Hallo,
ich würde gerne beim Renovieren meines Bades die Temperaturregelung für
Dusche und Badewanne über µC realisieren. Die Bedienung soll über
Sensortasten an/hinter den Fliesen erfolgen.
Habt ihr eine Idee wie ich das (hydraulik-)technisch realisieren könnte?
µC mit PID-Regler etc. sind kein Problem...
Ich dachte an:
1) 2x Propoportional-Stellventil für Warm- und Kaltwasser
2) Mischbatterie (versteckt montiert) irgendwie von außen ansteuern -
Schrittmotoren?
3) Zweckentfremden von 2x Heizkreis-Mischern
Meint ihr das funktioniert so oder habt ihr noch eine gute Idee wie ich
das realisieren könnte?
Danke,
Martin
Hallo,
ich möchte dir den Bastelspaß nicht verderben, es gibt aber schon seit
weit über 20 Jahre Thermostatmischbatterien. Die Regeln die Temperatur
auf den voreingestellten Wert.
Gruß Kai
Kai S. schrieb:> es gibt aber schon seit> weit über 20 Jahre Thermostatmischbatterien. Die Regeln die Temperatur> auf den voreingestellten Wert.
Und zwar
- zuverlässig
- langlebig
- ohne Strom
- in passenden Edelstahlgehäusen
- mit passendem Flansch
- preiswert
Ich stelle mir gerade vor, wie du in der Dusche unter 15 (oder 50) Grad
kaltem(heissen) Wasser stehst und verzweifelt versuchst mit deinen
Sensortasten das Wasser in 10tel Grad Schritten auf eine angemessene
Temperatur zu bringen.
Mit einem Einhebelmischer oder einer Thermostatarmatur schaffe ich das
in weniger als einer Sekunde (incl. dem Wasser das noch durch den
Duschschlauch muss)
Manchmal ist analog dem digitalen immer noch deutlich überlegen.
Hallo Martin,
den mechanischen Teil dafür hätte ich schon Zuhause.
2 Ventile gestellt mit 2 Servos und einem PT1000 am Ausgang. Die
Mechanik ist für mich kein Problem...
Das gleiche Projekt hatte ich vor einer weile auch mal angefangen und
dann aus Zeittechnischen fründen wieder aufgegeben.
MfG
Ich plane auch eine automatische Duschtemperaturregelung.
Die Elektronik mit Display und Touchbedienung hinter der Glaswand ist
kein Problem. Auch jahrzehntelanger störungsfreier Betrieb der
Elektronik stellt keine großen Schwierigkeiten dar.
Einziges Problem sind für mich die Mischer und Ventile. Ich finde hierzu
nicht wirklich passende Komponenten die auch trinkwassergeeignet sind.
Bzw. bin ich mir auch nicht sicher ob diese trinkwassergeeignet sein
müssen/sollen?
Ohne Trinkwassereignung finden sich schon viele passende Ventile die
schnell genug sind, aber mit Trinkwassereignung wirds sehr dünn auf dem
Markt kommt mir vor.
Ich will das Wasser in der Dusche nicht trinken...
Bevor ich das in der Dusche mache, will ich aber das Wasser in der
Badewanne automatisch einlaufen lassen und temperieren - da stellt sich
aber auch wieder die Frage wegen der Trinkwassereignung...
Ich wills auch aus der Badewanne nicht trinken...
Müsste ich theoretisch so Schilder anbringen, wo drauf steht, dass das
kein Trinkwasser ist?
hallo, schaut euch mal das Thema Legionellen an. Will sagen, man sollte
gelegentlich das gesomte Warmwassersystem (und zwar vor allem den
Brauseschlauch und den Brausekopf mit heißem Wasser (>70°C) durchspülen
können. Also von einer Regelung die auf Dauer schön warm mischt und
keine Möglichkeit bietet "von Hand zu spülen" würde ich absehen.
Gruß Bernd
Mal von Sinn oder Unsinn des Vorhabens abgesehen finde ich, daß das
Legionellenthema eher kein Problem darstellt.
Ich kenne niemanden der a: jemals Probleme mit Legionellen hatte und b
jemals seinen Duschschlauch vor Benutzung mit mindestens 70°C Heißem
Wasser durchspült. Davon mal abgesehen ist das sowieso nicht immer
Möglich. Mein Speicher z.B. hat eine Solltemperatur von 60°C (Aber die
Heizung macht dennoch son Legionellenschutzprogramm)
Natürlich relativiert sich diese Aussage wenn Personen mit stark
geschwächtem Immunsystem diese Anlage benutzen. Bei der Badewanne würde
ich aber noch weniger Probleme sehen als bei der Dusche.
Ich kenne das Legionellenthema nur vom Boiler. Dieser sollte immer
wieder mal auf die höhere Temperatur gebracht werden.
Allerdings den Brauseschlauch usw. heiß durchzuspülen hab ich noch nie
gehört.
Es gibt ja auch Ventile die man vor die Mischer in die Wand einbaut die
dann einen Verbrühschutz darstellen --> es kann garnicht so heißes
Wasser kommen, dass die Legionellen tötet. (Außer man macht die Wand auf
und stellt das Ventil ab...)
Mit irgendeiner verzwickten Tastenkombination könnte sich das mit einer
elektrischen Duschtemperatursteuerung aber sogar leichter lösen - die
lässt dann einfach für eine gewisse Zeit maximal heißes Wasser durch und
schaltet dann automatisch wieder ab. Machen werd ich das aber nicht.
also den Dimensionen nach würde ich von 2x Heizkreismischern abstand
nehmen.
Und auch so... ich mein... das hab ich schon fix und fertig im
Fachhandel gesehen. Mit Display und allem pipapo. ja, klar, kostet....
Ich weiß auch nicht ob ich eine Bedieung unsichtbar hinter Fliesen haben
wollte...
Und die Temperatur der Badewanne - wo messen? Anlegefühler unten an der
Wanne? Finde ich gegenüber der Dusche noch am interessantesten, da je
nach Wanne und T-Umgebung die Thermostattemperatur am Auslass sowieso
nicht zur Wassertemperatur passt.
Stefan schrieb:> Ich kenne das Legionellenthema nur vom Boiler.
Dann kennst Du nur die Hälfte. In einigen Wohngebieten hat die Hygiene
Proben entnommen. Der meiste Keim sitzt im Duschkopf, Schlauch und
Perlator weil dort kaum die Entkeimungstemperatur erreicht wird. Eine
rote LED zur Erinnerung wäre sicher kein Teufelswerk.
Ventile mit Servos oder Schneckengetriebe (wie beim Heizungsthermostat)
langsam und dosiert zu öffenen ist wahrscheinlich möglich. Nur im Falle
eines Stromausfalls könnte diese Einstellung "etwas länger" bestehen?
Zur Erinnerung z.B.2006
http://de.wikipedia.org/wiki/Stromausfall_in_Europa_im_November_2006#Folgen
Sirko Pöhlmann schrieb:> Und auch so... ich mein... das hab ich schon fix und fertig im> Fachhandel gesehen. Mit Display und allem pipapo. ja, klar, kostet....
Gibt's schon seit Jahren fertig zu kaufen. Das Kleingeld dafür muß man
halt haben...
Oliver
oszi40 schrieb:> Stefan schrieb:>> Ich kenne das Legionellenthema nur vom Boiler.>> Dann kennst Du nur die Hälfte. In einigen Wohngebieten hat die Hygiene> Proben entnommen. Der meiste Keim sitzt im Duschkopf, Schlauch und> Perlator weil dort kaum die Entkeimungstemperatur erreicht wird. Eine> rote LED zur Erinnerung wäre sicher kein Teufelswerk.>> Ventile mit Servos oder Schneckengetriebe (wie beim Heizungsthermostat)> langsam und dosiert zu öffenen ist wahrscheinlich möglich. Nur im Falle> eines Stromausfalls könnte diese Einstellung "etwas länger" bestehen?> Zur Erinnerung z.B.2006> http://de.wikipedia.org/wiki/Stromausfall_in_Europ...
Das klingt plausibel...
Ich werd das auf jeden Fall berücksichtigen im Design.
Wenns notwendig wird, dann soll da ne LED leuchten und der Letzte der
duschen geht legt die Brause auf den Boden und startet das
Antilegionellenprogramm...
Bei einem Stromausfall schließt das Hauptventil automatisch, weil kein
Strom. Es muss auf jeden Fall ein Hauptventil und die Mischer geben.
Sollte das Hauptventiel ein Proportionalventil werden müssen (vielleicht
weil der Mischer den Durchfluss nicht steuern kann - je nach Variante
des Mischers) habe ich immer noch meinen Hausbus als Notstromversorung
mit USV usw. im Hintergrund.
Aber zur Trinkwasserfrage hat noch niemand was geschrieben?
Nach der Lösung der Trinkwasserfrage muss ich "nur" noch Ventile finden
die in Bezug auf Geschwindigkeit und Durchfluss passen.
Heizungsmischer gäbs scho mit geeigneter Durchlussmenge, aber die haben
eeeeewige Stellzeiten. Es is schwierig für diese Anwendung schnell
genuge Mischer und Proportionalventile mit geeignetem Durchfluss zu
finden die man als Normalsterblicher erwerben kann...
Stefan schrieb:> Aber zur Trinkwasserfrage hat noch niemand was geschrieben?
Naja ... wenn Du es in die Trinkwasserleitung einbauen willst, dann muss
es auch für Trinkwasser geeignet sein.
Wenn es nicht für Trinkwasser geeignet ist wird das Trinkwasser
verunreinigt. Im Gegensatz zum Wasser das ja nur in eine Richtung
fließen soll, können sich die Verunreinigungen auch Rückwärts durch die
Leitung bewegen und so zu anderen Zapfstellen gelangen.
Martin schrieb:> Ich dachte an:>> 1) 2x Propoportional-Stellventil für Warm- und Kaltwasser
Wir haben für die Hydraulik in unseren Fahrzeugen Proportionalventile,
die über PWM gesteuert werden. Da brauchst du keine zusätzlichen
Stellmotoren.
Unsere Wegschieber haben dann noch einen Wegaufnehmer für jedes Ventil
integriert.
Könnte mir vorstellen, dass es das auch ähnlich für Wasser gibt.
Ein ehemaliger Freund hatte im ganzen Haus das so eingestellt, dass er
auf Knopfdruck eine angenehme Badetemperatur hatte, sonst manuell.
Vielleicht ist das auch ein Gedanke wert.
Grafiksucher schrieb:> Stefan schrieb:>> Aber zur Trinkwasserfrage hat noch niemand was geschrieben?>> Naja ... wenn Du es in die Trinkwasserleitung einbauen willst, dann muss> es auch für Trinkwasser geeignet sein.>> Wenn es nicht für Trinkwasser geeignet ist wird das Trinkwasser> verunreinigt. Im Gegensatz zum Wasser das ja nur in eine Richtung> fließen soll, können sich die Verunreinigungen auch Rückwärts durch die> Leitung bewegen und so zu anderen Zapfstellen gelangen.
Dann dürfte es aber nirgendswo eine Brauchwasserentnahmestelle geben wo
man Ventile einsetzt die nicht trinkwassergeeignet sind?
Es geht ja nicht um Verunreinigungen wie Bakterien die sich
weiterbewegen, sondern um Metalle und Kunststoffe in den Ventilen die
eventuell Weichmacher oder sonstige Stoffe absondern die man nicht gerne
trinken möchte. Ich bezweifle, dass sich diese sehr weit von den
Entnahmestellen gegen die vorgesehene Flussrichtung bewegen...
Irgendwie bezweifle ich auch, dass diese Stoffe beim Duschen oder Baden
ein Problem sind - beim trinken natürlich - aber beim Duschen und Baden?
Dann dürfte man sich nie bei einer Brauchwasserentnahmestelle die Hände
waschen...
Hallo,
zum Thema Trinkwassereignung:
kürzlich stand ich vor dem Problem ein nicht trinkwassergeeignetes
System an das Wassernetz anschließen lassen zu müssen. Hierbei erklärte
der Installateur folgendes:
Alle Teile, die ans Wassernetz angeschlossen werden brauchen eine
DVGW-Zertifizierung.
Fehlt diese, ist ein Anschluss ans Trinkwassernetz ohne besondere
Vorkehrungen nicht möglich. Hier müssen sog. Systemtrenner eingesetzt
werden. Das ist eine Einheit mit redundanten Rüchschlagventilen.
Hintergrund ist, dass nicht nur Verunreinigungen entgegen der
Fließrichtung wandern könnten, sondern auch bei einer Unterbrechung der
Wasserversorgung ein Unterdruck anliegen könnte, auf jeden Fall bei
höher gelegenen Entnahmestellen im Wohngebiet. Öffnet man dann den Hahn,
strömt Luft ein und eventueller Schmodder verteilt sich rückwärts im
Leitungsnetz.
Viele Grüße
S
Hallo Martin, Stefan,
wie schon beschrieben habe ich das Projekt vor längerer Zeit schon mal
angefangen und jetzt wird es wieder aktuell, da ich demnächst Hausbauen
werde.
Mit meiner Hardware habe ich in den letzten Tagen einige Erfahrungen/
fortschritte gemacht.
Von dem Thema die Ventile mit einem Servo anzusteuern bin ich wieder
abgekommen (wäre auch zu schön gewesen, wenn das funktioniert).
Habe auch sehr viel im Internet gesucht, aber fertige Aktoren gibt es
nur sehr wenige und wenn ich mal einen gefunden habe war dieser
unbezahlbar.
Ich habe mit mal einen passenden Getriebemotor bestellt, mit welchem ich
jetzt ein 3 wege Kugelventil (1/2“) ansteuern werde.
Die Mechanik stellt für mich kein Problem dar, leider habe ich es mit
der Elektronik nicht so.
Ich hoffe, dass ich bis Ende dieser Woche die neue Mechanik fertig habe.
Da ich jetzt nur einen normalen Motor verwende, wird eine
Positionsrückmeldung nötig, denkt ihr ein normaler Poti auf die Welle um
die Winkelbewegung auszuwerten reicht da?
Eventuell können wir uns ja zusammen tun und ein Gemeinschaftsprojekt
daraus machen.
Ich würde die ganze Einheit gerne autark laufen lassen, nicht so dass
man vom Hausbus in diese Regelung mit eingreifen kann.
MfG Christoph