Gewindestange befestigen

#3520170
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Boris P. schrieb:
> Hast du das was konkretes im Sinn? Könntest du mir mal eine Webseite
> nennen, wo ich mir anschauen kann was du meinst?

Was meinst du? In der Industrie gibt es keine Lager für Gewindestangen.
Also musst du dir irgendwas selbst basteln. Ist es eine Los oder eine 
Festlagerung? Bei Festlagerung könnte man evt. mit 2 Muttern ein 
Rillenkugellager auf die Gewindestange schrauben.
Aber präzise ist das alles nicht.
Wenn du damit ein Linearantrieb basteln willst dann wirst du daran sehr 
wahrscheinlich wenig Freude haben, da Gewinde nicht dazu da sind 
verschleissarm dauerbewegt zu werden.
Such dir dann lieber eine passende (Trapez)Spindel samt passender 
Mutter.
#3520186
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Udo Schmitt schrieb:
> Bei Festlagerung könnte man evt. mit 2 Muttern ein
> Rillenkugellager auf die Gewindestange schrauben.

Ich glaube das wäre Overkill ;-)

Udo Schmitt schrieb:
> Aber präzise ist das alles nicht.

Das macht nix, für meinen Anwendungsfall reicht wirklich was ganz 
Einfaches.

Eigentlich bräuchte es wirklich nur eine wenige cm lange "Röhre", die 
die Gewindestange umschließt. Also quasi eine "Distanz-Rundmutter ohne 
Innengewinde". Aber sowas gibt's natürlich nicht...

Vielliecht sollte ich tatsächlich ein Alurohr nehmen? Das müsste es doch 
bestimmt auch mit einem M12 Innendurchmesser geben.
#3520210
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Christopher B. schrieb:
> Hm... ich dachte an ein Kugellager in das du deine Gewindestange
> einklebst, zb. mit 2k-Kleber.

Auch keine schlechte Idee. Mal schauen ob ich da was passendes finde...

Christopher B. schrieb:
> Welchen Durchmesser hat denn deine Stange und wieviele brauchst du
> davon.

Es handelt sich um eine M12 Gewindestange, also etwa 10mm 
Außendurchmesser.
Diese soll an zwei Stellen gelagert werden.

Christopher B. schrieb:
> Ist das für ein Serienprodukt oder für ein Einzelstück?

Gott bewahre, das ist nur für ein Einzelstück (Privatbastelei).

Udo Schmitt schrieb:
> Ein Stück Kunststoff/Metall.
> Ein 12,5mm Bohrer
> Eine Ständerbohrmaschine

Das wäre natürlich auch eine Lösung. Habe nur leider keine 
Ständerbohrmaschine.
Gast #3520228
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Boris P. schrieb:
> Würde man dazu schon "Lager" sagen?

Nein, Pfusch.

Soll deine Gewindestange auf den Spitzen des Gewindes reiten ?

Die sind doch in kürzester Zeit abgescsliffen und dann klappert es, 
ausserdem können so dünne Auflageflächen keine Kraft tragen.

Man dreht das Gewinde ab damit die Stange kleiner aber schon run ist, 
und steckt es in ein Kugellager oder Gleitlager.

Aber wozu ? Warum soll sich eine Gewindestange frei drehen ?

Gewindestangen haben selbsthemmende Gewinde damit eine Mutter darauf 
sich möglichst verklemmt, denn sie soll nicht abgehen.

Will man einen Spindelantrieb, nimmt man eine Trapezgewindestange.
Die besteht dann zur Abwechselung auch mla aus haltbarem Metall und die 
passenden Trapezgewindemuttern  sind spielfrei enstellbar.

http://www.maedler.de/product/1643/1620/2028/2031/trapezgewindespindeln-eingaengig-rechts-stahl-laenge-1m
Gast #3520294
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>Bei den Maßen habe ich mich auf Wikipedia bezogen: da steht für M12:

>Durchmesser Außengewinde: 9,85mm

Generation Pisa? Funktioneller Analphabet?

Deine Angabe von 9,85 mm steht in der Spalte KERNDURCHMESSER.
#3520350
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Udo Schmitt schrieb:
> Überlege dir mal warum das M12 heisst

Aus dem gleichen Grund, warum ein A4 Blatt Papier 4mm stark/lang/breit 
ist? ;-)

Andreas schrieb:
> Generation Pisa? Funktioneller Analphabet?

Besten Dank. Ich hab doch keine Ahnung was Steigung, Kerndurchmesser, 
Innengewindedurchmesser, Außengewindedurchmesser, 
Spannungsquerschnittsfläche usw. alles zu bedeuten hat. Mit Schrauben 
bzw. Gewinden hatte ich bisher nicht viel am Hut. Aber man lernt ja 
gerne dazu...

Udo Schmitt schrieb:
> Vieleicht beenden wir das heitere Bastelraten und du erzählst einfach
> WAS du machen willst.

Gerne doch:

Ich möchte eine Gewindestange (1000mm) jeweils an beiden enden lagern. 
Mittels eines Getriebe-Motors, der an einem Ende der Stange befestigt 
ist, soll die Stange dann mit ca. 10 UPM gedreht werden. Auf der Stange 
sitzt eine Rundmutter. Diese ist extern so fixiert, dass sie nicht 
rotieren kann. Durch die Drehung der Gewindestange bewegt diese sich 
also linear entlang der Stange.
An der Mutter befindet sich zudem eine kleine Kamera, die auf diese 
Weise linear bewegt werden kann.

Nun suche ich wie gesagt eine Lösung, die Gewindestange an beiden Enden 
mit möglichst geringem Aufwand zu lagern.
#3520424
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Vielen Dank, die Lösung gefällt mir sehr gut.

Wäre nur noch eine Kleinigkeit zu klären: wie befestige ich die 
Kugellager auf dem Untergrund?
Ich hatte vor das ganz auf einem 3cm breiten Aluminiumprofil zu 
montieren (das habe ich schon hier). Irgendwo habe ich da auch 
Halterungen für die Kugellager gesehen, aber die schienen recht klobig 
(deutlich breiter als 3cm) zu sein.

Hast du da vielleicht auch noch Erfahrungswerte die du gerne weitergeben 
möchtest?
#3520496
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wendelsberg schrieb:
> 2 Kugellager mit 12mm Innendurchmesser und 4 Muttern M12.

Hatte ich schon vor Stunden vorgeschlagen :-)

wendelsberg schrieb:
> Bastelloesung: in das Untergrund-Holzbrett je eine Vertiefung fraesen
> oder meisseln, dann die Lager da reinlegen und mit Lochband anschrauben.

Die Idee mit Lochband hat was, mehr Pfusch geht fast nicht.
Man könnte natürlich mit schräg geschlagenen Nägeln das Lager auch vor 
dem Rausfallen schützen  :-)
#3520508
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Boris P. schrieb:
> Udo Schmitt schrieb:
>> Bei Festlagerung könnte man evt. mit 2 Muttern ein
>> Rillenkugellager auf die Gewindestange schrauben.
>
> Ich glaube das wäre Overkill ;-)

wendelsberg schrieb:
> 2 Kugellager mit 12mm Innendurchmesser und 4 Muttern M12.

Boris P. schrieb:
> Vielen Dank, die Lösung gefällt mir sehr gut.

Gibts dich eigentlich zwei mal, oder warum schreibst du zur gleichen 
Lösung einmal "Overkill" und dann "gefällt mir sehr gut"?
#3520538
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Udo Schmitt schrieb:
> Gibts dich eigentlich zwei mal, oder warum schreibst du zur gleichen
> Lösung einmal "Overkill" und dann "gefällt mir sehr gut"?

Kugellager kamen mir zunächst ein bisschen zu professionell vor. Als ich 
dann aber ein bisschen drüber nachgedacht habe, konnte sich mein Herz 
für diese Lösung erwärmen. Mittlerweile bin ich von diesem Ansatz 
geradezu begeistert!
Gast #3520562
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Udo Schmitt schrieb:

> Die Idee mit Lochband hat was, mehr Pfusch geht fast nicht.
> Man könnte natürlich mit schräg geschlagenen Nägeln das Lager auch vor
> dem Rausfallen schützen  :-)

das lager außen mit schmirgel anrauhen, mit einem brenner ~150°C heiß 
machen (pi*d reicht dicke, wenn das teil anfängt zu qualmen muss man 
aber aufhören) und dann mit ordentlich heißkleber auf dem untergrund 
fixieren!

von wegen mehr pfusch geht nicht ;)
Gast #3520629
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Boris P. schrieb:
> Als ich
> dann aber ein bisschen drüber nachgedacht habe

Nur 3 Stunden 10 Minuten, um die Verwendung eines Kugellagers zu 
verstehen. Respekt. Passt aber ins Forum, jede gute Idee wird zuerst 
vehement abgelehnt. Die meisten sind allerdings damit endgültig 
erledigt.

Gruss Reinhard
Gast #3520633
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Boris P. schrieb:
> An der Mutter befindet sich zudem eine kleine Kamera, die auf diese
> Weise linear bewegt werden kann.

Was soll denn die Kamera aufnehmen? Landschaft (weit weg) oder Makro 
(nah dran)?

Wie genau muß die Kameraausrichtung sein, sprich: Wie weit darf sie sich 
senkrecht zur Drehachse der Gewindestange bewegen?

Ist die Gewindestange die einzige Führung für die Kamera (d.h. sie führt 
und bewegt zugleich), oder gibt es eine weitere Führung für die Kamera 
(Gewindestange bewegt nur)?
#3520662
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Reinhard Kern schrieb:
> Nur 3 Stunden 10 Minuten, um die Verwendung eines Kugellagers zu
> verstehen. Respekt.

Zwischen meinen beiden Beiträgen liegen aber doch nur 9 Minuten. Oder 
ist das auch noch zu viel? (Zwischenzeitlich musste ich mein Gehirn 
leider auch noch für andere Dinge benutzen)

tmomas schrieb:
> Was soll denn die Kamera aufnehmen? Landschaft (weit weg) oder Makro
> (nah dran)?

Hier geht es um Makroaufnahmen.

tmomas schrieb:
> Ist die Gewindestange die einzige Führung für die Kamera (d.h. sie führt
> und bewegt zugleich), oder gibt es eine weitere Führung für die Kamera
> (Gewindestange bewegt nur)?

Die Kamera wird noch von einer zweiten Linearführung gehalten. Die 
Gewindestange dient, wie du richtig vermutet hast, nur zum Bewegen.
Gast #3520698
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Boris P. schrieb:
> Die Kamera wird noch von einer zweiten Linearführung gehalten. Die
> Gewindestange dient, wie du richtig vermutet hast, nur zum Bewegen.

Daß das Bild/Video durch den Schlag der Gewindestange (und den wird sie 
bei 1000mm Länge und Bastellagerung haben) später "wackeln" wird ist für 
die Makroaufnahmen egal? Ich kenne deine Konstruktion und deren genauen 
Zweck nicht, drum frag ich.
Gast #3520700
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Boris P. schrieb:
> Die Kamera wird noch von einer zweiten Linearführung gehalten. Die
> Gewindestange dient, wie du richtig vermutet hast, nur zum Bewegen.

M12 Gewindestange!!!! WAS ist das fuer eine Kamera?????
Mein Ansatz waere da eher M4, vielleicht bis M6.
Wenn das Ganze dann auch noch genau sein soll, muss das Lager auf einer 
Seite auch axial spielfrei sein.

wendelsberg
#3520713
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tmomas schrieb:
> Daß das Bild/Video durch den Schlag der Gewindestange (und den wird sie
> bei 1000mm Länge und Bastellagerung haben) später "wackeln" wird ist für
> die Makroaufnahmen egal?

Die Kamera ist ja wie gesagt auf einer Linearführung montiert. Das ist 
eine "gute" von THK. Da sollte nix wackeln...
Die Bilder werden anschließend zusätzlich noch per Software entwackelt.

wendelsberg schrieb:
> M12 Gewindestange!!!! WAS ist das fuer eine Kamera?????

Eine gaaanz kleine Süße :-)
Ich dachte halt viel hilft viel (oder tut in diesem Fall zumindest nicht 
weh).
Gast #3520721
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Boris P. schrieb:
> Zwischen meinen beiden Beiträgen liegen aber doch nur 9 Minuten. Oder

Naja, Boris P. schrieb: um 14:40 Uhr
> Ich glaube das wäre Overkill ;-)

und dann um 16:39 Uhr

Boris P. schrieb:
> Vielen Dank, die Lösung gefällt mir sehr gut.

macht bei mir 1:59 h, also deutlich weiter entfernt von Deinen 9 Minuten 
als von den 3:10 h von Reinhard Kern.
Nicht anfangen zu schummeln!

Boris P. schrieb:
>> WAS ist das fuer eine Kamera?????
> Eine gaaanz kleine Süße :-)

Im Ernst, da ist wahrscheinlich M6 mehr als genug, was auch den Vorteil 
einer geringeren Steigung hat und der Antrieb wird wegen des geringeren 
Gewichts auch einfacher.


wendelsberg
#3520730
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wendelsberg schrieb:
> macht bei mir 1:59 h, also deutlich weiter entfernt von Deinen 9 Minuten
> als von den 3:10 h von Reinhard Kern.
> Nicht anfangen zu schummeln!

Jetzt langts aber... darum gehts doch hier garnicht ;-)
Davon ab: um 14:49 habe ich mich bereits zur Lösung mit dem Kugellager 
bekannt. Das sind exakt 9 Minuten.

wendelsberg schrieb:
> Im Ernst, da ist wahrscheinlich M6 mehr als genug, was auch den Vorteil
> einer geringeren Steigung hat und der Antrieb wird wegen des geringeren
> Gewichts auch einfacher.

Ich denke da hast du recht. Ich werde mich noch mal nach einer M6er 
Gewindestange umsehen.
Gast #3521000
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Boris P. schrieb:
> Ich dachte halt viel hilft viel (oder tut in diesem Fall zumindest nicht
> weh).

Du hast aber bis heute nicht verstanden, daß Gewindestangen das 
Gegenteil von dem sind was man als Linearantrieb haben will:

Sie klemmen und verschleissen.

Dabei gibt es nicht nur Trapezgewindespinden für wenig Geld, sondern

> Die Kamera ist ja wie gesagt auf einer Linearführung montiert.

da tut es auch ein Zahnriemen wie bei einem Druckkopf im Drucker.
Gast #3521208
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Boris P. schrieb:
> Jetzt langts aber... darum gehts doch hier garnicht

Nicht so ernst nehmen, ich sehe dich ja auch eher als positives 
Beispiel, es ist schon eine Ausnahme, dass jemand überhaupt nochmal 
nachdenkt. Es nervt halt oft, wenn gerade gute Vorschläge ohne weitere 
Begründung niedergemacht werden.

Gruss Reinhard
#3521235
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MaWin schrieb:
> Du hast aber bis heute nicht verstanden, daß Gewindestangen das
> Gegenteil von dem sind was man als Linearantrieb haben will:

Da hast du Recht, das hatte ich bis heute nicht verstanden (sehe es aber 
nun ein). Schon wieder was gelernt ;-)

Trotzdem werde ich es jetzt erstmal mit der Gewindestange versuchen. 
Sollte sie tatsächlich nicht vernünftig laufen oder gar zu schnell 
abnutzen, kann ich sie ja immer noch durch eine Spindel austauschen. 
Dafür werde ich versuchen das Ganze möglichst modular aufzubauen, und 
ohne Kleber und Zement auszukommen. Dann dürfte der Austausch nicht 
allzu weh tun...

MaWin schrieb:
> da tut es auch ein Zahnriemen wie bei einem Druckkopf im Drucker.

Auch ein guter Ansatz, passt aber jetzt leider gar nicht mehr in mein 
Konzept. Im nächsten Leben vielleicht...

PS:
Noch mal eine Frage zu den Trapezspindeln: die scheinen ja wieder ganz 
eigene, zum Teil auch krumme Maße zu haben (z.B. TR8 mit 
Außendurchmesser 8,3mm). Ist es da nicht schwer bis unmöglich passende 
Kugellager zu finden? Vor allem wenn diese zur Gewindestange UND zur 
Spindel passen sollen...
Wenn ich mich also doch für eine Lösung entscheiden muss, werde ich wohl 
besser zur Trapezspindel greifen.
Gast #3521337
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Boris P. schrieb:
> Ist es da nicht schwer bis unmöglich passende
> Kugellager zu finden?

Ja, es ist schwierig, damit eine zusammengeschusterte Bastellösung mit 
aufgeklebten Kugellagern herzustellen.

Man kann's stattdessen aber auch gleich richtig machen, d.h. passende 
Absätze an die Spindelenden drehen, wie schon weiter oben von jemand 
anderem geschrieben.
#3521342
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das Außengewindemaß spielt dabei keine Rolle, da die 
Trapezgewindespindeln an den Enden auf ein Maß, welches maximal dem 
Kerndurchmesser entspricht (aber eher mindestens einige Zehntel kleiner 
ist), abgedreht oder, im Fall daß sie gehärtet sind, abgeschliffen 
werden.

Hier würde ich jedoch auch die Zahnriemenlösung favorisieren. Vor allem, 
wenn du in die Möglichkeit hast einen alten Drucker zu bekommen, da ist 
nämlich alles schon fertig drin. Linearführung incl. Zahnriemenantrieb, 
Spann-Umlenkrolle und Motor.
#3521424
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wendelsberg schrieb:
> Gibt es Zahnriemen mit 2100mm Umfang so problemlos?

Zumal ich ggf. die Länge des Systems sogar noch auf 1,5m erhöhen würde. 
Dann bräuchte es schon >3m Zahnriemen.

Eine 2m Gewindestange/Spindel gibt es hingegen problemlos und für recht 
kleines Geld.

tmomas schrieb:
> gleich richtig machen, d.h. passende
> Absätze an die Spindelenden drehen, wie schon weiter oben von jemand
> anderem geschrieben.

Christian B. schrieb:
> abgedreht oder, im Fall daß sie gehärtet sind, abgeschliffen
> werden.

Leute Leute, habt ihr alle eine Drehbank im Keller stehen? ;-)
Oder klappt das auch mit einer einfachen Feile?
#3521445
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Boris P. schrieb:
> Zumal ich ggf. die Länge des Systems sogar noch auf 1,5m erhöhen würde.

Hast du eine Teleskoplinearführung, die du verlängern kannst :-)
Die Lösung mit Gewindestange und >1m halte ich für nicht gut, was MaWin 
gesagt hat stimmt, aber ich werfe mal noch einen Schnurantrieb in die 
Diskussion (Wie früher die Skalenantriebe. Mittels Zugfeder kann man die 
umlaufende Schnur prima Spielfrei bekommen.
Weitere Idee: PU Rundriemen 
http://www.rrg.de/fileadmin/kataloge/antriebselemente/04-145_pu-rundriemen.pdf
Gast #3521447
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Boris P. schrieb:
> Eine 2m Gewindestange/Spindel gibt es hingegen problemlos und für recht
> kleines Geld.

Stimmt. Und die ersten min. 200 Verfahrwege gibt es auch kaum 
Verschleiss, der ausserdem sehr von den Kraeften abhaengt, die die 
Spindel ziehen muss, also den Schlitten leicht beweglich halten.

Man sollte aber z.B. daran denken, dass die Mutter am Schlitten 
problemlos auswechselbar bleibt, die verschleisst ja wesentlich 
schneller (4-5 Gewindegaenge vs. 1250 Gaenge auf der M5-Gewindestange 
bei 1m).

Schmierung waere auch noch so ein Thema.

Wenn die wichtige Arbeitsverfahrrichtung immer gleich bleibt, stoert 
auch eventuell vorhandenes Spiel nicht. Das wirkt sich nur bei der 
Richtungsumkehr aus. Wenn das stoert, kann man mit zwei federverspannten 
Muttern am Schlitten Besserung schaffen.

Zum Schluss koennte man noch ueber eine Art Kapselung nachdenken, die 
Staub von der Spindel abhaelt.

wendelsberg
#3521453
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Grundsätzlich kann man natürlich so ziemlich alles auch feilen - wenn 
man's kann, also so richtig alter Metaller ist. In der Praxis wird das 
nix. Gar nix.

Da ist es dann doch hilfreich, zumindest jemanden zu kennen, der eine 
Drehbank hat und der für einen Beitrag in die Kaffekasse oder eine Kiste 
Bier das Spindelende bearbeitet. Gelegentlich findet man auch Versender, 
die die Endenbearbeitung gegen Aufpreis anbieten und wenn das alles 
nicht geht, dann gibt es zumundest für 16mm-Trapezspindeln auch Hülsen 
zum Einkleben, siehe http://www.mixware.de/ws35.html .
Gast #3521461
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Boris P. schrieb:
> die scheinen ja wieder ganz
> eigene, zum Teil auch krumme Maße zu haben (z.B. TR8 mit
> Außendurchmesser 8,3mm). Ist es da nicht schwer bis unmöglich passende
> Kugellager zu finden?

Man spannt oder klebt kein Kugellager auf den Aussendurchmesser eines 
Gewindes.

Das ist Pfusch.

Man dreht an den Enden das Gewinde ab bis die Welle rund ist.

Das kann man dann passend zum Durchmesser des Lagers machen.
#3521480
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MaWin schrieb:
> Man dreht an den Enden das Gewinde ab bis die Welle rund ist.
> Das kann man dann passend zum Durchmesser des Lagers machen.

Jetzt noch mal ne ganz dumme Frage (entschuldige meine 
Ahnungslosigkeit):
wie fixiere ich dann die Welle im Kugellager? Wenn das Gewinde weg ist, 
kann ich sie ja nicht mehr von beiden Seiten gegen das Lager 
verschrauben.

(sorry wenn das im Laufe des Threads schon mal erwähnt wurde, ggf. hab 
ich's nur nicht verstanden)
Gast #3521496
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Boris P. schrieb:
> Oder klappt das auch mit einer einfachen Feile?

Ganz bestimmt nicht, normalerweise ist für die Montage eines Kugellagers 
eine Passung nötig, sprich Toleranzen im µ-Bereich. Wenn das Ende Spiel 
hat, dreht sich womöglich das Kugellager garnicht, sondern bloss die 
Welle, was zwar eine Weile funktioniert, aber dann hätte man das 
Kugellager ja nicht gebraucht. Ausserdem muss die Welle genau zentrisch 
laufen, sonst schüttelt sie die Kamera hin und her.

Boris P. schrieb:
> Ist es da nicht schwer bis unmöglich passende
> Kugellager zu finden?

Dazu gehören zwingend Kugelumlaufmuttern, die gibts passend. Treibt nur 
leider den Preis ein bisschen weiter nach oben. Normale Muttern passen 
nicht.

Gruss Reinhard

PS M12 ist natürlich der Wahnsinn, aber bei einer vernünftigen Grösse 
wie M6 könnte man Nylon-Muttern verwenden, damit die Sache schön glatt 
läuft. Die müsste man aber nach längerer Laufzeit womöglich mal 
auswechseln.
#3521516
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Boris P. schrieb:
> wie fixiere ich dann die Welle im Kugellager? Wenn das Gewinde weg ist,
> kann ich sie ja nicht mehr von beiden Seiten gegen das Lager
> verschrauben.

Da gibt es mehrere Möglichkeiten:
- kleben (eher Pfusch, schlecht zu wechseln)
- man macht den Stummel mit dem kleineren Durchmesser etwas länger und 
schneidet ein entsprechend kleineres Gewinde auf das Ende
- man dreht hinter das Lager eine kleine Nut rein und klemmt einen 
Sicherungsring drauf
- ...
#3521538
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Hast du dir eigentlich mal Gewindestangen angesehen? Wenn du 5 1m lange 
in die Hand nimmst und auf einem glatten Tisch rollst, dann haben 4 
davon mindestens einen Schlag von 10mm.
Gewindestangen sind normalerweise nur für Zugbeanspruchung oder zum 
Abschneiden auf kürzere Längen vorgesehen.
#3521558
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Matthias L. schrieb:
> Soll die Kamera denn in beide Richtungen motorisch verschoben werden?

Ja, das soll sie.

Matthias L. schrieb:
> Eine lange, dünne Gewindestange auf Zug zu belasten, das mag gehen. Auf
> Druck wird's aber schwierig - ein kleiner Ruckler, und schon ist die
> Stange abgeknickt...

Ich habe mich ja schon zur Verwendung einer Trapezspindel bekehren 
lassen. Das mit der Gewindestange war wohl eine Schnapsidee ;-)
Gast #3521788
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Boris P. schrieb:
> wie fixiere ich dann die Welle im Kugellager?

Normalerweise ist ein Lager an einem Ende und das andere am anderen Ende 
und dazwischen ist die Welle dicker, kann also weder links noch rechts 
rausrutschen.

Da zudem normalerweise Präzision gefragt ist, wird ein Lager auch aussen 
durch eine Mutter auf einem ans Ende des abgedrehten Welle geschnittenen 
Gewindes fixiert, die andere Seite kann hingegen Längenänderungen durch 
Temperaturänderungen durch verschieben im Lager folgen.

wendelsberg schrieb:
> Dann lies die Preise fuer eine 1,5m Trapezspindel aber im Sitzen.

Mir scheint eher, du hast keine blasse Ahnung.
10,87 ist nun kein Wucher http://www.maedler.de/Article/64011200
Natürlich gibt es auch teurere wenn man besondere 
Präzisionsanforderungen hat.
Gast #3531744
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> Gewindestangen haben selbsthemmende Gewinde damit eine Mutter darauf
> sich möglichst verklemmt, denn sie soll nicht abgehen.
>
> Will man einen Spindelantrieb, nimmt man eine Trapezgewindestange.
> Die besteht dann zur Abwechselung auch mla aus haltbarem Metall und die
> passenden Trapezgewindemuttern  sind spielfrei enstellbar.
>
> http://www.maedler.de/product/1643/1620/2028/2031/...

Immer noch falsch. Selbsthemmung hängt immer noch primär von der der 
Steigung ab. Und auch ein selbsthemmende Gewinde kann zur Übertragung 
von Bewegung benutzt werden. Wird millionenfach in der Technik gemacht. 
Der Wirkungsgrad ist nur schlechter. Auch ein Schmeckengetriebe ist 
selbsthemmend.

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