Hallo,
für ein Projekt bin ich auf der Suche nach einem Einbaumessgerät um den
Wattverbrauch ( am liebsten Digital ) visuell darstellen zu können. Die
großen Elektroversandhäuser hab ich alle durch.
Hat hier jemand einen Tipp für mich?
Grüße,
Jürgen
Na gut, dann eben ein Messinstrument welches den Stromverbrauch in Watt
darstellt, Umgangssprachlich lag mir Wattverbrauch im Kopf..
Verbraucher -> 230V - LED Leuchtmittel -> Anzeige, Stromverbrauch / Watt
Ich kenne von Früher noch Einbauinstrumente mit Zeiger, aber sowas gibts
nit mehr :/
Vielleicht kannst du etwas anfangen mit diesen einfachen digitalen
Stromzählern ausm ebay, manche davon können auch die Momentanleistung in
W anzeigen.
Helge A. schrieb:> Vielleicht kannst du etwas anfangen mit diesen einfachen digitalen> Stromzählern ausm ebay, manche davon können auch die Momentanleistung in> W anzeigen.
Daran hatte ich auch schon gedacht - das ganze soll in einen
Musterkoffer für LED´s verbaut werden und wie wir Sparfüchse eben so
sind, brauchen wir einen Nachweis für den auf der Verpackung angegebenen
Verbrauch.
Du willst nicht den "Verbrauch" messen, Du willst die momentane
Leistungsaufnahme messen. Die wird in Watt angegeben.
Also brauchst Du ein Leistungsmessgerät.
Als "Verbrauch" wird umgangssprachlich das Produkt aus Zeit und Leistung
bezeichnet, das ist das, was der "Stromzähler" anzeiht. Der Verbrauch
wird in Wattstunden (Wh) oder Kilowattstunden (kWh) gemessen.
Die Kunden, denen Du Deinen LED-Koffer vorführst, interessiert nicht,
was der LED-Koffer in den letzten Wochen gemacht hat, sondern sie
interessiert, was die jetzt gerade eingeschaltete LED benötigt - und das
ist eben die Leistung.
Wenn es um Heimbeleuchtung geht, solltest Du noch die Zusatzinformation
mitliefern, daß 1 Watt im Dauerbetrieb (365 Tage à 24 Stunden) 8.76 kWh
entspricht.
Du könntest zusätzlich zur Anzeige der aktuellen Leistung ein weiteres
Leistungsmessgerät mit diesem Faktor anzeigen lassen und das mit
"Jahresstromverbrauch bei Dauerbetrieb" beschriften.
@wendelsberg,
vielen Dank, der PAC4200 wäre schon super, aber auch hier wäre das gute
Stück Elektrotechnik überdimensioniert. Der Preis ist auch nicht zu
verachten..
Die GMW LED Messmodule sind aber alle für Gleichstrom?
@ Rufus Τ. Firefly
korrekt, das wäre wohl genau das was man als potentieller Kunde
erwartet.
Ich bin eigentlich nur für das Design/Ausbau des Koffers Zuständig, man
hat mir nun aber die "Leistungsmessung" auch auf´s Auge gedrückt.
Nun wäre ich noch für einen Lösungsvorschlag dankbar.
Jürgen schrieb:> hat mir nun aber die "Leistungsmessung" auch auf´s Auge gedrückt.
Wie wird der versorgt, auf welcher Ebene soll die Leistung gemessen
werden? Gleich- oder Wechselstrom? Welche Leistungswerte sind zu
erwarten?
wendelsberg
Geplant Ist folgendes:
15 x LED-Leuchtmittel 230V/AC mit einer Leistungsaufnahme zwischen
3-20Watt
4 x LED-Leuchtmittel Vesorgung durch LED-Treiber, Messung sollte
natürlich an der Sekundärseite erfolgen.
Stromversorgung des Koffers durch Netzkabel mit Kaltgerätestecker,
Hauptschalter und Vorsicherung?
Wenn es um Netzspannung geht, dann eignet sich als günstige Fertiglösung
der KD-302, den es bei Reichelt gibt*. Den könnte man --vorausgesetzt,
man weiß ganz genau, was man tut-- von seinem Gehäuse befreien und
quasi als "Panelmeter" in den Koffer einbauen.
> Vesorgung durch LED-Treiber, Messung sollte> natürlich an der Sekundärseite erfolgen.
Warum sekundärseitig? Den potentiellen Nutzer wird die Leistungsaufnahme
des Gesamtsystems interessieren, denn die bezahlt er letztlich.
*) Update: Reichelt scheint das Gerät aus dem Lieferprogramm genommen zu
haben. Das ist ärgerlich, denn das Ding war erwiesenermaßen gut (wie der
von Reichelt selbst verlinkte Test in der c't auch belegte).
Harald Wilhelms schrieb:> Rufus Τ. Firefly schrieb:>>> Also brauchst Du ein Leistungsmessgerät.>> Früher sagte man ganz einfach Wattmeter dazu.
Früher gabs auch noch keine Leds :-/
Interessenbogen schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>> Rufus Τ. Firefly schrieb:>>>>> Also brauchst Du ein Leistungsmessgerät.>>>> Früher sagte man ganz einfach Wattmeter dazu.>> Früher gabs auch noch keine Leds :-/
Na gut, dann eben ein Led-Meter.
Jürgen schrieb:> Daran hatte ich auch schon gedacht - das ganze soll in einen> Musterkoffer für LED´s verbaut werden und wie wir Sparfüchse eben so> sind, brauchen wir einen Nachweis für den auf der Verpackung angegebenen> Verbrauch.
Um die Sparsamkeit der LED-Leuchtmittel zu untermauern, nützt das
Wattmeter alleine gar nichts. Zusätzlich braucht man einen
photometrischen Lichtsensor, der entsprechend der spektralen
Augenempfindlichkeitskurve den Lichtstrom mißt, i.e. ein Lumen-Meter.
Die interessante Größe für die Anzeige ist dann der Quotient aus beiden,
also der Wirkungsgrad z.B. in lm/W.
Harald Wilhelms schrieb:> Ein Lumen-Meter gibts nicht; da brauchst Du schon eine Ulbricht-Kugel.
Wieso soll es kein Lumen-Meter geben?
Klar, dass der optischen Aufbau dazu mit eine Ulbricht-Kugel realisiert
werden muss und man einen Sensor mit der passenden spektralen Gewichtung
braucht.
Was nützt einem aber alleine die elektrischen Leistung, wenn man die
Lichtausbeute dazu nicht messen kann?
Michael schrieb:> Was nützt einem aber alleine die elektrischen Leistung, wenn man die> Lichtausbeute dazu nicht messen kann?
Da hast Du zwar im Prinzip recht, ich frage mich nur, wie Du mit
einem solchen Gerät:
http://www.gigahertz-optik.de/files/1_ulbrichtkugel_lichtstrom.jpg
Messungen bei einem Kunden machen willst.
Gruss
Harald
Hallo,
@fossi, VIELEN DANK für den Tipp, ich hab mir gestern noch einen Bausatz
von ELV schicken lassen - ist heute bereits eingetroffen. Das ist nahezu
perfekt und kann recht einfach in ein anderes Gehäuse eingepasst werden.
Wie kann ich Dir einen Kaffee oder Bier spenden?
Was die Lichtausbeute angeht, hier wird man sich wohl auf die
Herstellerangaben berufen? Ich bin wie gesagt nur für den Ausbau &
Design des Koffers zuständig und habe mit dem Verkauf nichts zu tun.
Auch wenn das vom Thema etwas abschweift, ich selbst nutze nur begrenzt
LED-Licht in meinen Wohnräumen, denn bisher konnte mich nur ein
Markenleuchtmittel überzeugen welches mit knapp 27€ zwar nicht teuer
ist, wenn man aber eine ganze Wohnung damit ausstatten muss überlegt man
schon zweimal.
Daher handhabe ich es so, dass ich eine defekte Lampe immer gegen eine
LED-Lichtquelle austausche ;)
Man braucht eine Ulbrichtkugel auch nur, wenn man einen bequeme
Möglichkeit will um den gesamten Lichtstrom mit nur einer
Intensitätsmessung zu machen ;)
Michael m. schrieb:> Man braucht eine Ulbrichtkugel auch nur, wenn man einen bequeme> Möglichkeit will um den gesamten Lichtstrom mit nur einer> Intensitätsmessung zu machen ;)
Wie sollte man sonst einen echten Vergleich Glühlampe/LED machen?
Harald Wilhelms schrieb:> Wie sollte man sonst einen echten Vergleich Glühlampe/LED machen?
Die Frage, ist was man vergleichen will, LED und Glühlampen sind doch
völlig unterschiedliche Lichtquellen. Spektrum, Intensitätsverteilung,
Temperaturverhalten, Strom-Spannungskennlinie, ...
Man misst überall auf der Fläche, welchen einen interessiert, die
Intensität und "integriert" auf, so hat man den Lichtstrom für die
Fläche, welches man untersuchen will. Der Hinweis zu der Ulbrichtkugel
sollte nur darauf hinweisen, das man sich vor einer Messung erst einmal
Gedanken darüber machen soll, was man eigentlich messen will.
Der Lichstrom ist für die meisten Zwecke eigentlich nachrangig,
interessanter ist meistens die Intesitätsverteilung. Was bringt mir eine
Lampe, die in die Falsche Richtung leuchtet.
Für einen Vorführkoffer ist der ganze Babel mit Ulbrichtkugel,
Intansitätsverteilung usw. vollkommen Wumpe. Der Kunde sieht von seinem
Eindruck "gleich hell" und gut ist.
Und das Verkaufsargument ist die Anzeige der Leistungsaufnahme. Damit
läßt sich berechnen, ob sich's ausgeht.
Michael schrieb:> man einen Sensor mit der passenden spektralen Gewichtung
Es gab Fälle wo es durch LEDs taghell für das AUGE war, aber die
Lichtmessung zu wenig Licht ergab weil der Sensor für dieses Spektrum
nicht geeignet war! Deswegen würde ich vorsorglich Strom UND Licht
messen.