Tipps für Kabel an 0,2 mm Pads löten

#3513990
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Ich muss ca. 15 Drähte an einen Chip löten. Der Beinabstand beträgt 0,1 
mm der Pin selbst ist 0,2 mm breit. Was gibt es denn für Tipps um Kabel 
an so einen zu löten. Er selbst ist schon festgelötet auf einer Platine 
umd leider gibt es keine erreichbaren DuKos oder dicke Leiterbahnen zum 
daran löten.
Mein Kabel ist AWG36 also 0,127mm.
Grüße Leo
#3514004
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Ist das eine flexible Leitung?

Wenn ja, dann ist es weng blöder.

Den Draht schön verzinnen, viel Flussmittel auf die Pins.
Und dann genau auf den Pin löten und keinen Kurzschluss machen.

Ich würde aber Fädel Draht benutzen der ist sehr dünn, dann sollte es 
leichter gehen, wenn die Drähte zu dick sind und es garnicht geht.

Den dann auf eine zwischen Platine drauflöten und dann kannst du ja jede 
dicke Leitung dranlöten.

Dann hast du ja Platz.

Gruß,
Matthias K.
#3514062
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Leonard S. schrieb:
> Ja ist WireWrap also relativ fest. Soll im Prinzip nur mit der Logic
> Analyzer Platine verbunden werden. Eher heißer und schnell mit dem
> Kolben oder normale dauer mit dem Kolben?

Blei haltiges Lot verwenden macht vieles leichter.

das Zinn muss halt flüssig werden da gibt es kein schnell nur richtig 
oder Tod bruzzeln Es kommt drauf an wieviel Wärme die Platine zieht.

keine zu kleine Lötspitze verwenden.

370°C ist eine gute Temp.

Lötvorgang sollte eigentlich in 2-6 Sekunden fertig sein.
Gast #3514492
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Wie oben schon beschrieben würde ich es mit Fädeldraht versuchen.
Ein Werkzeug das gut ist:
http://www.reichelt.de/Verdrahtungssysteme/F-DELSTIFT/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=55442&GROUPID=3377&artnr=F%C3%84DELSTIFT
Natürlich kannst du den Draht auch ohne den Halter kaufen.

Das besondere am Fädeldraht ist, die Lackisolierung wird vom Lötkolben 
aufgelöst so dass man den Draht direkt ohne abisolieren verlöten kann.
Mit einem Pinabstnd von nur 0,1mm wird das allerdings trotzdem nur sehr 
schwer gehen.
Persönliche Seite #3514543
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Im 0.5mm-Raster ist es mit CuL-Draht durchaus möglich, das erfordert 
eine feine Lötspitze, eine ruhige Hand und gute Augen bzw. eine gute 
Sehhilfe. Und einen gut beleuchteten Arbeitsplatz.

Im 0.3mm-Raster könnte das vielleicht auch noch klappen.


Interessant dürfte allerdings sein, was der Threadstarter eigentlich 
vorhat; die Formulierung, da ein "Kabel" anlöten zu wollen, lässt mich 
leichten Zweifel bekommen.
Gast #3514800
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> Im 0.3mm-Raster könnte das vielleicht auch noch klappen.

Ach was...mit einem guten Mikroskop ist das kein Problem.

Aber selbst wenn man soetwas nicht hat, kann man das machen. Ist dann 
nur etwas muehseliger. Man nehmen zwei Aufkleber und klebt sie links und 
recht von dem Pin. So das alles abgedeckt wird bis auf den Pin selber. 
Dann einfach einfach den Draht anloeten. Ist zwar fummelig aber geht.
So habe ich schon LCDs von Pollin die nur den parallen Bus rausgefuehrt 
hatten, den SPI-Bus nachgeruestet. :-)

Olaf
Gast #3515424
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Der Te könnte ja mal ein Foto reinstellen. Dann könnte man das auch 
besser beurteilen ... weil die Methode auch stark von der Umgebung des 
Chips abhängig ist.Anlöten von einzelnen Drähten halte ich für 
unmöglich, außer man beschäftigt damit eine Bondmaschine.Bei einer 
Handlötung würde ich gerne zusehen;-) Bevor man bei solchen Anfragen 
kein Foto gesehen hat sollte man eigentlich /späte Erkenntnis)keine 
Tipps geben.
Gast #3515515
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> Solche Sachen zu löten scheint ja bei Dir ein ganz normal Vorgang
> zu sein.

Das ist richtig.

> Also wenn ich sowas könnte, ich würde ganz bestimmt ein paar Bilder
> schiessen und diese archivieren.

Ich bin normalerweise nicht so exhibitionistisch. Ausserdem ist das 
berufliche alles geheim. Und es ist ja auch ein gewisser Aufwand 
notwendig um solche Bilder zu machen. Mit der Handykamera kommt man da 
nicht weit.

> Kannst Du bitte ein paar von denen hier reinstellen?

Ich hab gerade mal extra fuer euch eines gemacht: (privates Projekt)

http://www.criseis.ruhr.de/bilder/wenn_ihr_euch_dann_besser_fuehlt.jpg

Das zeigt ein LPH7508 von Pollin. Das dunkelrote ist normaler 
Faedeldraht. Das goldene ist duennerer Draht weil der Faedeldraht dafuer 
zu dick war. Wie man sieht habe ich damit die fuenf Leitungen fuer den 
seriellen Bus des SED1560 rausgezogen. Geloetet habe ich das ohne 
Mikroskop weil ich damals noch keins hatte. Wie schon erwaehnt, indem 
ich da links und rechts neben der Loetstelle jeweils einen Aufkleber 
neben das Pad geklebt hatte.

Ich hoffe man erkennt genug, da ich hinterher alles mit 2k-Kleber 
abgedeckt habe. Ausserdem ist das ganze auch schon ein paar Jahre her, 
deshalb auch der Staub. :-)

> Bei einer Handlötung würde ich gerne zusehen;-)

Die Welt ist voller Unglauben und Missgunst. :-D

Ich hab das Bild mal meinem System abgelegt da hier sonst bestimmt 
wieder Gejammer kommt weil Bild so gross...

Olaf
Gast #3515529
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Ich sehe gerade, ihr koennt das Modul noch kaufen:

http://www.pollin.de/shop/dt/NTU3OTc4OTk-/Bauelemente_Bauteile/Aktive_Bauelemente/Displays/LCD_Modul_LPH7508_1.html

Vielleicht wollt ihr das mal nachmachen? .-)

Es hat 100x64Pixel und ist wirklich nicht schlecht wenn man es auf 
seriell umgebaut hat. Beispiel-Source fuer M16C62 und SH2A koennte ich 
liefern. Aber bitte nicht als an so einen mickrigen kleinen AVR 
anschliessen. Das Display braucht 800Byte Shadowram im Controller weil 
man es seriell nicht lesen kann.

Olaf
Gast #3515578
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Ist vielleicht etwas off topic, aber da ich die Kamera gerade extra fuer 
euch geholt habe, habe ich auch noch mein aktuelles Projekt 
fotografiert. (das wird die Aussteuerungsanzeige meines naechsten 
Roehren-Kopfhoererverstaerkers und MP3-Player in der Steampunkversion)

http://www.criseis.ruhr.de/bilder/vfd_platine.jpg
http://www.criseis.ruhr.de/bilder/vfd_glas.jpg

Es jammern ja auch viele das sie kein SMD koennen. Wie man sieht ist das 
kein Problem. Man muss es sich nur einfach mal zutrauen und machen.

Ich wuerde es jedenfalls schade finden wenn man nicht an moderner 
Technik teilhaben kann und immer mit fetten DILs rumpopeln muss.

Olaf

p.s: Wegen der langen Belichtungszeit sieht man leider nicht die 
Bewegungen auf dem VFD. Da blinkt, laeuft und zaehlt naemlich alles. :-(
#3515609
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Jetzt traut sich keiner mehr was zu schreiben :-)

Aber kann Olaf nur zustimmen. Ohne Angst an die sache pragmatisch 
rangehen und probieren!
Im schlimmsten fall muss man mit entlötlitze den ganzen Kram wieder 
entfernen.

Und wem fädeldraht zu dick ist: aus nem 1.27mm flachbandkabel eine litze 
entfernen und die in ihre einzeldrähte zerlegen. Dann das finale kabel 
z.b. mit heisskleber in der nähe fixieren und mit dem dünnen drähtchen 
die letzten mm überbrücken.
Hat sich bei mir bewährt, auch wenn man z.b. nen rg-174 kabel mak an ein 
0201 Pad löten muss zwecks S11 Messung.
Gast #3515982
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> wo haste denn den Schalenkern mit Halterung her? Gibt's da nen
> guten Gebrauchthandel?

Es gab mal bei Pollin ein Sortiment mit Ferritkernen. Da habe ich einen 
groesseren Schwung von bestellt. Pollin hat interessanterweise ein paar 
mehr geliefert und die Post hat dann auf dem Transport wieder 30% 
zerstoert.
Scheint es aber nicht mehr zu geben.

Dafuer haben sie aber sehr preiswerte Kernsaetze RM4 und RM6 wie ich 
gerade gesehen habe. Da muesste ich mir eigentlich auch mal ein paar von 
auf Lager legen....
Fuer mein VFD ist der RM5 eigentlich schon ueberdimensioniert. Da ginge 
sicher auch der RM4.

Aber man muss natuerlich ein bisschen bei Material und Luftspalt 
aufpassen. Nicht alles geht fuer jede Anwendung.

Leider hat Pollin aber nur die Ferrite. Die Spulenkoerper habe ich IMHO 
bei Buerklin bestellt.

Olaf

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