Sehr kleine Schrittmotoren ansteuern

Gast #3489578
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Hallo zusammen,
ich habe vor einiger Zeit einige sehr kleine Schrittmotoren gekauft 
(http://dx.com/p/266666). Diese sind sehr klein, deswegen möchte ich 
auch gerne eine sehr kleine Schaltung dafür entwerfen.
Da ich die Motoren mit 3,3 V betreiben möchte, fallen auch die meisten 
ICs weg.

Hat jemand konkrete Vorschläge? Z.B. mehrere H-Brücken im SOIC-Gehäuse?

Grüße,
Chris
Gast #3489603
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Die klassische H-Brücke ist etwas was in Richtung Power geht.

Wenn die Motore mit dieser geringen Spannung laufen, warum nicht diskret 
mit Hühnerfutter aufbauen? Die meisten mir bekannten ICs sind viel 
größer.

Da es auch nicht um die dicken Ströme geht, sind die Sicherheitsbedenken 
bzw. –maßnahmen auch entsprechend gering.

Mein Heizungsregler steppt auch durch die Gegend. Da sieht man auch die 
typischen vier "Kleckse".
Gast #3489625
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Ein paar mA sind es leider nicht. Bei 3.3V messe ich gerade 150 mA bei 
einer Windung...

Diskret mit vielen Transistoren aufbauen wird doch recht groß, oder 
nicht? Ich bräuchte ja pro Windung eine volle H-Brücke, also 8 
Transistoren pro Motor.
Gast #3489634
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Max H. schrieb:
> Chris schrieb:
>> Diskret mit vielen Transistoren aufbauen wird doch recht groß, oder
>> nicht?
> Mosfets für >150mA gibs auch im SOT-23. Ein Mosfet Pärchen in SO-8 wäre
> vermutlich gleich groß.
> Wie groß darf deine Schaltung werden?

Das stimmt wohl. Ich habe momentan nur die Vorstellung, so klein wie 
möglich, aber noch Hand-Bestückbar. Mindestgröße (durch die Motoren) 
wäre 2x1.5 cm. Da passt das 'Hühnerfutter' natürlich bestens drauf :)
Gast #3489642
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Max H. schrieb:
> So ein SO-8 ist ca. 5*6mm (inkl. Füßchen) groß. Also haben 4 davon auf
> der Mindestgröße Platz.

Richtig. Und beidseitige Bestückung ist auch kein Problem. Also werde 
ich diese Lösung zunächst anpeilen.

Magnus M. schrieb im Beitrag #3489638:
>
> Woher hast du denn die technischen Daten der Schrittmotoren?

Die habe ich nicht gefunden. Aber wenn ich eine Windung direkt an 3.3V 
anschließe, erhalte ich eine recht starke Bremswirkung. Also gehe ich 
zunächst davon aus, dass diese Spannung ausreicht.
Die Motoren sind wirklich winzig. Das Gehäuse ist nur 1cm lang.
#3489649
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Max H. schrieb:
> So ein SO-8 ist ca. 5*6mm (inkl. Füßchen) groß. Also haben 4 davon auf
> der Mindestgröße Platz
> Und ein SOT-23 ist 3*2.8mm (inkl. Füßchen).

Und dazu noch ein kleiner PIC10 im SOT23-6 der dir aus dem 
Clock/Direction Signal die Steuersiganle für die Spulen erzeugt. Mit 2 
Ausgängen ist aber nur vollschritt möglich. Für Halbschritt müsste man 
auf einen 8-Pin µC wechseln
Gast #3489652
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Max H. schrieb:
>
> Und dazu noch ein kleiner PIC10 im SOT23-6 der dir aus dem
> Clock/Direction Signal die Steuersiganle für die Spulen erzeugt. Mit 2
> Ausgängen ist aber nur vollschritt möglich. Für Halbschritt müsste man
> auf einen 8-Pin µC wechseln

Das klingt sehr gut. Danke! Habe auch noch ein paar PIC12F683 rumliegen. 
Das wäre doch perfekt.
Gast #3489657
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Max H. schrieb:
>
> Und das Programm wäre auch relativ einfach. Ich würde es so machen:
> Auf eine steigende Flanke am Clock Eingang pollen, eine 2/3 bit Variable
> abhängig von Dir in/-dekrementieren und aus einer Lookup-Table die Werte
> für die Ausgänge holen.

Oh ja, das werde ich ohne Probleme hinbekommen. Vielen Dank für die 
ganzen Tipps :)
Gast #3489670
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Chris schrieb:
> Die habe ich nicht gefunden. Aber wenn ich eine Windung direkt an 3.3V
> anschließe, erhalte ich eine recht starke Bremswirkung.

Das ist keine ausreichende Aussage, normalerweise werden Schrittmotoren 
sogar mit wesentlich mehr als ihrer Nennspannung betrieben, da sonst die 
mögliche Drehzahl zu gering ist. Es kann also sein, dass deine Motoren 
mit 3,3 V zwar laufen, aber nur extrem langsam, und bei höherer 
Schrittfolge Schritte verlieren bzw. stehenbleiben und rattern. Ohne 
Daten kannst du das nur ausprobieren.

Gruss Reinhard
(Firma: mechapro GmbH) Persönliche Seite #3489754
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Ohne Datenblatt kann man da keine Empfehlung abgeben. Gerade bei solchen 
Ministeppern gibt es durchaus Typen, die noch für 
Konstantspannungsbetrieb (also ohne Stromregelung) gedacht sind. Sowas 
setzt man z.B. in PKW-Tachos ein. Wenn man die Spannung erhöhen will, 
müsste man erstmal ermitteln, mit welchem Strom man den Motor dauerhaft 
betreiben kann. Und dann benötigt man natürlich eine Stromregelung.

Sollen es dann doch nur 3,3V sein und Konstantspannungs-Ansteuerung, 
muss man darauf achten, dass man so wenig Spannung wie möglich an den 
Transistoren verliert. Das spricht eher für eine Lösung mit FETs. Beim 
BA6845 veliert man an jedem Transistor mindestens 0,5V, hat also nur 
noch 2,3V am Motor. Der A4983 hat zwar FET-Brücken, benötigt aber 
mindestens 8V. Und dem PCA9629 fehlen die FETs, alles andere kann man 
auch selbst im µC machen. Ich würde einfach ein paar Logik-Level FETs 
(N- und P-Kanal) nehmen und fertig.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Gast #3489963
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.... schrieb:
> Wenn ihr mosfettreiber verwendet, warum braucht ihr dann eigentlich
> Mosfets für 150mA ???

Eben. Und bei dem einen hat er gleich zwei Halbbr"ucken pro SOIC-8.

Ausserdem: f"ur 'nen Schrittmotor braucht man auch nur 3 Halbbr"ucken, 
wenn man keine 4 haben will. Man benutzt eine davon f"ur beide 
Wicklungen, die zwei anderen um 'ne passende Differenz dazu 
hinzubekommen.

Steuert man einen Schrittmotor an (Mikroschritt!), dann m"ussen die 
(Sinus-)Spannungen der 2 Wicklungen um 90 Grad verschoben sein. 
Zeigerdiagramm aufmalen... Nun ist nach Thales jeder Winkel im 
Thaleskreis ein RECHTER, auch f"ur den Sonderfall des gleichschenkligen 
Dreiecks. So und nun vorstellen, die Ber"uhrpunkte des Dreiecks sind die 
3 (integrierten PWM-)Spannungen aus den 3 Halbbr"ucken und die zwei 
Katheten die Wicklungsspannungen.

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