Also angenommen man hätte ein Netzteil, was eine Push-Pull Ausgangsstufe
hat (und den Motor somit bremsen kann) dann hindert dich ja niemand
daran, das Verhalten des Motors zu berechnen mit
G(s) * (5/s - 2/s * exp(-4s))
also G(s) des Motors mit einer Funktion multiplizieren, die zuerst auf
5V hoch springt und z.B. nach 4 sec um 2V wieder runterspringt (also auf
3V). Insofern kann man jede beliebige Systemantwort berechnen.
Wenn der Motor jedoch nicht gebremst werden kann, dann hast du
tatsächlich 2 Übertragungsfunktionen. Beim "Hochfahren" gilt das
"normale" Modell, beim "Runterfahren" dann dasjenige Modell, welches die
im Trägheitsmoment von Motor und Last gespeicherte Energie
ausschliesslich im Lager verheizt. Um das zu simulieren, müsstest du im
Prinzip zwei Modelle erstellen, Modell a) welches das Verhalten für das
Hochfahren bestimmt, und Modell b), welches als Anfangsbedingung dann
die Motorspannung von 5V und die in diesem Betriebspunkt ermittelte
Drehzahl hat, und dann einen Input von 3V kriegt.
Einfacher wäre es allerdings, ein vernünftiges Netzteil zu beschaffen
;-) Wenn du den Motor regeln willst, muss sowieso eine Art von Bremse
vorhanden sein, idealerweise eine elektrische Bremse, dann stimmt
nämlich das Modell mit den DGLn in jedem Fall.
Gruss