte Vorsicht: Aceton ist ein übles Zeug. Es 
entzieht nicht nur der Haut das Fett, sondern ist auch als krebserregend 
bekannt. Deshalb Einatmen der Dämpfe und Kontakt mit der Haut möglichst 
vermeiden. Ansonsten nachher gründlich die Hände waschen und sie mit 
einer fetthaltigen Creme pflegen.

Auch Nagellackentferner kannst Du problemlos nehmen, wenn es einer auf 
Acetonbasis ist (erkennbar am typischen Acetongeruch) - die paar Farb- 
und Duftstoffe stören nicht. Es gibt auch Nagellackentferner auf 
Alkoholbasis. Die sind für Deinen Zweck unbrauchbar.

Falls Du kein Aceton hast, kannst Du die Platine auch einfach insgesamt 
belichten und entwickeln. Solltest Du dann allerdings auch noch die 
Deinem Platinenlayout entsprechende Belichtungsmaske anfertigen können, 
würde ich mir überlegen, dann die Platine gleich so herzustellen, denn 
dann ist das Fräsen ja überflüssig.
#3452948
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LostInMusic schrieb:
 Aber bitte Vorsicht: Aceton ist ein übles Zeug. Es
> entzieht nicht nur der Haut das Fett, sondern ist auch als krebserregend
> bekannt. Deshalb Einatmen der Dämpfe und Kontakt mit der Haut möglichst
> vermeiden. Ansonsten nachher gründlich die Hände waschen und sie mit
> einer fetthaltigen Creme pflegen.

a) richtig
b) woher hast Du daß Aceton krebserregend sein soll?

Gruß
Andreas
Gast #3452962
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LostInMusic schrieb:
> sondern ist auch als krebserregend
> bekannt.

Dass es krebserregend ist wäre mir neu, und dass es dafür auch noch 
bekannt wäre ist mir noch neuer. Soweit ich recherchiert habe gibt es 
bis jetzt keine Hinweise darauf, dass Aceton bei Hautkontakt, Einatmen 
oder Verschlucken krebserregend wäre.
#3452998
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Hi,

Helmut Lenzen schrieb:
> Normaler Spiritus geht, der ist auch etwas umweltvertraeglicher
> als Aceton.

Ob normaler Spiritus geht hängt ganz vom Hersteller der Leiterplatte ab. 
Bei einigen Lacken geht es, bei anderen hat es keinen Effekt.

LostInMusic schrieb:
> Aceton ist ein übles Zeug. Es
> entzieht nicht nur der Haut das Fett, sondern ist auch als krebserregend
> bekannt.

Das mit der Haut stimmt, aber das mit dem Krebserregend (nach heutigen 
Wissensstand) absolut nicht. Aceton wird quasi nicht verstoffwechselt 
sondern unverändert über die Niere wieder ausgeschieden.

Die "ungesunde" Eigenschaft ist halt das es die Schutzschicht der haut 
(temporär) beschädigt und das es in höheren Dosen eingeatmet zu 
Kopfschmerzen / Benommenheit führt.

Kommt da evtl. jemand von den Modellbauern und hat die "Klebstoffe" fürs 
Plexiglaskleben verwechselt? Also das (wirklich üble) Dichlormethan mit 
dem ebenfalls eingesetzten Aceton? (Etwas schlechter geeignet, dafür 
deutlich harmloser)

Auch ist es zwar sicher richtig das es im Sinne von Umweltschutz niemals 
verkehrt ist wo immer es geht die Freisetzung von Chemikalien zu 
vermeiden, aber das Aceton jetzt im Vergleich zu den anderen genannten 
Lösungsmitteln eine stärkere Umweltschädigende Wirkung hat ist auch 
falsch.
Liegt evtl. auch hier eine Verwechslung mit dem Dichlormethan vor?

Ansonsten ist zu dem Thema ja schon alles gesagt. Aceton funktioniert 
bei allen mir bekannten Lacken und mal eben die Platine damit Abputzen 
erfordert auch sicher keinen Umluftunabhängigen 
Chemikalien-Vollschutzanzug. Immerhin patschen sich alleine in 
Deutschland sicher hunderttausende von Frauen das Zeug fast täglich auf 
die Finger beim Nagellackentfernen (Wobei immer mehr Produkte ohne 
Aceton auf den Markt kommen - wegen der Hautschädigenden Wirkung. Auch 
wenn diese bei gelegentlichen Gebrauch nur temporär ist - Ausgerechnet 
bei Kosmetikprodukten aber sehr unpassend)

Gruß
Carsten
Gast #3454712
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Oder einfach "Entschichter". Das ist nichts weiter als 30% ? 
Natronlauge.
Da gehts auch ohne Belichten.
Ansonsten, einen Schwapp Aceton auf die Platine und mit einem 
Baumwolllappen runterwischen. Fertig.

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