ATtiny45 Funk

#3523385
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hallo!

Ich erzeuge an einem Pin eine Schwingung mit der Frequenz f=1Hz.
Ich möchte dass diese Schwingung per "Funk" an ein Lautsprecher gesendet 
wird und diesen zum Ton erzeugen bringt. Es ist ein Rechteck Signal.

Ich habe an den Pin ein langes spiralisiertes Kabel angebracht und mit 
GND verbunden.

Bei dem Lautsprecher ist ein solches Kabel mit +5V und einem Anschluss 
des Lautsprechers Verbunden. Der 2. Anschluss des Lautsprechers ist mit 
GND verbunden.

Der Lautsprecher erzeugt aber keinen Ton. Ich will in die 
"Funk-Daten-Übertragung" einsteigen und weiß daher nicht ob das so 
richtig ist.

Danke für jegliche Hilfe,

mit freundlichen Grüßen,
Martin Fischer
#3523436
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Hallo Martin,

d.h. Du versuchst mit einer Antenne am uC-Pin eine Funkübertragung?
Das wird so nicht funktionieren, Funk ist schon etwas komplizierter als 
das.
Was möchtest denn genau erreichen? Willst Du selber eine Funkschaltung 
bauen, mit Funk spielen?
Oder möchtest Du wirklich Ton auf den Lautsprecher übertragen?

Mit Funk spielen: Dazu bräuchtest aber viel viel mehr an theoretischem 
Background um das anzufangen, sonst hast kaum Aussicht auf Erfolg. Also 
erstmal heftig goooglen und lesen.

Ton übertragen: nimm lieber fertige Funkmodule, die Dir den Ton mit 477, 
868 Mhz oder auch 2,4 Ghz übertragen.
Oder einen FM-Übertrager, wie man ihn für MP3-Player im Auto verwendet.

Vg,
Conny
#3523439
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Also das witzigste und extremste, was ich mal an Funkexperiment fand, 
war das hier:
http://hackaday.com/2012/01/26/sprite_tms-three-component-fm-transmitter/
(Reichweite: ein paar Zentimeter)

(Ach ja, der Form halber, je nachdem, was Du vorhast: für die Nutzung 
von Funkfrequenzen gibt es Vorschriften. Es darf sich nicht jeder eine 
Frequenzschleuder mit unbekannter Leistung bauen und aufstellen.
Es gibt Nachbarn, Polizei, Flugfunk uvm. die gerne eine unversaute 
Funklandschaft haben wollen ;-)
#3523486
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LOL. Mit "einem langen spiralisierten Kabel" an einem mit 1Hz 
schaltenden µC-Pin ist die Gefahr einer Funkstörung doch eher gering.

Leider hat es der TE heutzutage mit dem Einstieg nicht mehr so leicht 
wie wir früher. Weder kann er einen Mittelwellen-Detektor aus 
selbstbewickeltem Ferritstab, Drehko, Germaniumdiode + Kopfhörer bauen 
(mangels MW-Sender). Noch kann er mit einer Spule + Kopfhörer das 
Magnetfeld aus dem Übertrager eines Telefons belauschen.

@Martin: fang doch mal so an: besorg dir zwei Spulen mit vielen 
Windungen (z.B. von zwei alten Relais). Dann schließt du die eine Spule 
an deinen Lautsprecher an und die andere an den Verstärkerausgang. Wenn 
du jetzt die Spulen passend zueinander ausrichtest, solltest du im 
Lautsprecher etwas hören. OK, weiter als ein paar cm kommst du so nicht.

Für Funk empfehle ich den Griff zu einem Buch (aus Papier; das ist so 
ein dünnes weißes Material, das aus toten Bäumen gemacht wird). Und zwar 
ein Buch über die Anfänge des Funks. Marconi, Funkensender und so. Wenn 
du das durch hast, wirst du auch über deinen Versuch schmunzeln. So wie 
ich jetzt ;)


XL
Gast #3523673
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Wie wäre es wenn du dir einfach 2 rfm12 funkmodule von Pollin besorgst 
und die beiden dann zur Übertragung verwendest, damit wirst du mehr als 
genug zu tun zu haben. Dein Anliegen es selber zu bauen ist zwar nett, 
jedoch solltest du dann schon nen etechnik Studium hinter dir haben und 
einige Jahre hf-Erfahrung mitbringen...sowas macht man heutzutage 
einfach nicht mehr selber, vor allem lohnt es sich nicht
Gast #3523770
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Ein paar Facts, die du auf dem Weg zum Grundwissen brauchst:

a) Schwingkreis
b) ab welcher Frequenz ist eine Übertragung möglich
c) Modulation auf Grundschwingungen

Also eine Spule

Martin Fischer schrieb:
> Ich habe an den Pin ein langes spiralisiertes Kabel angebracht und mit
> GND verbunden.

Grundrinzip stimmt schon theoretisch. Allerdings kommt das hier auf
die Frequenz an - und 1Hz kannste da nicht übertragen.
#3523906
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Google doch einfach ein bisschen mehr:
http://www.b-kainka.de/bastel73.htm
Eine Variante mit selbstgewickelter Spule.

Hat 20 Sekunden gedauert, das zu finden, Suche nach "einfachen lw-sender 
bauen".

Ist schwierig Dir weiter zu helfen.
Die Frage ist wie: "Mir ist gestern ein Ei in der Mikrowelle explodiert, 
das fand ich cool. Wie kann ich eine Bombe bauen, ich habe aber keinen 
Sprengstoff."
#3523916
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Martin Fischer schrieb:
> Ok. DAnke für die Stichworte, ich kenne mich nunmal nicht so aus...
> Kannst du mir noch ein paar Stichworte nennen?

Also das solltest Du selber wissen, was Du machen möchtest: Sender 
bauen, langwellen-sender bauen, ukw-sender selber bauen, was weiss ich.
Dann schaust Dir an, aus was diese Sender bestehen und suchst weiter 
nach dem was Du willst oder brauchst: Spule wickeln, Spule berechnen, 
Frequenz Schwingkreis... was weiss ich...

Es gehört sich auch zur Grundkenntnis von Web-Suche zu Wissen, wie ich 
von generischen oder ungenauen Begriffen herausfinde, was ich eigentlich 
begrifflich genau suche und dann kann ich das immer weiter einkreisen.
#3523925
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Das ist auch völlig logisch, weil das was Spannungs-/Strommässig in dem 
Spiralkabel passiert gegenüber der 5V nicht durchdringt.
Es wird Millivolt/Milliampere sein, also 1000stel, was in der Spule 
passiert.
Da musst sowas bauen, wie das was Kainka da gemacht hat mit Darlingten 
und Trimmpoti und Flipflop, dann KÖNNTE da was bei rauskommen.
ABER: Die Störungen, die Lichtschalter oder Motoren etc. in der Umgebung 
ausstrahlen sind sicher stärker als Deine Spule am "Sender".
Genau deshalb braucht man eine genaue Frequenz, die man sendet und einen 
abgestimmten Empfänger, der selektiv darauf reagiert, sonst kann man aus 
dem Wirrwarr von elektromagnetischen Strahlen in der Umgebung nichts 
herausfiltern.
#3524445
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Verstärkung ist bei einem Opamp anders gemeint als bei einem Transistor.
Mit einem Opamp "zoomt" man ein Signal heraus, weil er Differenzen 
verstärkt, d.h. ein Signal hat eine Varianz von 2V bis 3v. Ein Avr mit 
5v sieht aber nur Pegel unter 0,7 und über 4,3v (?). Nun beschaltet man 
den Opamp so, dass man aus den 2v des Eingangssignals 0v Ausganssignal 
bekommt und aus den 3v einen Ausgang von 5v.
Das kann man mit Transistoren auch, ist aber ein bisschen aufwändiger 
das genau so zu erreichen.
Mit Transistoren verstärkt man wiederum eher die Amplitude oder den 
Strom als Ganzes, als aus einem Sinal von 0 bis 1 Volt macht man eins 
von 0 bis 10 Volt. Oder wenn es mehr Strom sein soll, dann macht man aus 
einem Eingangssignal von 0 bis 1v und wenige mA Strom ein Ausgangssignal 
von mehreren Volt und mehreren Ampere zB um einen Lautsprecher zu 
treiben.
Also ist ein Opamp ein "feinfühliges differenzielles Messgerät" und ein 
Transistor eher ein "Leistungsverstärker".
(Ein klein wenig hinkt das, denn ein Opamp ist letztlich aus 
Transistoren aufgebaut).
#3524486
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TriHexagon schrieb:
> Wie wäre es denn mal, wenn du lernen würdest zu googeln und dir
> vornimmst Probleme einfach mal allein zu lösen?
>
> Lies dir das durch, anhand der Seite weißt du welche Transistorschaltung
> du brauchst und wie du sie aufbauen musst:
> https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0203111.htm
>
> Ohne Fleiß, kein Preis.

Ack.

Die Fragen sind von der Art her wie: ich möchte mir mein eigenes Auto 
bauen. Hab gestern mal den Akkubohrer an ein Rad meiner Seifenkiste 
gehängt, das hat aber nicht funktioniert. Machst mir mal schnell einen 
Motor? Ist das dann ein Auto?
#3524508
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Wenn er wirklich einen Lufttrafo gebaut hat, könnte er das hier 
versuchen, eventuell auch mit Darlington. Der Trimmer wird so 
eingestellt, dass die LED knapp nicht leuchtet. Durch die zusätzliche 
Spannung die im spiralisierten Kabel (kA was genau das sein soll) 
induziert wird schaltet der Transistor durch und die LED leuchtet...
Angehängte Dateien:
#3524525
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Burnout schrieb:
> ... und dann der Transistor.
Wenn du damit meinst, dass der Transistor kaputt wird: Die 
Spannungsquelle aus dem 1kΩ Poti hat einen innenwiderstand von 105.6OΩ 
@0.6V. Wenn wir das spiralisierte Kabel als Ideale Spannungsquelle 
sehen, müssten 2.1V induziert werden, dass durch die Basis 20mA fliesen 
(MAXIMUM RATINGS sind 100mA). In Sperrichtung hält die BE-Strecke 5V 
aus. Wenn der Transistor gegrillt wir kann er auch eine LED direkt 
anschließen.
#3524559
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Burnout schrieb:
> Für Anfänger ist die Schaltung nicht ganz geeignet.
Das ist keine. Wenn er die Spannungsquelle kurzschießt oder Elkos 
verpolt?

Wenn‘s sein muss, dann nimm ein 500Ω Poti und mach einen 470Ω zwischen 
Poti und Ub. Und verwende nur ungepolte Kondensatoren, kurzschlussfeste 
Spannungsquellen und pass auf, dass zu das Lötzinn, vor allem das 
verbleite, nicht isst. Und trete nicht barfuß auf DIL ICs und vorsicht 
den Lötkolben sollte man nicht an der Spitze anfassen wenn er an ist.

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