Wozu der "Prog" Button?

Gast #3532046
>ich habe hier einen Button auf meinem uC, wo Prog steht. Wofür ist der,

Der löscht dein Gehirn. Macht ja aber nix das ist ja schon leer.

Welcher beschissene uC?
Gast #3532074
Oft wird die Sequenz: Prog-Taste beim Einschalten gedrückt halten 
verwendet.
Wie Holger schon schrieb, wird dann der Bootloader aktiviert.
Via USB kannst Du dem dann ein neues Hemd verpassen.
Gast #3532078
Oder ganz langsam von Anfang an...

Um dein Programm vom PC auf den Mikrocontroller zu laden, holst du dir 
die Flip-Software von atmel.com, schliesst ein USB Kabel an und drückst 
den Knopf.
Gast #3532079
>Wie man im Schaltplan sehen kann wird der Reset über ne Diode auch
>gleich auf 0 gezogen, somit reicht es also wenn man nur den Taster
>drückt.
... und ist somit zum Spielen (erste Versuche) nicht mehr zu gebrauchen. 
Komfortabel aber unglücklich gelöst.
Gast #3532081
Ich bin dumm genug, um das alles nicht ganz zu verstehen.

Stephan B. schrieb:
> holger schrieb:
> Taster zum starten des FLIP-bootloaders (bereits vorinstalliert)
>
> ...der gedrueckt sein muss waehrend RESET oder PowerUP.
>
> Dann wird statt der als letztes einprogrammierten Firmware der
> Bootloader gestartet... ...und dann kann man eine neue Firmware
> einprogrammieren.
>
> MfG

Bedeutet das so viel wie, dass ich die firmware lösche, wenn ich den zu 
lange gedrückt halte?

Für sarkastische Antworten habe ich Verstandnis. Wenn noch eine dabei 
wäre, die mir meine Frage beantworte, wäre ich dankbar.

Ich muss mich dazu sowieso noch belesen.

Trotzdem würde ich gerne wissen, ob dadurch für micb die Gefahr der 
Firmwarelöschung besteht.
#3532088
Beim zweiten Blick: Stellt sich noch die frage was eigentlich auf 0 
gezogen wird, denn ich kann keine Pullups sehen...? Und intern kann man 
ja (zumindest bei den AtMegas/-Tinys) erst aktivieren wenn der μC schon 
läuft. (Man sehe es mir nach wenn das bei dem Typ hier anders ist :P)


Was aber auf jeden Fall relativ dämlich ist: Der C der über die andere 
Diode über den Prog-Taster entladen wird geht an gnd. D.h. nach dem 
anstecken an Power geht der erst mal in den Bootloader statt zum 
Programm, weil der C ja noch leer ist. An +5V wäre da wohl gescheiter 
gewesen..
#3532097
Simon S. schrieb:
> Und intern kann man
> ja (zumindest bei den AtMegas/-Tinys) erst aktivieren wenn der μC schon
> läuft.

Es wird sowieso immer der Bootloader zuerst gestartet. (Das wird per 
Fuses eingestellt)
Wenn der Bootloader gestartet ist, aktiviert er die Pullups.
Kurz danach liesst der den PROG PIN und startet die Firmware, wenn 
dieser nicht auf GND gezogen ist.
Ansonsten macht er weiter sein "Bootloader-Ding".

MfG
Gast #3532101
>Bedeutet das so viel wie, dass ich die firmware lösche, wenn ich den zu
>lange gedrückt halte?

Normalerweise sollte nichts passieren. Für das Laden einer neuen 
Firmware ist ein komplettes Protokoll zuständig.

Der Bootloader selbst wird dabei, auf jeden Fall, nicht verändert.

Selbst wenn Störungen eine Übertragung "simulieren" bleibt der 
Bootloader selbst erhalten.
Das "Auslieferungsprogramm", oft irgendwas Blinkiges, kann in diesem 
Falle aber durcheinander gebracht werden.

Der Bootloader kostet auch etwas, nicht nutzbaren Speicher.
Gast #3532104
Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele und vor allem so informative 
Antworten bekomme.

Zum löschen der Firmware braucht man also ein wenig know-how, das mir 
"zum Glück" fehlt.

Was muss ich denn machen,  um die firmware zu löschen. So wüsste ich 
zudem noch was ich unterlassen sollte.

Bishier her vielen Dank.
Gast #3532132
Kein Name schrieb:
> Oder ganz langsam von Anfang an...
>
> Um dein Programm vom PC auf den Mikrocontroller zu laden, holst du dir
> die Flip-Software von atmel.com, schliesst ein USB Kabel an und drückst
> den Knopf.

Man kann PC-Programme auf einem Mikrocontroller laufen lassen?
Was das heute alles gibt,
#3532298
Simon S. schrieb:
> Was aber auf jeden Fall relativ dämlich ist: Der C der über die andere
> Diode über den Prog-Taster entladen wird geht an gnd. D.h. nach dem
> anstecken an Power geht der erst mal in den Bootloader statt zum
> Programm, weil der C ja noch leer ist. An +5V wäre da wohl gescheiter
> gewesen..

Nicht unbedingt.
Der Bootloader könnte den Eingang ja nur bei einem externen Reset 
abfragen und beim POR dagegen sofort die Applikation starten (wäre 
sinnvoll).
#3532360
Martin T. schrieb:
> so wie ich das verstanden habe, kann man den uC mit einem eigens
> geschriebenen Programm flashen.

Um das nochmal etwas klarer darzustellen:

- Das Board 'DIL-AT90USB646' ist bereits programmiert mit einem 
Bootloader.
- Ein Bootloader ist aber 'nur' ein Hilfsprogramm, um damit über die 
USB-Schnittstelle das eigentliche Anwenderprogramm laden (flashen) zu 
können.
- Ein Anwenderprogramm ist auf den neu gekauften Gerät nicht vorhanden, 
denn das willst Du ja nach Deinen Wünschen selber schreiben.
- Das laden eines neuen Anwenderprogramms überschreibt das alte.
- Der Bootloader ist geschützt und wird so einfach nicht 
gelöscht/zerstört. Wenn das doch mal passiert, kannst Du ohne weitere 
Programmierhilfsmittel mit dem Teil nichts mehr machen.

Gruß Dietrich

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