Hi,
fred schrieb:
> 1. Frage:
> Erstmal eine Frage wie wichtig ist die Auflösung?
> Es kommt leider immer häufiger vor das man auf sehr kleine Strukturen
> 6-8mil herunter muss.
> 2. Frage:
> Wenn man sich hier im Forum Beiträge durchliest in Bezug auf
> Laserdrucker für Platinenherstellung findet man oft sehr alte Drucker
> (z.b HP LaserJet 5l), da hier die Tonserverdichter besser arbeiten soll.
> Leider haben alte Laser auch „Rauschen“ im Bild.
> Wie schlimm sind diese kleine Punkten (Unschärfe) bei belichten?
Die Frage ist OB DU die 6-8mil Auflösung überhaupt brauchst...
Denn Auflösungen unter 10mil sind zwar mit Hobbymitteln machbar (sogar
unter 6mil) aber erfordern schon etwas mehr Aufwand & Sorgfalt als nur
eine Folie auf die Platine zu legen und mit einer Glasscheibe
abzudecken.
Zudem spielt das von dir so genannte "Rauschen" bei 10mil eine wirklich
untergeordnete Rolle - aber je feiner du wirst um so dramatischer wirkt
es sich aus. Bei mir ist es so das ich bei eigenen Platinen bis ca. 8mil
von hervorragender Qualität spreche, 6mil ist für eine sorgfältige
Handbestückung noch brauchbar, darunter nur mit sehr viel Aufwand und
etwas Glück. Begrenzend sind hier alleine diese feinen Pünktchen am Rand
-also dein Rauschen-...
Beim Tonerverdichter ist vielleicht weniger eine Frage des Druckers als
eine Frage des Tonerherstellers.
Tendenziell reagierten wohl bisher vor allem HP Toner besonders Positiv
auf Tonerverdicher. Ich verwende selbst einen HP1010 und nuze TVD, das
Ergebniss sind absolut Blickdichte Filme.
Einen Brother HL2030 habe ich hier auch stehen, dessen Ausdrucke zeigen
sich vom Tonerverdichter genauso unbeeindruckt wie die meines LAserjet
Colour 2500. Wobei ich über den Brother schon gelesen habe das dort
Tonerverdichter doch wirken soll.
Da bei mir beim Brother und LJC billige "Austauschtoner" zum Einsatz
kommen kann es natürlich auch daran liegen. Brother Originalkatuschen
habe ich seit dem Kauf des Druckers nicht mehr in den Händen gehalten.
Beim HP LJ1010 ist aber eine Originalkartusche im Einsatz.
Falls du also wirklich auf so "feine" Strukturgrößen kommen willst und
irgendwie der Platz vorhanden ist, so würde ich gerade unter
berücksichtigung deiner zweiten Randbedingung -Viele Ausdrucke- ggf.
über eine "Zwei Drucker" Lösung nachdenken. Zumal bei so hohen
Anforderungen auch die Trommel sehr früh getauscht werden muss - obwohl
die Qualität noch bei >90% der Ausdrucke reichen würde. Und viele
Ausdrucke bedeuten schnell erste Vrschleisserscheinungen.
Bei mir ist ja so eine "Mehr-Drucker-Lösung" genau der Fall, der HP1010
der Stets mit einer Originalkartusche im guten Zustand bestückt ist wird
praktisch ausschließlich für Belichtungsfilme und "Geschäftsbriefe"
verwendet.
Alle anderen Ausdrucke, insbesondere Interne Papiere wie
Datenblattauszüge, Layoutzwischenentwürfe usw, laufen über den mit
Billigstkartusche bestückten Brother wo mittlerweile die Trommel auch
schon verschleissspuren zeigt (Ok, der Toner in dieser Kartusche dürfte
diesen Monat wohl auch enden...)
Die Kosten für eine gedruckte Seite sind auf dem Brother durch die AT
Kartuschen halt deutlich geringer als auf dem HP mit seinen teuren
Originalkartuschen.
Daher: Gerade wenn du wirklich Strukturen unter 10mil fertigen willst
würde ich als Student NICHT nach EINEM Universaldrucker ausschau halten,
sondern einen Drucker (laser oder Tinte) für Layouts und andere "schöne"
Ausdrucke besorgen bei dem die laufenden Kosten durch die geringe
Nutzung ja kaum ins gewicht fallen (Bei Tinte aber wegen Eintrocknen
aufpassen, da muss schon eine Mindestnutzung sein, sonst halt Laser)
Und einen Laserdrucker mit möglichst geringen Druckkosten/Seite für die
MAssenausdrucke. Also einen für den es günstige Ersatzkartuschen gibt,
idealerweise sogar Trommel und Toner getrennt. Solche Drucker gibt es
oft auch schon für ein paar Euro gebraucht. HAt man den Platz für einen
größeren "bürodrucker" bekommt man sogar für deutlich unter 50 Euro
Geräte wo oft alleine die Restfüllug noch für zigtausend Seiten reicht
und nach Ende der Restfüllung eine "nur Tonerpatrone" alleine für 10Euro
weitere Zigtausend Seiten erlaubt. Die Trommel muss man ja erst tauschen
wenn es wirklich erhebliche Druckfehler gibt, für schöne Ausdrucke hat
man ja das andere Gerät.
Gruß
Carsten
P.S.: Eine Sache muss man bei Laserdruckern für Layouts aber beachten -
Die arbeiten Prinzipbedingt ja mit Hitze was was immer zum Verzug von
Folien führt. Bei der Kombination von einem Drucker mit geringer
Fixiertemperatur und einer guten Laserfolie ist der Verzug so Minimal
das man ihn praktisch nicht merkt. Auch nicht an der fertigen Platine.
Andere Drucker -wie z.b. mein Vorgänger des HL2030, der HL1014 fixieren
so heiß das dieselben Folien die sich beim HPlj1010 nahezu unbeeindruckt
zeigten dort echte Schmelzspuren mit Verzug in allen drei Dimensionen
zeigten.