Funkfernsteuerung bei Rangierlokomtiven, Krane usw

Gast #3506289
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Hallo,

es werden ja auch schwere und nicht ganz ungefährliche Geräte per Funk 
ferngesteuert (soweit meine Info korrekt sind sogar im 433 MHz ISM 
Band).

Wie wird dort eine sichere Verbindung gewährleistet und sichergestellt 
das auf jeden Fall nur der Befehl ausgeführt wird welche übertragen wird 
?
Mich interessieren jetzt nicht die allgemeinen Vorschriften des 
Gesetzgebers, der BG oder wer auch immer dafür juristisch zuständig ist 
sondern wie eine Sicherheitsrelevante Funkfernsteuerung sowohl auf der 
HF Seite wie auch von der Datenübertragung in der Praxis aufgebaut ist, 
welche Protkolle verwendet werden und warum (mit erklärung) die 
eingestzten protokolle sicher sind .

mfg

    Ham
Gast #3506414
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Jörg Wunsch schrieb:
> Bei der Eisenbahn kann ich mir gut vorstellen, dass sie nicht in
> einem allgemein zugeteilten Frequenzbereich arbeiten, sondern sich
> dafür eine eigene Frequenzzuteilung organisieren.  Rangieren ist ja
> ohnehin ortsgebunden, man braucht also die Zuteilung nur für den
> jeweiligen Einsatzort.

Naja, es wäre ziemlich blöd, die Funkfernsteuerung nur in bestimmten 
Bahnhöfen benutzen zu dürfen. Das würde die Einsatzmöglichkeiten der 
jeweiligen Rangierlok doch ziemlich arg einschränken. Daher wird es 
wenn, eine bundesweite Zuteilung sein.
Moderator Persönliche Seite #3506451
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Christian schrieb:

> Naja, es wäre ziemlich blöd, die Funkfernsteuerung nur in bestimmten
> Bahnhöfen benutzen zu dürfen.

Nö, die hat einfach ihren Bahnhof, in dem sie arbeitet.  Den muss sie
normalerweise nicht verlassen.  Rangierfahrten sind auf den
Bahnhofsbereich limitiert, alles andere sind Zugfahrten.

> Daher wird es
> wenn, eine bundesweite Zuteilung sein.

Es wäre doch kein Problem, auf dem nächsten Bahnhof auf einer anderen
Frequenz zu arbeiten.  Modellfernsteuerungen konnten sowas schon zu
Zeiten steckbarer Quarze :), und heutzutage ist das ohnehin nur noch
das Programmieren einer PLL.  Sowas kann man auch passwortgesichert
(damit es nicht jeder Triebfahrzeugführer gleich ändern kann) über eine
Tastatur organisieren.

Dass man natürlich zusehen wird, dass alle entsprechenden Zuteilungen
in einem einzigen Band liegen, ist klar.  Für Betriebsfunk wird gern
das 2-m-Band oder 70-cm-Band (jeweils oberhalb der Afu-Bereiche)
genutzt.
#3506469
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MaWin schrieb:
> Supi, so oft, wie man GSM Ausfälle, Funkprobleme und Störungen hat, wird
> das mit den Verspätungen beim Bahnfahren damit Glückssache, und Unfälle
> sind vorprogrammiert.

Die Bahnverwaltungen kennen halt noch nicht den Spruch" Wer Funk kennt 
nimmt Kabel"

Bisher hatten die das immer mit Kabel gemacht:
CIR-ELKE bzw. die alte LZB.
(Das Kabel zwischen den Schienen)

http://de.wikipedia.org/wiki/CIR-ELKE

Als Suendenbock sitzt da dann trotzdem ein Lokfuehrer auf der Lok.
Moderator Persönliche Seite #3506477
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Helmut Lenzen schrieb:

> Da wird dann alles drueber gesteuert, Signale an der Strecke braucht man
> da nicht mehr.

Naja, ganz so ist es auch nicht … erstens will man natürlich immer
noch rückwärtskompatibel sein.  Neue Signalisierungsmöglichkeiten
verbessern dann zwar die Möglichkeiten für entsprechend ausgerüstete
Züge, aber die anderen können trotzdem noch (zu bisherigen Bedingungen)
weiterhin fahren.

Schließlich kann man unmöglich sämtliche Technik von heute auf morgen
austauschen.

Trotzdem denke ich nicht, dass diese Fernsteuerungen im GSM-R-Bereich
arbeiten, denn der ist für seinen eigentlichen Verwendungszweck gut
ausgelastet.  Auf großen Bahnhöfen wird es teilweise schon grenzwertig,
weil es im GSM-R eben auch teilweise fest zordenbare Frequenzpaare gibt,
damit die Sache nicht mehr dem Zufall überlassen wird.

MaWin schrieb:
> und Unfälle sind vorprogrammiert.

Gewiss nicht.  Das ist nicht die Technik der China-Funksteckdose, und
“failsafe” ist im Eisenbahnbetrieb ohnehin eine Mindestanforderung.
Funk wurde im Eisenbahnbetrieb schon seit Jahrzehnten benutzt.
Neu ist daran nur, dass der Lokführer nicht irgendeine große, schwere
Funke mit sich rumschleppen muss, sondern dass das Ding halt die Größe
eines normalen Mobiltelefons hat.
Gast #3506599
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Jörg Wunsch schrieb:
> Christian schrieb:
>
>> Naja, es wäre ziemlich blöd, die Funkfernsteuerung nur in bestimmten
>> Bahnhöfen benutzen zu dürfen.
>
> Nö, die hat einfach ihren Bahnhof, in dem sie arbeitet.  Den muss sie
> normalerweise nicht verlassen.  Rangierfahrten sind auf den
> Bahnhofsbereich limitiert, alles andere sind Zugfahrten.

Sorry, aber das ist Quatsch! Rangierfahrten sind auf den Bahnhofsbereich 
limitiert, das stimmt. Aber eine Rangierlok kann doch nicht nur 
rangieren, die kann auch Züge fahren und in dem Moment, wo sie von einem 
Bahnhof zum anderen überführt wird, ist sie auch als Zug unterwegs. Es 
gibt heutzutage kaum noch Rangierloks, die an einen Bahnhof gebunden 
sind. Die meisten rangieren auf mehreren Bahnhöfen und übernehmen auch 
Zugleistungen zwischen den Bahnhöfen.
Gast #3506657
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>ferngesteuert (soweit meine Info korrekt sind sogar im 433 MHz ISM
>Band).

>Wie wird dort eine sichere Verbindung gewährleistet und sichergestellt
>das auf jeden Fall nur der Befehl ausgeführt wird welche übertragen wird
>?

ein Qso auf 433.500 Mhz in der nähe solcher Geräte zeigt meist ein 
sofortige Sischerheitsabschaltung der Anlage, z.b. Kran bleibt sofort 
stehen

aber da das 70cm Band nicht wirklich sehr belegt ist, selbst PR auf 70 
fast weg, gibt es die Probleme immer weniger
Gast #3509406
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Hallo,

danke für die Hinweise (die ersten waren für mich die wertvollsten).

Trauig in der Zeit der Vernetzung und des Internets:
EN und VDE Normen sind nicht ohne weiteres im Netz aufzufinden, es lebe 
der VDE Verlag und dessen Lobbyvertreter in Indistrie und Politik... :-(

mfg

   Ham

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