Der VDI erklärte erst kürzlich erneut, in 2013 seien (so, wie in 2012)
die Gehälter um 3% gestiegen. Abgesehen davon, dass dies nur ein
Teuerungsausgleich wäre, dürfte das nicht bei jedem der Fall gewesen
sind.
Ich würde das gerne mal nachfrage, auch wenn der Querschnitt der
Forenteilnehmer nicht representativ sein dürfte.
Wichtig wäre in dem Zusammenhang, ob ein Stellen- ein Positions oder ein
Aufgabenwechsel stattgefunden hat und ob es eine Verhandlung gab.
Bei mir sieht das so aus:
2010 Automatische Anpassung nach Tarif 2,5 ohne Zulagenerhöhung
2011 Automatische Anpassung nach Tarif 2,5 mit 200,- Zulagenerhöhung
nach Verhandlung
2012 9% mehr nach Stellenwechsel
2013 2% mehr nach Aufgabenwechsel
2014 nur ERA-Anpassung geplant
Ich sehe da regelmässig bei Weitem keine 3%, nur wegen des
Firmenwechsels gab es mehr.
03/2012 - ca.10% Fixgehalt
05/2013 - ca. 7% Fixgehalt + ca. 12% Boni (Persönliches-, Team- und
Unternehmensziel) hatte ich im ersten Jahr zugunsten der
Fixgehalterhöhung ausgeschlagen
02/2014 - 5-7% Fixgehalt ansonsten bin ich weg ;)
Zu den Boni, ich weiß das die Unternehmensziele nie geschafft werden,
letztes Jahr gab es nur 25% von dem Bonus, Teamziele werden erfüllt sind
aber auch der geringste Posten und von den Persönlichen Zielen konnte
ich nicht alle erfüllen da teilweise Projekte gestrichen wurden oder
erst im letzten Quartal angefangen wurden. Ist zwar nicht meine Schuld,
aber läuft trotzdem darauf raus das es nur die hälfte gibt. Genau das
war auch der Grund warum ich erst auf die Boni verzichtet habe.
Zu den Anfänglich hohen Fixgehaltsteigerungen ist zu sagen, dass ich
sehr niedrig eingestiegen bin und erst beweißen musste das ich auch ohne
Studium als Softwareentwickler tauge und dann eben auch entsprechende
Forderungen gestellt habe. Letztlich kam noch ein Aufgabenwechsel hinzu
und deutlich mehr Verantwortung. Üblich sind bei uns 3-5%. In Prozent
hört sich das jetzt auch sehr viel an, in Zahlen bin ich hier mit 42k
eingestiegen und bin bei Fix 49k + 6k Bonus von denen höchsten 2-3k
bezahlt werden.
Hier meine Gehaltssteigerungen der letzten Jahre, dabei sind sowohl
Tarifrunden als auch persönliche Steigerungen enthalten:
2010: 5%
2011: 5,25%
2012: 6,5%
2013: 5,6%
2014: > 7%
Ein Stellen- oder Aufgabenwechsel hat in dieser Zeit nicht
stattgefunden. Verhandlungen gab es immer mal wieder durch das jährliche
Mitarbeitergespräch.
Auch wenn ich den VDI für einen Lügenverein halte, liegt er mit seinen
angegebenen 3% deutlich unter meinen Erfahrungen.
Das ist auch nur gerecht, da es neben dem Inflationsausgleich
gerechterweise auch einen Anteil am Produktivitätswachstum für die
Arbeitnehmer geben muss.
2010: nur Tarif (2,5%)
2011: nur Tarif (2,7%)
2012: AG Wechsel (+10%) Konzernjob zu langweilig, deahalb:
2013: AG Wechsel (-20%) Kein Witz! Unternehmen nicht im Tarifverbund
2014: +25% nach Androhung der Kündigung und 2 langen Gesprächen.
2015 und 2016: 0% (ist Bedingung vom Chef, kann es also jetzt schon
sagen)
Mirco schrieb:> Der VDI erklärte erst kürzlich erneut, in 2013 seien (so, wie in 2012)> die Gehälter um 3% gestiegen.
Gilt nur für Angestellten der Hartemetaller. ;)
Tariflose haben in letzten 12 Jahren Gehaltseinbußen hinnehmen müssen,
selbst die Tarifler, wenn man mit der wahren Inflation rechnet.
Es wäre interessant, wenn sich nur die Tariflosen hier äußern würden und
auch nur Gehaltssteigerungen benennen, die sich nicht durch Aufgaben-
oder Stellenwechsel ergeben haben, sondern einfach nur aus der
Berücksichtigung gestiegener Lebenskosten.
Und dann wäre es interessant, ob die Firma freiwillig für jeden den
jährlichen Inflationausgleich gewährt oder man betteln muss. Kenne
jedenfalls einen Fall, da sind die Gehälter für alle 5 Jahre lang
eingefroren worden, also kein Inflationsausgleich.
Da wäre es mal schön zu erfahren, wie repräsentativ das ist.