Hallo,
ich bin auf der Suche nach einem Permanentmagneten (Abmessungen: Max
14mm Hoch, Durchmesser mindestens 10mm) der Flussdichten von mindestens
700mT ca 1mm über der Oberfläche liefert. Und zwar beidseitig, ohne
weitere Eisenkerne.
Gibt es das überhaupt? Ich habe mir schon welche bestellt, die das
nominell erfüllen sollte (N45, deutlich über 1T). Die haben aber weniger
als die Hälfte.
Welcher seriöse Händler bietet sowas an? Also jemand der das auch
Garantiert, oder mit dem ihr Erfahrung habt.
Vielen Dank und Grüße
> Gibt es das überhaupt? Ich habe mir schon welche bestellt, die das> nominell erfüllen sollte (N45, deutlich über 1T). Die haben aber weniger> als die Hälfte.
Hmm, ich hätte jetzt auch erwartet, daß die das bringen, auch in 2mm
Entfernung.
Was misst du, wenn du direkt an der Oberfläche misst ?
Was misst du, wenn du den Sensor direkt zwischen 2 aufeinandergestellte
packst ?
N52 bringt zwar noch etwas mehr, aber nicht das doppelte.
Hallo,
ich habe ein Hall Sensor. Irgend ein fertiges Gerät mit Display was
kalibriert auch ist (sein sollte). Die Messwerte passen auch aus der
Erfahrung (Vergleich mit einem Selbstgebastelten Hall-Sensor, Berechnung
einer Spule, Feld eines anderen Permanentmagneten) . Es kann auch mehr
anzeigen (ist also nicht in Sättigung) z.B. wenn die Dinger in einem
U-Förmigen Eisenstück sind geht mehr als 1T.
>Ja, ich habe deren Homepage gesehen. Kannst du die empfehlen?
Bei solchen Sachen geht es doch in der Hauptsache darum: Haben die was
ich brauche?
Den Laden gibt's seit mehreren Jahren und hat seinen Sitz in
Germanistan.
Schätze mal, dass man die noch nicht in Bankrott geklagt, oder ins
Ausland verjagt hat.
Hallo,
Spin schrieb:> ich bin auf der Suche nach einem Permanentmagneten (Abmessungen: Max> 14mm Hoch, Durchmesser mindestens 10mm) der Flussdichten von mindestens> 700mT ca 1mm über der Oberfläche liefert. Und zwar beidseitig, ohne> weitere Eisenkerne.
Ich würde mir an Deiner Stelle mit einem einfachen FEM-Programm mal
angucken, wie die Feldverteilung aussieht und dann mit der Geometrie und
der Remanenzinduktion des Magnets "spielen".
Passende Software gibt's für lau: http://www.femm.info Leider nur für
dieses Mikey$oft-Zeug, läuft aber auch im Wine.
...und hier ist genau Deine Anwendung als Beispiel durchexerziert:
http://www.femm.info/wiki/PermanentMagnetExample
Grüßle,
Volker.
Hallo,
ich habe dein Problem mal kurz mit FEMM simuliert (Zylinderförmiger
Magnet, h=17mm, d=20mm und komme in etwa auf die von dir beschriebenen
0.5T in Abstand von 1mm. Einen Plot von |B| über den Abstand habe ich
angehängt.
Die beschriebenen 1T ist die Remanenzflussdichte und eine theoretische
Größe und sagt nur indirekt etwas über die resultierende Flussdichte in
der umgebenden Luft aus. Sie wären etwa bei bei einem perfekten
magnetischen Rückschluss mit einem unendlich kleinem Luftspalt in eben
jenem anliegend ;-)
Die Luft um den Magneten stellt für diesen eine "Belastung" dar, die zu
kleineren Flussdichten führt.
Ohne Eisen oder eine Konstruktion ala Halbach-array wird das nicht mehr
werden. Selbst mit einem deutlich größeren Magneten nicht.
Wofür brauchst du denn Flussdichten von >1T ?
Ich würde mal vermuten das der Entmagentisierungsfaktor einfach zu groß
ist. Die Daten für das Magnetmaterial (insbesondere die Remanenzstärke)
gelten halt für einen Ringkern oder einen sehr langen Magneten. Es ist
das Magnetfeld in der Luft das so viel Energie kostet.
Die FeNdB Magneten sind nicht so verschieden von der Qualität, so dass
es so ein gutes Material wohl nicht gibt, um die originale Forderung zu
erfüllen.
Wenn man immerhin schon fast die Hälfe erreicht, hätte man eine Chance
mit einem etwa 2,5-3 mal längeren Magneten. Alternativ geht wohl auch
ein Eisenkern, oder eine andere Form, etwa mit Spitzen. Eine FEM
Simulation kann da helfen, oder ggf. auch fertige Formeln für einfache
Fälle.
Guten Tag,
alles klar! Vielen Dank für die hilfreichen Infos und vor allem für die
Simulation. Ich hatte halt gefragt, wie das Magnetfeld gemessen wurden,
und mir wurde gesagt, direkt über dem Magneten. Daher war ich iritiert
von dem niedrigen Feld.
Viele Grüße
1 Tesla an der Oberflaeche ist gut machgbar bei geeigneter Geometrie.
Welche aber sicher nicht ein kurzer Rundmagnet und sonst nichts ist. Die
Geometrie muss so gewaehlt werden, dass die Feldlinien durch die Luft
wollen. zB mit einem Eisen/Ferrit Torus, der zwei mal getrennt wurde,
auf der einen Seite fuer den Permanentmagneten, und auf der anderen
Seite wo man das Feld auch verwenden will. Es bringt uebrigens nichts
solche Permanentmagnete kaskadieren zu wollen. Zwei in Serie sind nicht
besser als einer.
Was soll das Ganze ueberhaupt ?